Commodore PC10 III - bleibt beim Booten stehen

  • Hallo zusammen,


    ich bin gerade auf der Fehler suchen an einem Commodore PC10-III.


    Das Mainboard hatte den Varta typischen Akkuschaden und das erste Fehlerbild war wie so häufig kein Bild.

    Nach entfernen des Akku und Neutralisation im befallenen Bereich konnte ich bisher den U327 & U328 als Defekt lokalisieren.

    Nun habe ich ein Bild , jedoch bleibt der Rechner im Bootvorgang nach dem Keyboard Init. stehen, sprich der Text Onboard Ram kommt nicht bzw. das hochzählen des Speicher.


    Hat mir jemand einen Tipp in welche Richtung ich weiter suche könnte?

    Wenn ein Speicherchip defekt ist müsste das Hochzählen doch statt finden oder?


    Danke schon mal für jeden nützliche Tipp!

  • Hallo Toast_r ,

    Danke für deine Antwort.

    An das dachte ich auch schon, Karte habe ich schon bestellt und warte noch drauf.

    Mal sehen ob das dann Erkenntnisse bringt.

  • Nun habe ich ein Bild , jedoch bleibt der Rechner im Bootvorgang nach dem Keyboard Init. stehen, sprich der Text Onboard Ram kommt nicht bzw. das hochzählen des Speicher.

    Wenn der Rechner beim Tastatur-Init stehen bleibt, würde ich rein intuitiv jetzt mal den Tastaturcontroller Chip überprüfen, ob sich dort eventuell noch eine defekte Leiterbahn befindet. Der Tastaturcontroller ist ja meistens in der nähe von dem Akku zu finden.


    PS: eventuell wartet die Init-Routine auf einen IRQ von dem Tastaturcontroller...

  • Hier ein paar Bilder zu dem Rechner:


    >>Akku Bereich nach Modifikation >> Knopfzelle & R402 durch Sperrdiode ersetzt.



    >> Revision des Mainboard = 5.7



    >> Bild ohne Tastatur (ein funktionierender PC10-III von mir, geht hier nach kurzer Zeit weiter ohne Tastatur zum Speichertest), der Fehlerhafte bleibt hier stehen




    >> Bild mit Tastatur, der Rechner bleibt so stehen.

  • Guten Abend

    Sebi F.


    Wie hast du den Defekt festgestellt, sind die Kontakte abgefallen, oder hast du dies messtechnisch ermittelt, durch welche Logikfamilie (auch wieder S? hast du die defekten Bauteile ersetzt,,




  • Guten Tag

    Sebi F.


    Die Widerstandsnetzwerke wirst du ja auch wohl schon ohmisch durchgemessen habe,


    Aber zurück zu deinen defekten Bausteinen, wie sah die Fehlfunktion aus, hättest du kein Korrektes TTL Signal mehr, oder überhaupt kein Ausgangssignal, hat hatte sich dabei der Baustein erwärmt,


    Ich frage deshalb nach, weil wir von Dsdata auch ein Board V5.9 hatten, auch dabei waren die beiden Bausteine defekt, (über die Batterie lauge), welches dann später Intex zur Verifizierung bekam, aber trotz Bauteil Tausch/Verifizierung

    Probleme im RAM Bereich aufweißt,

  • Hallo zusammen,


    ein Update zu meiner Fehlersuche:


    fanhistorie

    Die Widerstandsnetzwerke wurden durchgemessen und sind i.O.

    Die defekten TTL Bausteine wurden nicht heiß, es kam schlicht nix oder Müll raus.

    Die Ersatzbausteine wurden in meinem Gut PC10 getestet und haben ohne Probleme dort funktionierenden.

    Muss mich aber hier korrigieren, für den U327 habe ich für den SN74S10N einen DM74S10N genommen , der U328 für den SN74S00N einen SN74LS00N.

    Dachte eigentlich das der Ersatz identisch war, wie gesagt die Ersatz Bausteine gehen in meinem guten PC10, meinst Du das könnte trotzdem eine Fehlerquelle sein?



    Toast_r

    Das mit der Post Karte hat zu keinem Ergebnis geführt , die Anzeige steht auf FF--, Spannungen ok wie beim guten PC10


    Norbert-97801

    Habe schon vermutet dein Tipp mit dem Keyboard Controller ist die Spur, das Diagnose Rom zeigt hier einen Fail, jedoch auch hier alles genauso wie bei dem guten PC10 mit Diagnose Rom (siehe Bild), sprich alle Fails identisch.



    daybyter

    Kannst du mir sagen wo ich so ein Rom Listing zu dem Bios bzw. einen Ablauf der Biosrutine finden kann?

  • Guten Abend

    Sebi F.


    Ob LS oder S in der Schaltung gleichwertig ist, kann man zum derzeitigen Zeitpunkt nicht aussagen,

    in manchen Reparatur - Berichten wird abgeraten von den LS Bausteinen, und daher habe ich bei den letzten Tätigkeiten auch Neuware S Typen eingesetzt, obwohl ich auch keine messbare Differenzen messen, feststellen konnte,


    Anhand der Schematic wirst du aber keinen separaten Keyboard Controller haben, sondern dieser und viele weitere Bausteine, Funktionen wurden in einem Baustein FE2010A integriert,


  • Guten Abend

    Toast_r


    Dies war auch das ausschlaggebende Argument gewesen, warum ich S Typen schlussendlich eingesetzt habe,


    Weißt du wie das Autoconfig intern abläuft, funktioniert das Autoconfig nur mir dem Orginal Boot - Eprom


    Sebi F.

    kannst du irgentwelche Signale im Keyboard Anschluss Bereich, RAM, Refresh, Adress Datenbus, Clock ... messen, welche sich verändern vom Einschaltmoment bis zum ersten wiederholten Durchlauf des Diagnose Prom,

  • Die S typen können höhere Ströme am Ausgang liefern als die LS Versionen.

    Da können die Signale schon mal von den LS Typen verschliffen werden.

    Deshalb hat auch Apple beim Apple II im Bereich der Takterzeugung einen S Typen eingesetzt, der mehrere dahinter geschaltete Gatter treibt.

    Also immer schön S mit S ersetzen!

  • Guten Morgen

    Olaf.Friedrich


    Stimmt, laut Datasheet um Faktor 10,

    74Ls 0,1mA, 74S 1mA,


    aber dies würde ich vorerst mal zurückstellen, weil die 74LS auch bei dem Pc10, wenn man diesen als Referenzsystem annimmt, soweit auch funktionieren soll,


    Sebi F.

    Zu dem Keyboard Fehler :

    Kannst du über die Tastatur den Testablauf stoppen, unterbrechen, funktioniert evt StR Alt, Enf,

    bootet, initiiert dann das System neu,

  • Olaf.Friedrich  fanhistorie

    Danke für die Infos zu den 74S bz. 74LS Typen , hatte das auch schon recherchiert und die Ersatztypen sind mitlerweile durch S wieder ersetzt. Aber wie schon beschrieben haben die beim Kreuztausch ja auch nichts verändert.


    fanhistorie

    ALT+CTRG und Del gebt hier nicht, weder beim original Rom noch mit dem Testrom.

    Speaker ist OnBoard und piepst auch bei dem Testrom, original würde erst nach RAM Test piepen.

    Ich denke der Keyboard Controller ist hier trotzdem nicht die Ursache, der Fehler kommt beim guten PC10 genauso und das fehlerhafte erkennt zumindest ob ein Keyboard angeschlossen ist, oder auch nicht.

  • Guten Abend

    Sebi F.


    Kannst du noch ein pasr Bilder deiner Tastatur posten, hast du eine Originale


    Dann sollten wir noch rumfragen im Forum, ob auch bei anderen der "Affen, Geier, oder sonstigen Begriffe nicht bei dem Commodore funktioniert,


    Stammt aus der Äera IBM 1981,

    Model 5110, und löst bei den mir bekannten IBM XT / Clone einen Systemreset aus,



    Bei dem XT Clone (angefügte Bilder) funktioniert soweit bei mir Numberlock und gleich am Anfang / in der Hochbootphase

    kann ich über die Tastatur einen Systemreset auslösen

  • Guten Tag

    Sebi F.


    Glaube wir haben aneinander vorbei geschrieben bei Nachfrage nach der Mainboard Version,


    meinte nicht den defekten 85742, sondern dein anderes PC10 System, welches man ggf als Referenz Messobjekt verwenden könnte,


    Wegen dem Systemreset, Beep

    Da wir den Internen Initalisierungsvorgang des Faraday auch nur grob herleiten bzw. auch rätseln, raten könnte der Beep soweit der vollständige Abschluss der Initaliesierung, Überprüfung aller Busteilnehmer durch das Bios Prom bedeuten, was bei dir am defekten wohl nicht kommt,


    Also müssten wir über den Initaliesierungvorgang mehr Informationen haben


    Der Faraday ersetzt z. b 71 Bausteine gegenüber einem XT mit TTL Grab,



    Gab später auch Nachfolger /A-Version,

    mit der dazugehörigen Boot-Version, aber warten wir mal auf weitere Rückinfo ab,

  • Guten Abend,

    fanhistorie

    Hier das Bild vom Gutrechner


    Allerdings hat es mich bei der Fehlersuche zurückgeworfen, seit heute habe ich wieder schwarzes Bild , das Testrom bringt Speicherfehler.

    Kann mir noch nicht erklären was bzw. wie das Zustande kommt , habe nichts seit dem letzten Testlauf gemacht. oder verändert.

    Muss wohl was gestorben sein :(

  • Mein PC20-III (auch mit PC10C Mainboard) hatte auch einen ausgedehnten Akkuschaden. Trotz des wüsten Anblicks war keine Bahn defekt, aber 3 Speicherchips der ersten Bank (2 funktionslos und einer wurde heiß), der RTC-Chip, das Quarz und ein benachbarter 74Sxx waren kaputt. Einen der RAMs hatte ich damals unter dem Mikroskop seziert und es führte eine Art "Grand Canyon" an einem Fuß entlang ins Innere. Ich vermute (eine Bestätigung habe ich noch nicht erhalten), dass die Chips nicht ganz dicht sind 8o und an innerer Zersetzung versterben.

    Zuletzt wiederbelebt:

    - SGI IRIS Indigo, R3000 CPU+FPU, 80MB RAM, XS Graphics, Video Input/Output Card, QWERTY, IRIX 5.3, IBM 0663 HDD

    - Mainboard Philips P3202, 80286-8 CPU, 2,5MB RAM, XT-IDE BIOS onboard

    - Siemens PC 16-11, NEC V20 CPU, 960KB RAM, momochrom Text, Siemens Keyboard, CCP/M 2, Fujitsu MD2227D2 HDD

    - Siemens ValuePoint PS2 Mainboard 71G3154, 808486DX-40, 12MB RAM

    - SGI IRIS Indigo, R4400 CPU+FPU, 96MB RAM, Elan Graphics, QWERTZ, IRIX 6.5.22, BlueSCSI , Floppy, ZIP100

  • Update meiner Reparatur,


    der Ursprüngliche Fehler ist eventuell gefunden (das stehen bleiben beim Boot).

    Da ich nun wieder einen Blackscreen habe und mit dem Diagnose Rom einen Speicherfehler , habe ich nochmals alles Speicher Chips mit dem Retro Chiptester geprüft.

    Hier sind zwar alle Chips ok, aber ein Test im guten PC10 mit den Ram´s aus dem Schlechten, brachte einen RAM Fehler beim Speicher hochzählen.

    Nun habe ich Stück für Stück wieder mit den guten Ram´s bestückt bis der fehlerhafte Chip lokalisiert war.

    Und siehe da, steck der schlechte Chip in der Bank U305 - U312 kommt es zu dem ursprünglichen Problem (beim guten PC10!) mit dem stehen bleiben beim Boot.

    Steckt der fehlerhafte Chip in der Bank U313 - U320 kommt es zum Ram Fehler.


    So nun kann ich meinen selbst eingebauten Fehler und/oder das nun gestorben Bauteil suchen.