OT aus MFA Floppykarte - Diskussion Chips West vs. Ost

  • Nein, ich habe die FDC Karte, von der hier auch mal Fotos zu sehen waren, noch nicht in Betrieb genommen,

    weil immer noch Forschungsarbeit dazu aussteht.


    Als Ossi ist mir aber bekannt das z.B. ein K573RF2 kompatibel zu einem 2716 ist, ein K1810WM86 zum 8086,

    ein K589IR12 zu einem 8212, ein K580WW55A zum 8255A,jeweils wie angegeben, warum sollte das bei dem

    Ding jetzt anders sein?


    Gruß,

    Holm

  • Nun. Ich hatte mal Russ. 8255 Chips gekauft, die nicht in einer Par.IO Karte liefen, wo aber westliche 8255 Chips einwandfrei taten..?!

    Da hilft wohl nur ggf. Datenblätter wälzen oder ausprobieren.


    Peter

  • Ich habe auch die Erfahrung gemacht, daß 100% Kompatibilität nicht immer gegeben ist.

    Lustiger Weise läuft mein Spectral (DDR Spectrum-Nachbau) zwar mit einem originalem Z80, nicht aber mit einem U880 (DDR Z80-Nachbau).

  • Ich habe auch einen Spectral (Neuauflage vor ein paar Jahren) und der läuft mit UA880, mit ST und Zilog Z80 und auch mit einem

    NEC unverändert, momentan steckt wohl der NEC drin.


    Der U880 ist auch kein "Nachbau" sondern eine Eigenentwicklung vom Layout her, auch wenn es ähnlich dem von Zilog ist.

    Etliche Zilog-Bugs sind da nicht mehr enthalten und da das der am Weitesten entwickelte NMOS-Z80 war, hat wohl Zilog nach

    der Wende die die CAD Daten wohlwollend übernommen anstatt irgend eine Theater zu veranstalten. Der Thesys Z80 ist der schnellste

    NMOS Z80 den es gibt. Alle russischen Z80 sind DDR Chips in Rußland und der Ukraine verkappt.


    Ich frage mich außerdem auch, wieso Ihr hier Rückschlüsse von russischen 8255 und dann DDR Z80 auf die Kompatibilität russischer

    1793 FDCs zieht..habt Ihr da irgend eine ideologische Klemmung im Kopf? Hilft auch dagegen klopfen nicht?


    Mal ohne Flachs und Krümel: DDR Computer wie der A7100 und A7150 wurden wahlweise mit russischen 8255A als auch mit welchen

    von Mitsubishi und auch Intel bestückt, hat funktioniert. Da laufen auch K1810VM86 genauso wie Siemens 8086.

    Im PC1715 werkelte ein russischer 8275. Alle DDR Z80 liefen mit DDR Z80..als auch mit Mostek, Zilog und ST wenn die U880 nicht in

    ausreichender Menge verfügbar waren. ..und Ihr kommt hier mit solchen Räuberpistolen.

    Sucht den Fehler, aber nicht bei den ICs wenn die nicht kaputt sind. Ein DDR 8272 unterstützt im Unterschied zu internationalen Typen

    26x128 mit MFM Format weil die Bürocomputer in diesem Format die Systemspuren hatten, können die anderen und auch der µPD765 nicht.


    Gruß,


    Holm

  • Ach Holm.. derjenige der jetzt ideologisch wurde warst du ;-) Keiner hier hat etwas gegen russ./DDR IC's. Nehmen wir gerne ;-)

    Kann ja sein, das alle 3 russ. 8255 kaputt waren - kann sein, das sonstige Umstände eine Funktion verhindert haben. Fakt ist aber, in einer 8255 universellen parallel I/O Karte für MFA haben sie alle 3 nicht getan - Orig. 8255 aber schon. Haken wir es einfach mal als ungeklärt ab.


    Was den russ. 1793 angeht, kann es doch durchaus sein, das alles wie gewünscht funktioniert - nur will ICH das nun nicht austestet! Da greife ich dann doch lieber auf oben verlinkten m5w1793 - der lt. Pinout eigentlich einem 9793 entspricht, weil +5V only - also keine +12V an Pin40 braucht.


    Pinout hänge ich hier mal an.


    Peter

  • Wie erklärst Du Deine Behauptung ich wäre ideologisch wenn ich auf den Hinweis mit dem russischen IC erst die Nachfrage nach 100%iger Kompatibilität, dann eine 8255 und als nächstes eine U880 um die Ohren gehauen bekomme? Die Dinger kommen nicht aus dem selben Werk, nicht mal aus dem selben Land, der einzige gemeinsame Bezug ist "sozialistisches Lager" ..und dann bin Ich es der voreingenommen reagiert?


    Ein Freund Namens Christian hatte einen Z80 Rechner gebastelt und das bei mikrocontroller.net dokumentiert, ich habe ihm russische 8255 geschickt die er auch verwendet hat, so weit keine Probleme damit. Ich habe ihm auch U880 geschickt, er hat die Taktfrequenz seiner Mimik IMHO auf 6 oder 8 Mhz hoch gesetzt und was nicht funktionierte war der schön gelb bedruckte funkelniegelnagelneue Z80H aus der Bucht von einem dt. Händler, ..aber die 2,5 Mhz U880 CPU lief...


    So viel dazu.


    Nimm den Mitsubishi wenn Du denkst wobei ich da noch anzumerken hätte das Ausfälle von Mitsubishi Chips in DDR Rechnern (nach so langer Zeit) nicht unbedingt selten sind.

    Wenn Du Lust hast kannst Du Dir von mir auch noch die Bezeichnung MB8877A um die Ohren hauen lassen.


    Gruß,


    Holm

  • Leute, bleibt sachlich... der Eine hat die Erfahrungen der Andere hat andere Erfahrungen gemacht.


    Da hilft es nicht zu debattieren wer nun richtig oder falsch liegt.


    Mein Leitspruch als ich noch Ausbilder war: "Erfahrungen kann man nicht vermitteln, die muß (leider) jeder selber machen."


    ...oder versuche einem kleinen Kind zu vermitteln was "heiß" ist... erst wenn es die eingeschaltete Herdplatte berühert hat weiß es was das bedeutet.


    Und bitte nicht sprichwörtlich sondern als Metapher nehmen.

    Gruß Torsten

    BFZ MFA, ZX80Core, AX81, ZX81, ZX81NU, Spectrum+, Harlequin, VG8010, Amstrad NC100, Cambridge Z88,

    C64, C128D, Amiga 500 & 1200, Atari Portfolio, HP200LX, IBM PC5155, TP755c, T41, PS/2 (Model 40SX),

    PS/2E, Accura 101, Apple //e, Sharp PC1401 & PC1403H, MSX VG8010


    ::matrix::

  • Ach Holm... Das hat nix mit Ideologie zu tun.

    Ich habe lediglich festgestellt, daß mein Spectral nicht mit meinen U880 läuft.

    Vielleicht sind die ja einfach defekt, ich weiß es nicht.

    Du schreibst, daß der U880 kein Z80 Nachbau ist.

    Somit gibt es definitiv irgendwelche Unterschiede.
    Ich habe keine Ahnung, wie die sich auswirken, und ob das damit was zu tun hat.


    [OT]

    Abgesehen davon habe ich hohen Respekt vor Leuten, die in der DDR Lösungen für Probleme entwickelt haben, die im Westen garnicht auftraten.

    Mein Lieblingsbeispiel sind die Klempner, die Alu-Dachrinnen gelötet haben, obwohl man Aluminium eigentlich nicht löten kann.

    Ich hab's mal versucht, aber nicht hinbekommen.

    Im Westen war das nie ein Thema, da gab es immer Zinkblech.

    [/OT]

  • Du wirst in Deinem Spektral einfach nur andere BE verbaut haben, die dazu führen das irgendwelche Timings oder Pegel nicht eingehalten werden, das mehrere U880 defekt sind glaube ich nicht, das die sich nicht an die Daten halten auch nicht, da der Spektral für den U880 konstruiert wurde..und ja, es wurden im U880 einige Fehler behoben die in Z80 der selben Zeit noch existieren, die Änderungen sind auch irgendwo dokumentiert, es betrifft nur keine davon die Arbeitsfähigkeit in einem Spektral.


    Zinkblech..der Betrieb in dem ich mal gelernt habe hieß "VEB Bergbau und Hüttenkombinat Albert Funk Freiberg" ..kurz "Feinzink". Rate mal was die außer Blei und Zinn u.A, hier produziert haben... Die Verzinkerei "Paul Bachmann" aka Schraubenwerk war auf der Dresdner Straße...und ist wohl immer noch da. von dem Hüttenkombinat gibts nur noch die Bleierzeugung.


    Alu kann man nicht löten? Hast Recht, wenn man nicht weiß wie, dann ist das so.

    Allerdings taucht fast auf jedem Amateurfunktreffen so ein Typ auf der so viel Lot und Flußmittel für Alu hat, das er es verkaufen muß..


    Gruß,


    Holm

  • Du wirst in Deinem Spektral einfach nur andere BE verbaut haben, die dazu führen das irgendwelche Timings oder Pegel nicht eingehalten werden, das mehrere U880 defekt sind glaube ich nicht, das die sich nicht an die Daten halten auch nicht, da der Spektral für den U880 konstruiert wurde..und ja, es wurden im U880 einige Fehler behoben die in Z80 der selben Zeit noch existieren, die Änderungen sind auch irgendwo dokumentiert, es betrifft nur keine davon die Arbeitsfähigkeit in einem Spektral.

    Daß der eigentlich mit dem U880 funktionieren müsste, weil er so entwickelt wurde, liegt ja auf der Hand.

    Bis auf wenige Bauteile, die ich nicht als Original bekommen habe, ist er mit DDR-Bauteilen aufgebaut.

    Ich hatte das aber auch nicht weiter verfolgt.

    Jedenfalls zeigt das, daß 100% Kompatiblität ach bei eigentlich kompatiblen Teilen nicht immer gegeben ist.

    Das gibt's ja auch bei Bauelementen von unterschiedlichen westlichen Herstellern.

    Bei Commodore z.B. findet sich in manchen Bestückungslisten bei einfachen 74er TTLs eine Herstllervorgabe, weil es mit anderen Herstellern Probleme geben kann.


    Zinkblech..der Betrieb in dem ich mal gelernt habe hieß "VEB Bergbau und Hüttenkombinat Albert Funk Freiberg" ..kurz "Feinzink". Rate mal was die außer Blei und Zinn u.A, hier produziert haben... Die Verzinkerei "Paul Bachmann" aka Schraubenwerk war auf der Dresdner Straße...und ist wohl immer noch da. von dem Hüttenkombinat gibts nur noch die Bleierzeugung.

    Dann vermute ich einfach mal, daß einfach nicht soviel Zink zur Verfügung stand, daß es für alle Rinnen gereicht hat.

    Gibt ja schließlich noch ein paar andere Verwendungsmöglichkeiten dafür. Dann mußten halt Alternativen her.

    Alu kann man nicht löten? Hast Recht, wenn man nicht weiß wie, dann ist das so.

    Meine Formulierung war nicht sonderlich genau. :tüdeldü:

    Passender ist wohl 'Alu kann man nicht so löten, wie andere Metalle'.

  • >Jedenfalls zeigt das, daß 100% Kompatiblität ach bei eigentlich kompatiblen Teilen nicht immer gegeben ist.


    Nö, das zeigt nur ds Du irgendwas Kaputtes eingebaut hast. Wenn alle anderen Computer dieser Bauart mit den Dingern funktionieren, nur Deiner nicht, dann ist das keine Frage der Kompatibilität, dann hast Du was Kaputtes gebaut.


    >Passender ist wohl 'Alu kann man nicht so löten, wie andere Metalle'.


    Wieder falsch (willst Du mit mir zanken? Ich bin Metallurge vom ersten Beruf her)


    Löten funktioniert absolut identisch: Oxidschicht ab, verzinnen und verlöten.


    Möglicherweise solltest Du auch bei anderen Metallen dafür sorgen das die nicht wieder oxidiert sind, bevor Du die verzinnst.

    Bei Alu mußt Du Dich halt etwas beeilen..oder für die Abwesenheit von Sauerstoff sorgen..wie auch immer.


    Peter : Danke fürs verschieben. Ich werde mir in Zukunft eher die Zunge abbeißen als Dir nochmal irgend einen Hinweis um den Hals zu hängen, man nennt das auch "lernen durch Schmerz" und Du bereitest mir das 2. Mal Schmerzen mein Freund.. das passiert kein 3. Mal.


    Gruß,


    Holm

  • Hallo holm ,


    was jetzt kommt ist eine Ansage in meiner Eigenschaft als Moderatorin:


    "Danke fürs verschieben. Ich werde mir in Zukunft eher die Zunge abbeißen als Dir nochmal irgend einen Hinweis um den Hals zu hängen, man nennt das auch "lernen durch Schmerz" und Du bereitest mir das 2. Mal Schmerzen mein Freund.. das passiert kein 3. Mal."


    Ich möchte Dich herzlich bitten, auf Ansprachen wie "mein Freund" zu verzichten. Insgesamt ist diese ganze Passage in meinen Augen mindestens ungehobelt. In diesem Forum legen wir Wert auf ein Mindestmaß an höflichem Umgang und die Hilfsbereitschaft der hier Versammelten.

  • Dann betrachte mich als ungehobelten Klotz, damit kann ich leben.

    Ich lege deutlich mehr Wert auf wahrheitsgemäße Postings als auf Förmlichkeiten, das mag uns unterscheiden, hebt mich aber nicht an.


    Gruß,


    Holm

  • Toast_r : Wegen den U880, die gabs doch meines wissens auch in unterschiedlichen Ratings zwischen 1 Mhz und 8Mhz, vielleicht hast Du eine nicht hinreichend tolerante für Deine Taktfrequenz erwischt?


    Alu ist wirklich besonders und schwierig zu löten, im Vergleich zu Kupfer,- Eisen,- Kobalt- oder Nickellegierungen. Wenn man es im Vakuumofen lötet, besteht bei Alu das Problem, daß Aluminiumoxid zu stabil ist und nicht abdampft bevor die Lottemperatur erreicht ist. Man kann auch, anderes als bei Stählen, nicht einfach in reduzierender Atmosphäre (Wasserstoff) löten, da lacht das Aluminiumoxid auch darüber. Das Oxid muß also chemisch oder mechanisch entfernt werden, oder man arbeitet mit weniger gesunden Flußmitteln (Flourbasis etc). Weiterhin haben geeignetet Lote für Aluminium einen ähnlichen Schmelzpunkt wie das Alu selbst (nur knapp drunter). Aber Dachrinnen lötet man wahrscheinlich auch nicht im Ofen :-)

  • holm : ich kann Kobrakai nur Recht geben. Ich schätze Dich und das Wissen, was Du hier einbringst, zumal was technikgeschichtliche Aspekte aus der DDR-Zeit anbelangt, sehr. Trotzdem würde es mich freuen, wenn Du Dich eines etwas freundlicheren Umgangstons bemühen könntest. Man kann dir Wahrheit sagen _und_ trotzdem freundlich sein.

  • Aber Dachrinnen lötet man wahrscheinlich auch nicht im Ofen :-)

    Genau das ist der Punkt, der für mich die Sache spannend macht.

    Die verwendete Methode muß´Baustellengeeignet sein.

    In einem Labor, in dem man sich optimale Umgebungsbedingungen schaffen kann, sowas zu machen ist das eine.

    Draußen auf dem Gerüst, wo auch noch alles dreckig ist, ist das eine ganz andere Herausforderung.

    Da würde ich lieber mit einem Klempner, der das in der DDR tatsächlich gemacht hat (notgedrungen, weil es nichts anderes gab) drüber reden, als mit einem Metallurgen.

  • Toshi wenn es Etwas gibt was ich überhaupt nicht vertrage, dann sind es Maulkörbe.

    "Political Correctness" ist mir zutiefst verhaßt und pampig werde ich immer genau dann, wenn man mir versucht ein X für ein U vor zu machen, ich bin mir recht sicher das das auch so bleibt.


    Kobrakai möge mal bitte begründen was genau an "mein Freund" Ihr nicht gefällt, die Sentenz als Solche dürfte über jeden Zweifel erhaben sein.

    Das zwischen den Zeilen steht was ich meinte steht auf einem anderen Blatt, da liegt sie schon richtig aber ich nehme grundsätzlich kein Blatt vor den Mund wenn mir etwas nicht paßt. Schmeißt mich raus wenn es Euch zu viel wird, IMHO hatte ich das schon einmal nahe gelegt.


    Gruß,


    Holm

  • Nach allem was ich darüber weiß, wurde unter Öl mit einem Kupferkolben gelötet.

    Das Öl soll dabei den Luftabschluß sicherstellen, um die Oxidation der Alu-Oberfläche zu verhindern.

    In der Theorie kann ich dem soweit folgen, aber da eine Rinne nunmal rund ist, läuft das Öl natürlich unten zusammen.

    Da es aber nicht reicht, nur unten die Sohle zu verlöten, geht das so nicht.

    Wie wurde das also gemacht? Den Bereich der Rinne irgendwie absperren, und komplett mit Öl füllen?

    Geht nicht, die Naht ist ja noch nicht verlötet, also läuft das ganze Öl durch.

    Außerdem würde würde man dann die ganze Ölfüllung auf die Löttemperatur aufheizen. Kann also auch nicht sein.

    Kurzum: Mich würde wirklich mal interessieren, wie die das gemacht haben.

  • holm Bei meiner Ansage ging es darum, dass hier im Forum Menschen miteinander in angenehmer Atmosphäre ihre Freizeit verbringen möchten. Mein Job als Moderatorin ist es, ein bisschen darauf zu schauen, dass das möglichst gut gelingt. Mir ist in diesem Zusammenhang nicht wirklich klar, was das mit Maulkörben zu tun haben soll. Was wäre denn die Alternative dazu, dass sich hier jeder ein wenig bemüht, die anderen Nutzer möglichst höflich zu behandeln? In einer Gruppe von Menschen muss es möglich sein, dass man sich, auch wenn man sich im Recht glaubt, den Respekt vor seinem gegenüber nicht verliert. Eine Bezeichnung wie "mein Freund" ist ja wohl kaum als innige Freundschaftsbekundung zu verstehen, wenn der gleiche Satz den Entzug jeder Hilfe für die Zukunft androht. Aus jedem Bemühen um eine gelungenes soziales Miteinander gleich ein Denkverbot oder Sprechverbot zu konstruieren, erschließt sich mir nicht.

  • Wenn ich den Titel nicht hätte würde ich sagen es geht um Schweißarbeiten von Dachrinnen aus Alu mit U880 gesteuerten, Digitallötstationen. Mmm, ist aber nur "OT". :radioactive:


    Zum U880 habe ich noch mind eine Lektüre (Militärverlag). Ich schaue mal am WE rein, ob da Unterschiede zur Zilog-Vorlage aufgeführt sind und melde mich nochmal.

  • holm Bei meiner Ansage ging es darum, dass hier im Forum Menschen miteinander in angenehmer Atmosphäre ihre Freizeit verbringen möchten. Mein Job als Moderatorin ist es, ein bisschen darauf zu schauen, dass das möglichst gut gelingt. Mir ist in diesem Zusammenhang nicht wirklich klar, was das mit Maulkörben zu tun haben soll. Was wäre denn die Alternative dazu, dass sich hier jeder ein wenig bemüht, die anderen Nutzer möglichst höflich zu behandeln? In einer Gruppe von Menschen muss es möglich sein, dass man sich, auch wenn man sich im Recht glaubt, den Respekt vor seinem gegenüber nicht verliert. Eine Bezeichnung wie "mein Freund" ist ja wohl kaum als innige Freundschaftsbekundung zu verstehen, wenn der gleiche Satz den Entzug jeder Hilfe für die Zukunft androht. Aus jedem Bemühen um eine gelungenes soziales Miteinander gleich ein Denkverbot oder Sprechverbot zu konstruieren, erschließt sich mir nicht.

    Ich habe keine Ahnung wie weit Deine Kenntnisse zum Miteinander von Menschen wirklich gehen, das was Du hier erzählst hat für mich einen Hauch von "Code of Conduct" und "Coraline Ada Ehmke"..beides Zeuch das mir tunlichst gestohlen bleiben kann.


    Warum? Ganz einfach, weil bei "Friede,Freude, Eierkuchen" niemals was Brauchbares heraus kommt. Ich bevorzuge Streit, denn der ist konstruktiv.


    Die Abtrennung des Threads war der Maulkorb über den ich mich mokiere, so schafft man Antagonisten aus dem Weg und stellt sie aufs Abstellgleis, funktioniert aber nicht immer.

    Denkst Du ich habe die ganze Zeit auf Jemanden gewartet der mir erklären möchte das sich ihm das nicht "erschließt"?


    Deine Ansichten zu "mein Freund" solltest Du in einer Kirche einem Pater erzählen, die nehmen sich auch Zeit für Sowas. Ich bin knapp 56 Jahre alt und schon eine Weile in der Branche unterwegs, habe auch in der Vergangenheit mehrfach als "Teamleiter" gearbeitet und kenne mich deshalb etwas mit menschlichen Befindlichkeiten aus, deshalb bin ich da recht schwer zu belehren.

    Des Weiteren kann ich Dir versichern, dass Du mit "auch wenn man sich im Recht glaubt" leider völlig daneben liegst, ich WEISS das ich Recht habe und ich lasse mich nicht für dumm verkaufen von Leuten die es eben nicht besser wissen. Warum ich mich für dumm verkauft fühle hatte ich schon ausgeführt.


    Du kannst mich hier noch eine Weile agitieren, ich werde trotzdem nur dann Leute unterstützen wenn mir danach ist und nicht dann wenn Du das für zweckmäßig erachtest. Soweit ich mich erinnern kann habe ich in diesem Forum exakt 1 Mal ein Problem ausgepackt und das ist bis jetzt ungelöst, der Rest meiner Postings waren eher dazu da anderen Leuten Hilfestellung zu geben.



    Ich bin neugierig auf "escimos" Ermittlungen die er in seinem Buch anstellt. Ich habe solche Bücher seit Anfang der 80er gelesen.


    Gruß,


    Holm

  • Hallo Holm.


    Das herauslösen aus dem Thread war eigentlich eher aus der dann auch noch ALU löten Diskussion getrieben.

    Deinen Hinweis auf den russ. FDC inkl. Quelle habe ich ja genau deshalb dringelassen, weil es ein GUTER Hinweis ist!

    Meine 1x schlechten Erfahrungen mir dem russ. 8255 können sonstwo herrühren - defekte Chips, 30j altes Board,

    Fehler vor dem Bildschirm, Bauteiltoleranzen - da hast du Recht und ich war da zu vorschnell von evtl. Bauteil Inkompatibilität zu sprechen.


    Wenn das eher Richtung aufräumen und nicht jemanden das Wort zu entziehen gedachte Trennen dir ans 'Bein gepinkelt hat!, so möchte ich mich hiermit bei Dir dafür entschuldigen!


    Ich schätze deine Fachkenntnisse und Erfahrungen!


    Ich würde mich freuen, wenn sich das nun wieder in ruhigere Fahrwasser begeben könnte und wir uns wieder mit Freude diesem Hobby widmen könnten.


    Peter

  • Ich bin neugierig auf "escimos" Ermittlungen die er in seinem Buch anstellt. Ich habe solche Bücher seit Anfang der 80er gelesen.

    In der Zwischenzeit habe ich mal in das Buch geschaut.

    Ergebnis: es werden keine Unteschiede zum Z80, sondern, wo erforderlich, zum i8080 aufgeführt.


    Ich hatte gehofft, dass es einen kurzen Abschnitt gäbe der die Unteschiede zum Z80 auflistet, da dieser als Vorlage für den U880 diente. Aber die Unteschiede schienen den Autoren wohl keinen Satz wert.

    Zitat

    Die in der DDR am meisten vertretenen Prozessoren sind der U808, U880 und der 8080, wovon in dieser Veröffentlichung die Bausteiner U880 und 8080 beschrieben werden.

    aus: Bäurich, H., Barthold, H. (1988). 8-Bit-Mikrorechentechnik - Prozessoren, Schaltkreise und ihre Programmierung. Berlin. Militärverlag der Deutschen Demokratischen Republick (VEB), 1. Auflage 1988, ISBN 3-327-00668-7, Seite 6


    Halb so wild, findet Google doch noch mehr als eine Seite, die es darlegt oder weiter verweist, ohne das ich deren Richtig-/Falschheit prüfen könnte:

    Den Inhalt des Buches selbst schätze ich als anschaulich und informativ ein, auch ohne es vollständig durchgearbeitet zu haben. Für einen Vergleich sollte man beide Bausteine, sowohl U880 als auch Z80 hinreichend kennen und verstanden haben. Dazu konnte und kann ich (leider) nichts beitragen. - Ein theoretisches Ziel würde ich in mein Backlog schreiben: wenn 8-Bit Mikrorechentechnik, dann mit U880 - habe ja schließlich die Lektüre dazu.


    Gruß,

    escimo (Stephan)

  • Ich hatte gehofft, dass es einen kurzen Abschnitt gäbe der die Unteschiede zum Z80 auflistet, da dieser als Vorlage für den U880 diente. Aber die Unteschiede schienen den Autoren wohl keinen Satz wert.


    Na ja, das würde ich in so einem Text auch nicht erwarten. Damit wüden sie ja quasi direkt zugeben, daß es halt nur eine Kopie ist und man hätte dann schlechter argumentieren können, daß es eine Eigenentwicklung sei ... (keine Ahnung, wie offiziell der Nachbau war (Z80 Lizenz (?)), aber bei der Software gab es da wenig Hemmungen).


    Es gibt noch eine schöne Sammlung zu dem Thema und evtl. kann man den Mann da auch - mit Hoffnung auf eine gute Antwort - direkt anschreiben: http://www.sax.de/~zander/index2h.html