Beiträge von Bolle

    Flux

    -> https://www.reichelt.de/flussm…yn-fl-22-yfl-p215275.html kann ich da empfehlen.


    Crashkurs kann ich gern mal zusammenschreiben wenn es so weit ist.



    Beim Snow iMac habe ich das schon gesehen, sollte bei den älteren Modellen aber auch gehen. Man muss da allerdings mit dem Cache aufpassen. Der 7410 verträgt keinen 3,3V Cache mehr, der auf langsameren G3 CPU Boards zum Einsatz kam. Da muss man dann zum 7400 greifen, was mehr Hitzeentwicklung mit sich bringt und man dann eventuell nicht so hoch takten kann.

    Preheater kommt von unten, genau. Ich habe so ein Teil: https://www.ebay.de/itm/MLINK-…9a09c1:g:WJwAAOSwl9RaAHIv


    Die Handschrauben werden bei Bedarf demontiert und durch Madenschrauben ersetzt, dadurch kann man auch Platinen auflegen, die eigentlich zu groß für das kleine Teil sind.

    An irgendeine Anleitung habe ich mich nicht wirklich gehalten, dafür aber einige Platinen und ICs beim Ausprobieren gehimmelt, bis ich die passenden Temperaturen gefunden habe. Das Infrarotthermometer kam erst später dazu und hat sich dann schließlich als sehr hilfreich erwiesen.


    Wo ich dann nicht spare ist gutes Flussmittel. Das ist sowohl fürs Entlöten als auch zum Verlöten extrem wichtig.

    Beim Entlöten ohne vorher Flussmittel unter den IC zu bringen wird bei mit bleifreiem Lot verlöteten Bauteilen das Platinenmaterial schwarz bevor das Lot auch nur ans schmilzen denkt. Ich habe dabei anfänglich dann oft Lötpads von der Platine gehoben, weil ich nicht alles verkohlen wollte und das Lot nur teilweise weich war.

    Verlöten wirst du ja im Heimgebrauch dann mit bleihaltigem Lot. Das ist in der Hinsicht dankbarer.




    Edit: noch ein paar Beweisfotos vom letzten Einsatz :tüdeldü:


    Patient fixiert...



    alter G3 weg...



    und die Reste gesäubert...



    Und schon kann der neue G4 platznehmen:


    Ich mache das mit dem China Minifön und einem billigen Preheater ebenfalls aus fernost. Geht nach einigen Versuchen zuverlässig.

    Kleines Stativ mit Greifarm habe ich mir noch gegönnt, wo ich den Fön einspannen kann damit ich ihn nicht die ganze Zeit halten muss.


    Temperaturprofil abfahren mache ich grob von Hand. Das reicht für den Heimgebrauch. Ein billiges Infrarotthermometer dient dabei zur Überwachung der "wirklichen" Temperatur des Werkstücks.


    Ich habe so schon eine ganze Menge G3 PowerBooks auf G4 umgebaut und habe noch von keinem gehört, dass inzwischen den Geist aufgegeben hätte.

    Das ein oder andere MacBook hat mit dem Aufbau auch schon neue Grafikchips bekommen - bisher soweit auch noch keine negativen Rückmeldungen bekommen.

    Unbestückte SIMMs mit Platz für vier 29F040 in PLCC habe ich hier noch. Damit hat man dann mit insgesamt 2MB Platz für ROM und ein kleines Notfallsystem.

    Falls da Jemand noch welche braucht verschicke ich die gern.

    Hast du mit dem alten problematischen Board schon was vor?

    Ich habe noch ein zweites leeres 900er Gehäuse, wo gut ein Board reinpassen würde ;)

    Beheben wirst du den Schaden so nicht entgültig, aber zumindest kurzfristig könnte das helfen.

    Solange du nicht minutenlang mit voller Hitze und aus nächster Nähe drauf hälst machst du damit auch erstmal nichts kaputt.

    Wenn es wirklich an den Lötverbindungen gelegen hat kann man den Chip dann immernoch wieder ordentlich neu verlöten, oder falls der Chip selbst kaputt ist durch einen Spender von einem günstig zu bekommenden MDD Single CPU Board ersetzen.

    einer bringt nur einen schwarzen Screen

    Ist meist leicht zu beheben. Einer der Kondensatoren pinkelt direkt auf die Schieberegister, welche die Videologik mit dem Bus verbinden. Die sterben dann relativ schnell, wenn sie in dem Zustand betrieben werden.


    Die Klötzchengrafik kann ihre Ursache, je nachdem wie genau das Bild aussieht, auch dort haben. Wenn er vorher mal ging, muss sich auch das reparieren lassen.


    Falls MarNo sich die Teile noch nicht angeschaut hat, kann ich da auch gern mal einen Blick draufwerfen, kenn mich mit dem SE/30 denke ich ganz gut aus ;)

    Nimm auf jeden Fall SMD Kondensatoren. Alles andere sieht furchtbar aus und sorgt nur dafür, dass du dir die Lötpads abreißt, wenn du mal blöd an einen Kondensator dran kommst.


    Speziell beim IIvx sitzt ein Kondensator direkt neben dem EGRET/CUDA, der neben ADB auch für das Powermanagement (wenn man das schon so nennen kann) zuständig ist. Das Teil ist eigentlich eine Motorola MCU und ziemlich empfindlich. Korrodierte oder mit noch frischen Elektrolyt benetzte Pins sorgen in der Regel dafür, dass das Teil nichts mehr tut. Entfernen, reinigen und neu drauflöten hilft da meist.


    Entfernung der alten Kondensatoren nach der Methode "Zeckenzange" hat sich bei mir bisher am besten bewährt. Wichtig dabei: den Kondensator nicht nach oben vom Board wegziehen. Leichter Druck richtung Board und hin- und herdrehen und die Teile kommen zuverlässig runter ohne ein Pad zu beschädigen.

    Heißluft ist sicher professioneller, aber selbst mit Preheater bring ich da meist nicht schnell genug die Lötstellen zum schmilzen, bevor der angegammelte Kondensator aufgibt und die Reste seines Inhalts in Dampfform überall versprüht. Kann man so machen wenn man draußen bastelt, oder entsprechende Absauganlagen hat, tu ich mir im Bastelzimmer in der Wohnung aber nicht an ;)