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Sonntag, 30. Juli 2017, 18:31

Alps DFP723D15B (aus IBM P70)

Einige der PS/2 Laufwerke konnte ich durch Kondensator-Tausch wieder zum Leben erwecken, bei manchen funktioniert das aber leider nicht. Jetzt ist es bei einem Alps-Laufwerk aus einem IBM P70 wieder so. Entstaubt, Elkos alle getauscht, Köpfe und Antriebswelle gereinigt, trotzdem ist kein Zugriff auf eine Diskette möglich, weil das Laufwerk m.E. Spur 0 nicht findet. Es liegt übrigens nicht an dem P70, ein Modell 30 hat das gleiche Problem mit dem Laufwerk.

Ich kämpfe bei den PS/2 um jedes Floppy-Laufwerk (und auch um jede Festplatte), da die ja nur mit großem Aufwand durch Standard-Laufwerke zu ersetzen sind. Vielleicht kann mir jemand einen Tipp geben, welche Möglichkeiten ich jetzt noch habe.
»Multisync« hat folgende Bilder angehängt:
  • IMG_1562.JPG
  • IMG_1563.JPG
  • IMG_1564.JPG

MarNo84

...ist "luggable" - genau wie seine Schätzchen xD

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2

Sonntag, 30. Juli 2017, 18:34

Hmm schwer zu sagen...hatte es bei meinem P70 schnell aufgegeben bzw kaum drüber nachgedacht und lieber schnell ein passendes Floppykabel gebaut und fix ein normales Floppy eingesetzt - Problem erledigt und rennt seither.

Kannst gern mein original Floppy haben - ist noch unverbastelt.

Du hast nicht zufällig noch flache/eckige Apple ADB Mäuse ganz zufällig übrig? Sowas such ich nämlich noch ;-)

Grüße,
Marcus
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E. Dresen

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3

Sonntag, 30. Juli 2017, 19:16

welche Möglichkeiten ich jetzt noch habe.

Die Platine sieht nicht "besonders sauber und gut" aus ... viele Lötpunkte sind m. E. stark korrodiert/oxidiert ... auch an den Chips erscheint es auf dem geposteten Bild korrodiert/oxidiert ... vielleicht erstmal komplett auseinanderbauen und diese reinigen?

Gruß,

Erik

4

Sonntag, 30. Juli 2017, 19:34

welche Möglichkeiten ich jetzt noch habe.

Die Platine sieht nicht "besonders sauber und gut" aus ... viele Lötpunkte sind m. E. stark korrodiert/oxidiert ... auch an den Chips erscheint es auf dem geposteten Bild korrodiert/oxidiert ... vielleicht erstmal komplett auseinanderbauen und diese reinigen?

Gruß,

Erik
Tja, das ist bereits das Ergebnis nach einer Reinigung mit Isoprop und Qtip, schöner wirds nicht mehr. Die SMD Elkos haben bereits rumgesifft. Ich habe ziemlich viele betroffene Kontakte rund um die Elkos durchgepiept, Kontakte sind zumindest an an den gemessenen Stellen da. Soll ich auf "gerate Wohl" mal nachlöten ?

E. Dresen

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5

Sonntag, 30. Juli 2017, 19:50

Tja, das ist bereits das Ergebnis


... schaue bitte mal in den vergrößerten Bildausschnitt ... da müsstest du aber z. B. nochmal ran ... ;)

Mit IPA kommst du da aber nicht sonderlich weit ... ich würde die ganze Platine zunächst mal ordentlich mit KONTAKT WL "abduschen" und trocknen lassen ... bin mir sicher, dass da noch 'ne Menge von der Platine runterkommt.
»E. Dresen« hat folgendes Bild angehängt:
  • IMG_1562.JPG

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »E. Dresen« (30. Juli 2017, 20:11)


6

Sonntag, 30. Juli 2017, 20:00

Tja, das ist bereits das Ergebnis


... schaue bitte mal in den vergößerten Bildausschnitt ... da müsstest du aber z. B. nochmal ran ... ;)

Mit IPA kommst du da aber nicht sonderlich weit ... ich würde die ganze Platine zunächst mal ordentlich mit KONTAKT WL "abduschen" und trocknen lassen ... bin mir sicher, dass da noch 'ne Menge von der Platine runterkommt.
Du hast recht, unter dem Mikro ist auch am Chip auf dem 1. Bild ziemlich viel Schmodder dran. Ich mach mich nochmal an eine intensivere Reinigung.

7

Mittwoch, 9. August 2017, 10:22

Reinigung und intensives überprüfen der Leiterbahnen auf Unterbrechungen hat nichts gefruchtet, das Laufwerk will nicht mehr. Vielleicht hat es einen der IC's erwischt. Ich kann nur jedem raten, seine PS/2 Floppy-Laufwerke zu checken. Ich habe ca. 15 verschiedene PS/2 Maschinen. Die Modelle 30, 60, 70 und P70 schalte ich grundsätzlich nicht mehr ein, bevor ich bei den Diskettenlaufwerken den Typ festgestellt und ggfs. die Elkos getauscht habe. Das würde ich auch allen anderen PS/2 Besitzern raten. Ich habe den Verdacht, das durch den Betrieb in diesem gefährlichen Zustand weitreichendere Defekte entstehen, weil durch das Elektrolyt natürlich auch Kurzschlüsse produziert werden können. Besonders verdächtig sind Alps oder Mitsubishi mit SMD-Elkos, die praktisch alle(!) auslaufen.
Aber es kann nicht generell gesagt werden, dass die beiden Marken immer SMD-Elkos verbaut haben, es gibt auch Laufwerke dieser Hersteller mit Miniatur-Becherelkos, da sind keine Schäden feststellbar. Noch ein Tipp: bei manchen Laufwerken sind auch bipolare Elkos verbaut ! Ich habe jetzt ca. 10 Laufwerke bearbeitet, die letzten paar habe ich ausschliesslich mit Kerkos bestückt, das funktioniert auch.

8

Mittwoch, 9. August 2017, 11:44

Noch ein Tipp zu den SMD-Elkos: mit Abdrehen geht hier gar nichts. Ich war das von den Amiga 600/1200 gewohnt, die SMD-Tönnchen mit einer Zange abzudrehen. Das geht hier - zumindest bei den Alps- und Mitsubishi-Laufwerken - gar nicht, die Lötpads haben nicht die gleiche Festigkeit und reissen sofort ab. Also extreme Vorsicht und am Besten eine Lötzange oder ähnliches benutzen.

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