Durchführung Leitung durch Ziegelwand, wie macht mans?

  • Ich habe das bei mir für ein Antennenkabel so gemacht, dass ich von beiden Seiten mit einer Lochfräse eine Unterputzdose eingelassen habe. Leerrohr durch, dann eingeschäumt mit Bauschaum. Sieht optisch wie eine Außensteckdose aus und innen wie eine Innensteckdose (mit Deckel). Das durch die Wand gehende KG-Elektroinstallationsrohr M20 kann ich jederzeit verschließen.


    Also von beiden Seiten Loch fräsen, Wanddurchbruch, KG-Rohr durch, Unterputzdose 1 eingipsen, Bauschaum rein, Unterputzdose 2 eingipsen. Dann 2 Leerdosen / Deckel montieren. Gibt es für ein paar Euro im Baumarkt.

    Amiga 1200, C64, C128D

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  • KG-Rohr zwischen den beiden Dosen? :shock:

    Die kleinste Nennweite bei KG-Rohr ist DN100 (110mm Außendurchmesser).

    Für 60mm Schalterdosen und ein Antennenkabel finde ich das etwas heftig. :tüdeldü:

    KG-Rohr.jpg

    Hihi, sorry, natürlich nicht KG, eine Elektroinstallationsrohr M20 in meinem Fall

    Amiga 1200, C64, C128D

  • KG-Rohr zwischen den beiden Dosen? :shock:

    Die kleinste Nennweite bei KG-Rohr ist DN100 (110mm Außendurchmesser).

    Für 60mm Schalterdosen und ein Antennenkabel finde ich das etwas heftig. :tüdeldü:

    KG-Rohr.jpg

    So hätte er zumindest vorgesorgt, wenn es denn mal ein paar Ampere mehr sein müssen :S

    Kein Vormarsch ist so schwer wie der zurück zur Vernunft!


    Es ist nicht Deine Schuld dass die Welt ist wie sie ist. Es wäre nur Deine Schuld wenn sie so bleibt!

  • Bei den Nachbarn wurde PV nachgerüstet - da wurde die Hauseinführung ebenso ausgeführt.


    Aber keiner hindert euch, einfach ein Loch zu bohren und das dann mit Brunnenschaum oder Silikon zuzustopfen 😀

    Das war heute auch Teil des Tageswerks, Durchbruch für PV-MC4-Kabel durch eine 25er Ziegelwand. Vier Kabel müssen durch, und ich will es wartungsfähig haben, sprich dass ich die Kabel ggf. tauschen kann, oder noch mehr durchziehen kann, z.B. für auch eine normale Steckdose in der Garage.


    Die PV-Module setze ich ja auch auf das leicht schräge (der Sonne zugeneigte) Garagendach. Jedenfalls hab ich mir Vatterns Metabo Bohrhammer geholt und gleich festgestellt, mit den beiliegenden Bohrern wirds nix, alle zu kurz, also noch einen 15er geholt, ca 40 cm lang. Plan war, von Außen oder Innen vier möglichst parallele Löcher zu setzen und dann sehen, wie ich das Material dazwischen raus bekomme. Ok, wie es bei Ziegelwänden so ist, man erwischt gleich als erstes die Fuge, geht durch wie Butter, aber wenigstens ist das dann auch genau horizontal. Die beiden anderen Löcher hab ich dann von Innen gebohrt, weil ich da nicht auf der Leiter in 3 Meter Höhe balancieren muss, sondern auf dem Dachboden hocken kann, gingen auch gut durch, ein guter Bohrhammer ist wie ein Wunder, auch wenn er schon 40 Jahre alt ist... Aber das Material dazwischen raus zu bekommen, war dann doch anstrengender als ich mir das vorgestellt habe, diese fast 100 Jahre alten "Russen" - wie diese Ziegelsteine hier wegen ihrer eigentlich schlechten Qualität genannt werden (runterscrollen) - dennoch wurde wohl der halbe Ort damit gebaut, sind doch ganz schön hart. Hammer, Meißel, immer wieder mit kleineren Bohrern reingebohrt, mit dem großen Bohrer in dem Loch immer wieder schräg "gefräst", und irgenwann hatte ich mein Loch. Und kein Gefühl mehr in den Armen...


    Damit ich die Kabel jederzeit tauschen kann oder so, habe ich durch das Loch einfach ein DN40-Abflussrohr durchgeschoben, naja, Durchschieben ist untertrieben, der Durchbruch war so eng passend, das ich es mit dem Hammer durchklopfen musste. Das hält dann aber auch. Das schöne bei den DN40-Sachen ist, dafür gibts für billig alles mögliche, Biegungen, Abzweigungen, Deckel, usw. Das Außenende des Durchbruchs bzw. des Rohrs endet unter überstehenden Dachziegeln, die auf einer Wand zwischen Nebenbau und Garage einzementiert sind, das heißt, Regen kommt da nicht hin und unter den überstehenden Ziegelenden lege ich noch einen dünnen Kabelkanal rüber bis auf das Garagendach, so kann ich die PV-Kabel gut geschützt bis unter die Panels führen. Der Plan ist, die Kabel da durchzuziehen und dann einen Schaumstoff zur Isolierung auf beiden Seiten in das Rohr zu stecken und dann an beiden Enden Deckel drauf, mit Aussparung wo die Kabel raus kommen. Zum Schluss stand ich dann doch noch mal auf der Leiter und habe den Verputz rund um das Rohr wieder hergestellt, so dass das Rohr auch von Außen dicht ist, da ist mehr Putz runter gefallen als ich erwartet hatte.


    Jedenfalls kann ich momentan kaum meine Arme heben, morgen ist wohl Pool-Tag angesagt...


    pasted-from-clipboard.png

    Zur Veranschaulichung: Mein "Souvenir-Russe", das war der erste komplette Ziegelstein, den vor 12 Jahren die Baufirma hier aus einer Wand raus geholt hat, um diese Wand zum Nachbarzimmer weg zu machen, für ein zeitgemäß großes Wohnzimmer, und damit die Hütte nicht zusammen fällt, kamen natürlich Stahlträger rein um die Wand im Stocwerk darüber und die Decke zu tragen.

  • Hab Euch meine Lösung für die Durchführung noch gar nicht gezeigt.


    Für meine H07BQ-F 5G10 Leitung habe ich nur ein Loch gebohrt mit ein paar mm Übermaß und den Zwischenraum zwischen Leitung und Loch mit flexibler Dichtmasse ausgefüllt. (Knauf Power Elast).


    Aussen habe ich noch eine 90 Grad Durchführung mit Gummidichtscheibe für Schaltschränke montiert.


    Ist nicht die Wetterseite, und im Herbst kommt ein Carport drüber, sollte also passen.

  • Die Bohrer (glaube bis 25mm) gibt es aktuell im Lidl, die sind ok.

    Naja, möglichst großen Bohrhammer mit Drehen und Schlagen, dann geht das ganz fix (4-8 Kabel für LAN-Unterverteilung).

    Hab die selben krummen Steine in einem heute unmöglichen Format.

    ::solder::Ich "darf" beruflich basteln...

  • Plan war, von Außen oder Innen vier möglichst parallele Löcher zu setzen und dann sehen, wie ich das Material dazwischen raus bekomme. Ok, wie es bei Ziegelwänden so ist, man erwischt gleich als erstes die Fuge, geht durch wie Butter, aber wenigstens ist das dann auch genau horizontal. Die beiden anderen Löcher hab ich dann von Innen gebohrt, weil ich da nicht auf der Leiter in 3 Meter Höhe balancieren muss, sondern auf dem Dachboden hocken kann, gingen auch gut durch, ein guter Bohrhammer ist wie ein Wunder, auch wenn er schon 40 Jahre alt ist... Aber das Material dazwischen raus zu bekommen, war dann doch anstrengender als ich mir das vorgestellt habe


    Ich muss in nächster Zeit auch ein paar Löcher zur Entlüftung meiner Wechselrichter in die Aussenwand (ca. 50cm dick) bohren, ca. 80mm Durchmesser. Dazu habe ich mir schon eine SDS-Bohrkrone und eine SDS-Verlängerung besorgt, In die Löcher kommen dann DN70 Abflussrohre. Das ganze wird leicht abschüssig nach aussen angelegt, damit eventuelles Kondenswasser nach aussen abfließen kann.


    Mit der Bohrkrone entfällt die Problematik der Parallelität der einzelnen Löcher und auch das Entfernen des Materials dazwischen.

  • Die Bohrer (glaube bis 25mm) gibt es aktuell im Lidl, die sind ok.

    Komme relativ selten zu Lidl, vor 1 Monat oder so habe ich diese Bohrer da gesehen, aber nicht "geschaltet" bzw. war auch unsicher ob die qualitativ was taugen, also liegen gelassen. Als ich dann die Metabo daheim hatte, dachte ich sofort an diese Begegnung, ab zum Lidl, aber keine gefunden, also klassisch aus dem Baumarkt...

    Dazu habe ich mir schon eine SDS-Bohrkrone

    Oha, SDS-Bohrkrone, wusste nicht, dass es sowas auch für Steine gibt, für Holz habe ich sowas. Aber die Metabo das geschafft hätte, die ist nämlich relativ klein, jedenfalls gibt es solche Bohrmaschinen auch bedeutend größer. Aber egal, ich habs geschafft, der Reparaturmörtel ist zumindestens oberflächlich schon trocken, sieht ganz gut aus.

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