Zu TRS-80 kompatibler Komtek 1

  • Hallo Allerseits,

    bin durch einen Artikel in den Stuttgarter Nachrichten auf Euch gestoßen.


    Zu mir:

    Ich war vor vielen Jahren der Geschäftsführer der Firma, die die Komtek 1 damals in D vertrieben hat.

    Nun habe ich noch einige Geräte hier herumliegen, alle mit 16 K Speicher (muss mal nachsehen, wohl so 4-5 Stückj), die allerdings Progeingabe und -speicherung nur mit Datasette ermöglichen. Kassetten sind noch da, allerdings keine Datasetten.

    Ein Gerät habe ich noch mit 64 K Speicher und Diskettenlaufwerk.


    Könnten die Geräte, und wenn es nur als Ersatzteilträger wäre, für Vereinsmitglieder interessant sein ?

    Falls Interesse besteht, reden wir weiter....


    Gruß

    Peter Krips

  • Hallo Peter,


    das war mein erster richtiger Computer nach dem C116.

    Handbücher habe ich noch und Erweiterungen für ein Bussystem.

    Der ging an einen Kollegen zum Schach spielen.


    Umgebaut war der Bankswitching für CP/M. Ursprünglich mit 64k und Floppy.


    Interesse wäre also definitiv da, gerne auch den mit Floppy. Man müsste dann mal schnacken.


    Gruss,

    Peter

  • Da heb ich auch die Hand.

    TRS80 kompatibel bin ich gerne dabei, auch original.


    Und ein nettes Gespräch fänd ich auch gut. Würde mich mal interessieren wie das damals ablief.

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    ;----- ENABLE NMI INTERRUPTS
    (aus: IBM BIOS Source Listing)

  • Auch ich als bisheriger Frankfurter Ausläufer von Homecomputermuseum.de würde mal schüchtern die interessierte Hand heben, wenn ein Gerät übrig bleiben würde. Ich pfriemle mich gerade in die Z80-Materie rein, finde TRS-80 und Kompatible sehr interessant, habe da aber leider nur einen mal vom Straßen-Sperrmüll geretteten TRS-80 Model 1, den ich bis heute noch nicht zum Laufen gebracht habe...


    Mal abgesehen von den angebotenen Geräten: ich finde es super bis genial, wenn man auf diese Weise einerseits mit Menschen in Kontakt kommt, die seinerzeit in der "goldenen Ära der Heimcomputer" etwas mitgestaltet haben, wenn dadurch Insiderwissen "gesichert" werden kann und Erinnerungen nicht verloren gehen, und andererseits sich jemand die Mühe macht, eben NICHT einfach und schnell alles zu entsorgen, sondern Vereine, Museen und Sammler anspricht.


    Schon dafür ein dickes "Danke!" an Peter (oder förmlicher: an Herrn Krips ;-) ) - egal wer auch immer letztlich eines der angebotenen Geräte bekommen wird!

  • Hallo,

    erstaunlich, dass sich noch Jemand mit den alten Kisten berschäftigt.


    Zur Geschichte (Kurzfassung)...

    Leider hatten wir damals den Markt falsch eingeschätzt, wir sahen unsere Zukunft eher im professionellen Bereich, dafür war der Komtek in der Anfangsversion mit 16 k aber nicht leistungsfähig genug. Wir "würgten" daher den Hersteller, 64 k Geräte und auch Floppy-Laufwerke zu produzieren.

    Das kam dann ja auch, ebenfalls die Aufrüstung für Farbe. Bei all dem haben damalige Vertriebspartner in D sich auch bei der Weiterentwicklung verdient gemacht.

    Den Garaus machte dann dem Komtek der Commodore C 64.....


    Zu den Geräten:

    Muss erst einmal den Lagerplatz checken, wieviel 16 k Kisten noch da sind, die würde ich dem Verein gegen Transportkostenpauschale (oder Selbstabholung) spenden. Es könnten aber auch defekte dabei sein, muss ich dann checken.


    Von dem 64 k Gerät mit Floppy-Laufwerk trenne ich mich nicht so leicht, da ich den lange geschäftlich genutzt hatte und als einer der ersten in Deutschland damit eine selbstprogrammierte Baufinanzierung und Beratungsprogramme im Versicherungsbereich (Ehegattenarbeitsvertrag) hatte.

    Ein Star-Nadeldrucker (für Endlospapier) gibt es auch noch dafür, da es da schon lange keine Farbbänder mehr dafür gab, habe ich das Farbband immer mit Stempelkissenfarbe wiederbelebt....

    Auch das Gerät prüfe ich auf Funktion, vor der Einlagerung lief es jedenfalls noch.

    Wenn die Floppys noch tun, werde ich die noch von evtl. vorhandenen persönlichen Daten "befreien".

    Von dem Paket möchte ich mich also nicht unentgeltlich trennen, habe aber keine Ahnung, was man dafür heutzutage noch aufrufen könnte.


    Zu den schaltbaren Ausgängen der Komteks (die dafür den Chip für die Parallelschnittstelle "missbrauchten") habe ich auch noch ein paar Steckdosen, die damit geschaltet werden können. Ein Prog, mit dem die Ausgänge über Timer zeitgesteuert geschaltet werden können, ist auf den Kassetten wohl mit drauf.


    Soweit mal für jetzt...


    Gruß

    Peter Krips

  • Hallo Peter,


    unentgeldlich hatte ich auch nicht erwartet. Ich werde in sehr sehr naher Zukunft ein halbes Jahrhundert alt, meine Frau sucht noch nach einen Geschenk ;)


    Schönen Gruß,

    Peter

  • Wichtig ist mir dass die Geräte, Doku und sonstiges der Nachwelt erhalten bleiben. Die Dokumente würde ich gerne einscannen, von den Disketten kann ich Images machen und bei den Geräten stelle ich mich gerne hinten an. Zu einem entsprechenden Ablösebetrag kann ich auch gerne etwas beitragen.

  • Hallo Fritz,


    Wichtig ist mir dass die Geräte, Doku und sonstiges der Nachwelt erhalten bleiben. Die Dokumente würde ich gerne einscannen, von den Disketten kann ich Images machen und bei den Geräten stelle ich mich gerne hinten an. Zu einem entsprechenden Ablösebetrag kann ich auch gerne etwas beitragen.


    Zu den Dokumenten kann ich erst etwas sagen, wenn ich mein Lager gecheckt habe. Wenn mich mein altersgemäß nachlassendes Gedächtnis nicht trügt, habe ich möglicherweise noch Dokumentationen, die über die mitgelieferten Handbücher hinausgehen, die wir für Servicezwecke hatten.

    Scannen kann ich das Zeugs dann auch und als PDF zur Verfügung stellen.


    Gruß

    Peter Krips

  • Hallo ebenfalls Peter,


    will das hier ja nicht als Verkaufsplattform missbrauchen..., da ich ohnehin keine Vorstellung davon habe, was Sammlern/Fans für so eine alte Mühle (PC, Floppy, Drucker) bereit wären, zu investieren.

    Sag doch mal eine Hausnummer, was man da "unter Brüdern" bekommen könnte,....


    Gruß

    Peter Krips

  • Danke für das Angebot, mir würden schon Bilder als Graustufenscan ab 400dpi reichen. PDFs mit OCR möchte ich dann lieber selber erstellen da ich dafür auch die Zeit habe und die PDFs, Images, Texte von damals und hoffentlich auch einige Bilder auf oldcomputers.dyndns.org ablegen kann.


    Aber schauen wir mal was alles noch zum Vorschein kommt. :)



  • Hallo Peter,

    sorry, bin ja erst seit gestern hier und habe die Regeln noch nicht ausführlich gelesen...


    Gruß

    Peter Krips

  • Hallo Peter,


    wenn du noch ein Gerät über hast, würde mich das auc interessieren. Ich hab mich mit Komtek / TRS80 zwar bisher noch nicht beschäftigt. Aber kann ich ja mal vorbeischauen, ist ja nicht allzu weit 8)


    Gruß Roman

  • Hallo,

    habe mal im Lager gewühlt....

    Es sind (neben der 64 k Maschine mit Floppy etc.) noch 5 Geräte da, zwei davon sogar mit 32 K Speicher.

    Allerdings sind wohl 3 Geräte Reparatur/Garantie-Rückläufer (wurden damals meiner Erinnerung nach gegen Neugeräte getauscht)


    So gut wie alle reklamierten Geräte haben damals nur beim Fernsehausgang "geschwächelt", damals hat man ja die "Homecomputer" ja meist am Fernseher betrieben.

    Das dürfte aber für geübte "Schrauber" (Ich bin diesbezüglich eher unbedarft..) eher kein Problem sein.

    Dennoch werde ich mal Funktionstests machen, soweit das ohne Datasette möglich ist.

    Melde mich dann.

    Wie schon geschrieben, spende ich die Kisten dem Verein/Vereinsmitgliedern, bei Versand möchte ich lediglich die Versandkosten und Verpackungsmaterialkosten haben (wird wohl so um die 10 € liegen).


    Für die 64 k Maschine hat es schon einen potentiellen Abnehmer.


    Gruß

    Peter Krips

  • Hallo Peter,

    wenn Du die Rechner dem Verein spenden möchtest, würden wir uns darüber natürlich sehr freuen. :thumbup:


    Wir haben für den Umgang mit Hardwarespenden eine Vereinsinterne Regelung.

    Wenn Deine Spende also expizit an den Verein gehen soll, würden wir das natürlich so organisieren,

    daß das ganze für Dich möglichst wenig Aufwand bedeutet.


    Viele Grüße

    Christian

  • Hallo Männer,


    nein, das Thema ist nicht versandet, wird kommen, bin aber zu den Funktionskontrollen noch nicht gekommen, da ich etliche andere Dinge "um die Ohren" hatte.


    Gruß

    Peter Krips

  • danke für die Info, ich hatte schon Sorge es ist was passiert. :)

  • Hallo Männer,

    ein Zwischenbericht:

    Der 64 K Hobel mit Floppy, Drucker und Monitor hat den Funktionstest überstanden, funzt soweit (Nur den Drucker muss ich noch testen)

    Werde da die Floppys noch um evtl. privates Zeugs bereinigen, dann kann es weitergehen.

    Sind auch etliche Spiele darauf, wie Defender und der berühmte Dancing Devil....

    Mit dem Monitor will ich noch die anderen Geräte testen, daher kann die endgültige Übergabe der Geräte noch ein wenig dauern, aber wohl nicht mehr so arg lange....

    Es sind auch noch eine Menge Kasseten da, deren Inhalt ich aber mangels Datasette nicht überprüfen kann.

    Evtl. kann ja Schröder, wenn er das Komplettsystem übernehmem sollte, damit werkeln und Einiges von Floppy auf Kassette überspielen....


    Gruß

    Peter Krips

  • Hallo zusammen,


    habe vor 2 Wochen einen Komtek 1 erworben und würde gerne mal ein paar Bilder vom Innenleben des Rechners sehen, wenn Ihn jemand haben sollte. Schematics und Manuals habe ich schon soweit gefunden. Habe bis jetzt leider noch keine Zeit gefunden Ihn auszuprobieren. Habe nur vom Vorbesitzer gehört das ein Bild kommt aber für Space halt eben ein Klammeraffe angezeigt wird. Hatte das selbe Problem schon mal bei einem TRS80, da lag es nur an einem IC (2102 VRAM), welches ich getauscht habe. Wird hoffentlich hier bei diesem Gerät ähnlich sein. Werde in kürze auch mal ein paar Bilder vom Gerät hier posten. Ist vielleicht auch für andere interessant.


    Gruß


    Klaus

  • Hallo zusammen,


    habe es jetzt endlich mal geschafft mir meinen vor 1 Monat erworbenen Komtek 1 mal was genauer anzuschauen. Ich hab ihn erst mal geöffnet und anschliessend eingeschaltet.



    Leider läuft er nicht, aber zeigt immerhin ein Bild.


    Er scheint wie ich sehe mit 48 KByte aufgerüstet worden zu sein. Etwas staubig aber sonst sieht er noch ganz gut aus. Meine ersten Tests haben ergeben, das die CPU wohl im HALT steht und nicht anläuft. Hat jemand eine Idee an was es liegen könnte? Wird ja wahrscheinlich nur ein TTL Chip sein?



    Gruß


    Klaus

  • ...bin aber zu den Funktionskontrollen noch nicht gekommen, da ich etliche andere Dinge "um die Ohren" hatte.

    Gerade beim Hobby kann sowas ewig dauern. Ich hab' vor kurzem rund 100CDs verschickt, die ich vor 10 Monaten jemandem versprochen habe.

    Letzten Januar dachte ich noch, ich kann die alle schnell rippen, bei archive.org hochladen und dann in zwei Wochen verschicken :D


    Zum Glück nicht eher verschickt, bevor's erledigt war, so habe ich jetzt 100 MSDN-CD-Images von 1996-1998. In >20 Sprachen oder so :) :) :) :)


    Ich habe dafür eine ISA Grafikkarte bekommen, die hat der Tauschpartner auch schon im Januar rausgesucht, das hat jetzt aber nochmal gedauert, bis er sie wiedergefunden hat :D

    Meine ersten Tests haben ergeben, das die CPU wohl im HALT steht und nicht anläuft. Hat jemand eine Idee an was es liegen könnte? Wird ja wahrscheinlich nur ein TTL Chip sein?

    Hast du ein Oszi? Wenn ja dann den Takt vom Quarz/Wasauchimmerfüreinen-Oszillator über die Verstärkerstufe bis zur CPU an jedem Knotenpunkt prüfen.

    Ungefähr so sähe das dann aus:

    Quarz ok.

    Verstärkerstufe aus X Chips, zwischen Chip Y und Chip Z hört das Signal auf. Denmach klemmts bei Chip Y.


    Wenn kein Oszi, dann tuts auch ein Frequenzzähler oder USB-Logic-Analyzer, der aber nicht direkt am Quarz messen kann. Mann muss diesen nach der Verstärkerstufe anschliessen.

    Dann fang erstmal an, gesockelte Chips, die im Signalweg des Taktes liegen auf sichtbare Fehler zu prüfen. Rausnehmen, Beinchen mit Glasfaserpinsel oder ganz feinem Schleifpapier saubermachen.


    IC Sockel ggf sauermachen, überprüfen ob Federkontakte alle gut. Dafür z.B. einen kaputten Chip aus E-Schrott nehmen, eine Seite der Pins waagrecht zum Chip biegen und mit diesem Kamm dann ein paar mal in den Sockel und wieder raus.


    Alle Lötstellen im Signalweg des Taktes ansehen.


    Vielleicht hängt ja nur RESET? Supervisor-Circuit für RESET überprüfen (TL7705 und ähnliche waren gängig, oder diskret). Eventuell vorhandene RESET Taste durchpiepen. Schauen welche Polarität RESET hat und dann Ruhezustand messen. Also wenn RESET einen Strich über der Schrift hat im Schaltplan, oder eine '#' oder '/' davor, dann RESET=Low-Aktiv.

    Das heisst, im Ruhezustand des RESETs, wenn der Rechner laufen soll, muss zwischen GND und RESET 5V anliegen.


    Gibt es dazu einen Schaltplan? Dann würde ich dir mal grob ein paar Punkte zum überprüfen markieren.

  • die CPU wohl im HALT steht und nicht anläuft

    Wenn die CPU im HALT ist, ist sie gelaufen. HALT ist ein ganz normaler Opcode.

    Aber wie kommst du auf den HALT State?


    Die Taktgenerierung funktioniert schon ganz gut, sonst gaebe es kein Videosignal/Bild. Ob dann der Takt an der CPU ankommt muss natuerlich geprueft werden.


    Ich kenn den Komtek nicht. Ich gehe davon aus, das es genauso eine Kopie des TRS-80 ist wie meine Video-Genies.

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    (aus: IBM BIOS Source Listing)

  • die CPU wohl im HALT steht und nicht anläuft

    Wenn die CPU im HALT ist, ist sie gelaufen. HALT ist ein ganz normaler Opcode.

    Aber wie kommst du auf den HALT State?

    Der Z80 halt einen #HALT Pin. Wenn der LOW ist, dann befindet sich die CPU im HALT-Zustand. Das hat nur indirekt was mit dem HALT-Opcode zu tun. Wenn der Pin Anfang an LOW ist, dann muss die CPU nicht gelaufen sein.