Drucker und defektes Kunststoffzahnrad

  • Hallo,


    ich habe hier einen TA Nadeldrucker, schätzungsweise sehr frühe 80er, ohne Typbezeichnung. Ich würde sagen, es ist ein DRH 136.
    Er funktioniert nicht mehr, weil ein Zahnrad für die Bewegung des Wagens gesprungen ist (Wahrscheinlich spannungsbedingt durch Schrumpf nach Ausgasen). Wahrscheinlich wird jedes andere gleich alte Zahnrad, wenn mir irgendwann der gleiche Typ über den Weg läuft, genauso aussehen?
    Ersatz vmtl. ausgeschlossen, also Ausschlachten/Eschrott?
    Wäre eigentlich schade, schön gebautes Gerät, schwer, mit Ringkerntrafo, augenscheinlich nicht unterdimensioniert, was Wellen, Schrittmotoren etc anbelangt. Witzig auch, das Gerät ist mit 13 (!) Sicherungen ausgestattet.
    Gruß
    Stephan

  • Jemand mit 3D Drucker kann dir das vielleicht nachbauen.

  • Wenn Du die Achse rausdrückst, das Zahnrad wieder verklebst (und evtl. stabilisierst),
    das Achsloch ein bisschen aufweitest und die Achse wieder befestigst,
    müsste es doch wieder gehen ...

  • Kleben nach Entfetten sollte da eigentlich wirklich funktionieren.
    ( 3D Druck, wenn man die Maße hat sicher auch. )


    Einfacher ist aber wahrscheinlich, das Rädchen mal einzupacken und zum örtlichen Modellbauhändler zu gehen.
    Dort gibt es Plastikrädchen aller Art und Größe. Das Lager (?) mittig einzukleben sollte dann eigentlich nicht die große Kunst sein - schwarze Magie ist dafür zumindest nicht erforderlich. Diese Art Lager bekommt man i.Ü. im gleichen Geschäft ( Stichworte : Schiffsmodellbau, Dampfmaschine, Rennsportauto ). Nur über die Preise darf man nicht nachdenken, dafür ist es dann neu und hält wieder 30 Jahre.


  • Ich muss bestätigen, erst nach 2 x lesen war es klar... :D


    Er seid ja vielleicht ... :P


    Ich gestehe, dass es mir beim tippen ähnlich ging und bin froh, dass ich da nicht allein bin :oops:

  • Also wir hätten auf der Arbeit nen (einfachen) 3D-Drucker. Das Zahnrad sollte ich mit Google Sketch-Up auch zeichnen können. Würde meinte Dienste für Versandkosten anbieten. Es sei denn du hast es sehr eilig und die Farbe spielt eine rolle :D
    Das beste wäre wenn ich das Zahnrad bei mir hätte, du könntest mir aber auch Maße durchgeben.


    Grüße, Josua

  • Das beste wäre wenn ich das Zahnrad bei mir hätte, du könntest mir aber auch Maße durchgeben.


    Wichtig: Außendurchmesser, genaue Anzahl der Zähne! (Daraus ergibt sich automatisch die Zahngröße, ich glaube man nennt das "Modul".)

  • Also wir hätten auf der Arbeit nen (einfachen) 3D-Drucker. Das Zahnrad sollte ich mit Google Sketch-Up auch zeichnen können. Würde meinte Dienste für Versandkosten anbieten. Es sei denn du hast es sehr eilig und die Farbe spielt eine rolle :D
    Das beste wäre wenn ich das Zahnrad bei mir hätte, du könntest mir aber auch Maße durchgeben.


    Grüße, Josua


    Hey, das ist aber ein großzügiges Angebot. Das Zahnrad und den Steppermotor mit dem Gegenstück kann ich gern zur Verfügung stellen.
    Ich muß zugeben mit Kunststoff 3D Druck kenne ich mich gar nicht aus.
    Meinem Unwissen nach ist das wenig belastbar und unpräzise, deshalb hätte ich das für ein Zahnrad nicht in Erwägung gezogen. Ist aber prinzipiell eine super Technologie für unsere Zwecke!

  • Ich hoffe, das Gegen-Zahnrad am Motor ist nicht aus Metall, sonst gibts wahrscheinlich recht schnellen Verschleiß bei dem 3D-Druck-Teil...

  • Ich hoffe, das Gegen-Zahnrad am Motor ist nicht aus Metall, sonst gibts wahrscheinlich recht schnellen Verschleiß bei dem 3D-Druck-Teil...


    Ich denke für 3,3€ (Maxi-Brief hin und zurück) lohnt sich das ausprobieren.
    Ich kann auch eins aus PLA und eins aus ABS drucken bzw ich muss mal gucken was wir sonst noch haben.


    Grüße, Josua

  • Da hast du auch wieder recht. Ansonsten auch mal die Idee mit dem RC-Modellbau verfolgen, da gibts Zahnräder in allen möglichen Größen, Formen usw. Die Zähenzahl muss halt zum Umfang passen, sonst stimmen die Nadelabstände und damit das ganze Druckbild nicht.

  • Ich würde das Zahnrad gerne mal von der anderen Seite sehen.
    Auf dem Bild in der Mitte ist ein Drahtseil zu sehen. Schätze auf
    der Rückseite vom Zahnrad ist eine Art Riemenscheibe um die
    das Seil gelegt wird. Wenn dem so ist, wird man im Modellbauladen
    bestimmt schlechte Karten haben.


    Björn

  • Ich würde das Zahnrad gerne mal von der anderen Seite sehen.
    Auf dem Bild in der Mitte ist ein Drahtseil zu sehen. Schätze auf
    der Rückseite vom Zahnrad ist eine Art Riemenscheibe um die
    das Seil gelegt wird. Wenn dem so ist, wird man im Modellbauladen
    bestimmt schlechte Karten haben.


    Björn


    Exakt. Keine Riemenscheibe, sondern das Gegenstück zu einem Zahnriemen, welchen den Druckwagen bewegt. Dieses ist auch gerissen und müßte man mitdrucken.
    Das Zahnrad ist zu starr, zusammendrücken und kleben geht nicht.
    Weiterhin ist das Gegenstück aus Messing.
    Ich hab im F64 mal was von einer TA Schreibmaschine gelesen, die das gleiche Problem hatte. Ich hoffe, mein neuer TA Typenraddrucker hat das Problem nicht.

  • Ich denke für 3,3€ (Maxi-Brief hin und zurück) lohnt sich das ausprobieren.
    Ich kann auch eins aus PLA und eins aus ABS drucken bzw ich muss mal gucken was wir sonst noch haben.


    Grüße, Josua


    Sehr gern komme ich auf das Angebot zurück. Magst Du mir Deine Adresse per PM schicken?

  • Auch wenn sich alle köstlich über das Wort "Achsloch" amüsiert haben, war der Beitrag durchaus ernst gemeint.
    Gerissen ist das Zahnrad doch, weil der Kunststoff geschrumpft ist, das Metall in der Mitte sich aber davon
    nicht hat beeindrucken lassen. Wenn Du das Metall herausdrückst, müsste sich das Zahnrad mit mehr oder weniger
    Gewalt nahezu in seine alte Form bringen lassen und auch kleben lassen. Wenn du dann das Loch wieder etwas
    aufweitest, sodass das Metallteil formschlüssig passt, sollte es doch wieder funktionieren.
    Oder hab ich da was nicht verstanden ...

  • Auch wenn sich alle köstlich über das Wort "Achsloch" amüsiert haben, war der Beitrag durchaus ernst gemeint.
    Gerissen ist das Zahnrad doch, weil der Kunststoff geschrumpft ist, das Metall in der Mitte sich aber davon
    nicht hat beeindrucken lassen. Wenn Du das Metall herausdrückst, müsste sich das Zahnrad mit mehr oder weniger
    Gewalt nahezu in seine alte Form bringen lassen und auch kleben lassen. Wenn du dann das Loch wieder etwas
    aufweitest, sodass das Metallteil formschlüssig passt, sollte es doch wieder funktionieren.
    Oder hab ich da was nicht verstanden ...


    Das könnte funktionieren. Aber nur dann, wenn sich der Abstand zwischen Zahnrad und Motorwelle neu justieren lässt ("dicht aber frei"), sonst gibt es zu viel Spiel zwischen den beiden Zahnrädern was eine ungenaue Steuerung des Druckkopfes zur Folge hat. Die Frage ist nur, wie gut lässt sich die Bruchstelle kleben?

  • Ob das so viel ausmacht? Das selbe Problem hätte man beim Negativ Herstellen auch.


    Auf jeden Fall würde ich mich über eine weitere Berichterstattung freuen.
    Ich hab (noch) keinen 3D-Drucker, aber reizen würd es mich.

  • Ob das so viel ausmacht?


    Du meinst das mit dem Spiel zwischen den Zähnen? Das macht was aus, zum einen hat der Druckkopf dann leichtes Spiel nach links und rechts, was bedeutet, insbesondere bei bidirektionalem Druck, dass senkrechte Linien zickzack gedruckt werden und Tabellenzeilen und allgemein Zeichen nicht genau untereinander sind, zum anderen fördert das auch erhöhten Verschleiß an den Zahnrädern, da die Zänhne einen größeren Eingreifwinkel bekommen, was diverse Querkräfte auf die Zähne erhöht, im Exttremfall führt das sogar zu einem Verkanten der Zahnräder. Das sollte man genau einstellen, wenn man es kann.

  • Ich meinte, ob die Schrumpfung des Kunststoffs so viel im Durchmesser ausmacht, das ein merklich größeres Spiel entsteht.

  • Ja, sonst würde es nicht reißen. Da steckt schon ordentlich Kraft in der Schrumpfung. Und beim Spiel zwischen Zahnrädern kommt es auf zehntel Millimter und weniger an.