Epson Nadeldrucker-Interfaces

  • Für die klassischen Epson Nadeldrucker gab es diverse Schnittstellen-Optionen.

    Vielleicht können wir hier ein paar Bilder und Informationen dazu sammeln - im Internet findet man recht wenig und bei Epson auch nicht.


    [Epson hat zwar viele Druckerhandbücher online, aber dort werden die Karten nur kurz erwähnt und außerdem sind die Scans leider einer OCR Komplettbehandlung unterzogen, sodass einige der technischen Informationen verfälscht sind.]


    Neben Fotos sind auch Scans von "Handbüchern" interessant.


    Es gibt einen ganze Zoo von Schnittstellenkarten für die Epson Nadeldrucker:


    EPSON Schnittstellenkarten

    Serial

    • #8143 0 KB buffer, max. 19200 baud, current loop up to 1200 baud
    • #8145 2 KB buffer, max. 9600 baud, current loop up to 1200 baud
    • #8148 2/8 KB buffer, max. 19200 baud, current loop up to 1200 baud
    • #8149 32 KB buffer, max. 19200 baud, current loop up to 1200 baud
    • #8149M 128 KB buffer, max. 19200 baud, current loop up to 1200 baud

    IEEE-488

    • #8161 0 KB buffer
    • #8165 2/8 KB buffer

    Parallel

    • #8172 2 KB buffer
    • #8172 32 KB buffer
    • #8172M 128 KB buffer

    Interfacekarten von Drittherstellern

    HP-IL

    • HP, W&W

    Netzwerk

    • Coax, Twinax



    Hier zum Start ein Kurzportrait der ersten seriellen Karte - #8143


    Die meisten Informationen sind mangels Handbuch rekonstruiert. Ich habe so eine Karte in einem MX-80 und einem LQ-550 in Verbindung mit einem HP-Portable-Plus mit XON/XOFF-Protokoll getestet.



    Die #8143 I/O Karte ist eine der typische Schnittstellen-Optionen für die Epson Nadeldrucker ab MX-80 bis zu den LQ-xxx Druckern.


    Neben RS232C ist auch ein Betrieb als 20 mA Stromschleife (Current Loop) möglich.

    Sie wird auf einen Verbinder des Motherboards aufgesteckt und kann dann anstelle der dort eingebauten Parallel-Schnittstelle verwendet werden.


    Diese Karte unterstützt offensichtlich nur XON/XOFF als Handshake-Protokoll - daher ist sie extrem einfach aufgebaut mit 1488/1489 Pegelwandlern und einfachen TTL-Leitungstreibern.

    Weiterhin ist noch etwas Elektronik für die Stromschleife vorhanden, sonst ist die Platine recht dünn bevölkert.


    Spätere "intelligente" Schnittstellen haben mehr Möglichkeiten und bieten auch Pufferung der Eingangsdaten an.

    Das ist bei neuen Druckern nicht unbedingt notwendig, da diese Drucker schon recht große interne Puffer haben.


    Interessant ist, dass der Stecker zum Mainboard sowohl parallele als auch serielle Signale unterstützt.

    Umgeschaltet wird mit einem Signal und die Firmware im Drucker liest und konvertiert dann entweder serielle oder parallele Informationen.


    DB-25 Connector (DTE)


    Pin Signal Direction Function
    2 TXD Out XON/XOFF
    3 RXD In Receive Data
    4 RTS Out
    5 CTS In
    6 DSR In may be pulled up by J5
    7 GND
    8 DCD In may be pulled up by J5
    20, 11 DTR Out set by JNOR, JREV



    Martin

  • Ich häng dazu mal etwas an … bei Bedarf gern mehr … die Karte ist „verbaut“ … da komme ich nicht so schnell dran 😉

    Mit freundlichen Grüßen

    Matthias

  • Die Seriellkarten mit Puffer sollten lokal eine eigene CPU haben. Ich habe hier eine 8148, die aus einem FX-85 stammt:



    Das Handbuch (23,9MB) habe ich mal kurz hierhin gelegt.


    Ich meine mich darüberhinaus an LocalTalk-Karten auch für Epson-Drucker zu erinnern, finde aber gerade kein Foto auf der Festplatte.

  • RalfK ..der Link tut es bei mir nicht :fp:

    Mein Schwerpunkt sind Taschenrechner und Pockets. Aktuell suche ich zB. nach: Privileg PR55NC, Commodore N-60, NSC 4640, Casio pro fx-1, HP-10C, HP-16C, HP-71, HP-75 :fp:... gern im Tausch gegen "Kollegen" oder andere Oldies (Heimcomputer, Laptops, ...)

  • Ich habe zwei serielle Epson-Schnittstellenkarten für meinen LQ-500. Eine ist verbaut. Die andere müsste in einem Karton liegen. Ich muss nochmal gucken ob ich sie wiederfinde inkl. des Handbuches. Ich hatte mir eine 1999 eine serielle Schnittstellenkarte für meinen Epson LQ-500 gekauft, weil ich den an einem Umax Apus 3000 (Macintosh Clone) betreiben wollte. Hatte ich aber nicht hin bekommen. Also hatte ich bei Epson deswegen angerufen und der Mitarbeiter hat sich da irgendwie nicht lange mit Problembehebung aufgehalten. Der meinte, die Karte funktioniert nicht, er schicke mir eine neue für umsonst zu. Die andere könnte ich behalten. Mit dem alten Gerümpel könnte man eh nichts mehr anfangen. :) Dann habe ich's mit der anderen Karte versucht und das ging auch nicht. Daraufhin habe ich dieses Projekt aufgegeben. Jetzt hängt der LQ-500 an meinem Apple IIe.

  • Falls Du ein Handbuch für diese Karte hast, und es nicht das gleiche wie oben verlinkt (#8145) ist, wäre ein Scan nett.


    Ich habe in altes #8143 in einem Epson LQ-550 eingebaut und das geht problemlos.

    Wenn die Pins 2 und 3 und GND in Kabel richtig angeschlossen sind und Baud Rate und Zeichenlänge 7/8 Bits und Parity gleich eingestellt, sollte das prinzipiell funktionieren. Vielleicht macht der Macintish Clone da was anders oder sein I/O Port hat ein Problem.

    (bei RS232 kann man ohne Gefahr verpolt anschließen, man kann also nichts kaputt machen wenn man 2 und 3 mal tauscht)


    Als Handshaking habe ich XON/XOFF am Host Computer eingestellt, da ich glaube, dass dieses alte Interface kein Hardware-Handshaking unterstützt. Handshaking spielt aber erst eine Rolle, wenn der Sender mehr als ein paar Zeichen schickt oder man die Drucker offline nimmt.


    Martin

  • Ich habe vorhin mal geschaut. Ich habe das Handbuch der #8148. Leider habe ich nicht mehr die Karte gefunden, die ich übrig hatte. Ich muss nochmal nach der forschen und hoffe, dass ich sie wiederfinde. Eine ist auf jeden Fall in dem Drucker verbaut. Fragt sich nur welche. :fp:

    Das Problem war damals eventuell auch das passende Adapterkabel von Mini DIN auf RS-232. Ist leider alles ein paar Tage her. Was mich nur echt wurmt, ist dass das eine Board womöglich weg ist. Kann sein, dass es den Umbau nicht überlebt hat.:cry2:

  • Ich hätte diese Handbuch.

    Gruß

    Mathias

    Für meinen Apple IIe hatte ich mal eine Epson 8132W gekauft, um meinen Epson LQ-500 am IIe zu betreiben, aber die Karte und der Drucker wollten auch rein gar nicht zusammen. Das Board in dem Handbuch ist ein 8131 Board. Es scheint für die Apple II Serie anscheinend auch mehrere Karten von Apple gegeben zu haben.

  • ... und hier noch ein Artikel aus der "Microcomputing" in dem beschrieben wird, wie man sich ein RS232 Interface für den MX-80 selbst baut.

    Man braucht allerdings einen ganzen Transistor dafür - das wird teuer :)


    Habe das mal ein Eagle nachgezeichnet, man würde aber heute wohl einfacher einen MAX232 oder ähnliches nehmen um auch den TX-Kanal "richtig" anzubinden.


    Der Kernpunkt ist eben, dass der Epson Drucker über die Pfostenleiste sowohl serielle (TTL) als auch parallele Daten verarbeiten kann.