Posts by MJGraf

    Könnt ihr euch nicht zusammen tun, um Versand und Zoll zu minimieren?

    (Ggf. den VK bitten eine Auktion mit 3-5 Stk. einzustellen)

    Ich weiß nicht, ob das hilfreich wäre. Bis €150 fällt ja nur Einfuhrumsatzsteuer an, darüber muss auch verzollt werden. Und wenn der Zoll richtig hinschaut, fallen vielleicht auch die fehlenden CE-Zeichen auf; und der Erstempfänger in der EU wird zum Inverkehrbringer mit allen daraus entstehenden Pflichten.

    Richtig. Aber die scheinen nicht richtig mit Einsteigern klarzukommen. Könnt ihr das?

    Mit Verlaub: das ist - wie Du an der Diskussion drüben vielleicht gemerkt hast - nicht unbedingt ein Einsteiger-Thema. Und das liegt nicht an Assembler oder Basic, sondern an der Hardware, und gilt gleich doppelt, wenn es nicht nur auf Deinem C-128 laufen soll, sondern auf jedem und mit jeder VDC-Revision (und auf jedem C-64 und mit jeder SID-Revision zuverlässig nicht abstürzen soll).


    Was Du wirklich suchst, scheint nicht unbedingt jemand zu sein, der Dir hilft, sondern jemand, der Dir eine fertige Bibliothek zur Verfügung stellen kann -- richtig?

    Es waren halt neue Rechner, die eine neue Zielgruppe geschaffen haben.


    Bis Anfang der 80er Jahre waren Rechner so teuer (und/oder im Hobbybereich: so unfertig), dass sie entweder von ernsthaften Hobbyisten mit Vorkenntnissen und Selbstbau-Anspruch bei Hard- und Software (Chip, Elrad, mc, aber auch: Byte, Creative Computing, Dr. Dobb's) oder professionellen Anwendern gekauft wurden.


    Mit dem C-64, ZX-Spectrum, etc. kamen dann Rechner, die preiswert genug und fertig genug waren, um sie sich einfach nur zum Spielen oder zum Hereinschnuppern hinzustellen. Das taten (gemessen an der Rechnerfeneration davor) ab 1983 erstaunlich viele Leute, und es gab eine kambrisches Explosion der Zeitschriften.

    Außerdem ist sie ja wohl eine der ersten im deutschen Sprachraum.

    Die erste Homecomputer erschien 1983, im gleichen Jahr wie u.a. die erste c't (die es zuvor schon einige Jahre als Rubrik in der Elrad gegeben hatte) und die erste Happy Computer.


    Sonderlich früh war das nicht: Früher dran waren u.a. die Computer Zeitung (1970), die Computerwoche (1974; beide allerdings mit eher professionellem Fokus), die Chip (1978), die mc (1981) und die computer persönlich (1982).

    Bin ich der einzige, der es merkwürdig findet, dass ausgerechnet dieser Aspekt aus Brooks' Leben hervorgehoben wird und die DIskussion dann sofort in Technikalitäten abgleitet, statt mal kurz Brooks' Lebenswerk zu würdigen?


    Brooks war Manager (von 1961-65) des Sytem/360-Projekts bei IBM, erst auf der Hardware-, dann auf der Softwareseite, System/360 und OS/360. Beides lebt, in Form von IBM z und z/OS, bis heute fort, und dürfte die langlebigste Rechnerarchitektur-Betriebssystem-Kombination sein. Der Schlüssel dazu ist die Entkopplung der Architektur, die der Entwickler sieht, von der tatsächlichen Hardware, z.B. durch Microcode. Der Begriff "Rechnerarchitektur" (computer architecture) stammt übrigens auch von Brooks, und aus dieser Zeit.


    Aus seiner Erfahrung bei IBM heraus entstand das Buch "The Mythical Man Month", das man auch heute noch mit Gewinn lesen kann, und das eines der ersten Werke zum Software Engineering Management ist, und Brooks' Law ("Adding manpower to a late software project makes it later.").

    Aber der Rechneraufbau ist beeindruckend für das Jahr 1980: die CPU ist aus 8 Stück 4bit-Bit-Slice Bausteinen vom Typ AM2901 zusammengestückelt, also mit einer Verarbeitungsbreite von 32Bit ausgestattet.


    [...]


    Und zu allerletzt einen Arbeitsspeicher, der hier für 1980 heftig groß ausfällt: 144kByte (18*4*16kbit - 4116 DRAMs)

    Beeindruckend und heftig groß wirkt das vor allem, wenn man es mit den Mikrocomputern von damals vergleicht. Neben zeitgenössischen Minicomputern (z.B. VAX, Eclipse) fällt es nicht besonders auf.

    Elkos sind ohnehin keine wirklich teuren Bauteile -- in der Regel bist Du bei einigen Cent bis einigen zig Cent pro Stück. Wieviel hoffst Du durch einen "sehr billigen Elko-Shop" gegenüber, sagen wir mal, Reichelt zu sparen?

    Den Anlass für die Elektronikknappheit und Bedarf Russlands will ich hier garnicht diskutieren, es geht mir rein darum, ob das mit dem Ausschlachten der Waschmaschinen für Raketensteuerungen usw. überhaupt plausibel ist. Was wisst ihr zu dem Thema?

    Ich kenne mich zwar mit weißer Ware nicht aus, habe mich aber beruflich ein paar Jahre lang mit Automotive Embedded beschäftigt, von daher:

    • Einfach "irgendwelche" weiße Ware zu importieren, zu reverse-engineeren und in Waffen zu stecken, dürfte eine Sisyphusarbeit sein, die zum Scheitern verurteilt ist.
    • Was funktionieren könnte: Ein Modell zu finden, das einen hinreichend leistungsfähigen Prozessor mit der richtigen Peripherie enthält und flashbar ist, und dieses Modell massenhaft zu importieren.
    • Aber: An dieser Stelle dürfte sich nahezu jedes Android-Smartdings aus China besser eignen und billiger sein.
    • Hinsichtlich des n-tv Artikels gilt Betteridges Law: "Any headline that ends in a question mark can be answered by the word no."

    Mein Exemplar kam gestern, und ich habe erstmal eine halbe Stunde breit grinsend im Sessel gesessen und darin geblättert.

    Ich weiß ja nicht wie Dir mit einem Foto von einem Coax Kabel geholfen werden soll.


    Den Aufdruck hat der TO doch schon gepostet. Ich nehme mal an, wenn da ein Hersteller drauf stehen würde, das er diesen auch gepostet hätte.


    Daher, was soll ein Foto hierbei jetzt bringen :grübel:

    Der Aufbau (Foto des Querschnitts) und die Farbe ("yellow cable" war eben dies) wären schon aussagekräftig.


    Die 75 deutet aber stark darauf hin, dass es kein Netzwerkkabel ist, vor allem, wenn es nicht gelb ist.

    Hab es gerade gesehen, ein in GO geschriebener Lisp Interpeter. Da war ich aber trotzdem früher dran, denn die erste Sprache war mein GoLogo Interpreter, den ich vor > 25 Jahren noch in Turbo Pascal unter DOS geschrieben hatte. Da gab es die GO Mutter Google noch nicht mal. 8o

    Google gibt es jetzt auch schon seit 24 Jahren. Ja, wir werden alle alt...

    Leute, sammelt nur was ihr wirklich handhaben könnt !

    Das kann ich nur unterschreiben! Wir müssen uns aktuell mit der Ausräumung des Elternhauses meiner Frau befassen.


    Da fragt man sich schon, wofür man zu Lebzeiten all die Sachen sammelt bzw. aufhebt. Wir müssen uns jetzt durch all die Sachen durchkämpfen und entscheiden was noch brauchbar und was nicht.

    Ich schrieb's schon mal an anderer Stelle:


    Wenn Ihr etwas besitzt, das einen nicht sofort erkennbaren Wert hat (wie z.B. eine Sammlung, egal ob Kunst, Retrocomputer oder Ü-Eier); oder wenn Ihr etwas besitzt, von dem Ihr möchtet, dass nach Eurem Tod etwas bestimmtes damit passiert (vernichten, verkaufen, spenden, wieder: ganz egal):

    • Sucht Euch beizeiten jemanden, der sich damit auskennt (bei mehreren Sammlungen gern für jedes Thema einen)
    • sprecht mit ihm oder ihr,
    • vereinbart etwas (z.B.: diese Person kümmert sich um den Verkauf der Sammlung und erhält dafür 10% / darf ein besonderes Stück behalten / was auch immer),
    • und nehmt diese Vereinbarung in Euer Testament auf.

    Eure Hinterbliebenen haben in der Regel neben der Trauer mit dem "normalen" Erbe genug zu tun. Erst recht, wenn es schnell gehen muss, weil eine Mietwohnung zu räumen oder ein Haus, für das noch monatliche Raten anfallen, zu verkaufen ist. Oft ist für sie nicht erkennbar, was wertvoll und was wertlos ist; vielleicht schätzt ihr es auch selber falsch ein. Da hilft ein klarer, ungetrübter Blick von außen.

    Die Elrad war auch cool - jedenfalls die Ausgaben bis 1981, da merkte man schon das sich die Richtung deutlich weg vom Hobbybasteln bewegte.

    DIe große Neuausrichtung kam eigentlich erst 1990 mit dem neuen Layout. Die 80er-Jahre-Heft sind schon noch recht stark auf Hobbyisten ausgerichtet, wenn auch deutlich anspruchsvoller als z.B. die Elektor.

    Die CT war damals neben der MC meine Lieblingslektüre, weil schön Hardware- und Selbstbaulastig.
    Leider (bzw der Hausstatik wegen) hatte ich die Heftstapel irgendwann entsorgt.

    Die c't-Hefte der 80er (wie auch die Elrad-Gesamtausgabe) gibt es gescannt als PDF mit hinterlegtem OCR-Text. Ab 1990 gibt es dann HTML-Dateien -- platzsparender, besser zum Durchsuchen, aber nicht halb so schön authentisch.

    Gibt es noch weitere populäre Mehr-Prozessor Systeme aus der Pre-Pentium Ära?

    Müssen beide Prozessoren gleichzeitig laufen? Wenn nein: Der Apple II mit Z80-Karte; der Commodore Super-PET; der C-128; der BBC Micro / Master mit Zweitprozessor-Karte -- es gab da einiges. Ziel war in der Regel nicht, die Rechenleistung zu erhöhen, sondern vorhandenen I/O, Peripherie und Speicher zu nutzen.


    Die alten Commodore-Laufwerke dagegen waren echte zwei-Prozessor-Systeme: Ein 6502 als Floppy-Controller, einer für den Bus. Später wurden beide Aufgaben durch geschickte Interrupt-Programmierung auf einen Prozessor vereint.