AT Mainboard RTC und Reset Logik

  • Mahlzeit!


    Hatte schon einer das Problem, dass bei fehlender oder defekter CMOS/RTC Batterie das Board im Reset hängen bleibt? Eine Diagnosekarte einen Dauerreset anzeigt und keine Postmeldung zeigt?


    Gruss,

    Peter

  • Bei einer Slot-CPU Karte hatte ich mal, daß das BIOS zwar den POST angefangen hat, sich dann aber wegen der defekten Batteire geweigert hat, zu booten.

    Aber daß garnix mehr geht hatte ich noch nicht.

    Läuft's denn mit funktionierender Batterie?

  • Bei einer Slot-CPU Karte hatte ich mal, daß das BIOS zwar den POST angefangen hat, sich dann aber wegen der defekten Batteire geweigert hat, zu booten.

    Aber daß garnix mehr geht hatte ich noch nicht.

    Läuft's denn mit funktionierender Batterie?

    Ich kann es mit funktionierende Batterie noch nicht testen. Ich hatte das Board schonmal weggelegt und wegen der 386SX Diskussion in einem Nachbarthread wieder hervorgeholt. Da es gar nicht geht, keine Postmeldungen auf der Diagnosekarte, Power ist aber ok, wollte ich wissen ob jemand überhaupt schonmal den Fall hatte, dass eine defekte/fehlende Batterie ein Board im Reset fest hält.


    Gruss,

    Peter

  • Schnapp dir mal eine POST Diagnose Code Liste für dein BIOS (AMI, AWARD, PHOENIX, ...). Die Code-Liste wird vom BIOS oben nach unten durchgearbeitet. Schaue an welcher Position die Echtzeituhr bzw. das CMOS-RAM steht. Du wirst sehen, dass da ettliche Sachen davor sind. Das sind alles Codes, die vor dem RTC-Problem angezeigt werden müssen. Wenn es das nicht tut, ist es was anderes. Wenn es garnichts tut, dann ist der Prozessor nicht in der Lage, BIOS-Code auszuführen (oder er kann nicht nach 80h schreiben).

  • Schnapp dir mal eine POST Diagnose Code Liste für dein BIOS (AMI, AWARD, PHOENIX, ...). Die Code-Liste wird vom BIOS oben nach unten durchgearbeitet. Schaue an welcher Position die Echtzeituhr bzw. das CMOS-RAM steht. Du wirst sehen, dass da ettliche Sachen davor sind. Das sind alles Codes, die vor dem RTC-Problem angezeigt werden müssen. Wenn es das nicht tut, ist es was anderes. Wenn es garnichts tut, dann ist der Prozessor nicht in der Lage, BIOS-Code auszuführen (oder er kann nicht nach 80h schreiben).

    Wie im Eingangsthema erwähnt, zeigt die einen Reset an. Keine Codes, das Board ist tot.

  • Der Reset-Schaltkreis hat aber nichts mit dem RTC-Schaltkreis zu tun. Reset wird vom Power-Good-Signal vom Netzteil gesteuert.


    Tipp: Such mal nach Schaltplänen für ähnliche Mainboards (gleiche Prozessorgeneration), manchmal wird man da fündig, ich hab z.B. mal auf einem Server Schaltpläne für Pentium 4 Boards von Asus und Gigabyte gefunden. Der Schaltplan wird zwar für vieles nicht stimmen, aber beim RTC und Reset-Schaltkreis verwenden fast alle Boardhersteller immer die selben oder ähnliche Schaltungen, abgeleitet von IBM AT, da wurde kaum was eigenes neues erfunden. So nach dem Motto, kennst du eins, kennst du alle. Du musst dann halt auf dem Board nur genau die Bauteile finden, aber das ist beim Reset-Schaltkreis und bei RTC recht einfach, ersteres findet sich normalerweise in der Nähe des Netzteilsteckers, der ganze RTC-Taktgeber-Krempel rund um einen meistens vorhandenen 14-komma-ungrad-Quartz.

  • In der Tat enthält die ROM-RAM-Box bei leerer Batterie nur noch Schrott, dann müssen halt alle ROMs abgeschaltet werden, Softbrenner von Diskette geladen, ROMs wieder installiert. Wenn ich wie höchst selten die ROM-RAM-Box und die Inicron Speichererweiterung benutzt lasse ich den CPC gleich noch einen Tag an, damit die Akkus wieder geladen werden.


    Bei einem Symbiface II hatte ich das Pech noch nicht, allerdings müsste die Batterie da auch allmählich fällig sein.


    CPCige Grüße,

    Mr. AMS

  • Wenn du Hardcore drauf bist, kannst du versuchen den Chip an der Bruchstelle anzufräsen und die Verbindungen wieder herzustellen. Wenn das aber SMD ist, brauchst du ne Lupe und ne ruhige Hand.

  • da waren Pins locker

    Wie schafft man das denn?

    Kannst du mal ein Foto machen?

    Mache ich, sieht aber nicht mehr schön aus. Genau genommen waren die Leiterbahnen darunter abgehoben.

    Das Board ist aus einer Grabbelkiste, evtl. durch Stösse.


  • Die vordere rechte Seite waren die Beinchen eingedrückt und verbogen. Ich bin soweit gekommen, dass das Board bei Druck auf das IC lief.

    Da wo die Lücke enstanden ist, habe ich die Beinchen nicht nach vorne bekommen. Zwei sind jetzt hochgebogen, das linke von der Lücke sitzt noch auf dem Lötpad daneben.


    Entweder bekomme ich das gefädelt oder ich finde jemanden der da einen Sockel setzt. Die Beinchen sind ja noch all dran.

    Oder ich akzeptiere, dass ich für diese Filigranität zu alt werde...ich brauche wohl kaum zu erwähnen wie klein das ist.

  • Oha ... das würde ich mich nicht mehr trauen zu löten. Außerdem ist mein kleinster Lötkolben ein mit 12V betriebener 6Watt Lötkolben, der dafür immer noch zu grob (zu groß) ist. Was für ein Lötkolben braucht man für solche Arbeiten ?

    "Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind."


    ... und schaut auch mal bei meinem Blog vorbei ...

  • Das klappt, Lesebrille, Lupe oder sowas und ab dafür.