Sun Solaris 7 installation auf Ultra 1 (format)

  • Ich installiere gerade Solaris 7 auf meiner Ultra 1 und musste die Festplatte labeln und formatieren. Nun verifiziert die Ultra seit geschlagenen 24 Stunden die Festplatte und ist noch lange nicht fertig. Die Schätzung von format liegt bei 73 Minuten, aber Ich glaube, Ich muss mich auf 73 Stunden einstellen. Ich habe sogar die Verifizierung einmal abgebrochen und statt einer 73GB Disk, eine 36GB Disk eingebaut, in der Hoffnung diese unglaublich lange Zeit zu verkürzen :grübel:


    Ich habe gegoogelt ob man diese, für meine Ansprüche, völlig überflüssige Verifizierung umgehen kann, habe aber nichts gefunden.

    Mit SGI Computern kann man das separat von der Installation machen, soweit Ich mich erinnern kann. Jedenfalls habe Ich da nicht tagelang auf so was warten müssen. Ich weiß, dass es solange dauern muss, aber warum werde Ich dazu gezwungen :D

  • Hoert sich nach low level format im OpenBoot an. Ich kann mich taeuschen, aber mehr als disklabel bzw. partition table braucht Solaris7 nicht. Es sei denn das disklabel laesst sich nicht abspeichern, dann stimmt aber mit der Platte etwas nicht. Den Rest macht der Installer dann spaeter beim newfs.

  • Wie es in der Auswahlliste steht "format and analyze the disk"

    das Analysieren ist das, was so lange dauert.

    Wie Toast_r schon sagt: das LL-Formatieren dauert nicht lange bei Solaris.

    Das ist eigentlich nur notwendig, wenn man den Verdacht hat, dass einige Sektoren defekt sind.

    im Normalfall reicht "label" und "partition" manchmal ist bei unbekannten Platten noch "type" notwendig.

  • Ok, danke für eure Antworten.

    Ja, Ich hätte die Festplatte nur labeln müssen, dann hätte Ich das 'format' Programm verlassen können. Erst bei der Installation wurde formatiert.


    Nun weiß Ich Bescheid und muss mich nicht vor einer eventuellen Neuinstallation fürchten 8-)

  • Das ist halt einfach auch dem völligen "Verwürfeln" der Begriffe geschuldet. "Format" ist eben erst seit DOS und Win ein "Directories löschen". Woanders ist "Format" eben einfach "Format" - wobei schon noch oft freundlicherweise nachgefragt wird, ob man denn wirklich ein "Low-Level" durchführen will.


    Richtig lustig wird das bei den BSDs mit den "Slices" , da steigt dann der geneigte DOS gewöhnte User völlig aus.


    Wenn Du auf der Platte noch nichts drauf hast, wäre es evtl. noch ein guter Zug nochmal nachzulesen was genau die Platte da jetzt getan hat. Es kann duchaus sein, daß man da jetzt noch die Suche nach "bad blocks" einzeln anschieben muß. Heißt woanders auch gern mal "verify" oder "badblocks" (unter linux); also das Tools was jeden Sector einmal anschaut und, wenn er dreimal nicht ansprechbar war, ihn als defect in eine Liste schreibt.

  • Slices gibt es bei Solaris SPARC als auch x86, nur sieht das bei x86 Architektur-bedingt anders aus. Da sind die Slices innerhalb einer einzelnen fdisk-Partition untergebracht die ihre eigenen VTOCs besitzt, um weitere Unterteilungen (slices, deutsch "Scheiben") zuzulassen. So werden dann auch mehrere Betriebssysteme für x86 neben Solaris auf der selben Systemplatte unterstützt, auch mit dem Solaris-Bootloader im "MBR". Das ist die kurze Variante. Die ausführliche Erklärung steht auch nochmal in den manpages, bspw. boot(1M)


    Solaris 7 Documentation Index

    https://docs.oracle.com/cd/E19620-01/index.html

  • Das ist halt schon "advanced" level. Ich bin noch am Verstehen der normalen Solarisinstallation. Und da wird auch schon allerlei partitioniert - nur, ob das nun exakt Partitionen sind oder eben doch schon Slices, darüber hab ich mir ehrlich gesagt bisher noch gar keine Gedanken gemacht (weil man eben immer wieder den Fehler macht, anzunehmen, daß es so sein müsse, wie man es "üblicherweise" kennt (und da wären es dann Partitionen)).


    Werde mal die Janice Winsor zu boot(1M) befragen, die hier im Schrank steht. Die oracle Seite da wollte ich aber auch immer schon gern mal - zumindest in Teilen - runterladen; die Dokus von denen (also von SUN) sind einfach großartig, nur halt auch elendig viel und man weiß gar nicht, wo man das alles hintun, geschweige denn lesen, soll. Kämpfe zur Zeit mit einem 2.5.1 Sparc und aus irgendwelchen Gründen streikt da das CD Laufwerk, was aber an einer anderen "Maschine" völlig problemlos läuft.

    Und das (halb-)dynamische Reconfigurieren ist mir auch noch nicht so ganz klar. Wird aber wohl noch, irgendwann.

  • Danke für den Tip.

    Das CD-ROM ist schon so eingestellt (512Blocks), da ich das extra dafür habe und nur so benutze. Es gibt einen DMA Memory Error, wenn man ein "probe-scsi" macht, und an einer SGI läuft es seltsamerweise wunderprächtig. Werde wohl demnächst einfach ein anderes probieren und evtl. mal die Kabel genauer anschauen.

    Und ich habe noch keine alte SUN gesehen, die nicht irgendwelche komischen Zicken gemacht hat - wenn sie dann mal funktionieren, tun sie das aber auch gut. Vielleicht tröstet das ja den Threaderöffner über die komische Formatieraktion hinweg.

  • Ich hatte sowas mal mit einer Vaxstation 3100. Die unterstützt nur eine handvoll ganz bestimmter 512Block-CDROM-Laufwerke und selbst wenn man das richtige hat, kann die VAX die Zusammenarbeit verweigern.


    Meine Ultra 1 wollte das interne CDROM-Laufwerk erst auch nicht sehen, bootete aber trotzdem davon. Nur kam nach diesem Kernelbanner ganz am Anfang gleich ein 'segmentation fault'. Die Lösung war, dass das SCSI-Kabel an dem alle Laufwerke hängen, wohl einen Wackelkontakt hat. Hab's nochmal abgezogen und wieder eingesteckt, dann ging's wieder. Das hat mich gewiss zwei Tage beschäftigt. Was tut man nicht alles für sein Hobby 8-)


    Vielleicht ist es schon bekannt, aber hier ist ein link zum Thema 32bit-Sparcs und CDROM:

    http://www.retrocomputing.net/parts/sun/ss10/cdrom_faq.htm