Posts by mesch

    Bei CPU-Chips sage ich nie nein. Und mein Liebling ist und bleibt der 68000, hier mit der GN7 Maske.


    68000er mit Datecode 82 und 83 ist schon mal nicht schlecht. 1982 beherrschte Motorola das Verpacken der 68000er "Dies" in Kunststoff noch nicht.



    BG mesch

    Ich habe da gut 10 Heftchen mit Informationen bekommen, werde in den nächsten Tagen mal eine Übersicht erstellen bzw. die Titelblätter abfotografieren. Eine erste Übersicht füge ich schon mal hier an. Das Board scheint vollständig mit EPROMs bestückt zu sein, es sollte wohl auch das Power Basic drauf sein (kann ich aber nicht prüfen). Bevorzugt würde ich das Konvolut im Tausch abgeben, lasst uns das weiter per persönlicher Nachrichten besprechen.

    Tausch hört sich sehr gut an. Was suchst du für den Tausch gegen den TMS ?


    BG mesch

    Du brauchst jetzt keinen Spiegel mehr. Hast ja den Chips Coproz! :schadenfreude:

    ohne die Leistung zu schmaelern oder zu relativieren,

    was kann man tatsaechlich Sinnvoll damit anfangen ?

    Tja, solche Projekte sind aus mehreren Gesichtspunkten sinnvoll. Dabei ist es egal ob dies schon ältere Elektronik ist.

    Zunächst ist die Beschäftigung mit der Schaltung und den Schaltungsdetails, den Bauteilen und deren Beschaffung, den Datenblättern, Bauteilwerten, I/O-Anschlüssen, Pegel und Timings, dem Platinenlayout und richtiger Platzierung der Bauteile, nebst Kodierungen etc. sehr nützlich und lehrreich. Des weiteren sind Erfahrungen in der Zurichtung der Bauteile, Bestückung und Lötung zu machen. Weiterhin sind Überlegungen anzustellen, zur schrittweisen Inbetriebnahme der Schaltung und zur Programmierung des Programmspeichers und der Dekoderlogik. Die serielle Anbindung an einen Arbeitsplatzrechner wirft natürlich eine Menge Fragen auf.

    Läuft das Platinchen denn mal, kann man es wunderbar zum testen von CPU-Altbeständen verwenden. An den Erweiterungsport können prima Adapter mit Nullkraftsockel für die Prüfung weiterer buskompatibler IC's angeschlossen werden, oder man realisiert einen mehrkanalige Pulsgenerator als Stimulus. Die Assemblerprogrammierung ist auf einem 8085 ein Klacks, falls die I/O Befehle des Monitors nicht reichen. Das alles bei sehr geringen Kosten und guten Reparaturmöglichkeiten, wenn man mal was schießt.


    Sinnvoll zusammengefasst: Lernen - Verstehen - Üben - Experimentieren - Reparieren - Basiswissen erwerben

    BG mesch

    Das Problem beim 80186 war, das der diverse I/O devices integriert hatte, sowas wie PIC, DMA, etc. Nur leider waren die I/O Adressen inkompatibel zum IBM PC. Deshalb floppte das Ding. Wenn man die Peripherals extern an den 186 anbindet, mit den entsprechenden I/O Adressen laeuft da DOS drauf. Das ist dann aber eine ziemliche Verschwendung, deshalb hat das kaum jemand gemacht.

    Bis auf Siemens mit ihrem PCD auf 80186 Basis. Es lief sogar DOS 3.2 drauf. Von der Verarbeitung, auch Tastatur und Bildqualität des Monitors, war der top.

    Nein, die Karte kenne ich nicht. Aber 68000 CPU basierte Platinen kamen schon sehr früh in der Industrie z.B. in Plottersteuerungen, Bahnsteuerungen von Maschinen oder allgemein für Berechnungen zum Einsatz. Die darauf laufende Software war immer properitär, wurde für den Kunden entwickelt oder von ihm selbst. Ein Monitorprogramm gab es oftmals nicht.

    Die CPU auf deiner Karte muss nicht zwangläufig eine Mostek-CPU gewesen sein. Mit Sicherheit war es aber eine keramische Variante, wahrscheinlich Motorola oder sogar Hitachi. Der erste Second-Source Hersteller war Hitachi mit dem Motorola einen Vertrag schon 1980 abgeschlossen hatte. Rockwell, Mostek und Signetics 1981, ST-Thomson 1982. Toshiba kam viel später dazu. Ich kenne keine CPU im Kunststoffgehäuse aus diesem frühen Zeitraum.

    Die erste "Plastik-CPU" war die MC68000G8 von Motorola.


    Hier mal Beispiele zu keramischen Versionen:

    Meine älteste 68000 ist eine MACSS XC68000 mit Datecode KW13 1980 R9M -Maske,

    meine älteste MOSTEK CPU hat den Datecode KW42 1983
    und meine älteste 12MHz Motorola CPU-Variante ist aus KW08 1983 GN7 Maske.

    Die ersten 68000er Masken-Versionen von Motorola und deren Unterschiede, sind im Hilf/Nausch beschrieben.


    BG mesch

    Nun, der Minmax hat einen Erweiterungsport. Somit gibt es die Möglichkeit einfache Erweiterungen mit Wechselsockel zu bauen, um ältere Bausteine auf ihre Funktionsfähigkeit und Funktionalität zu testen, bevor man diese in wertvollere Systeme einbaut.

    Das MECB hatte nur den Tutor-Monitor, nicht vergleichbar mit dem Profikit. Habe ja beide benutzt. Funktionierende 68000 gab mehrere, nur waren das keine Boards, welche in sich ein Entwicklungssystem mit Bildschirmeditor und Assembler beinhalteten.

    KWS kenne ich nur durch Ihr SAM 68k System. Betriebssystem war Susi - hört sich irgendwie heute noch schön an.

    Von den Profikits habe ich noch zwei lauffähige Systeme.


    BG mesch

    Quote

    Meistens war noch ein Maschinensprache Monitor mit Assembler eingebaut, so dass man auch direkt auf dem Gerät entwickeln und Debuggen konnte. Oh, das war der große Ausnahmefall. Embedded Systeme, wie sie dann in den 1990er genannt wurden, hatten gerade keine lokale Entwicklungsumgebung, weil die Ressourcen zu klein ausfielen (Rechenleistung, RAM). Ein EMUF hat typischerweise genau keinen Massenspeicher. Der Erste, der mir einfällt, war die Kat-Ce der c't mit einem 68000 mit 8-12MHz und 32-128kB RAM. Die hatte tatsächlich einen Pascal-Compiler und einen Editor im EPROM sowie über eine schlaue Terminalschnittstelle den Massenspeicher vom Wirtssystem im Zugriff.

    Das erste 68000 System welches diese Funktionalität geboten hat, war das Profikit von Force Computers München 1982, da gab es noch keine c't. Man bekam einen Monitor mit Disassembler, den Ideal Editor Assembler, Basic Compiler !, und Forth Interpreter. Alles in EPROM's untergebracht. Das Board hatte 128kB RAM, Terminal- und Host-Schnittstelle.

    Hier einen Werbeauszug aus der damaligen mc.

    mc-1982-07.pdf


    BG mesch

    Vor dem Entsorger gerettet...

    WOW - das sind ja richtig viele ...ist da auch ein Duron 1200 dabei?

    Nein, nur die oberen 4 sind Athlon XP, da drunter alles Coppermine Celerons. Hatte dem Retter nur gesagt, ich würde auch gerne paarweise alte Celerons nehmen. Brauche aber Medocinos und keine Coppermine :(

    Die Mendocinos gibt es doch noch für kleines Geld in der Bucht. Ausnahmen sind möglicherweise die 533 MHz-Variante und besonders die 300 MHz-Variante im PPGA-Gehäuse.

    Hallo,

    heute habe ich folgendes Mäppchen hier aus unserer Elektronikschrott-Gitterbox gefischt.

    Ich hab nicht schlecht gestaunt, was drin war. Ein HP41CV in einem optisch sehr,sehr guten Zustand.

    Eine Zelle war ausgelaufen, hat aber am Rechner nichts zerstört. Ein Kontakt im Batteriefach ist etwas korodiert.

    Das lässt sich aber gut reinigen. Ich habe noch keine Batterien dafür, hoffe aber, dass dieser hier noch funktioniert. Ich habe aus einem ehemaligen Konvolut (Geschenk eines Kollegen) noch 2 defekte Recher (einer ohne Seriennummer), Drucker, Kassettenlaufwerk, Lesestift, Kartenleser, Mehrfachnetzteil viele Module und Magnetkarten, mangels funktionierender Rechner aber nie getestet. Wenn dieser funktionieren sollte, gibt es ne Menge Arbeit.

    Es ist unglaublich, was wohl aus Unwissenheit - plup im Container landet.




    I'm happy :sunny:.


    BG mesch

    Den gab es heute aus ner Krabbelkiste. Eine IBM 8088 (!) 5MHz CPU mit weißer Markierung,

    wohl mal aus einem 5150-System entnommen. Diese Variante hatte ich vorher noch nie gesehen.



    BG mesch

    Disketten gibt es auch, aber ob die vollständig sind kann ich noch nicht sagen.

    Der zweite Teil des Papierkonvoluts ist hier.

    High Performance Computer Systems!

    Erster Teil eines Archimedes Konvoluts. RISC USER Volume 1- 4 komplett. Mint State.

    Und etwas Prospektmaterial.

    Looks nice!



    BG mesch

    Laut IBM Doku:

    ist das Modul PS-9 (4-350B) ein Pentagrid Switch

    also ist die Röhre eine Heptode - eine 5-Gitter-Röhre (6b / 6BE6)

    und wird irgendwie für die Multilikation bzw. irgendwo im Multiplier Quotient benutzt.

    So, jetzt Applaus :applaus::applaus::applaus: wir sind am Ziel. Der Verein hat Kompetenz;).

    Die PS-9 ist tatsächlich eine Heptode - perfekt erkannt.

    Hier das Schaltsysmbol:

    Pentagrid_Heptode_PS-9.png

    Die Pentagrid Röhren wurden haupsächlich zur Signalverstärkung und als Signalschalter (bei den Chips gibt es das auch, nennt sich Buffer/Treiber mit Output Enable) eingesetzt und davon gab es in der IBM 604 nahezu 30 Varianten.


    horniger - das war sehr gut ::respekt::.


    BG mesch

    Da so schöne Mainboards präsentiert werden, lohnt sich auch diese Neuerwerbung (war ein Geschenk nach Aufräumgsarbeiten) kurz vorzustellen. Ist ein ASUS CACHE 386/33 mit Memoryboard V2.1 mit der Seriennummer SN:01006 aus dem ersten Quartal 1990. Das war doch das erste CPU-Board von ASUS überhaupt. Damit ging es bei denen los, wenn ich mich dunkel erinnere.

    Das Board hat 32kB-Cache aber nur ein 8-Bit Interface zum Memoryboard. Irgendwie ein komisches Design - aber äußerlich tip-top in Ordnung. Chipsatz von Chips and Technologies mit insgesamt 8 IC's !!! @I@

    Mal schauen ob das noch läuft.


    Hier mein neuestes Etwas. Vielleicht kann mir jemand etwas zur ehemaligen Verwendung (Termial ?) dieser Honewell ASCII-Tastatur sagen oder sie weckt Erinnerungen. Es ist eine Parallele Tastatur mit Fertigungscode Ende 1983. Die Innereien sind von Microswitch U.S.A. hergestellt worden (Foto 4). Das Gehäuse ist gereinigt, die Tastenkappen noch nicht. Ich hab die Versorgungsbelegung und die Datenleitungen und Strobeleitung rausfrimmeln können. Auf der Platine werkelt ein MC68705 Eprom-Version.

    Ob da noch was rauskommt kann ich noch nicht sagen. Was sie allerdings ist - sauschwer, wirklich sauschwer.:schreck:

    In Foto 5 gibt es eine Hammertaste eof / Erase / eop :crazy: geil!


    Und hier die Fotos:


    BG mesch

    Ich habe ja so ein Faible für ältere HP Messtechnik. Die beiden

    HP54620A und HP54645D (+54657A und 54652B) sind der Tage

    reingezwitschert, nahezu unbenutzt und 100% technisch ok.

    Es ist unglaublich, was man heute für paar Euronen an Messtechnik

    ergattern kann. Konnte ich früher nur von träumen.

    Ja, auch bei Messungen sollte man schon seine Freude haben.::joint::

    BG

    mesch