Olivetti M19 Personal Computer mit DM 100 Nadeldrucker

Die Olivetti M19 ist die klein Schwester der M24. Er war als Einsteigergerät im niedrigen Preissegment gedacht, aber niedriger Preis und Olivetti, das schloss sich damals eigentlich aus. Er war primär als kompakter Arbeitsplatz-PC oder auch für Schulen gedacht. Die meisten M19 sind so ausgestattet wie dieser hier, zwei 5,25" 360 kB Floppy-Laufwerke und sonst nichts. Eher selten sind Exemplare mit einer Festplatte, und da empfiehlt das Handbuch schon, den M19 gleich auch noch mit dem optionalen seitlichen Erweiterungsgehäuse auszustatten. Das bietet dann 3 ISA-Steckplätze in voller Bauhöhe, horizontal mit einer RIserlarte angeordnet, und ganz wichtig, ein weiteres Netzteil, um die Platte zu versorgen. Denn die M19 in der Grundversion wird vom Netzteil des Monitors mit versorgt, und das ist äußerst sparsam ausgelegt. Die M19 ist in der Grundversion nur sehr beschränkt erweiterbar, da sie nur 2 ISA Slots in halber Bauhöhe (Low-Profile) hat - ein XT-CF Rev. 3 Controller passt rein, mehr findet man dafür aber kaum. Der Prozessor isz ein 8088 mit gemächlichen 4,77 MHz, aber immerhin 640 kB RAM. Noch etwas ist langsam, aus Kostengründen, die Bildwiederholfrequenz des CGA-Monitors liegt unterhalb des Standards, was Olivetti mit einem Trick kaschiert hat, damit es nicht flimmert, hat die Bildröhre des M19 eine extrem lang nachleuchtende Phosphorschicht, was man auf obigem Bild erkennen kann, der "M19" Schriftzug des vorigen Bildes der "Getting to Know M19" Diskette leuchtet noch nach... Wohltuend an der M19 ist, dass sie in dieser Form fast komplett geräuschlos ist, kein Lüfter, keine vor sich hin brummende Festplatte, nur die Floppylaufwerke schnarren bei Zugriffen beruhigend vor sich hin.


Der M19 PC ist die technische Basis der Textverarbeitungssysteme ETV 500, ETV 260 und ETV 3000.