CBM 3032 kein Basic, nur Maschinensprache-Monitor

  • Wie und ob ich Programme laden kann weiss ich nicht genau.


    Wie eingangs erwähnt hatte ich den Rechner vor der Verschrottung gerettet, genauer gesagt habe ich ihn ca. Mitte der 90er vom Sperrmüll. Ein anderer Sperrmülljäger hatte fast zeitgleich aber vor mir seine Hand dran, er konnte damit aber nichts mit anfangen, später habe ich ihn dann gegen einen DOS-Rechner bei ihm eingetauscht. Als der 3032 dann nicht funktionierte habe ich ihn quasi eingemottet. Damals hatte ich noch nicht wirklich Internet (es gab nur Modemverbindungen und das Internet war noch nicht mit Infos gefüllt wie heute) um der Sache auf den Grund zu gehen. Weswegen der ein paar Jahrzehnte in einem unbeheizten Raum vor sich hin gammelte. Leider kenne ich weder die Vorgeschichte noch Vorbesitzer und habe auch keinerlei Software dafür.


    Aber was ich noch habe ist ein altes Doppelfloppy welches bei dem CBM mit dabei war.

    Allerdings keines von Commodore - scheint ein Klon/Nachbau zu sein - habe auch keine Ahnung ob das funktioniert und das Blechgehäuse ist schon etwas verdengelt.

    Was ich noch hätte wäre eine Grabbelkiste mit div. C64 Sachen, u.a. ist da auch eine Datasette mit dabei.

    Wobei mir nicht ganz klar ist ob der Monitor auch von Kassette laden kann.

    Immerhin kennt der Monitor einen Ladebefahl:


    L : Loads a program or datas into the RAM memory (Load).

    L "filename",<device number (00-1F)>


    Falls jemand ein Programm als Audiofile hätte, dass ich dann auf Kassette mit einem Tapedeck überspielen könnte - ob das geht?


    Wenn das Programm als Hexdump vorliegt und entsprechend kurz wäre, könnte ich es u.U. auch über den Monitor eingeben und dann mit


    G : Runs a program at the given memory address (Go).

    G <memory adress>

    ausführen.

    Dagegen spricht allerdings dass z.Zt. nicht alle Tasten funktionieren - kriege ich aber hin ist auch noch so eine Baustelle.



    Bei meinen Recherchen bin ich noch auf einen interessanten RAM-Test gestossen:

    Die 32K RAM teilen sich ja in 2 Blöcke zu je 8x1-Bit-16k Chips auf.

    Vom Prinzip sind alle Pins der Chips für die oberen 16k mit denen der unteren 16k parallel geschaltet - mit Ausnahme der Selektions-Leitungen CAS0 und CAS1. Würde man die beiden CAS Leitungen vertauschen, hätte man die beiden 16k Blöcke Adressmässig vertauscht.

    Eventuell ist es sogar möglich den oberen 16k Block wegzujumpern, sodass man nur noch eine 16K Maschine hat.

    Das scheint mir ein machbarer Test zu sein, denn so könnte man eventuell defekten RAM in einen anderen Bereich verschieben.

    Im den Schaltplänen findet man hier

    http://www.zimmers.net/anonftp…rs/pet/2001N/320349-5.gif

    die Selektion der beiden RAM-Blöcke mittels der CAS0- u. CAS1-Leitungen. (etwa links Drittel im Bild)


    Die Erzeugung der CAS0 und CAS1 Signale findet man hier:

    http://www.zimmers.net/anonftp…rs/pet/2001N/320349-6.gif

    (Rechts im Bild).

    Wie man sieht gehen die beiden Signale durch je einen 27 Ohm Widerstand, d.h. man müsste die nur über kreuz anschliessen (und braucht keine Leiterbahnen trennen).


    Der Vollständigkeit halber hier noch ein paar Screenshots des Eingabepuffers $0200 - $0280 mit dem Versuch die Speicherzellen zu überschreiben.

    So sieht es aus wenn der Rechner längere Zeit aus war:


    Man sieht ab $0210 ein gleichmässiges Muster, welches ab $026C erstmalig gebrochen wird.

    Was mich bewogen hat die Zellen ab $0210 testweise zu überschreiben.


    Mit dem Ergebnis, dass $026F sich partout nicht überschreiben lässt und stattdessen Werte annimmt, die erst für die nächste Zeile ab $0270 gedacht waren.


    Ohne Screenshot: Bei weiteren Versuchen konnte ich nachvollziehen, dass alles was man in die Speicherzelle $0270 schreibt immer auch in der der Zelle $026F landet. Riecht das nicht etwas komisch?


    Werde als nächstes versuchen die beiden 16K-RAM Blöcke zu vertauschen.

  • Es gibt bei zimmers auch ein paar Diagnose Tools. Die könnten evtl. auch weiterhelfen.

    ( unter cbm - pet -utils )


    Bitte nicht auf die Geschichte mit dem RAM versteifen, das war ja nur, weil der Break da an einer Stelle aussteigt, wo die $0200 im ROM steht. Das kann auch alles mögliche andere sein.


    Eine wichtige Info wäre evtl. noch, welche Tasten genau nicht gehen, bzw. was das bedeutet - kommt gar nichts oder ein andere/falsches Symbol.



    Ansonsten: Ja man kann mit dem Monitor auch von Kassette laden. Dafür reicht es eigentlich einfach die Gerätenummer wegzulassen oder da eine "0" anzugeben. Die Floppy muß dort eine "8" stehen haben. Also L"name" für Tape und L"name",8 für Disk.



    Das C64 Tape könnte evtl. sogar laufen - das bekommt man auch im Netz raus - vielleicht kann es auch hier jemand bestätigen ?


    Aber nicht auf Verdacht anschließen, da reicht dann ein vertauschtes Kabel um weitere Sachen zu defektieren.

    Undbedingt vorher Kontakte abklären.



    Prinzipiell bekommt man auch Programme direkt auf Tape. Es gibt da Beschreibungen von Leuten, wie man das z.B. mit Audacity oder einem anderen Soundtool macht, also vom PC auf Audiotape. Wichtig sind Aussteuerung und Lage der Tonköpfe bei AufnahmeLaufwerk und Datasette. Früher(TM) hat man ja auch Kassetten direkt im Doppelkassettenlaufwerk kopiert - das ist also eigentlich unproblematisch ( wäre das, was ich zuerst probieren würde ).

    Es gibt aber auch Tools die etwa tap2wav heißen. Zusammen mit dem CompanionPrg winmtap. Damit kann man Tapefiles oder auch PRGs als Soundfile über den Rechner abspielen lassen und am Tapeport anlanden. Die modernen Varianten davon laufen auch auf Handy.



    Ach ja, und hier will der geneigte Leser natürlich schöne Bilder von der Doppel-Floppy sehen. :)


    Vielleicht holt das ja auch noch Leute mit weiteren Ideen dazu. Vielleicht sogar jemand, der das schonmal in ähnlihcer Form hatte oder mehr von PETs weiß. Momentan ist es ja doch bißchen Stochern im Nebel.

    -- 1982 gab es keinen Raspberry Pi , aber Pi und Raspberries

  • Vielen Dank.


    Das mit dem Speicher erschien mir zumindest als lohnenswerter Versuch.

    Ist inzwischen auch wieder zurück gebaut (mit neuen Widerständen).


    Z.Zt. sind 2 ROM-Sockel ausgelötet. UD6 und UD7, das müsste für den Adressbereich $C000-$CFFF und $D000-$DFFF sein, so wie ich das sehe müsste dort das Basic drin sein. Es müssen noch die Lötstellen versäubert und die neuen Sockel eingelötet werden. Leider habe ich nur 2 neue 24-DIL Sockel in meinem Fundus (sonst noch 2 ausgeschlachtete, aber dafür mit gedrehten Kontakten).


    Bei dem Floppy habe ich mich getäuscht, es ist wohl doch ein Original (hatte das oben aus der Erinnerung geschrieben).

    Es war nur in einem anderen Raum ziemlich weit unter anderen Kisten verstellt gelagert. Warum die Bleche vorne an den Seiten so umgebogen sind weiss ich nicht. Habs mal raus geholt und ein Bild gemacht:




    Nach einer Weile Kartons umschichten/durchwühlen habe ich sogar das passende IEEE-488 Floppykabel gefunden.

    Beim suchen habe ich auch in die C64 Kiste geschaut, es wären mindestens 2 C64, 2 Datasetten und 3 1541 Floppys vorhanden.

    Von denen ich aber nicht weiss ob die (bzw. das einzige Netzteil) noch funktionieren.

    Ein Monitor fehlt allerdings...

    Möglicherweise kann man mit dem C64 in einer 1541 Floppy ein Testprogramm auf Disk schreiben, welches der CBM 3032 lesen kann.

    Soweit ich weiss konnte man damals in die 1541 Floppy auch ein Toastbrot reinstecken und die hat da immer noch etwas raufgeschrieben :D.

    Womöglich kann man sogar die Doppelfloppy direkt an den C64 anschliessen?

    Wobei sich mir dann noch die Frage stellen würde wie ich vom PC (Linux) ein File in den C64 bekomme.

    Am sichersten und einfachsten erscheint mir daher die Audiofile auf Datasette Methode - ist ja nur für ein erstes Testprogramm.

    Für die Disketten Methode sind mir zu viele Unbekannte dabei (geht das 3040 überhaupt, das Floppykabel sieht etwas gequetscht aus...?).


    Als nächstes steht Sockel einlöten an.

  • Achso die Frage nach den nichtfunktionierenden Tasten:

    Da die ROMs gerade draussen sind kann ich es nicht ausprobieren.

    Es sind aber mindestens:

    "A"-, "Q"-, "!"- und die linke Shift-Taste.

    Es passiert einfach nichts, wenn man die drückt.

    Scheint mir ein Verschmutzungsproblem und/oder spröde abgenutzte Gummikontakte zu sein.

    Der Klang der alten CBM-Tastatur ist aber schon einmalig.

  • Kann der 3040 nicht auch mit "shift" "run/stop" automatisch die erste datei von kassette laden? falls andere tasten (insbesondere RETURN) das problem verursachen könntest du so zumindest mal ein einfaches monitor- oder basic-programm am c64 erstellen und dann am 3040 laufen lassen.

  • Zum Thema wiederaufbereiten alter Tastaturstempel hat Jeff (Hey Birt!) auf Youtube ein interessantes Video gepostet, was auch von Sven Petersen auf Twitter aufgegriffen wurde. Kurzfassung: die Stempel ca 24 in z.B. Ätznatron (Natriumhydroxid) oder Ammoniakreiniger einlegen, danach ca. 48h in Isopropanol trocknen (da das Natriumhydroxid und die Reiniger Wasseranteile haben, die durch den Alhohol vertrieben werden). Das bringt den Wiederstand der Stempel selbst aus dem hohen Kiloohmbereich wieder in perfekte <100-Ohm-Werte, ohne das herumfurwerken mit Beschichtungen oder den üblichen Herangehensweisen. Sven hat da sogar langzeittest angestellt und auch nach >3000 Tastenanschlägen steigt der Widerstand nicht wieder an.

  • Danke an zitruskeks für den Tipp mit der Tastaturreinigung - bis dato kannte ich nur die Grafitmethode.


    Die beiden ROMs $C000 und $D000 haben jetzt neue Sockel, dass der eine schwarz und der andere blau ist, sollte nicht weiter stören.

    Weiterhin habe ich nochmal das ganze Board mit einer starken Lupe unter hellem Licht auf schlechte Lötstellen und sonstige Macken abgesucht. Aber nix gefunden. Weil der Lötkolben sowieso gerade an war habe ich ausserdem den ganzen RAM und die nächsten paar Reihen an TTL ICs sicherheitshalber nachgelötet.

    Leider alles ohne Erfolg.

    Jetzt ist guter Rat teuer.


    In Verdacht sind nach wie vor der RAM und/oder ROM.

    Aber könnte es nicht sein, dass auch der bereits ausgetauschte 6522 Portbaustein einen Treffer hat und zu dem Verhalten führt?


    Welches Testprogramm würden mir die geneigten Mitforenten empfehlen?


    Weil ich dem 3040 Doppelfloppy nicht traue (hatte das noch nie an der Steckdose) wäre eine Version nicht schlecht die man per Datasette übertragen kann.

    D.h. es sollte als Tape-File vorliegen, sodass ich es ggf. mit einem der genannten Hilfsprogramme zu Audio konvertieren und auf Kassette spielen kann. Und natürlich müsste man es mit dem TIM-Monitor laden und starten können.

    Einen meiner C64 werde ich auch noch versuchen flott zu machen (meine Freundin hat noch einen alten TV mit Analogeingang übrig den ich als Monitor nehmen kann).

    Damit kann ich dann die Datasette testen und ggf. auch ein Test-Programm abtippen.

  • Hi!


    Zur Tastatur: Ich habe schon etliche CBM-Tastaturen komplett zerlegt und überholt- ohne jemals Graphit oder andere Methoden anwenden zu müssen.

    Einfach jeden Stempel mit Isopropanol + Wattestäbchen behandeln. VORSICHTIG, ohne viel Druck. Leiterplatte ebenso mit Iso abwischen -> fertig.


    Siehe unter anderem hier:

    CBM 8032-32B - Restaurationsthread


    Viele Grüsse,

    Matthias

  • Was braucht das Basic ? 2532 eprom ? Hast du die Möglichkeit ein Eprom zu brennen ?

    Oder du besorgst dir ne Aufsteckplatine für den Prozessorsockel mit RAM und (EP)ROM.


    Gruss Jan

  • Bei

    http://www.zimmers.net/anonftp…/pet/utilities/index.html

    gibt es auch unter http://www.zimmers.net/anonftp…tilities/diagtest1.d64.gz eine Diskette mit Tools, die ROM und RAM durchtesten. Es sind auch noch andere derartige Sachen dort zu finden. Bei dieser hier lassen sich aber die Tests auch einzeln starten. Du brauchst also eigentlich nur ein Variante, die Sachen auf den PET zu transferieren. Tape ? , s.o.


    Das ist zumindest wahrscheinlich einfacher, als jetzt überall mal auf dem Board herumzulöten.

    -- 1982 gab es keinen Raspberry Pi , aber Pi und Raspberries

  • Ringsrum ein gutes und besseres 2021!


    Leider bin ich nicht wirklich weitergekommen.

    Habe im Netz div. Reparaturberichte gelesen und auch hier das Forum durchstöbert in der Hoffnung, dass ich einen vergleichbaren Fall finde.

    Dann habe ich mich mit der Frage beschäftigt, wie ich Software (Testprogramm) vom Netz auf Kassette/Diskette bekomme. Dabei bin ich auf div. Adapterkabel (PC-Parallelport zu CBM-Seriell) gestossen, mit dem man eine 1541 Floppy am PC betreiben kann. Das scheint mir ein gangbarer Weg zu sein.


    Bei meinen Recherchen ist mir auch ein Datenblatt von den 4116 RAM-Chips untergekommen (war zwar von Motorola aber was solls). Dort fand ich in den Specs, dass die Versorgungsspannungen 10% Toleranz haben dürfen.

    Was mich daran erinnert hat, dass die -5V bei mir mehr als -5,1V waren - also ca. 20% ausser Spec.

    Weswegen ich den 7905 Regler durch einen neuen ersetzt habe (dabei neue Wärmeleitpaste aufgetragen und stilgerecht wieder angenietet). Hat zwar nichts gebracht, ausser dass es jetzt -5,07V sind.


    Dann hat es mich gefuchst, dass der Tastaturpuffer ab $0210 nach längerem Ausschalten immer ein gleichmässiges Muster aufweist, bis eben die eine Zelle $026F, die meist um ein Bit abweicht und sich auch nicht mit dem Monitor beschreiben lässt.

    Das hat mich bewogen die Adress- und Datenleitungen auf Durchgang bis zu den Pufferbausteinen 74LS244 zu prüfen.


    War zwar alles okay,

    aber schaut mal was ich entdeckt habe:


    Einer der RAM-Chips (UI 2) ist nicht original !

    Das ist mir zunächst gar nicht aufgefallen, trotz dass ich den Bereich nachgelötet hatte.

    Es würde auch die nicht so schönen Lötstellen erklären, die ich anfangs gefunden hatte.


    Statt der TMS4116-25 von Texas sitzt an einer Stelle ein D416C-3 von NEC.

    Der NEC ist zwar theoretisch kompatibel aber es ist ein Hinweis, dass mit dem RAM etwas nicht stimmt bzw. gestimmt hat.

    Deswegen ist der RAM jetzt wieder mehr in den Fokus geraten.

    Kennt jemand eine seriöse Quelle wo man die 4116 nachbestellen kann?

    Ich würde dann alle 16 austauschen und auf anständige Sockel verpflanzen.


    In der Zwischenzeit habe ich auch die Tastatur komplett zerlegt.

    Die Stempel mit den Kontaktgummis haben nach der "Hey-Birt!"-Methode die Nacht in einem Bad mit einer leichten Ammoniak-Lösung verbracht. Anschliessend ein paar Stunden in Spiritus um das NH3 zu kompensieren. Die Tastenkappen mussten in einer leichten Seifenlauge (Spülmittel) übernachten. Alles wurde gut abgespült und trocknet gerade.


    Den Monitor habe ich abgebaut und das Helligkeitspoti zerlegt, gereinigt und die Kontaktfedern vom Schleifer etwas gebogen, sodass sie besser auf die Kohlebahn drücken. Test steht noch aus, wenn die Tasten getrocknet sind. Übrigens sah das Monitor-Board noch ganz passabel aus.


    Ausserdem möchte ich mir ein paar Sachen zulegen:

    EPROM-Brenner (witzigerweise habe ich ein EPROM-Löschgerät) und eine gute Vakuum-Entlötstation (bis dato laboriere ich mit einer manuellen Ritsch-Ratsch Handpumpe u. Entlötlitze). Falls jemand Tipps/Erfahrungen hat...

  • Ich würde dann alle 16 austauschen und auf anständige Sockel verpflanzen.


    Damit machst Du dann aber viel vom Wert des Boards kaputt. Der Witz ist doch gerade, daß es noch so schön original ist !!

    Da lötet man doch nicht ohne Not Sachen runter oder zerschneidet Widerstände oder tauscht Sockel, die man evtl. auch erstmal säubern kann.


    Das RAM Bausteinchen da hat v.a. eine andere Geschwindigkeit, als die ganzen Original-RAMs. Wenn ich das richtig deute zumindest. 300ns vs. 250ns.

    Wenn man sich also aufs RAM versteifen mag, dann sollte man da ein einzelnes gleichschnelles Bausteinchen einsetzen und die anderen nicht anfassen.


    Wenn Du zudem eh einen EPROM Brennen haben willst, dann ist prinzipiell ja schon auch das Thema Softwaretransport klar - dann kannst du nämlich einfach mal Testsoftware in ein EPROM Brennen und von da direkt starten. Die freien Sockel sind beim PET ja schon da.

    RAM Tasts gibt es, ROM Tests gibt es, eine ganze Systemtest Suite ist oben verlinkt.


    Am Ende wird es wieder nur so ein komisches 74xxx Gatter Chipchen sein, was da Ärger macht. Und bis Du das it der Durchwechselmethode findest, hast Du dann alles am Board mal ausgelötet und das Teil ist überhaupt nicht mehr "echt" ( gegen gezielt nachweisliche defekte Teile tauschen hat ja niemand was ).



    Ich würde z.B. auch mal abwarten, was die Tastatur sagt, wenn sie wieder dran ist. Wenn dann nämlich immer noch Tasten nicht gehen, kann man da auch gezielter schauen. Tastaturmatrix anschauen, als einzelne Schaltplanbild bei zimmers zu finden.

    Von den defekten Tasten die Du genannt hattest, lagen zumindest drei schonmal auf einer Line. Return aber auf einer anderen.


    Und dann ist das Board immer noch dreckig und ungewaschen ...

    Dazu folgende Story: Ich hatte hier eine SUN, die hat auf einmal nur noch violett-stichige Bilder gezeigt. Nach langem Softwareprobieren und auch Tests, die alle gut durchliefen und OK waren, habe ich dann doch aufgebaut und geschaut: ein kleine freche Herbstspinne hatte sich im Bereich des DAC Chips auf dem Grafikboard ein Netz gebaut und so geschickt Chip Beinchen verbunden, daß da irgendwelche Ströme flossen, wo sie nicht sollten. Nach Einsatz eines kleinen Staubsaugers, war alles wieder OK.

    ( PS: die Spinne habe ich nicht "gesaugt", nur das Netz, man will ja auch sein Karma nicht unnötig schädigen )

    ( PPS: ich denke nicht, daß das hier ein Grund ist, trotzdem will man sowas ausgeschlossen haben; und bis der EPROM Brenner da ist, kann das Board ja schön druchtrocknen ).


    Ansonsten sollte, wenn das Keyboard wieder dran ist, evtl. mal Toast_r einen Blick drauf werfen ? Und dann zwei richtige Fragen stellen und schon ist's geklärt ...

    -- 1982 gab es keinen Raspberry Pi , aber Pi und Raspberries

  • Wie bereits weiter oben geschrieben... wieso gönnst du dir denn nicht einfach eine 6502 RAM/ROM Platine ? Diese kann man einwandfrei zum testen oder zum Dauerbetrieb nutzen. Wenn ich das Recht in Erinnerung habe, wurden damit hier schon viele defekte Pets wieder zum Leben erweckt bzw, es wurde der Fehler diagnostiziert. Oder aber lass dir einfach von jemandem ein 2532 Eprom brennen mit dem Basic Interpreter dump. Ich habe keine Eproms mehr da, sonst hätte ich es schon angeboten.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass es am RAM liegt. Dann würde der Rechner erst gar nicht bis ins Basic starten !


    Gruß Jan

  • Naja die Not ist ja da - er funktioniert nicht so richtig.

    Und viele Lötstellen sahen unter der Lupe wirklich nicht gut aus - auch solche die noch unangestastet waren.

    Lötzinn - insbesondere das alte Bleihaltige - ist eben spröde und dehnt sich mit Temperaturschwankungen aus bzw. zieht sich wieder zusammen. Man denke daran, dass die alten ROM- und RAM-Typen gut auf Temperatur kommen. Auf Dauer wird das brüchig. Schlechte Lötstellen sind meiner Erfahrung nach eine der häufigsten Fehlerursachen überhaupt vor allem bei alten Geräten. Und man kann sie beheben bzw. präventiv länger haltbar machen. Daher sehe ich im Nachlöten kein grosses Manko - dazu habe ich in meinem Leben schon zuviel gelötet.


    Die RAMs würde ich natürlich nur wechseln, wenn sie auch sicher defekt sind.

    Übrigens scheint es bei den NEC-Chips so zu sein, dass je höher die Zahl nach der Typenbezeichnung, desto schneller.

    Anders als bei den meisten wo die Zahl einen Hinweis auf die ns gibt, z.B. -25 = 250ns. Dennoch scheinen die -3 NECs etwas langsamer als die -25 von Texas zu sein.

    D416_speeds.png

    (Auszug vom NEC Datenblatt)


    Da der Rechner sowieso keine Museums-Qualität hat und wohl auch nie haben wird, würde es mich nicht stören, wenn hier und da ein paar Chips durch neuere oder Ersatztypen ausgetauscht wären - solange der Rechner einigermassen so funktioniert wie früher.


    Wie bekomme ich die Platine richtig sauber?

    Mehrmals habe ich die schon mit Leiterplatten-Reiniger behandelt, vorne am Sprühkopf ist ein kleines Bürstchen mit dem ich die Platine schon wiederholt nass abgebürstet hatte. Unter die Chips kommt man eh nicht so richtig. Im Netz habe ich gesehen, dass einige ihr Board in die Spülmaschine gestellt haben. Das wäre aber etwas wo ich, im Gegensatz zum Chip-Wechseln, bedenken hätte.

    Nicht das die Elkos Wasser ziehen oder die Sockel innen rosten.


    Meine grösste Hürde ist z.Zt. das mit dem Testprogramm.

    Weil ich nach wie vor keine Möglichkeit habe Daten rein zu transferieren.

    Im CBM User Manual für die PETs von 1979 ist weiter hinten eine kleines Testprogramm, dass man nur mit dem Monitor eintippen kann.

    Es macht zwar nix anderes als den Zeichensatz auf den Bildschirm zu bringen - aber immerhin.

    Wenn die Tastatur wieder geht, da bin ich recht zuversichtlich, werde ich das ausprobieren.

    Auch wenn der Rechner noch nicht richtig geht und es nicht wirklich bei dieser Fehlersuche helfen wird, ist es doch etwas das ich mit dem Rechner schon mal machen kann ;-).


    @Jan

    Danke für das Angebot.

    Was für eine 6502 RAM/ROM Platine ist das?


    Eventuell wohnt ja jemand in der Nähe (Unterfranken), der über Testequipment verfügt und bei dem man auf einen Kaffee mit dem CBM unterm Arm vorbei kommen könnte - sofern es die Situation erlaubt.

  • (bis dato laboriere ich mit einer manuellen Ritsch-Ratsch Handpumpe u. Entlötlitze). Falls jemand Tipps/Erfahrungen hat...

    ...ich kann Dir empfehlen auf die Spitze Deiner Handpumpe ca. 1cm Silikonschlauch zu setzen - dichtet besser ab und Du kannst nach dem Aufheizen mit dem Lötkolben die Wärme besser isolieren. Fazit: Funzt besser und Du bekommst das alte Lot besser raus!


    :)Franky

  • Kannst Du evtl. mal noch ein "M C50E C52B" machen ??

    Und hier posten was kommt ? Insbesonder was in Adresse C51C steht, könnte evtl. interessant sein.



    Ansonsten - schön, daß das Keyboard gut geht. Das spricht an sich auch für zwei weitere, zumindest in wichtigen Teilen, intakte Chips. Nämlich die beiden, die die Keyboardwerte auslesen.

    -- 1982 gab es keinen Raspberry Pi , aber Pi und Raspberries

  • Franky

    Vielen Dank für den Tipp, den kannte ich noch nicht - in diesem Forum habe ich in kurzer Zeit bereits relativ viel gelernt.

    ...muss wohl noch mehr lernen - der grosse CBM-Kenner bin ich nicht.

    Das mit der Entlötstation habe ich übrigens umgehend geknickt, nachdem ich die Preise für Markenware (Ersa, Weller) gesehen habe.



    Das mit der Tastatur hat richtig gut geklappt, alle Tasten gehen ausnahmslos wie Butter - d.h. bei der RUN/STOP-Taste weiss ich es noch nicht. Vor dem Wiederzusammenbau habe ich wenigstens stichprobenartig eine gute Handvoll Kontakte an unterschiedlichen Punkten der Matrix mit dem Multimeter gemessen und bin auf Werte von ca. 60 Ohm bis ca. 80 Ohm bei gedrückter Taste gekommen. Wenigstens die Kontaktseite der Tastaturplatine war nach Reinigung richtig shiny - praktisch wie neu.

    Auch die Gummikontakte an den Tastenstempeln sahen nach der Behandlung passabel aus - wenn auch nicht neu.


    Mit dem Helligkeitspoti vom Monitor hatte ich weniger Glück, es wackelt jetzt zwar deutlich seltener, hat aber immer noch gelegentlich Aussetzer. Direkt ans Poti waren zwei Elkos gelötet. Was ich zunächst als Reparaturversuch eines Vorbesitzers abgetan habe, weil es so nachträglich rangeflickt aussah, aber dennoch erstmal belassen habe, entpuppte sich später als "Leuchtpunktunterdrückung". Ist zwar so nicht im originalen Schaltplan zu finden, aber im Nachbarthread "Commodore Benutzer Club Info-Dienst" sind alte Dokus eingestellt worden. Dort findet man in "Commodore Klubmitteilungen 2-1" auf Seite 3 unter "DIVERSES" dass zur Leuchtpunktunterdrückung ein Elko parallel zum Poti eingebaut werden kann- vermutlich soll es dazu sein.


    Verglichen mit dem Mainboard sieht die Monitorplatine direkt gut aus.

    Auf der Bestückungsseite waren für ein Gerät mit Bildschirmröhre die üblichen HV-bedingten Staubablagerungen (mit Pinsel und Staubsauger grob entfernt) aber nix was schlimm o. unerwartet aussieht.

  • Vielleicht ist das ja schon das komplette Rätsel, daß da das ROM einen Hieb hat.

    Die vermutete Speicherstelle ist zwar gleich ($B4 soll da drin stehen), aber rundherum gibt es zumindest zu dem BASIC ROM, was ich hier habe ein paar Abweichungen.



    das da oben ist das ROM, was ich im Emulator habe, und das



    ist das was der Disassembler zu Deinem Teil da sagt. Da gibt es zwei Abweichungen, die auch nicht sinnvoll aussehen.


    edit: Es erklärt nur irgendwie auch nicht sinnvoll, warum der dann bei seinem Abbruch Standard (C4D3) landet. Wenn er bis zu dem SEI kommt, sollte man eher erwarten, daß er "freezed" oder sowas.

    -- 1982 gab es keinen Raspberry Pi , aber Pi und Raspberries

    Edited 2 times, last by ThoralfAsmussen ().

  • ThoralfAsmussen:

    Vielen Dank für deine Bemühungen, der ROM ist inzwischen wieder mehr in den Fokus gerückt, siehe weiter unten.


    Der Vollständigkeit- und Interessehalber erst noch ein paar Bilder:

    CRT-Platine


    Helligkeitspoti, die Elkos waren schon vorher so dran


    Keyboardplatine



    Dann zu meiner Schande - Asche über mein Haupt:

    Ich habe nie wirklich einen Temperaturtest der Chips gemacht.

    Zwar hatte ich schon bemerkt, dass einige sagen wir deutlich warm werden aber mir keine weiteren Gedanken gemacht - sind ja alte Chipdesigns mit entsprechend schlechtem Wirkungsgrad (vermutlich u.a. Schaltzeitenbedingt).

    Habe es aber nachgeholt:

    Alle Hilfslogik-Chips, also die TTLs, bleiben auf "normaler" Temperatur, werden allenfalls leicht Handwarm.

    CPU, RAM, IO und ROMs dagegen werden merklich wärmer bis richtig heiss.

    Mit einem IR-Thermometer habe ich versucht die Temperaturen zu messen (okay schätzen).

    Die RAM-Chips (auch der ausgetauschte NEC) werden Handwarm, so wie man sich die Temperatur beim Händewaschen wünschen würde, um die 34°C.

    IOs und CPU liegen so bei 45°C bis guten 50°C, die CPU u.U. etwas höher.

    Die ROMs werden aber richtig heiss.

    Maximum hatte der UD 9 ($F000) mit Spitzentemperaturen von 60.5°C (kommt etwas drauf an in welchen Abstand man das Thermometer an welcher Stelle gehalten hat), da zieht man nach kurzer Zeit den Finger zurück.

    Zweitwärmster war der UD 6 ($C000) mit um die 55°C, die anderen beiden UD 7 u. 8 ($D, $E) waren mit um die 50+x°C noch gut dabei.


    Nachdem die Tastatur wieder gut geht, habe ich noch Versuche unternommen einfache Maschinen-Zweizeiler einzutippen.

    Dabei habe ich aber auch Schiffbruch erlitten. Nach dem G (Go $xxx) Befehl kam zwar meist wieder der TIM zurück, aber ohne das zu machen was er sollte. Insbesondere war es nicht mehr möglich das Programm mit dem TIM zu "listen".

    Sprich Maschinenprogramm ab $033A eingegeben, direkt anschliessend Speicherzellen verifiziert (z.B. mit M 0330 034F) - noch alles okay.

    Dann Ausführungsversuch mit G 033A, Programm wird vermeintlich ausgeführt (Screen wird kurz dunkel) kommt aber wieder in den TIM zurück ohne was sichtbares gemacht zu haben. Wenn man nun wieder mit M 0330 034F versucht den selben Speicherbereich anzuzeigen werden wider erwarten Speicherzellen im $Exxx oder $Fxxx Bereich angezeigt, so als ob der TIM nicht mehr richtig wollte.

    Werde versuchen das morgen etwas genauer nachzuvollziehen.

    Edited 2 times, last by edrive ().

  • Wie bekomme ich die Platine richtig sauber?

    Mehrmals habe ich die schon mit Leiterplatten-Reiniger behandelt, vorne am Sprühkopf ist ein kleines Bürstchen mit dem ich die Platine schon wiederholt nass abgebürstet hatte. Unter die Chips kommt man eh nicht so richtig. Im Netz habe ich gesehen, dass einige ihr Board in die Spülmaschine gestellt haben. Das wäre aber etwas wo ich, im Gegensatz zum Chip-Wechseln, bedenken hätte.

    Nicht das die Elkos Wasser ziehen oder die Sockel innen rosten.


    Ich hab mittlerweile diese Methode, auch wenn ich mit einem Ultraschallreiniger liebäugele: Gründliches Einsprühen mit einer ca. 1:15 Mischung aus Koch Chemie Green Star Universalreiniger.Das ist ein alkalischer Reiniger, völlig phosphat- und lösungsmittelfrei. Aufsprühen und schon sieht man den Siff herabtropfen. Kurz einwirken lassen, ggf. mit einem Pinsel den Dreck agitieren. Dann mit heißem Wasser abbrausen. Dadurch erwärmt sich das zu reinigende Teil und die Trocknung wird beschnleunigt. Das Wasser ein paar Minuten abtropfen lassen. Falls immer noch Dreck zu sehen ist: nochmal einsprühen, nochmal abbrausen.

    Nachdem das meiste Wasser abgetropft ist wird alles richtig gründlich mit Isopropanol eingesprüht. Das verdrängt das Wasser, auch aus kleinsten Ecken und dient als Trocknungsagent. Wenn man viel Iso hat, kann man das auch in einen Container füllen und das Objekt komplett darin baden, abtropfen lassen, evtl das meiste Iso mit Küchentuch abtupfen und den Rest macht eine Trocknung mit dem Haarfön. (Ordentlich Lüften nicht vergessen!)

    Poties werden danach mit T6-Oszillin behandelt. Danach noch eine Nacht ruhen lassen, um ganz sicher zu sein.


    Damit hab ich meine Vectex (inkl. Röhre), ein ganzes Chassis eines Sony KV29X2D, mein PET, ein Philips 8802, ein Commodore 1084, diverse VGA Monitore, meine ganze Sega-Reihe von Master System über Sega CD, 32x bis zur Dreamcast, mein Neo Geo, Lynx, Game Gear, Atari VCS, Sony PVM-1440QM wurden so gereinigt. Laufen alle noch. Beim Duschen von Röhren nur drauf schauen, ob der DAG wasserlöslich ist. Bei der Vectrex war er es und einige kahle Stellen waren das ERgebnis, aber alles konnte mit entsprechendem Spray wieder 100% original wiederhergestellt werden.



    Hier ein paar Vorher-Nachher Bilder noch bevor angefressene und korrodierte Stellen mit Essig und oder Glasfaserstift gereinigt wurden. (Und danach erneut alles abgespült und mit Iso getrocknet wurde) Also nur die Dreckbeseitigung.





  • Vielleicht magst Du den Beitrag mit den Bildern auch mal noch als extra Thread einstellen. Irgendwo, wo man den auch findet, wenn man nach "Platinen säubern" sucht.

    Die Ergebnisse sind auf jeden Fall eindrucksvoll. Ich würde ja vermutlich vor dem Isopropanol noch einen Waschgang mit destilliertem bzw. entionisierten Wasser machen (als Autozubehör erwerbbar).

    -- 1982 gab es keinen Raspberry Pi , aber Pi und Raspberries

  • Hier ein gescheiterter Versuch ein kleines Maschinensprache-Programm mit dem TIM einzugeben und auszuführen.

    Es handelt sich um ein Progrämmchen, dass den Zeichensatz auf dem Bildschirm ausgeben soll.


    Man findet das Programm als Beispiel in den "Commodore Klubmitteilungen 2-1" auf den Seiten 12 u. 13, pdf siehe hier im Nachbarthread:

    Commodore Benutzer Club Info-Dienst


    Oder das selbe Beispiel auch 1:1 in dieser Anleitung:

    "CBM_Models_2001-16,_2016N,_2032,_2032N_and_3016,_3016N,_3032_&_3032N.pdf" auf Seite 98.

    Die kann man bei Zimmers finden:

    http://www.zimmers.net/anonftp…bm/manuals/pet/index.html


    Das Programm soll den Speicherbereich $033A bis $034B belegen.


    Im 1. Bild sieht man oben den Speicherzustand nach Einschalten des Rechners.

    In der Mitte wird der selbe Speicherbereich nochmals abgerufen und das Programm eingegeben.

    Die nachfolgenden Zellen habe ich mit 00 aufgefüllt.

    Unten zur Verifizierung abermals der Speicherbereich.

    Leider nicht auf dem Bild ist das anschliessend eingegebene G 033A.

    Nach dem Versuch mit "G 033A" das Programm aufzurufen hat sich der Rechner hoffnungslos aufgehängt.

    Der Rechner musste neu eingeschaltet werden, auf dem Bildschirm ist nix passiert.


    Dann hier ein 2. Versuch:

    Im oberen Teil Programmeingabe und anschliessende Verifizierung.

    Dann mit "G 033A" das Programm ausgeführt.

    Diesmal hat sich der Rechner nicht ganz aufgehängt, sondern kam in den TIM zurück (ebenfalls ohne etwas auf den Schirm zu zaubern).

    Wobei der PC seltsamerweise auf $4436 stand.

    Anschliessend nochmals versucht den Speicherbereich anzuzeigen.

    Mit dem Effekt, dass nicht nur ein völlig falscher Speicherbereich angezeigt wird, sondern auch nur eine Zeile ausgegeben wird (statt wie oben 3).


    Ansonsten habe ich mir heute bei Reichelt einen EPROM-Brenner bestellt und in der Bucht ein paar EPROMs.

    Bis die Sachen eintreffen werde ich mich nochmals an das Helligkeitspoti machen und einen Reset-Taster provisorisch nachrüsten.

  • Das sieht auch irgendwie komisch aus. Wundert mich, daß das in solchen Zeitschriften unkorrigiert drinsteht, aber vielleicht gings ja.


    Der erste Befehl ist gleichmal seltsam. Der springt irgendwie ins undefinierte Nirgendwo. $04f2 ist doch wohl schon BASIC Speicher.



    Laut dem PET Buch liegt die Routine für CRLF auch ganz woanders.

    Man kann das aber auch einfach weglassen und das Programm da einfach mit "G 033D" starten, dann sollte es eigentlich schon gehen.



    Mit CRLF müßte man im Fall von BASIC 2 die ersten 3 Bytes ( ab $033A ) ändern in

    033A 20 DE C9 ...

    und für BASIC 4 in

    033A 20 DB BA ...

    -- 1982 gab es keinen Raspberry Pi , aber Pi und Raspberries

  • Vielen Dank ThoralfAsmussen.

    Habe beide Methoden erfolgreich ausprobiert - top!


    Im Bild sieht man oben den verschobenen Einsprung und unten mit dem modifizierten Code mit der originalen Einsprungadresse.

    In beiden Fällen kam wieder der TIM zurück und der Zeichensatz wurde ausgegeben.

    Scheint wohl so, dass tatsächlich die Literatur falsch ist und einer vom anderen ungeprüft abgeschrieben hat.

    Dann sind ja wenigstens zumindest Teile vom ROM okay.

  • Interessant! Demnach sollten wohl das Edit-ROM und die CPU soweit in Ordnung sein, ebenso die Tastatur samt Interface. Im nächsten Schritt würde ich ein kleines Maschinensprach-Programm schreiben, das einfach nur Speicher mit bestimmten Bitmustern (z.B. eben dem Zeichensatz) füllt. Dann siehst Du ja, ob das funktioniert oder ob der Rechner irgendwo abstürzt bzw. falsche Speicherinhalte produziert. Wenn er nicht abstürzt, dann würde ich den Fehler im BASIC ROM vermuten (soweit ich weiß versucht der Rechner ja nach "Enter" die Basic-Zeile zu parsen und als Mnemonic im Speicher abzulegen). Findest Du hingegen auch mit Deinem Maschinensprach-Programm ein Problem, dann hast Du den Fehler zumindest auf einen bestimmten Speicher-/Adressbereich eingegrenzt.