Commodore PC 10 II: Ersatz eines der beiden Chinon FZ-502 gegen ein 720kB NEC FD1037A

  • Hi @all,
    hi Toast_r


    mein Commodore PC10 II ist mit 2x Chinon FZ-502 bestückt. Läuft.

    Stand ist:

    - ungedrehtes Kabel

    - A:\ {FZ-502} Jumper auf TERM und Jumper auf DS 0

    - B:\ {FZ-502} Jumper auf TERM und Jumper auf DS 1


    Ich möchte nun eines der beiden (A:\) gegen ein 720k-Laufwerk NEC FD1037A tauschen.


    A:\ {FZ-502} ist nun also gegen das 720k getauscht. Kabel PIN 1 ist korrekt gesteckt.

    DOS3.3 bootdiskette ist ok.

    Funzt aber nicht. Meldung: " ...floppy bad".

    Auch bei Betrieb nur des 720k LW´s (und natürlich 8er DIP Schalter entsprechend auf "Anzahl Laufwerke = 1" gesetzt) klappts nicht. "Floppy bad".


    Ideen? Was mache ich falsch?

    Danke,
    Eckhard



    pic aus 2015;Commodore PC 10 III

  • Eckhard

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  • Ich denke der PC erwartet ein 360 KB Laufwerk. Von 720 KB/3.5" wird das Booten wohl nicht klappen, außer man kann explizit per Jumper/DIP Schalter dieses Format auswählen.

    Mögliche Abhilfe:

    - Ein 360 KB Bootdisk Image zB mittels Imagedisk auf eine 3.5" Disk schreiben. Davon solltest Du dann booten können.

    - Das 3.5" Laufwerk als B: anschließen. Auf der 360 KB Bootdisk kann mittels Driver.sys oder Drivparm (in der Config.sys) dann ein 720 KB/3.5" Laufwerk B: eingerichtet werden.

    • Official Post

    Von einem 720KB Laufwerk booten ist erstmal garkein Problem.

    Das PC-BIOS lädt einfach den ersten Sektor von Spur 0 (Bootsektor) und übergibt die Kontrolle dahin.

    Das funktioniert nur dann nicht, wenn der Bootsektor nicht im erwarteten Format (MFM 250kbit/s) kommt.

    Das Problem muß also woanders liegen.

    Ist das 3,5" Laufwerk auf DS0 gejumpert?

    Das Laufwerk wurde sicher zuvor in einem anderen Rechner erfolgreich getestet, oder?


    PS.: TERM sollte nur bei einem Laufwerk aktiv sein, vorzugsweise bei dem am Kabelende.

    Bei Laufwerken, die weder einen Jumper dafür, noch herausmehmbare Abschschlußwiderstände haben. ist das immer aktiv.

  • moin Toast_r ,

    Danke für Info.

    Das 720k Laufwerk funktioniert- aktuell getestet in einem IBM XT - , hat aber soweit erkennbar keine Möglichkeit zum jumpern.

    "...bootsektor im erwarteten MFM 250 kbit/sec..." bedeutet was?

    Und "Kabelende " heißt physisch das letzte im Strang, oder kann das auch irgendwo an einen Pfosten am Kabel liegen, Hauptsache terminiert?

    LG

    Eckhard

    • Official Post

    Das 720k Laufwerk funktioniert- aktuell getestet in einem IBM XT - , hat aber soweit erkennbar keine Möglichkeit zum jumpern.

    Wenn das Laufwerk keine jumper hat, wird es PC-typisch fest auf DS1 eingstellt sein.

    Für den Betrieb im Commodore PC bedeutet das, daß es ohne weitere Änderungen nur als Laufwerk B: verwendet werden kann.

    Eine Änderung auf DS0 ist bei manchen Laufwerken noch über Lötjumper vorgesehen.

    Falls die auch ncht vorhanden sind, kann man evtl. durch auftrennen der DS1-Leiterbahn und herstellen einer DS0-Verbindung mit Fädeldraht auf der Laufwerksplatine zum Ziel kommen.

    "...bootsektor im erwarteten MFM 250 kbit/sec..." bedeutet was?

    Dabei geht es um das Aufzeichnungsverfahren auf der Diskette.

    MFM ist die Kodierung. Die ist bei allen PC-Formaten MFM. Somit kein Problem.

    250kbit/sec ist die Bitrate. Beim PC kommen je nach Diskettenformat unterschiedliche Bitraten vor.

    Zusammengefasst bedeutet das, daß der PC/XT von 5,25" 360kB und 3,5" 720kB Disketten in den entsprenden Laufwerken booten kann.

    Und "Kabelende " heißt physisch das letzte im Strang, oder kann das auch irgendwo an einen Pfosten am Kabel liegen, Hauptsache terminiert?

    Die sauberste Lösung ist, die Terminierung im Laufwerk am Ende des Kabels zu aktivieren.

    Funktionieren tut das bei den Kabellängen normalerweise aber an beliebiger Position.

    Wirklich interessant wird das gewöhnlich bei Kabellängen so etwa ab 1,5m.

    • Official Post

    ...achso

    In einem Beitrag link oben vom 23 September 2015 hat Verfasser von einem Stephan both offensichtlich erfolgshilfe in einem praktisch gleichgelagerten Thema bekommen.

    Weiß jemand mehr darüber?

    Dort ging es, wenn ich das jetzt richtig sehe, um den PC10-III.

    Bei dem ist die Sache nochmal anders gelagert, da das MOTOR ON Signal fehlt.

  • Moin

    fanhistorie

    also weder läuft vgacopy auf meinem Carry I, ist ja auch ein 8088er mit 2x 720k Disketten, noch auf einem "modernen" DOS 6.22-WYSE 7010 mit angeschlossener USB-FDD.

    format b: /F:360 /S oder format b: /T:80 /s:9 unter DOS33 auf dem Commodore (a:\ ist das eine 5,25´´ 360k Laufwerk darin, von dem gebootet wurde) bringt auch nichts. Bei "nur" format b: beginnt das Formatieren, hängt dann aber bei Spur Null.

    Ich weiss jetzt nicht mehr weiter, wie man denn nun - und vor allem mit welcher PC Architektur - man 3,5´´ Disketten auf 360k formatiert.

    • Official Post

    Ich habe in den Untiefen meines Archivs gerade noch das hier gefunden:


    Hat das Laufwerk einen DX-Jumper?

    • Official Post

    Ich habe mir mal eben den Schaltplan des Commodore PC (-II) angesehen.

    Demnach ist auch bei dem das MOTOR ON Signal nicht beschaltet. :(

    So klappt das nur mit Laufwerken, die damit auch umgehen können - was bei den meisten nicht der Fall ist.


    Als Einfach-Lösung würde erstmal eine Verbindung von DS0 (Pin10) zu MOTOR ON (Pin16) am Shugart-Bus der NEC Laufwerks gehen.

    Das sollte man aber gut dokumentieren, denn wenn das Laufwerk mal an einem anderen Rechner verwendet werden soll, würde das ziemlich sicher Probleme verursachen.

  • Toast_r

    Ok, danke für die ausführliche Rückmeldung. Die von dir angegebene Quelle habe ich auch vorhin entdeckt- und den DX Jumper entsprechend gewechselt auf DS0. Hilft aber alles nix.

    Eh ich aber ein LW finde, was den von dir genannten Bedingungen folgt, und ehe ich Modifikationen am 720k LW vornehme, werde ich das Projekt wohl auslaufen lassen.

    Bleibts eben bei 2x 360k 5.25 Zoll im commodore pc.

    Allen unterstützenden auf jeden Fall vielen Dank!!

    👌👌

    Grüße

    Eckhard

  • Guten Tag

    Eckhard


    Warum denn jetzt schon die Flinte ins Korn schmeißen,, bin erst am überlegen, wie ich ggf dich kurzfristig unterstützen kann, ohne große Umbaumaßnahme an meinen aktuellem Aufbau


    Kurzfristig könnte ich für die weiteren Versuche eine, oder mehrere benötigte 3,5 Zoll Diskette DD (abgeklebte HD Diskette) auf 360k mit VGAcopy oder Winimage erstellen auf einem 3,5 1,44 Diskettenlaufwerk, aber diese aktuell nicht überprüfen bzw. verifizieren


    Aber ich denke, vermute

    dies ist nicht das Hauptproblem,

    denn so wie du schriebst, das Laufwerk wird ja erkannt, format startet ja auch,


    Nächster Schritt wäre, wenn mit der 5,25 gebootet wird, dann zugegriffen auf die 3,5. formatiert als 360k

  • Bei 3,5" Disketten funktioniert das so leidlich, da ist der Unterschied zwischen DD und HD nicht so groß.

    Richtig drauf verlassen kann man sich aber natürlich nicht.

    auf diese idee kam ich vor jahrzehnten auch mal,

    hat aber nie zuverlässig funktioniert.


    die hd disketten haben auch eine dunklere material beschichtung.


    gruß

    helmut

  • ich noch einmal:

    habe tatsächlich 2D Disketten, 3.5 Zoll, in einem 720k Laufwerk auf 360k formatieren können, simpel mit

    Format a:/ S.

    Verwendete Hardware ist ein escom xt mit einem 360k 5.25 Zoll, b:/, und einem DOS33 drin, und eben dem 720er 3.5 Zoll, a:/. Booten von a:/, diskcopy b: a:, fertig.

    Die "neue" 3.5 er 360k bootet jedenfalls einwandfrei im XT.

    LG Eckhard

  • Guten Tag

    Eckhard


    Vermutlich kommt dann aber bei den nun verifizieren Boot-Disketten im XT bei Einsatz in den PC10 "boot failure"


    Damit wir aber weiterkommen bzw für die evt. Verifizierung habe heute nebenher je einen Satz von Version PC10 3.2, einen Satz IBM 3. 2 und zusätzliche eine Diskette 2.11 soweit unter 3,5 360k erstellt,


    Sind soweit alle bootfähig bei einem PC,


    für die Überprüfung unter einem XT muss ich kommende Woche umbauen, bzw. erst aufbauen


    aber ich vermute stark, so wie auch in anderen Beiträgen beschrieben das keine der Disketten im XT funktioniert,

    wobei man auch unterscheiden sollte, ob intern oder extern angesteuert wird

  • Hab ich damalsTM öfter gemacht. Bei mir hat’s funktioniert, aber halt meist als Sicherheitskopien von DD-Originalen und das in HD-Laufwerken.

    ich meinte hd abkleben und als dd benutzen.

    funktionierte bei uns eigentlich damals nie.

    habe tatsächlich 2D Disketten, 3.5 Zoll, in einem 720k Laufwerk auf 360k formatieren können

    das geht immer.


    gruß

    helmut

  • ...wird wohl so sein, für mich wars ein erfreuliches Gefühl

    wenn du zeit hast und eine hd diskette hast,

    dann bitte die abkleben, wie eine dd und dann auch mal als z.b. 360k formatieren

    und dann testen ob sie geht, bitte dann auch mal nach ein paar tagen testen.


    nun sind ja viele jahrzehnte vergangen, ich bin aber der meinung, das es nur probleme macht.


    gruß

    helmut

  • Guten Morgen

    Eckhard


    Zwar schade, aber verständlich


    gpospi

    Da immer mal wieder ab welcher Version der Parameter Drivparm einsatzbar sei, fand ich dies im manual zu englischen 3.2,

    (wobei ich mal annehme das dies auch bei der deutschen Version 3.2 so zutrifft),


    Auch bei der nicht Bootfähigkeit der MS-Dos Boot-Disketten sind wir einer Meinung, interessanterweise (soll) funktioniert dies mit concurrent Dos, (wobei ich bei welcher Revision dies auch erst verifizieren muss, da sieht man halt auch die direkte Abstammung, wobei auch dort wieder unterschiedliche #Aussagen interner, externer Controller vorkommen


    Abschliessend

    Also wäre dann folgender Eintrag fur ein 720k folgendes anhand dem Manual, zwar nicht Bootfähige, aber doch read /write


    Drivparm= /d:1 / f:02