Unterschied/Empfehlung SS5/SS20

  • Hey,


    ich habe die Möglichkeit, günstig eine SparcStation 5 zu bekommen, eventuell stattdessen aber auch eine SparcStation 20.


    Leider verstehe ich den praktischen Unterschied zwischen den beiden Maschinen nicht, denn sie sind etwa gleich aufgebaut und erschienen zur selben Zeit. Ist die 5er ist eine Sparversion der 20er?


    Was ich damit machen möchte:

    • Verwendung als Workstation mit Bildschirm
    • Solaris (wahrscheinlich 2.6) und ein paar Design- oder CAD-Anwendungen anwenden; Netscape, Corel usw.
    • NeXTstep

    Was nicht im Fokus liegt:

    • Das neueste Zeug laufen lassen
    • Java-Programmierung

    Welche der beiden Maschinen empfehlt ihr, wenn ich die Wahl habe?


    Danke für eine kurze Erläuterung :)

    Sun SPARCstation 5 Model 110 | DEC AlphaServer 300 Model 4/266
    Highscreen Tower 486DX-33 | Highscreen Indus 500ZE-90

    Commodore 64 | Commodore Amiga 500

  • Der "praktische" Unterschied ist, daß die 20 eine Multiprozessormaschine ist ... wenn es Dir um NeXTSTEP geht, dann wäre für "mich" die 5 die Maschine der Wahl, da NeXTSTEP (m.W.) nichts mit mehreren CPUs anstellen konnte ...

  • Der "praktische" Unterschied ist, daß die 20 eine Multiprozessormaschine ist ...

    Wobei aber viele SS20 nur mit einer CPU ausgeliefert wurden. Ich hab auch noch so eine, leider langweilig.

  • Cobalt60 Danke. Ja, das ist praktisch ein Unterschied!


    NeXTstep hat aber wohl ohnehin keinen Support für Multiprozessor-Sparcs.


    Hat jede 20er automatisch Multiprozessor oder war es eine Option?


    Edit: Alles klar, danke hans

    Sun SPARCstation 5 Model 110 | DEC AlphaServer 300 Model 4/266
    Highscreen Tower 486DX-33 | Highscreen Indus 500ZE-90

    Commodore 64 | Commodore Amiga 500

  • Nimm' die mit dem meisten RAM Speicher, passende SIMMs sind nicht so leicht zu bekommen, wenn Du nachrüsten möchtest. Und mehr RAM ist für Anwendungen unter Solaris immer hilfreich.

    Denn Feindschaft wird durch Feindschaft nimmermehr gestillt; Versöhnlichkeit schafft Ruh’ – ein Satz, der immer gilt. Man denkt oft nicht daran, sich selbst zurückzuhalten; Wer aber daran denkt, der lässt den Zorn erkalten. Sprüche von Buddha, aus dem ‹Dhammapada›.


    Mein Netz: Acorn | Atari | Milan | Amiga | Apple //e und IIGS | Macintosh | SUN Sparc | NeXT |SGI | IBM RS/6000 | DEC Vaxstation und Decstation| Raspberry Pi | PCs mit OS/2, BeOS, Linux, AROS, Windows, BSD | Stand-alone: Apple //c und III | Commodore 128D | Sinclair QL | Amstrad | PDAs

  • Die 20er hat zwei Steckplätze für MBUS Karten. Auf jeder MBUS Karte war eine CPU drauf - außer bei Karten von ROSS, aber die werden fast schon in Gold aufgeogen. Nicht jede CPU-Karte kann im Multiprozessorbetrieb laufen.


    Den Tipp, die Maschine zu nehmen, die den meisten Speicher hat ist gut, außer man hat Spezialbedarfe (Multiprozessorbetrieb, Nutzung eines Video SIMMs in der SS20, mehr maximaler Speicher in der SS20) oder Spezialbedingungen (ist das CD-ROM-Laufwerk dabei, wie groß ist die Festplatte, ...).

    :tuschel: Suche: BeBox, Commodore 900, KIM-1 :tuschel:

  • Wenn Die 20 mit smp bestückt ist empfehle ich diese zu nehmen:-)

    Du könntest damit wenn Du möchtest dann ToyStory nachrendern - dort wurden diese Systeme in Stückzahlen zum Rendering eingesetzt.

    Falls die nur eine CPU haben sollte, ich kann mal in meinen Sun Beständen schauen ob ich evtl. dann eine zweite CPU dazu abgeben kann.

    Dafür muss aber erst die Type der vorhandenen bekannt sein.

    Keine Angst vor grossen Eisen !!!

  • SS 4/5 MicroSPARC, SS 10/20 Super-/HyperSPARC ...


    Mit einer S24 Grafikkarte hast Du 24Bit Grafik auf der SS 5 und meinem NVRAM-Modul auf der SS 20, auch unter OPENSTEP/Mach.


    Nehmen würde ich immer die SS 20 allein wegen der Expansionmöglichkeiten.

  • So, die SS20 ist gerade noch irgendwo eingelagert, sodass ich mich für die SparcStation 5 Model 110 entschieden habe ;) Optische Maus und Tastatur waren dabei, aber keinerlei Laufwerke. Werde mir da wohl Einbauadapter und eine Floppy-Frontblende drucken müssen, und evtl. noch die passende RAL-Farbe raussuchen.

    Sun SPARCstation 5 Model 110 | DEC AlphaServer 300 Model 4/266
    Highscreen Tower 486DX-33 | Highscreen Indus 500ZE-90

    Commodore 64 | Commodore Amiga 500

  • NeXTstep plus CAD : was gab es da bzw was hast du konkret im Sinn, H.EXE? Weil CAD, ja eher nach mehr Performance verlangt und eine SS20 da sicherlich die bessere Wahl wäre, u.a. ist das doppelte an RAM gegenüber einer SS5 möglich. Die SS20 kam auch mit SX (cg14), da wäre 24-bit theoretisch schon verbaut, sofern man ein passendes 4/8MB VSIMM findet, wobei ich nicht geschaut habe, ob NeXTstep das unterstützt.


    Auch bei der SS5 bot Fujitsu ein TurboSPARC-Upgrade auf 160MHz für reguläre SS5 auf Basis microSPARC-II an. Ist mir noch nicht auf den einschlägigen Plattformen untergekommen aber Tatsache:


    PDF.js viewer

  • escimo Die SPARCstation 20 ist immer noch eingelagert. Wahrscheinlich hat sie nur halb so viel MHz und gleich viel RAM. Aber ja, ich bin auch neugierig!


    Gemessen an meisten Software aus der Zeit ist die Performance eines SPARC 110MHz mit 128MB RAM ja ganz ok – unser flotter Pentium 60 hatte zu der Zeit 16MB ;)


    Leider ist NeXTstep kritisch, welche HW es unterstützt. Der SX-Framebuffer wird unterstützt, aber das VSIMM-Modul soll manchmal Ärger machen. Die AFX-Version in einer SS5 sei unproblematischer. Das Upgrade auf 160MHz funktioniere überhaupt nicht mit NeXTstep und involviert ohnehin einen Umbau des Mainboards (CPU verlötet).

    Sun SPARCstation 5 Model 110 | DEC AlphaServer 300 Model 4/266
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  • Also bei frühen SS5 ist die CPU i.d.R. gesockelt, nicht verlötet, andernfalls hätte es kein FRU-Upgrade gegeben. Wenn bei dir die CPU verlötet ist, weist das auf eine späte Version bzw hohe Seriennummer hin. Inzwischen habe ich zwar wieder einen Stapel SS2 mit PGA IU/FPU, aber die letzte/erste SS2 vor/nach "Wiederanlauf" hat nur verlötete IU/FPU/Cache+ Chips. Da kann man auch nicht mal eben ohne Löten auf einen Weitek PowerųP wechseln.


    So sah das Upgrade aus (aus dem Link)

    Edited 2 times, last by escimo: ß->s ().

  • Danke für die Erklärung! Ist ja eine 110er, die war wohl ohnehin ein Nachzügler im Sortiment, so kann ich mir das erklären.


    Habe mittlerweile das NVRAM geflickt. Die Anleitung zum zurücksetzen des Passwortes hier und die LOAD waren dabei sehr hilfreich <3


    Als nächstes werde ich mal auf dem BlueSCSI eine Festplatte emulieren und eine Solaris-CD klarmachen. Dabei liebäugle ich mit der 2.x-Reihe, weil sie oft als Mindestanforderung angegeben wird, aber auch mit alter Software kompatibel ist. Und schon wie bei der Alpha habe ich lieber was altes, zeitgenössisches auf der Platte ;)


    Was findet ihr besser, Solaris 2.5 oder 2.6 … oder nimmt sich das nicht viel?

    Sun SPARCstation 5 Model 110 | DEC AlphaServer 300 Model 4/266
    Highscreen Tower 486DX-33 | Highscreen Indus 500ZE-90

    Commodore 64 | Commodore Amiga 500

    Edited once, last by H.EXE ().

  • Solaris 2.6 ist recht schnell von den Maschienen wieder runter geflogen, auf meinen und die die ich betreut habe. Solaris 2.5.1 wurde sehr lange betrieben. Wichtig, die ganzen Parch Cluster installieren. Und dann Solaris 7, auch nicht gleich, aber als die ersten Patches verfügbar waren.

  • Solaris 2.6 ist recht schnell von den Maschienen wieder runter geflogen, auf meinen und die die ich betreut habe. Solaris 2.5.1 wurde sehr lange betrieben. Wichtig, die ganzen Parch Cluster installieren. Und dann Solaris 7, auch nicht gleich, aber als die ersten Patches verfügbar waren.

    Also ich denke es lag dann an den jeweiligen Zeiten wann und wie lange man damit zu tun hatte. Und auch was drauf lief. Er hatte ja direkt nach 5 oder 6 gefragt, aber ein komplett aktualisiertes 6 konnte viel mehr damals aktuelles Zeug kompilieren und war auch

    nicht langsamer. Wir hatten damals einige Sun e220 (8 oder so) und einige U60 und ein, zwei neuere auch noch Fireblade 1000 oder wie die hiessen. bei den E220 waren in einer sicheren DMZ nur für eine alte inhouse app welche am laufen, die hatten teilweise über 8 Jahre uptime, das war nicht tot zu bekommen das Zeug.


    Auch wenn es nicht gefragt war, 7 und dann alles was man nicht braucht abschalten ist noch besser...


    Ich würde wahrscheinlich direkt das neueste was supported ist installieren und dann ein bisschen tunen.

    Glaub den CDE wenn man drauf steht konnte man gar noch bei 9 aktivieren.

  • Danke euch beiden.


    Ich schaue mir dann auch mal 7 an – anschauen schadet bekanntlich nicht ;) Die neueren Releases werden dann aber schon auch etwas träger und brechen Kompatibilität mit Kram, der für SunOS 4 entwickelt wurde, oder nicht? WABI, MAE, Framemaker, Corel und so weiter.


    PS: Es gibt durchaus Frauen in der Informatik :P

    Sun SPARCstation 5 Model 110 | DEC AlphaServer 300 Model 4/266
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    Commodore 64 | Commodore Amiga 500



  • PS: Es gibt durchaus Frauen in der Informatik :P

    Viel zu wenig :)


    Vor einigen Jahren durfte ich mal eine Kennenlernen die wirklich Jahrzehnte mit VAX/VMS und OpenVMS gearbeitet hatte.

    Als letzten Dienst hatte die dann noch eine DEC 3000/400 bereinigt damit das VMS drauf bleiben konnte.


    Und eine Zweite hatte noch nach langjähriger Tätigkeit für DEC/Compaq dann auf selbstständiger Basis einen Alpha VMS Cluster mit am Anfang

    drei Turbolaser Systemen die von AS8400 auf GS140 geupgraded waren betreut bis es zum Schluß nur noch ein einzelnes System war was für 10 Jahre noch unter Power On vorgehalten wurde um auf die Daten zugreifen zu können.

    Als "Abschiedsgeschenk" gab es dann noch einen Auftrag die Platten der Arrays zu löschen nach Absprache mit der Konzernsicherheit,

    damit ich nicht nur die leeren Plattenschränke zu dem Rechner bekam.

    Zu den Hochzeiten waren auf dem System über 1000 User gleichzeitig am Arbeiten ( u.a. Trouble Ticket System )


    Der Nachfolger war eine SUNfire 25k im Vollausbau mit Solaris und einer 8 Schrank EMC.

    (Die habe ich leider nicht bekommen können :( )

    Keine Angst vor grossen Eisen !!!