Defekte Röhre Macintosh Plus

  • Dann würde ich jetzt den Heizstromkreis untersuchen: liegt die Heizspannung an (bei den alten Röhren waren das 6,3 Volt AC), fließt Strom (wenn ja, wie viel), wenn nein: haben die beiden Heizpins einen Widerstand von wenigen Ohm? Im abgedunkelten Raum sollte das Glühen am Röhrenhals gut zu sehen sein wenn damit alles in Ordnung ist.

    Entschuldigung für die späte Antwort, leider schwindet meine Motivation mittlerweile (troz der großen Menge an kompetenten Antworten :) Danke).

    Leider weiß ich nicht welche Röhre in dem Macintosh drin ist (nur ein Zettel auf dem Monitorteils des CRT mit nur einer Nummer und einem Zettel auf der Spule zum Ablenken der Elektronen), weshalb ich eben auf gut glück die Kontakte durchgegangen bin.

    Bei den Kontakten Schwarz (mit Nummer 3, siehe Anhang) und Braun (mit Nummer 4) hatte ich einen Widerstand von (1. Messung ca. 140 Ohm, 2. 80 Ohm, 3. 47 Ohm) 47 Ohm.

    Und Grün (Nummer 1) und Nummer 5 ohne Anschluss mit 4,5 Ohm.

    Bei den Anderen hatte ich, wenn das Messgerät richtig gemessen hat keine Verbindung.
    Der Zettel, der mehr als eine Nummer hatte seht ihr auf den anderen Bildern.
    (Vllt. kennt jemand jemanden, der in der Nähe von Elze wohnt und sich den Macintosh angucken kann ;))


    MfG


    Tobias

  • Hallo Tobias,


    hast Du an dem Sockel gemessen (also das weiße Teil im Bild) oder die entsprechenden Pins direkt an der Bildröhre? Die Messung zwischen Schwarz und Braun mit dem veränderndem Ergebnis sieht aus wie eine Messung am Kondensator - und das darf bei der Röhre nicht sein. Laut Schaltplan ist das die Heizwendel, das ist ein ohmscher Widerstand. 47 Ohm ist im kalten Zustand auch zuviel, üblicherweise misst man 0-2 Ohm mit einem Multimeter. Im Betrieb (wenn sie glüht) ist der Widerstand höher, ähnlich wie bei einer Glühlampe. Da ist der berechnete Widerstand bei 850 Ohm (für eine 60 W Glühlampe). Der Widerstand im kalten Zustand liegt bei den 0-2 Ohm. Man kann also im Prinzip nur den Durchgang messen.


    Gruß, Jochen

  • Hallo Tobias,


    dann tendiere ich jetzt auch zu dem Tipp, Dir tatkräftige Hilfe in Deiner Nähe zu suchen. Die relativ einfachen Sachen hast Du probiert, hat leider nix gebracht. Die weitere Fehlersuche erfordert Messung am laufenden Gerät, das sollte jemand machen, der sich damit auskennt.

    Was mich immer noch beschäftigt ist die Messung mit den veränderlichen Werten. Hattest Du das Gerät kurz vorher noch einmal eingeschaltet? Wenn ja, könnte das der abkühlende Heizdraht sein. Wenn nein, habe ich keine Idee was den Effekt hervorrufen könnte.


    Gruß, Jochen

  • Das Problem ist, dass ich keinr Ahnung habe wen ich in so einem Fall fragen soll.


    Und bezogen auf die unterschiedlichen Werten gehe ich davon aus, dass Verschmutzung oder so damit zu tun hat. Denn beim erneuten Messen heute schwebt der Widerstand bei 43,8 Ohm geblieben.


    Hier also meine erneute Frage:

    Wer kennt jemanden in der Nähe von Elze oder jemanden, der hier vorbeikommt?

    Oder wer würde sich bei Versand damit beschäftigen?^^


    MfG


    Tobias

  • Was Toshi vorgeschlagen hatte, wollte ich auch vorschlagen. Am besten der Fernsehtechnikermeister ist 40 oder älter, dann hat er auf jeden Fall diese Technik noch kennengelernt. Den Schaltplan solltest Du ihm auch geben, dann kann er Dir bestimmt helfen. Aber da kann ein wenig was an Geld rauskommen bei der Reparatur.

  • was an Geld rauskommen bei der Reparatur.

    Wer weiß. Das kann man ja mit ihm vereinbaren. Eigentlich schade, daß es diese "Auslegung auf Reparierbarkeit" in der Unterhaltungselektronik nicht mehr gibt. "Früher" in den 80ern weiß ich, daß der Familienfernseher hin und wieder zur Reparatur war. Die Dinger waren sauteuer, hatten ihren festen Platz in der Eiche-Rustikal-Schrankwand (und ein Gehäuse mit zur Schrankwand passendes Furnier) und innen drin ein Steckkartensystem. Und die Fernseher blieben über viele Jahrzehnte eigentlich gleich - was die Reparierbarkeit, Bevorratung von E-Teilen und Schulung der Techniker natürlich vereinfacht. (Wenn mal von Kabeltuner, Stereo und Videotext absieht) war terrestrich übertragene Signal und die Darstellung des PAL Farbbildes auf dem Schirm zwischen Mitte der 60er und Ende der 90er gleich. Heute kommt ja gefühlt alle 3 Jahre irgendein neuer Furz daher den zumindest ich nicht brauche. Heute kostet ein Fernseher wahrscheinlich zwischen 5-10 Fernsehtechniker - Arbeitsstunden, in den 80ern war das wahrscheinlich 5-10 mal mehr.

    BTT, der zu reparierende Mac stellt ja mitlerweile auch wieder einen Wert dar, jedenfalls wenn er läuft :) Und vielleicht ist es ja wirklich nur eine Kleinigkeit. und vielleicht läßt der Meister Dich ja über die Schulter schauen, wenn er Hand anlegt.

  • wo noch ein Radio- und Fernsehtechnikermeister mit Werkstatt arbeitet

    Am besten der Fernsehtechnikermeister ist 40 oder älter,

    Das muß nicht unbedingt ein Meister sein. Ein Geselle (so wie ich z.B.) kann das auch (und oftmals sogar besser) ;) Und ja - ich weiß das ich zu einer aussterbenden Art gehöre... :(


    In der Nähe von Hildesheim.

    Schade - wäre es das in der Nähe von Wedemark gewesen, dann hätte ich dir helfen können.

  • was an Geld rauskommen bei der Reparatur.

    Wer weiß. Das kann man ja mit ihm vereinbaren. Eigentlich schade, daß es diese "Auslegung auf Reparierbarkeit" in der Unterhaltungselektronik nicht mehr gibt. "Früher" in den 80ern weiß ich, daß der Familienfernseher hin und wieder zur Reparatur war. Die Dinger waren sauteuer, hatten ihren festen Platz in der Eiche-Rustikal-Schrankwand (und ein Gehäuse mit zur Schrankwand passendes Furnier) und innen drin ein Steckkartensystem. Und die Fernseher blieben über viele Jahrzehnte eigentlich gleich - was die Reparierbarkeit, Bevorratung von E-Teilen und Schulung der Techniker natürlich vereinfacht. (Wenn mal von Kabeltuner, Stereo und Videotext absieht) war terrestrich übertragene Signal und die Darstellung des PAL Farbbildes auf dem Schirm zwischen Mitte der 60er und Ende der 90er gleich. Heute kommt ja gefühlt alle 3 Jahre irgendein neuer Furz daher den zumindest ich nicht brauche. Heute kostet ein Fernseher wahrscheinlich zwischen 5-10 Fernsehtechniker - Arbeitsstunden, in den 80ern war das wahrscheinlich 5-10 mal mehr.

    BTT, der zu reparierende Mac stellt ja mitlerweile auch wieder einen Wert dar, jedenfalls wenn er läuft :) Und vielleicht ist es ja wirklich nur eine Kleinigkeit. und vielleicht läßt der Meister Dich ja über die Schulter schauen, wenn er Hand anlegt.

    Ja das wäre schön mindestens zu wissen was das Problem ist 😅

    Vor allem weil der Macintosh mich ja selbst etwas gekostet hat und es schade wäre ihn nicht reparieren zu können.

    In der Nähe von Hildesheim.

    Schade - wäre es das in der Nähe von Wedemark gewesen, dann hätte ich dir helfen können.

    Ja das ist sehr schade :(


    Ich habe gerade ein Geschäft angefragt und hoffe das sie das Problem lösen können. Mal gucken was rauskommt.

    Ich halte euch auf dem Laufenden;)


    MfG


    Tobias

  • Ihr solltet eventuell mal hier rein schauen:


    https://archive.org/details/MACREPUPGSECRETS

    Mein Tipp: Seite 103

    "No Raster, Completely Dark"


    In den meisten Fällen ist der Stecker für den Monitor das Problem. Manchmal ist der komplett verschmort und/oder die Lötverbindung ist gebrochen. Genau anschauen und Bilder posten :-)

    Falls der Stecker auf dem Mainboard ok ist, trotzdem mal nachlöten (am Besten mit Röhrenlot mit silber -> "PB SN AG")


    Das Buch hat mir einige Macs gerettet. Es ist sehr anschaulich und hilft bei fast jedem Fehler.

    Falls Die Röhre durch ist, kann ich eine Ersatzröhre für lau anbieten (ich muss die nur finden).


    -Jonas

  • Reines Zinnlot? Kommt in der Praxis eigentlich nicht vor.

    Damit man damit ordentlich löten kann kommt immer was dazu.

    Standard ist L-SN60PB, das sind 60% Zinn, ca. 38% Blei und ca. 2% Flußmittel, z.B. Kolophonium.
    Elektroniklot ist sowieso immer Röhrenlot. Das Lot bildet die Röhre, drinnen ist das Flußmittel.

    Lot als Vollmaterial wird beim Handlöten in der Elektronik nicht verwendet.

    Das verwendet man zum Weichlöten von Kuperrohren (von der Rolle) oder von Zinkblechen (Stangenlot).

  • Hmm...bisher waren bei mir alle Defekte immer irgendwie aufs Netzteil/Analogboard zurück zu führen...dabei auch eigentlich nie der 'killer'==Zeilentrafo...


    Was fieß sein kann, ist wenn sich irgendwo auf dem Board heimlich Elektrolyt verteilt hat..das hatte ich auch schon...alles ausgetauscht und trotzdem hats dem Kerl immer alles an Sicherungen und Co gekillt - sogar schon beim Einstecken. Bis man mal diese fiesen Stellen gefunden hatte ;-) ordentliche Reinigung des Boards und gut war. Hier könnte ich mir auch ähnliches vorstellen.. irgendwo passiert ein kleiner kurzer der dann anderes blockiert, deshalb diese Symptome?


    Die Reihe bis zum Plus war doch die simpelste..da gibt es ja noch nicht mal viel woran es hängen könnte...


    Bevor du den aber aus Frust oder so weghaust, gib Bescheid, ich such grad noch nen Gehäuse :tüdeldü:


    Grüße,

    Marcus

  • Da bin ich doch irgendwie über Jahre hinweg dem Irrglauben verfallen, dass sich Röhrenlot auf die elektronische Röhre bezieht. Auf allen meinen bleihaltigen Lötzinn Rollen steht "Röhrenlot ... mit X% Flussmittel". Bei dem Lötzinn mit 99,7% Zinnanteil steht nicht Röhrenlot darauf, weshalb ich meinen Irrglauben nie hinterfragen musste :-/


    Ich meine natürlich Bleihaltiges Lot mit einem kleinen Silberanteil, wie es auch heute noch in manchen Bereichen erlaubt ist (militärische und medizinische Geräte). Nach meiner Erfahrung ist bleihaltiges Lot besser für ältere Geräte geeignet, da es leichter fließt, sich gut anschmiegt und sauber mit dem alten Lötzinn verbindet. Auch bleiben die Lötverbindungen nach Jahren noch blank und beanspruchte Bereiche ohne Brüche. Von sehr altem Lot (70er/80er Jahre) kann ich nur abraten, da dort oft korrosives Flussmittel verwendet wurde, dass sich nicht so leicht entfernen lässt. Wenn dieses korrosive Flussmittel auf der Platine bleibt, kann das zu ähnlichen Schäden führen wie ausgelaufene Batterien. Wenn das Lötzinn einen Braunen Rückstand auf der Platine hinterlässt, muss man in jedem Fall diesen nach dem Löten entfernen (z.B. mit Isopropanol).


    Klassisches Sn60-Pb40 Lot ist auch ok, wenn man nicht so viel geld ausgeben will.

    Das von mir favorisierte Sn62-Pb36-Ag2 silberhaltige Lot kann schon mal >100€/kg kosten.


    -Jonas

  • Was ist denn aus deiner Anfrage beim Fachhändler geworden?

    Falls das ansonsten nicht ganz so eilig ist, dann kannst du mit dem Gerät ja vielleicht zum nächsten RCT (Retro Computer Treffen) am 25.08. in Hannover Döhren kommen? Da ist zumindest eine kleine Reparaturecke vorhanden, wo man zumindest mal reinschauen kann...

  • Was ist denn aus deiner Anfrage beim Fachhändler geworden?

    Falls das ansonsten nicht ganz so eilig ist, dann kannst du mit dem Gerät ja vielleicht zum nächsten RCT (Retro Computer Treffen) am 25.08. in Hannover Döhren kommen? Da ist zumindest eine kleine Reparaturecke vorhanden, wo man zumindest mal reinschauen kann...

    Hallo,


    da auf meine E-Mail nicht geantwortet wurde habe ich eben angerufen (Euronics ist der Laden).

    Ich habe nachgefragt ob sie Röhrenmonitore reparieren. Das tun sie.

    Dann habe ich gefragt ob sie auch Röhrenmonitore in einem All-in-one Computer reparieren. Das tun sie nicht. :(

    Allerdings hat heute einen Physiklehrer gesagt, dass er das tun würde nur hat er keine Zeit(und ich weiß nicht ob er das Problem löst).

    Und ich würde das schon gerne etwas schneller lösen, weil so eben ein nicht benutzbarer teurer Computer herumsteht und ich im Internet coole Projekte damit gesehen habe.

    Wenn es bei dir also nicht geht, müsste ich auf das RCT oder auf den Lehrer warten.


    Nochmal vielen Dank für die vielen Antworten:)


    MfG


    Tobias

  • Hab's noch nicht online gestellt, weil es ja noch 3 Monate bis dahin sind. Der nächste Retro Computer Treff Niedersachsen wird wieder im Freizeitheim Döhren stattfinden, am 25.08.18 ab 10:00. Mitte Juni gibt's die Ankündigung und die Anmeldelisten... .

    Erfahrung ist Wissen, das wir erwerben, kurz nachdem wir es gebraucht hätten.


    Mein Netz: Acorn | Atari | Milan | Amiga | Apple IIGS | Macintosh | SUN Sparc | NeXT |SGI | IBM RS/6000 | DEC Vaxstation| Raspberry Pi | PCs mit OS/2, BeOS, Linux, AROS, Windows, BSD | Stand-alone: Apple //c | Sinclair QL | Amstrad | PDAs

  • In dem Buch, dass ich verlinkt habe wird sehr genau erklärt, wie man so ziemlich JEDEN Fehler bei den kompakt-Macs korrigieren kann. Die Anleitungen sind sehr gut und haben bei mir noch jeden Mac wieder funktionstüchtig gemacht...

    ...

    Nur zu empfehlen das Buch :D hab ich hier auch in Papierform/original ich liebe das Blättern in echten Büchern bei der Suche nach Fehlern & Lösungen ;-)


    Grüße,

    Marcus

  • Ich konnte den PC mehrere male ohne Probleme anschalten und, obwohl ich nur wenig Disketten habe, benutzen.

    Nach dem Öffnen und Verschließen des Macintosh Plus funktioniert der CRT nicht mehr.

    Ich würde deshalb zunächst mal auf einen selbst eingebauten Fehler tippen. Also erstmal reinsehen... :)

  • Ich würde deshalb zunächst mal auf einen selbst eingebauten Fehler tippen. Also erstmal reinsehen... :)

    Möglicherweise ist bei einem der Steckverbinder eine Lötstelle durch mechanischen Einwirkung gebrochen. Das passiert bei den Mac, Mac plus bis zum SE30 häufiger. Zusätzlich kann es bei dem Hochspannungs-Anschluss zum Monitor zur Oxidation und Erwärmung des Steckers kommen (geschwärzter pin) was an einem defekten Kondensator liegen kann. Bei beiden Möglichkeiten wird kein Bild mehr angezeigt. Aber es gibt noch eine Menge anderer Standart Fehler, die die gleichen Auswirkungen haben...


    Wenn etwas nach dem Zusammenbau nicht mehr funktioniert: Stecker prüfen!


    -Jonas