Restauration TU56 Bandlfwerke und TC08 Tapecontroller PDP8

  • Hallo,


    beginne nun mit der Restauration von einigen Laufwerken und einem Kontroller. Der Kontroller belegt etwa 1/4 eines 19"Racks und ist sehr verteilt aufgebaut. An der Vorderseite unten drei Lüfter, die nach oben blasend die eigentliche Elektronik kühlen. Ganz oben im Schrank dann ein Panel mit sehr vielen Lampen zur Anzeige der Zustände. An der Rückseite etliche Trafoeinbauten mit 240V~ nach 110V~ Primärversorgung für einige Geräte, -15V= und +10V=, sowie einem weiteren Netzteil mit 110~V nach 6,5V=. Oben Hinten eine Verteiler Stromschiene mit allen Spannungen, von da Kabel zu den Lüftern unten vorne usw. Ein ganz schönes Wirrwar an Kabeln hin und her.

    Macht natürlich alles Sinn, aber erschliesst sich nicht auf den ersten Blick.


    Die Netzteile sind vom Typ 728A (2 Stück) und 716. Leider habe und finde ich keine Schaltpläne dazu. OK die sind auch noch so recht überschaubar, aber gerne würde ich in einem Plan die Toleranzen sehen. Die Spannungen sind alle 10-20% höher als benannt. Die Trafos sind mit 240V angegeben, sehe da keinen Spielraum.


    Kennt jemand die Geräte und kann etwas zu den Toleranzen sagen?


    Anbei ein Bild der Schrankrückwand mit den Schönheiten der 70er Jahre Power Technik (mal von meinen Fingern abgesehen, die Rückwand wollte immer nach vorne drehen...) :



    Fortsetzung folgt.

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  • Um die TU56 Bandlaufwerke anzusprechen benötigte ich einen Controller. In dem Rack ist der TC08 Controller verbaut. Dieser besteht aus vielen Platinen (Flipchips). Es mag gut möglich sein, dass der Controller nicht funktioniert. Hier ein Bild in unvollständigem Zustand. Um den will ich mich kümmern, wenn ich weiß ein voll funktionsfähiges TU56 zu haben.



    Alternativ gibt es eine einfachere Möglichkeit die Laufwerke anzusprechen, mit einer Karte in der pdp/8e, der M868. Diese nutzt die Register der CPU und die Vorgänge laufen nicht im DMA Modus, wie das beim TC08 der Fall wäre.



    Aber so kann ich erstmal ein Laufwerk ansprechen und sehen ob es funktioniert. Diese Option (TD8E) gibt es erst seit der pdp8/e mit dem Omnibus. Den TC08 Controller gab es schon deutlich vorher und er ist erheblich teurer und komplexer gewesen.


    Nächster Schritt also: ansprechen der TU56 Laufwerke mittels M868 Kontroller. Bei DEC haben diese Dinge (Optionen) immer bestimmte Bezeichnungen, diese Option heisst TD8E. Dazu gibt es ein Kapitel im Maintenance Handbook Part III, Kapitel 8. Weiter gibt es Schaltbilder und Testprogramme. Man steht also nicht ganz alleine da.

    Im OS/8 Handbuch sind in der Beschreibung vom BUILD, in den Tabellen die Treibernamen und Gerätenahmen zu entnehmen. Unter OS/8 ist im "RUN SYS BUILD" der Treiber der Option TD8E einzubauen (TD8ESY.BH) und die Gerätenamen DTA0 und DTA1 sind dem Systemhandler TD8A (TD8EA.BH) zuzuordnen. Das BUILD hat so seine mir noch nicht ganz verständlichen Eigenschaften, aber nach einigem fummeln habe ich zumindest den Zugriff ohne bootbar zu sein hinbekommen.



    Nachdem das Laufwerk angeschlossen war habe ich zuerst den MAINDEC gestartet und Fehler gemeldet bekommen. Da ich drei dieser Karte habe, habe ich alle ausprobiert, aber auch teilweise andere Fehler gemeldet bekommen. Blöd.

    Im VCF Forum gab es in einem VCF-Beitrag einen Link zu einem einfachen Testprogramm, welches ich ausprobiert habe. Bei einer Karte war so recht schnell ein defektes DEC8271 gefunden und gegen ein SN74179 getauscht.

    Damit habe ich mich dann getraut, nachdem ich im OS/8 in einem BUILD die Treiber integriert hatte, ein Band einzulegen und das Gerät anzusprechen:


    .DIR DTA0:


    PIP .SV 9 IST11 .FC 5 RAUF .FC 10

    PFOCAL.SV 26 IST22 .FC 6 RAUVUW.FC 10

    UWFOC .SV 26 IST33 .FC 1 SIFUGU.FC 10

    DLT2 .FC 15 IST44 .FC 2 SIFAGU.FC 8

    DLT3 .FC 14 STLKSP.FC 10 KBDACH.FC 9

    DLT1 .FC 2 RANDEI.FC 5 D5 .FD 2

    DLT4 .FC 6 SIBAFE.FC 6 D4 .FD 1

    SOB1 .FC 2 SIFUFE.FC 7 D2 .FD 1

    SOB2 .FC 15 SIBADI.FC 10 D3 .FD 1

    SOB3 .FC 6 SIFUDI.FC 11 D1 .FD 1


    30 Files in 237 Blocks - 444 Free blocks


    Also ein erster Erfolg! UWFOCAL startet und funktioniert erstmal. Von den 5 Bändern die ich hier gerade hatte haben drei funktioniert und zwei nicht.


    Jetzt kann ich also meine beiden Umzugskisten aus dem Keller holen und beginnen die etwa 150 Tapes zu sichern.....

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  • Also ein erster Erfolg! UWFOCAL startet und funktioniert erstmal. Von den 5 Bändern die ich hier gerade hatte haben drei funktioniert und zwei nicht.


    Jetzt kann ich also meine beiden Umzugskisten aus dem Keller holen und beginnen die etwa 150 Tapes zu sichern.....

    Sehr schön... :thumbup:


    und auch schön dass es keine QIC Bänder .

    Diese (z.B.: DC6150) altern leider in einen nicht mehr nutzbaren Zustand, sowie auch teilweise

    die passenden Bandlaufwerke dazu.

  • Hatte heute etwas Zeit und Muße weiterzumachen, sozusagen vom Erfolg getrieben... Habe also den ersten Schwung Bänder aus einer Kiste hochgeholt. Da sind viele Bänder für PDP-8 dabei, aber bei 15 Bändern steht auch etwas von "11" drauf.



    Die Bänder werden mit dumprest von David Gesswein gesichert. Dazu lädt man das zum Gerät passende Binary auf die PDP8 und startet am, in meinem Fall DOS Rechner, das dazu passende Empfangsprogramm. Band einlegen, Programm an 0200 an der PDP-8 starten und einen Moment warten. Nach wenigen Versuchen war klar, mit 9600 Baud läuft das nicht optimal und so wurde eine serielle Karte auf 38400Baud gejumpert. Dann geht das in etwa 5 Minuten pro Band. Einlegen, Starten, Foto machen.




    Bin gespannt, auf was für spannende Sachen ich da stossen werde.

  • Bin gerade dabei zu proben wie ich das etwas automatisiere. Mit putr kann man die Dumprest-Images der TU56 Bänder mounten und auflisten. Das probier ich gerade etwas zu automatisieren. Dann korrelieren später Image, Listing und Foto. Die Images booten teilweise im simh, und bisher hatte ich nur 1 von 11 Bändern mit einem bad block.

    Da ich noch eine Kiste im Keller habe, lohnt es sich das so einfach wie möglich zu machen.

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  • gnupublic Sehr interessantes Projekt :thumbup:

    Diese (z.B.: DC6150) altern leider in einen nicht mehr nutzbaren Zustand, sowie auch teilweise

    die passenden Bandlaufwerke dazu.

    Hab leider zum Alterungsverhalten keine Angaben in der von Dir gelinkten Seite gefunden. (Die war allerdings sehr interessant :) )

    Wie sieht denn das Alterungsverhalten bei diesen Sachen aus?

    Das Zeugs ist doch neuer als das PDP Zeug?!?

  • DECTape / TU56 sind sehr gut Haltbar, da keine Capstan gebraucht wird : beide Spulen drehen in entgegengesetzer Richtung, mit wenig Energie. So steht das Band unter Spannung. Wird ein Lauf nach vorne / hinten benotigt kriegt ein Motor die volle Energie und das Band lauft nach vorne/hinte.


    Ausserdem ist das Dectape selber speziell : hier ist die Magnetschicht in 2 Plastikschichten eingebettet, und nicht wie sonst üblich ( QIC...) einseitig aufgebracht. Daher kann die Magetschicht sich nicht mit andere Teile verkleben, so wie es bei QIC und DC100 usw. so oft passiert.


    Aber obwohl sehr lustig zum anschauen : die gleichzeitig entwickelten Floppy-systemen sind den DECtapes deutlich überlegen. In etwa gleiches Datenvolumen, ebenfalls blockadressierbar, aber viel kleinere Zugriffszeiten.

  • Aber obwohl sehr lustig zum anschauen : die gleichzeitig entwickelten Floppy-systemen sind den DECtapes deutlich überlegen. In etwa gleiches Datenvolumen, ebenfalls blockadressierbar, aber viel kleinere Zugriffszeiten.

    Aber Abzüge in der B-Note (Optik!)...

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  • Hab leider zum Alterungsverhalten keine Angaben in der von Dir gelinkten Seite gefunden. (Die war allerdings sehr interessant :) )

    Wie sieht denn das Alterungsverhalten bei diesen Sachen aus?

    Das Zeugs ist doch neuer als das PDP Zeug?!?

    Mein Link hatte auch mehr mit Reel2Reel zu tun und war auf die Schnelle gepostet.


    Ich bin ja ein Reel 2 Reel Fan aber die QIC Technik ist so nach dem Motto : Schlecht gemacht, aber es funktioniert doch. Dagegen hat DEC doch ein vernünftiges und langlebiges Produkt.

    Bei den QIC werden die Wickel durch ein Gummiband angetrieben, welches das Magnetband berührt.

    Technisch ist das schon mal eine schlechte Lösung, da das Auf.- und Abwickelmoment undefiniert ist und

    dadurch die Bandspannung ebenfalls fragwürdig.


    Leider ist auch oft dieses Antriebsband von mäßiger Qualität und die Weichmacher diffundieren aus, so dass die Funktion wegen Verlust der Elastizität und Haftungseigenschaften nicht mehr gegeben ist.

    Ab hier hatte ich mehr zu einem aktuellen Problem geschrieben.


    Ergänzung:

    Der Antriebsriemen berührt die Bschichtungsseite des Bandes. Wenn der Riemen 'austrocknet' klebt er an der Oxidschicht des Bandes und beschädigt dann die Oxidschicht. Sollte das Band nicht zurückgespult worden sein ist das irreparabel, ebenfalls kann der Bandendsensor irritiert werden, falls die Beschädigung der Oxidschicht zu Lichtdurchlässig ist.


    Anbei dazu 2 Links:

    https://micha.freeshell.org/tape/Tech_QIC.html

    http://qicreader.blogspot.com/p/drive-belts.html

    https://www.hp9845.net/9845/tutorials/savetapes/



  • ... der Vorteil ist aber, dass die Bandgeschwindigkeit bei den QIC und DC Kassetten konstant ist, unabhängig davon, wie das Band auf die beiden Spulen verteilt ist. Für eine konstante Datenrate braucht man nur eine konstante Drehzahl für den Antrieb. Bei anderen Systemen muss man die Drehzahl variieren um eine konstante Bandgeschwindigkeit zu bekommen. Oder man braucht eine extra Taktspur und die Elektronik muss damit zurecht kommen.

    Als Hauptproblem der Kassetten heute sehe ich die offen liegende Oxydschicht und die Interaktion mit dem Weichmacher im Antriebsband.

    Mit "Plastiband" als Ersatz-Antriebsriemen haben wir ganz gute Erfahrungen gemacht, aber nur wenn die Oxydschicht noch in Ordnung ist. Sonst hilft nur Abscheiden und neue Löcher bohren.

    Das sind die Freunden des Plastikzeitalters ... die Archäologen werden sich in 500 Jahren die Haare raufen.


    Martin

  • Nun war ich mal fleissig und habe den ersten Posten Bänder eingelesen. Das sind 88 Bänder, wie sie zusammen mit meiner lab8/e kamen. Das Einlesen ging sehr gut, lediglich 4 Bänder (50, 56, 80 und 007) brachten "Bad Block" Fehler. Ließen sich aber trotzdem einlesen. Ein als defekt gekennzeichnetes Band (50) liess sich gar nicht einlesen. Aber ein Nummernloses defektes Band (LABDEFTU) ließ sich lesen. Ein einziges neues leeres Band (LABNEUTU) war dabei.


    Anbei ein ZIP mit den directory listings von PUTR zu den gemounteten Images. Nach dem Einlesen des jeweiligen Images mit dumprest, werden im Skript die Images von PUTR gemountet und ein DIR Befehl listet sie aus. PUTR führt eine PUTR.INI Datei aus, sofern sie da ist. Da stehen die nötigen Anweisungen drin. Die Ausgabe wird in ein File umgeleitet und dann mit FIND und GREP (aus DOSNIX) etwas gefiltert. Um die richtigen Datumsausgaben zu bekommen, musste ich den DOS Rechner auf 1980 stellen. Da mir das BIOS das verweigerte, hab ich mich schliesslich an den DOS Befehl DATE erinnert, der kann das. Aber auch keinen Tag weiter zurück!

    Somit sind erstmal die spannendsten Informationen da, und die Bänder gesichert. Fotos lohnen sich nur von den Bändern, die mehr als nur Ihre Nummer haben, und das sind recht wenige.


    Noch etwa so ein Posten schlummert im Keller....

    Files

    • lab8e_dir.zip

      (48.67 kB, downloaded 7 times, last: )

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  • Der neue Schwung Bänder von 109 Stück ist in wesentlich schlechterem Zustand. Hier machen viel mehr Bänder Leseprobleme mit "Bad Blocks". Manche lassen sich gar nicht einlesen.

    Besonders nervig ist eine Sorte von matt schwarzen Bändern:


    Die kleben und müssen von daher erstmal umgespult werden. Hier mal ein Foto wie die Lauffläche vom TU-56 nach einem Spulvorgang dann aussieht:


    Nach dem Reinigen dann so:



    das ist sehr nervig und dauert lange. Eventuell muss ich diese Bänder erst dehydrieren, mal sehen wieviele es davon noch gibt. Zum Glück sind die meisten Bänder nicht von diesem Material!

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  • Wenn es stimmt, dass die Magnetschicht beim DECtape eingebettet ist und nicht nur einseitig am Plastikträger angeklebt ist, dann wäre das wohl die einzige Erklärung.


    Der optische Unterschied ist jedenfalls deutlich: das DECtape ist rostfarben, typisch für das Magnetmaterial niedrigerer Koerzitivität. Bei den geringen Datendichten braucht man ja auch garkeine "HiFi"-Beschichtung.


    Tja dann besser bei den Videobändern lieber vorsichtig dehydrieren und gleich Vollsicherung statt erst Sichtung mit viel Hinundherspulen. Mitunter blättert ja die Magnetschicht bei diesen Tapes bei jeder Bewegung ein bisschen weiter ab, und beschert einem bei jedem Abspielvorgang immer massivere Dropouts.

    Das war besonders schlimm bei den Bändern längerer Laufzeit mit nur 13um Stärke (E180+, L750+) statt den sonst üblichen 20um Stärke.

  • Tja, das sind alles Rollen von DEC und die sind in den üblichen blauen Dosen. Die Bänder von Scotch sind braun in den gelben Dosen. Ein Posten Bänder ist aus einer Schule, viel benutzt und verschiedene Namen drauf geschrieben.

    In einer Rolle lag ein Zettel:


    Achtung!

    Neuartiges, hochverschleißfestes Bandmaterial!

    Die Rückseite ist schwarz-mattiert; zur Aufzeichnung nur die glänzende Bandvorderseite benutzen.



    Und das stimmt, die matte Seite ist dem Kopf abgewandt. Trotzdem kleben die Bänder so stark, daß das Laufwerk stehen bleibt! Daher einmal mit Schwung umspulen. Jeweils alles Reinigen. Und wenns beim Einlesen wieder klemmt, das TU-56 offline schalten, vorsichtig das Band herunternehmen, Reinigen! Dann wieder Band auflegen , halbe Umdrehung zurück und dann wieder online Schalten. So habe ich die drei schlimmsten Kandidaten erfolgreich eingelesen.


    Was bin ich froh, dass das hier noch gute 70er Jahre Trecker Technik IT ist. Und nicht so fimschig Kassetten....

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  • Manche vereinfachte Aussage ist nicht für den Umkehrschluß gemacht.

    Denke das wird hier auch so sein.


    Allerdings kenne ich auch keine beidseitig genutzten Bänder.

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  • Um hier etwas fortzusetzen, mit meinen Bändern bin ich erstmal durch. Später, wenn ich noch andere Laufwerke fertig habe, werde ich versuchen die Problemkinder der Bänder mit "bad blocks" noch einmal anzugehen.

    Ansonsten habe ich das (wie immer) auf meine Heimseite gestellt, auch die Zips mit den Images, falls jemand interesse hat: HIER


    Um die Bänder anzusehen, bietet sich natürlich der Simulator simh an. Mit einem "attach dt0 image.file" mounte ich ein DEC Tape. Habe ich vorher ein System geladen, welches für DECTape konfiguriert ist, kann ich den Inhalt unter OS/8 auflisten mit "DIR DTA0:"

    Möchte ich eventuelle Datumsangaben mit auflisten, muss im OS/8 erst ein Datum gesetzt werden: "DATE 01-JAN-80". Es gibt die Eigenheit unter OS/8, dass nur eine Datumsdarstellung über eine Periode von 8 Jahren dargestellt wird. Stelle ich 1980 ein, werden die Ausschriften zwischen 73 und 80 sein. Hier ein Beispiel mit einmal auf 80 und einmal auf 72 gestellt:

    .DATE 01-JAN-80


    .DIR DTA0:=2


    01-JAN-80


    LI72 .TE 2 26-AUG-80 RANDOM.BK 2

    RANDOM.PS 2 PASTV1.SV 51

    TEST3 .PS 1 PARSE1.DT 12

    PARSE2.DT 12 PARSE3.DT 15 12-DEC-80

    LIBSET.SV 5 05-JUL-77 SABR .SV 24 05-JUL-77

    TECO .SV 12 18-JAN-74 LOADER.SV 12 05-JUL-77

    FORT .SV 25 05-JUL-77 RECOVR.SV 3 05-SEP-75

    COPCOM.SV 5 12-DEC-79 DROP .SV 9 01-NOV-78

    BUILD .SV 33 21-JUL-77 LIB8 .RL 30 24-DEC-76

    CCL .SV 18 05-DEC-78 ABSLDR.SV 5 01-JUN-77

    PIP .SV 11 29-NOV-78 PAL8 .SV 19 05-JUL-77

    GETSYM.PC 12 06-JUN-80 TEST0 .PS 2

    GETSYM.KO 2 06-JUN-80 PARSE .KO 2 13-JUN-80

    PARSE .PC 14 13-JUN-80 PARSER.DT 6 16-SEP-80

    HANOI .PS 2 LI .TE 1 26-AUG-80

    LIST .TE 2 26-AUG-80 PASCAL.SV 51 19-APR-80

    SUBRU1.RL 23 10-JAN-73 LIBNEU.RL 6 10-JAN-73

    LIB8N .RL 28 13-JAN-73 LIB8E .RL 29 13-JAN-73



    193 FREE BLOCKS


    .DATE 01-JAN-72


    .DIR DTA0:=2


    01-JAN-72


    LI72 .TE 2 26-AUG-72 RANDOM.BK 2

    RANDOM.PS 2 PASTV1.SV 51

    TEST3 .PS 1 PARSE1.DT 12

    PARSE2.DT 12 PARSE3.DT 15 12-DEC-72

    LIBSET.SV 5 05-JUL-69 SABR .SV 24 05-JUL-69

    TECO .SV 12 18-JAN-66 LOADER.SV 12 05-JUL-69

    FORT .SV 25 05-JUL-69 RECOVR.SV 3 05-SEP-67

    COPCOM.SV 5 12-DEC-71 DROP .SV 9 01-NOV-70

    BUILD .SV 33 21-JUL-69 LIB8 .RL 30 24-DEC-68

    CCL .SV 18 05-DEC-70 ABSLDR.SV 5 01-JUN-69

    PIP .SV 11 29-NOV-70 PAL8 .SV 19 05-JUL-69

    GETSYM.PC 12 06-JUN-72 TEST0 .PS 2

    GETSYM.KO 2 06-JUN-72 PARSE .KO 2 13-JUN-72

    PARSE .PC 14 13-JUN-72 PARSER.DT 6 16-SEP-72

    HANOI .PS 2 LI .TE 1 26-AUG-72

    LIST .TE 2 26-AUG-72 PASCAL.SV 51 19-APR-72

    SUBRU1.RL 23 10-JAN-65 LIBNEU.RL 6 10-JAN-65

    LIB8N .RL 28 13-JAN-65 LIB8E .RL 29 13-JAN-65



    193 FREE BLOCKS



    Daher habe ich immer auf 1980 gestellt, das erschein mir hinreichend zur Erkennung der Inhalte.

    Um nun das Listing von den etlichen Files zu erstellen, habe ich für den simh per Skript eine INI Datei erzeugt:


    echo "at rk0 v3d.rk05" > auto.ini

    echo "b rk0" >> auto.ini

    echo "send 'DATE 01-JAN-80\r'" >> auto.ini

    echo "c" >> auto.ini


    for i in `ls *.56`

    do

    echo "at dt0 $i" >> auto.ini

    echo "send '$i\r'" >> auto.ini

    echo "send 'DIR DTA0:=2/B\r'" >> auto.ini

    echo "c" >> auto.ini

    echo "det dt0" >> auto.ini

    done

    echo "quit" >> auto.ini


    Startet man simh mit der ini Datei (./pdp8 auto.ini) brauch man nur etliche male ^e eingeben, dann wechselt simh in die Simulatorebene und arbeitet im INI Skript weitere Befehle ab. Auf die Weise werden alle tape images angezeigt und man spart man sich viel Zeit und Tippfehler. Auch kann man erkennen, welches Image defekt ist, dann kommt im OS/8 eine Fehlermeldung vom DIR. Diese Ausgabe ist dann auch in den ZIPs teilweise drin.

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  • Die Tape Images finden sich nun auch auf der Webseite von David Gesswein wieder. Ordner Wullenweber und 8a-lab8e. Denke, da sind sie gut untergebracht. Er hat einen interessanten Mechanismus in seiner Seite und kann die einzelnen Dateien extrahieren.

    Dabei ist leider aufgefallen, dass es doch einige defekte Dateien gibt, die sich nicht durch irgendwelche Fehlermeldungen gezeigt haben.

    Daher hoffe ich hier mit einem anderen Bandlaufwerk besseren Leseerfolg zu haben. Aber meine Erwartung ist relativ niedrig, inzwischen.


    Denn ich konnte ein TU-56 Laufwerk an meine pdp8/e anschliessen und nachdem ich das Gerät mit den richtigen FlipChips bestückt hatte, funktionierte es auf Anhieb.


    Bestückung für TC08 Controller:


    Bestückung für TD8E Controller:



    Dann habe ich mal ein boot-Filmchen gemacht: Gibt es hier unten. Hier startet die pdp8/e ein OS/8 vom Bändchen. Das waren noch Zeiten als man das schnell fand! Insgesamt ist die Benutzung der Tapes sowas von Retro, dieses Hin und Her, und was das dauert! Toll.


    Beim Zugriff auf ein fehlerhaftes Tape zeigten sich im Test dann aber die gleichen Fehler wie im Images vom anderem Rechner welches mit anderem Gerät eingelesen wurde. Dazu habe ich momentan noch keine rechte Idee. Ob ich da etwas verbessern kann. Ich werde da wohl auch erstmal mit dumprest ein paar Images ziehen und die dann vergleichen.


    Hat noch jemand Bänder über, mit denen ich arbeiten kann? Ungern würde ich die Originale zum jetzigen Zeitpunkt überspielen.

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    Edited once, last by gnupublic ().

  • Jetzt geht es weiter mit dem TC08 Controller.

    Der besteht aus etlichen Flip Chips, die in einer 4fach Backplane in einem Rack eingebaut sind. Darunter sind drei Lüfter (110V) angebracht, die auch einen 110V Ausgang zur normalen amerikanischen Steckdose haben.


    .



    Somit sind schon mal etliches an Platz im Schrank für den Kontroller weg. Ganz oben ist dann noch das Kontrollpanel. Zur Anzeige der Zustände, wenn man es denn dereinst versteht. Aus dem Bild von #1 wird das ganze mit Strom versorgt. Wie so oft bei DEC sind die Geräte 110V und entsprechend gibt es gewaltige 220V nach 110V Trafos.

    So wird das langsam komplett, unter dem TU-56 landet dann vermutlich ein zwites TU-56 und oberhalb der PDP soll noch eine RK05 Festplatte hinein.




    Den Controller hatte ich zunächst zerlegt und gereinigt, einmal die Kontaktflachen mit Kontakt Gold abgerieben.



    Aber leider funktioniert nach dem Zusammenbau und Verkabeln nicht viel. In der PDP8 braucht es die M8350 Platine (KA8E), das "External Positive I/O Interface" mit drei Kabeln am TC08 verbunden, und die M8360 Karte (KD8E) "Data Break Interface" mit 2 Kabeln verbunden. Wenn alle Kabel stecken und ich versuche ein OS/8 mit dem os8diskserver zu starten, ist nach kurzer Zeit die Speicheradresszeile an der PDP8 erloschen. Unklar was passiert, auf jeden Fall nicht das Erwünschte. Lasse ich das letzte Kabel weg, kann ich OS/8 starten. In diesem OS/8 ist der TC08 als Treiber schon drin, wenn ich auf das Band zugreifen will, passiert auch nach einer kleinen Weile etwas, aber das Band spult einfach zurück und dreht.....

    Immerhin! Irgendetwas lebt.

    Das Handbuch für den TC08 ist nicht soo übersichtlich, die zerrissene Darstellung der Schaltung über fast 20 Schaltpläne hat mich noch nicht so recht zum Fehler geführt.

    Nun gibt es aus meiner Sicht zwei Methoden sich der Sache zu nähern.

    Der gradlinige Weg, alle kleinen Platinen einzeln überprüfen. Dazu gibt es durchaus Hilfsmittel, wie einen "Flip Chip Tester", den sich findige Kollegen gebaut haben. Damit sollten die digitalen Flipchips, die mit den lila Griffen, größtenteils zu prüfen sein. Aber das Gerät will erst gebaut sein, die Teile besorgt, das Prinzip verstanden.

    Der andere Weg wäre, aus dem zweiten Controller im Keller die Karten zu nehmen, und durch geeignetes Umstecken den Fehler einzugrenzen. Dazu müsste ich auch erst diese Karten Reinigen und markieren. Wegen der Kalibrierung einiger Karten, versuche ich deren Position beizubehalten. Ob das Sinn macht, wird sich eventuell später zeigen.

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  • Nun ist es etwas weiter gegangen mit dem Controller. Nach der richtigen Verkabelung und der richtigen Bedienung des Maindecs, kann der Controller nach Beheben von zwei Fehlern lesen und booten.

    Verkabelung:

    M8350:

    Connector 1 (BAB) —> A03

    Connector 2 (BAC) —> A02

    Connector 3 (ACI) —> A04


    M8360:

    Connector 1 —> A05

    Connector 2 —> A06


    Beim Maindec "TC01 BASIC EXERCISER" können Befehle oder deren Sequenzen "programmiert" werden. Da muss man genau drauf achten wie man das eingibt, dazu den Text unbedingt genauer durchlesen.

    Leider hat sich erst nach dem Tausch einer defekten Karte M111 mit zwei defekten 7400 das Maindec starten lassen. Aber die Such- Routinen haben nicht sauber funktioniert, die Bandenden nicht festgestellt und das Band komplett abgewickelt. Auch war im AC Register kein zählen der Blöcke zu erkennen.


    Durch eine Untersuchung einiger zu justierender Zeiteinstellungen konnte das behoben werden. Danach liefen die Such Tests und unter OS/8 konnte ich auf das Tape zugreifen. Auch das Booten von Band klappt nun.

    Das habe ich mal versucht in einem Filmchen darzustellen:


    Filmchen pdp8/e bootet


    Da kann man die schöne Lichtorgel oben und das drehende Bändchen sehen. So richtig schön retro.....


    Viel Spaß

    Volker

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    Edited once, last by gnupublic ().

  • Leider bin ich immer noch nicht fertig mit dem Kontroller. Der macht Sachen! Erst geht das Netzteil mitten im Betrieb kaputt, Kondensator im ferroresonanten Trafo kurz. Dann ist eine entscheidene Lampe im Indikatorpanel ausgefallen, beziehungsweise der ansteuernde Transistor.


    Bei den DEC Tapes ist es vor der Nutzung der Bänder notwendig diese zu formatieren. Anders als bei anderen Bandsystemen werden hier nicht einfach Daten sequenziell geschrieben, sondern die Daten sind organisiert durch ein Directory und eine feste Blockstruktur auf dem Band.

    Durch einen 4 stufigen Formatierungsprozess werden die Bänder erstellt und können dann quasi wie Disketten genutzt werden. Entsprechend ist am Kontroller ein Schalter, mit dem man hart schaltet, ob man die Struktur (Mark and Timing Tracks) schreiben möchte. Ein spezielles Formatierprogramm fordert dann im Dialog auf den Schalter zu EIN/AUS zu schalten.

    Die 4 Stufen erfolgen in 4 Läufen (PASS). Das heisst, das Band läuft mehrfach hin und her, dauert ein paar Minuten.

    An meiner lab8/e mit dem einfachen TD8E Kontroller funktioniert der Vorgang ganz OK, es kommen nutzbare Bänder dabei heraus.


    Aber an der pdp8/e mit dem TC08 sieht das anders aus. Hier bleibt der TC08 im ersten Pass auf etwa der Hälfte der Strecke stehen. Und ich habe keine Idee momentan warum.

    Anbei ein kurzes Filmchen vom Indikatorpanel an dem Moment, wo der TC08 stehenbleibt:

    IMG_3040.mov.zip



    Man erkennt die Veränderung einiger Lampen vom laufenden in den stehenden Zustand. Zuerst ist alles schön, man beachte die Lampen FR 0-4 oben links.

    FR 0 leuchtet und sagt der Kontroller arbeitet in kontinuierlichem Zustand. Soll so sein. Lampen FR 1+2 leuchten und bedeuten es wird eine Formatierung ausgeführt. Soll auch so sein. Denn der Schalter WTM ist an und die Lampe unten rechts zeigt das auch an.

    Leider kommt dann noch die Lampe FR 3 hinzu und FR 0 geht aus. FR 1-3 an bedeutet unbekannter Zustand. In Folge gehen die Fehlermeldungen EF und SE an.


    Sollte jemand sachdienliche Hinweise haben wäre ich dafür dankbar.

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  • Mit laaangem zeitlichen Abstand kann ich nun endlich sagen das TC08 Tapecontroller ist repariert.

    Erst hab ich es nicht hinbekommen, dann hatte ich es erstmal liegen lassen und nun wollte ich das aber unbedingt vom Tisch haben!


    Letztlich war eine Zeitkonstante auf einer der Flipchips (M401, D15) sehr falsch eingestellt, 3us anstelle von 8.33us. Mit dieser Justage konnte nun an einem Laufwerk ein Band erfolgreich formatiert und bespielt werden.

    Wie die Justage so falsch sein kann ist mir unklar, die Karte gibt es nur einmal im System, sollte also eindeutig der Funktion zugeordnet sein. Das waren etliche Umdrehungen an dem Justagepoti.... Hat der Controller jemals formatieren können?


    Aus unklaren Gründen geht es aber nur mit dem linken Laufwerk meines TU-56. Beim rechten Laufwerk bleibt die Formatierung am Ende des 2ten Laufs (von 4 Durchläufen) stehen. Von Kollegen hatte ich so eine Beobachtung schon mal gehört, daher mach ich mir darum erstmal keine Sorgen.

    Aber beide laufwerke booten und arbeiten mit dem Band, sowohl lesend als auch schreibend.


    Endlich ein kleines Schrittchen weiter!

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  • Zu guter Letzt in diesem Thread hier ein Link auf ein Filmchen wie ein DECTAPE erfolgreich kopiert wird. Das ist eine Funktion die bis gestern auch nicht funktionierte:


    Filmchen


    Der Vorgang dauert etwa 2 Minuten und kopiert das gesamte Tape. In diesem Falle wird das rechte Tape kopiert. Das linke musste dafür nur formatiert werden. Das sind immerhin 256K Worte. 250Kg Rechner kopiert 256K Worte in 2 Minuten, toll oder?

    Die DECTAPEs sind eher wie Disketten blockweise organisiert, daher haben die Tapes auch ein Inhaltsverzeichnis, was man nach dem Formatieren anlegen muss, sieht so aus unter OS/8:

    R PIP

    * DTA0:</Z

    ^C


    Kopiert man das ganze Tape, wird das Inhaltsverzeichnis mit übertragen, die Kopie ist dann 1:1. Mein Testband bootet danach und funktioniert soweit ersichtlich ganz normal.


    Nun sind die Tapes aber leider recht knapp. Das Band links war kaputt und liess sich nicht erneut formatieren. Immer gab es Fehler. Daher habe ich das Band mehrfach hin und her gespult und an einem Magneten vorbeilaufen lassen. zudem habe ich es so umgespult, dass ich das weniger gestresste Ende am Anfang nutze. So läßt es sich momentan wieder nutzen. Mal sehen wie lange.


    Auch habe ich U-Matc Videokassetten besorgt und auf Spulen gerollt. Das funktioniert auch, wenn man das Band richtig herum nutzt. Ich seh zwar optisch keinen rechten Unterschied, aber das TU-56 anscheinend! Somit kann ich hier ganz ungeniert meine Versuche machen ohne alte Bänder zu zerstören. Wenn ich doch nur ein paar mehr Leerspulen hätte!

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  • Nun sind die Tapes aber leider recht knapp.

    WIe knapp genau ?

    Auch habe ich U-Matc Videokassetten besorgt und auf Spulen gerollt. Das funktioniert auch, wenn man das Band richtig herum nutzt. Ich seh zwar optisch keinen rechten Unterschied, aber das TU-56 anscheinend! Somit kann ich hier ganz ungeniert meine Versuche machen ohne alte Bänder zu zerstören. Wenn ich doch nur ein paar mehr Leerspulen hätte!

    Bei Dectapes liegt die Magnetschicht zwischen 2 Plastikfolien, daher sollte man keine andere, scheinbar passende, Magnetbander verwenden. Da ist die Magnetschicht nur einseitig aufgetragen, das bekommt den TU56 Heads angeblich nicht so gut.

  • WIe knapp genau ?

    Das ist eine nicht leicht zu beantwortende Frage. Ich habe aus dem Fundus meiner lab8/e und der pdp8/e aus der Wullenberger Schule so etwa 160 Tapes. Dazu noch einige Tapes von Gerold Pauler aus dem Büro seines Vaters mit Meßdaten und Plänen. Aber das sind alles Originale, die ich ungern verbasteln möchte. Die möchte ich nicht verändern.


    Die Tapes wurden grundsätzlich mit dumprest gesichert und die meisten Bänder sind bei Herrn Gesswein auf der Seite zu haben (oder auf meiner Seite), Leider haben einige davon Fehler und die möchte ich gerne noch einmal einlesen. Dazu wäre ich nun endlich bereit, denn jetzt habe ich ja ein weiteres Laufwerk am Start. Das einlesen hatte ich mit einem TU-56H gemacht an TD8E. Also alles andere Hardware, somit besteht eine Chance etwas anders einlesen zu können. Ob besser, wird sich zeigen.


    Es liegt also an mir, ob ich die Rollen recycle oder nicht. Da ich das nicht will, stelle ich fest keine Leerbänder zu haben und zu wenig Leerspulen.

    Daher habe ich für meine Versuche mit System Build, kopieren/lesen/schreiben/booten und Maindecs laufen lassen gerne auf die Videobänder zurückgegriffen.

    Offenbar gibt es da verschiedene Tapes, momentan habe ich welche von Sony, die sehen von beiden Seiten gleich glatt aus, wollen aber "richtigherum" bespielt werden. Soweit ich das sehe laufen die genauso leichtgängig wie die Originale. Sie sondern auch keine Magnetschicht ab.

    Denke bei den zu erwartenden geringen Laufzeiten tut das keinen Schaden am Laufwerk und den Köpfen.

    Das wurde ja früher auch häufiger an den Unis so praktiziert. Da das Band etwas dünner ist, wird es vermutlich nicht so haltbar sein. Aber schlechter werdende Tapes kündigen sich durch Lesewiederholungen ja an, das werde ich im Ohr behalten.


    Meine Tapes die ich zu Ostern erstellt habe funktionieren auf jeden Fall noch einwandfrei. Das hatte ich gar nicht erwartet, weil das Videotape ja gar nicht optimal ist von der magnetischen Eigenschaften her.


    Zusammengefasst hätte ich gerne originale Leerspulen und Leerbänder. Echte Not habe ich nicht. Wenn mir jemand Bänder anbietet nehme ich die gerne. Würde auch die Inhalte dumpen wenn jemand Bänder hat und Sorge vor Datenverlust.


    Muss mich wegen der Datenmenge im letzten Post von mir korrigieren: 184K Worte 12 Bit passen formatiert auf eine Spule.

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