Vom 8032 zum MMF 9000 - ein Thread mit (hoffentlichem) Happy End! :)

  • Wieso nicht? Ich habe Vice unter Win10 und Win11 im Einsatz.

    Gute Frage. Vice läuft auf diesem Rechner nicht, seitdem ich ihn habe- 2018. :(


    Mit dem Allestester kann man das leider nicht testen. Der kann nur testen, ob die Chips eindeutig kaputt sind und nicht, ob sie nach Specs ok sind. Weil er sie nicht nach Specs testet. Also keine Garantie, dass die wirklich ok sind.


    Das ist hier genau so ein Fall, wo der Tester nicht weiterhilft.


    Und wie Ritchi schon sagte, "getunte" China-Chips kann er in der Regel auch nicht erkennen.

    Dann überschüttet mich mit Leih-4164ern, holde Mitforisten!

    Ich kann nur sagen, dass sich das Fehlerbild in OS/9 kein Quäntchen ändert- egal, welchen der insgesamt 16 4164 ich wo reinstecke.


    In Summe ist mein Latein zumindest temporär am Ende.

  • Immer die gleich Adresse und die gleiche Bit-Kombination? 0xF4 anstatt 0xF6?

    Nein, dieses Fehlerbild hatte ich doch nur im RAM-Test im normalen 6809-Modus, wenn ich alles mit den TI-RAMs vollgemacht hatte.


    OS/9 verhält sich immer gleich- hängt also immer nach kurzer Zeit ohne Tasteneingaben. Und zwar unabhängig davon, welche RAMs drin stecken.

  • Der Kühlkörper sieht aber doof aus!

    Da kommt schon noch was anderes- der ist von Anfang an zu Testzwecken dran. ;)

    Wird beim 6809-Betrieb das RAM des 8032 benutzt, oder die 512k des HM628512A?
    Mit der Programmierung des CPLD kenne ich mich leider nicht aus

    Nene, das Problem taucht beim Nachbau des echten MMF (siehe Bild oben) auf.

    Da gibts keinen 512k Baustein. ;)

  • So, alle 36 10nF Kondensatoren wurden durch 100nF-Typen ersetzt.


    Ratet mal? Richtig: Läuft nicht.


    Ich werde es jetzt lassen, alleine finde ich den Fehler niemals.

    Was erschwerend hinzukommt:

    Jetzt läuft der Rechner im 6809-Modus generell nur relativ kurz und hängt sich dann ebenfalls auf! :(

    Lässt man ein Basic-Programm laufen, ist alles gut- auch lange Zeit.

    COM-Master, also das Terminalprogramm, läuft auch fehlerfrei.


    Ruft man aber beispielsweise Cobol oder Pascal/Fortran auf, hängt der Rechner nach einiger Zeit nichts tun. Ebenso Basic, wenn man nichts eingibt oder laufen lässt.


    Das Speichertestprogramm des MMF9000 von Commodore im 6502-Modus hingegen läuft fehlerfrei durch!

    Starte ich ein im 6809-Modus geschriebenes, so hängt es nach einiger Zeit. Und zwar egal, ob ich das für die 32k-Hauptspeicher, oder für die 64k-Zusatzspeicher lade!


    In Summe sieht es also so aus, als wäre es schlimmer geworden. Die OS9-MMU Platine hab ich rausgemacht. Fehlerbild bleibt.


    Mir reichts- aber so richtig. :(

  • Dann haben wir ja so einiges vor am nächsten Wochenende.


    Ich schaffe es am Samstag erst, so gegen 16 Uhr nach Dietersburg zu kommen

    Absolut, ja!

    Also nur, wenn du dir das antun magst? ;)


    Aktuell läuft ein 6809-Basic-Programm... ratet mal: ABSOLUT STABIL UND OHNE AUSFÄLLE- seit meinem Post vor zwei Stunden?!

    Würde ich jetzt RUN/STOP drücken und ein paar Minuten warten, wäre der Rechner abgestürzt.

    Weshalb COM-Master ohne Tastatureingaben läuft, weiß ich nicht... evtl. läuft da im Hintergrund auch permanent was, weshalb es nicht abstürzt.


    Man kann also zusammenfassen:

    - 6502 Modus: Absolut stabil und fehlerfrei (auch Memory-Tests für die 64k-SuperPET RAM)

    - 6809 Modus: SÄMTLICHE Programme laufen, solange man den Rechner mit Eingaben/Programmabläufen bei Laune hält. Wartet man eine Zeit "X" ab, stürzt der Rechner ab. Ganz selten in eine Art Monitor, meist mit unkontrollierten Grafikzeichen irgendwo auf dem Bildschirm ins Nirvana.


    Was zum Henker löst dieses Phänomen aus?

  • Also nun mal vom Techniker ne Anmerkung ... Bin ich falsch der Annahme das desto niedriger der nF Wert desto besser die Hochfrequenz Dämpfung.

    Ich kann das mit dem vergrößern der Kapazität nicht ganz nachvollziehen.

    Setzt mal in die Spannungsversorgung parallel zu den Siebelkos einen 10nf Kondi rein und schau mal ob es besser wird. Eine Ferritkern Drossel in die Versorgungleitung +5 und +12 Volt hat auch schonmal wunder bewirkt.


    Bitte jetzt aber keine Technische Diskusionen ich wollte das nur mal als Anmerkung los werden.

  • Also nun mal vom Techniker ne Anmerkung ... Bin ich falsch der Annahme das desto niedriger der nF Wert desto besser die Hochfrequenz Dämpfung.

    Ich kann das mit dem vergrößern der Kapazität nicht ganz nachvollziehen.

    Die 100nF sollen ja die Lastspitzen, die z.B. die 4164'er D-RAMS beim Lese-Zugriff erzeugen, mithelfen zu blocken. Wenn, dann würde ich (bei Bedarf) die 10nF dazu nehmen, aber nicht entweder 10nF oder 100nF...

  • Nur mal so eine Vermutung:
    Wenn du permanent eine Taste drückst, wird ein Interrupt ausgelöst und damit eine bestimmte Routine durchlaufen, die Daten auf den Stack legt und wieder ausliest. Der Inhalt des Stacks ist somit über einen kurzen Zeitraum "stabil".

    Normale Programme benutzen vielleicht den Stack nicht so sehr und wenn jetzt der Refresh des DRAM nicht passt, kann es dann durchaus zu Sprüngen ins Nirwana kommen.

    Ist, wie gesagt, nur eine Vermutung. Das müssen wir dann messen

  • Bin ich falsch der Annahme das desto niedriger der nF Wert desto besser die Hochfrequenz Dämpfung.

    Ich kann das mit dem vergrößern der Kapazität nicht ganz nachvollziehen.

    In 1. Naeherung sehe ich das auch so.


    Aber ein guter Kondensator hilft aber nur, wenn die Verbindung zum Versorgungspin moeglichst wenig Indiktivitaet hat.

    Hier koennen schon ein paar mm Leiterbahn oder Vias die Wirkung des Kondensators nichtig machen.


    Wenn ich mir das Bild aus Post #408 anschaue, ist das ein typisches Beispiel.

    Ausserdem, was sind das fuer Kondensatoren? ESR, usw?

    Gute Kondensatoren sind keramische mit X5R oder X7R Dielektrikum. NP0 ist noch besser, aber bei 100nF nicht machbar.



    Ich hab den Thread jetzt laenger nicht verfolgt.

    Was macht denn die Platine in Post #385?


    Auch hier, Kondensatoren km von den Versorgungspins weg und die Leiterbahnen wahrscheinlich viel zu schmal.

    Und ICs wie ALS und S sollten noch mehr aufmerksam bekommen.

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    (aus: IBM BIOS Source Listing)

  • Schadet nie.


    Gibt's sogar fertig zu kaufen. Sind mir aber zu teuer.

    (Quelle: reichelt elektronik)



    Pro IC Reihe schadet auch ein groesserer Kondensator nicht, 1..10uF.

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  • Bei aller Spekulation über die Abblockkondensatoren sollten wir nicht vergessen, dass Commodore AB WERK nur 10nF drin hatte und die Platine wirklich 1:1 dem Original entspricht.

    Ich habe zwar jetzt auf 100nF umgebaut- aber ob es WIRKLICH schlechter läuft, kann ich garnicht mit Sicherheit sagen (ja, ein wenig fühlt es sich so an).

    Denn: COM-Master läuft die ganze Zeit über schon perfekt.

    Basic läuft während einer Programmausführung STUNDENLANG ohne Probleme

    Fortran/Cobol/APL und Pascal funktionieren, solange man irgendwas macht. Da ich damals mit jeder Programmiersprache einmal ein Testprogramm geschrieben und ausgeführt habe, konnte ich nicht feststellen, dass da evtl. was hängt.

    Auffällig war auch damals schon, dass COBOL nicht immer starten wollte... ich schob es auf andere Probleme und hab es nicht weiter beachtet, da es dann ja lief und auch funktionierte.

    Erst durch die Tests mit OS/9 stieß ich auf diesen komischen "Idle/Refresh/wasauchimmer"-Fehler.

    Denn da scheint es deutlich schneller abzustürzen, als in den Programmiersprachen.


    Ich muss mal sehen, ob ich die Logikbausteine für das Refresh doppelt hier habe. Dann bau ich das mal um.

    Eine andere 6809-CPU hab ich bereits erfolglos getestet.


    Danke für all euren Input! Evtl. läuft die Mühle ja doch noch los. Falls nicht, muss ich jobi23 auf den Zeiger gehen... :)

    Falls wir da auch nicht erfolgreich sind, müsste man sich mal im kleinen Kreis zum fachsimpeln treffen.

    Grillgut und Getränke stell ich gerne bereit! :)

  • Bei aller Spekulation über die Abblockkondensatoren sollten wir nicht vergessen, dass Commodore AB WERK nur 10nF drin hatte und die Platine wirklich 1:1 dem Original entspricht.

    Du hast zwar das gleiche Layout, aber nicht die gleichen Bauteile.

    Egal welche Geschwindigkeit auf den Bauteilen angegeben ist, die sind schneller als frueher und verhalten sich gerade in dem Bereich anders.


    Ich hatte fuer meinen Nascom damals ein EEPROM fuer das Character ROM benutzt. 150ns stand drauf, nach 25ns waren die Daten am Ausgang.

    Hab mir extra bei Ebay einen 250ns Typ besorgt, da waren es dann 35ns.

    Mein Nascom Blog

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    (aus: IBM BIOS Source Listing)

  • Hmmm... das ist ebenfalls ein valides Argument.

    Im Falle der 4164er vielleicht nicht unbedingt (das sind alte von TI, zumindest ein Set).

    Aber andere Bauteile könnten in der Tat schneller sein... die EPROMs sind ja auch nicht 1:1 die Original-MOS-Roms, das stimmt schon...

    aber dagegen kann ich wenig bis NICHTS tun? :(

  • Hast du dir mal die Signale mit einem Oszi angeschaut? Auch die Versorgungsspannungen.

    Vielleicht gibt's Hardware-/Timingprobleme, die nur in bestimmten Faellen auffallen.

    Z.B. 2 Buffer sind kurzzeitig aktiv und arbeiten gegeneinander. Das kann auch dadurch entstehen, das neue 74xx Bausteine einfach schneller sind als 1980. Sowas wuerde man auf der VCC Leitung, aber auch auf GND, sehen.

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    (aus: IBM BIOS Source Listing)