Diskussion zum Thema "Coronavirus"

  • Gelegentlich mal zur Kenntnis nehmen, wie die Lage in Italien und Spanien ist, sollte den einen oder anderen wachrütteln.

    Daß die Leichen mit Militärlastern aus der Stadt gebracht werden, weil das sonst nicht zu bewältigen ist, gibt es sonst nur in Kriegsgebieten oder Hollywoodstreifen, die das US-Militär verherrlichen.

    Ob dieser Kelch an uns vorüber geht, ist noch längst nicht raus.

  • Glaube ich nicht.

    Zum einen weiß jeder (geistig Gesunde), daß die Maßnahmen erforderlich sind, zum anderen sind die (allermeisten) Deutschen ziemlich diszipliniert.

    In Frankreich könnte ich mir das eher vorstellen, da entfällt der zweite Punkt nämlich weitgehend.

    Du überschätzt die Deutschen, bzw. den Gruppen-IQ insgesamt. Das "Gemurre" wird im Internet schon jetzt lauter, nach nur einer Woche. Sogar einige Politiker, wie der Bürgermeister von Düsseldorf faseln schon jetzt vom Ende der Maßnahmen. Dieser Schwachsinn von diesem "Dr. Wodarg" und anderen geisteskranken Wichtigtuern mach zunehmend über WhatsApp die Runde, und immer mehr Leute, die sich auf ihrer 60 m" Bude davon angepisst fühlen ständig die Nase ihrer Ollen zu sehen, glauben solche Videos nur zu gerne.

  • Wieso? Italien kann man doch einfach wegdiskutieren: https://www.wodarg.com/


    Das ist ausdrücklich NICHT meine Meinung. Ich poste den Link zur Abschreckung!

    Wie war denn das jetzt mit der Strafbarkeit der Verbreitung von Fake News?

    Ist das inzwischen durch, oder noch immer nicht?


    Ich wäre dafür, Leute, die solchen Unfug von sich geben, irgendwelche niederen Arbeiten (also ihrem Bildungsstand angemessen) im Gesundheitswesen ausführen zu lassen. Vielleicht die Gänge im Krankenhaus putzen (nicht die Krankenzimmer!) oder Müll runterbringen.

    Hauptsache irgendwas, wobei sie sehen, wie die Lage wirklich ist, ohne daß sie Schaden anrichten können.

  • Ich kann der Situation durchaus was abgewinnen. Es ist viel viel ruhiger geworden (Verkehr).

    Wenn das dauerhaft wäre, würde ich keine 2 Autos in der Familie brauchen. Insgesamt die Umwelt profitiert davon, die Saudis bekommen weniger Kohle vom Verkauf von Dschihadistenplörre, was wiederum den Krieg im Jemen und den ganzen unangemessenen Luxus der Oberschicht dort herunterfahren würde, weniger Fluglärm (betrifft eher meine Eltern in der EInflugschneise von FRA), usw. Ich glaube, Greta ist gerade sehr glücklich, trotz dass sie sich angeblich mit dem Virus angesteckt hat.

  • Gelegentlich mal zur Kenntnis nehmen, wie die Lage in Italien und Spanien ist, sollte den einen oder anderen wachrütteln.

    Daß die Leichen mit Militärlastern aus der Stadt gebracht werden, weil das sonst nicht zu bewältigen ist, gibt es sonst nur in Kriegsgebieten oder Hollywoodstreifen, die das US-Militär verherrlichen.

    Ob dieser Kelch an uns vorüber geht, ist noch längst nicht raus.

    *** Report from Andorra ***


    Infected: 224

    Healed: 3

    Deceased: 3


    The government is taking measures to protect foreign citizens with seasonal employment.


    *** Report from Spain ***


    Infected: 49844

    Healed: 9357

    Deceased: 4858


    The government has reacted too late, too little. It was not until a week ago that their president decided to create a comittee of scientists to help in the decisions.


    There's not anything related to the IQ of people... there are lots of smart people in Spain. The problem is culturally imposed: if Spain is known for anything is for its picaresque. If something is forbidden, then people will certainly do it; the "idiot" is the one who closelly follows the established conventions and then... the disaster happens. I still remember what happened at Totalán... that was pretty sad.


    Picaresque started to be important in society when the empire started to decline. The large amount of dissent, revolts and civil wars until the last century made it a desirable trait for common people to survive in those hostile environments.


    The following are some cases of the Spanish picaresque during this crisis:


    https://www.lavanguardia.com/v…allina-uga-lanzarote.html

    https://www.lavanguardia.com/s…saltar-confinamiento.html

    https://www.lavanguardia.com/s…bar-murcia-el-palmar.html

    https://www.lavanguardia.com/v…tado-de-alarma-salir.html


    People would do anything to get some fresh air. Some even react with violence when found by police or gc. In the (approximately) two weeks we've been enclosed I've seen lots of news like the four posted above.


    To close this post, the Darwin Award of the week... this guy (not Spanish) definitely deserves the award.

    https://www.lavanguardia.com/m…llenge-lamer-retrete.html


    Regards

    When I tried to list all retro systems I have at home, the "The message is too long, must be under 500 characters" error appears! :lol:

  • Wieso? Italien kann man doch einfach wegdiskutieren: https://www.wodarg.com/


    Das ist ausdrücklich NICHT meine Meinung. Ich poste den Link zur Abschreckung!

    Das Schlimme an solchen Leuten ist, dass sie ja durchaus auch richtige Fakten liefern, aber falsche Interpretationen. Nur mal ein paar Beispiele, die mit bei oberflächlicher Betrachtung ins Auge gefallen sind:


    Das Diagramm zum Verlauf der "normalen" Atemswegserkrankungen zeigt z.B., wie stark die aufgrund der Corona Pandemie getroffenen Maßnahmen die Infektionszahlen dort senken. Das ist ein sehr positiver Nebeneffekt. Nur erlaubt das ja keine Aussage über die Gefährlichkeit des aktuellen Coronastamms.


    Wenn ich in seinen Folien sehe, dass 2017 über 13.000 Menschen in Italien an der saisonalen Grippe gestorben sind und 2018/19 in Deutschland 25.000 Menschen, ist das eher ein Argument für bessere Schutzmaßnahmen auch ohne Corona in jedem Jahr. Also auch keine Aussage zu Corona.


    Er sieht außerdem überhaupt nicht, dass die Fallzahlen und Todeszahlen durch Corona relativ gering sind, weil so viele Maßnahmen getroffen wurden. Seine Argumentation steht darum Kopf, weil er den Verlauf von schwach bis überhaupt nicht verhinderten Epidemien (saisonale Grippe) mit dem stark abgeschwächten Coronaverlauf vergleicht.


    Dass Corona-Viren nicht neu sind, ist auch nicht neu ( https://de.wikipedia.org/wiki/Coronaviridae )- nur hat das keine Aussage. Bei einer so variablen Familie mögen die bisher bekannten Coronaviren harmlos(er) sein, das sagt nichts über den aktuellen Stamm aus. Genauso könnte ich sagen, dass Revolverungefährlich sind, weil ich bisher immer nur Platzpatronen in der Kammer hatte. Die erste scharfe Munition lässt micht dann blöd aussehen oder tot oder beides.


    Schade- ich hätte mich über eine fundierte Gegenposition gefreut, sozusagen als Rütteltest für die aktuelle Daten- und Maßnahmenlage. Aber das war wohl nix.


    Mich überzeugt von dem Kram also überhaupt nicht.

    Erfahrung ist Wissen, das wir erwerben, kurz nachdem wir es gebraucht hätten.


    Mein Netz: Acorn | Atari | Milan | Amiga | Apple IIGS | Macintosh | SUN Sparc | NeXT |SGI | IBM RS/6000 | DEC Vaxstation| Raspberry Pi | PCs mit OS/2, BeOS, Linux, AROS, Windows, BSD | Stand-alone: Apple //c | Sinclair QL | Amstrad | PDAs

  • Wer weiterhin uneinsichtig ist, und meint, das wäre alles übertrieben - wir haben weiterhin eine Zunahme der (getesteten) Infizierten, jetzt sind es bereits 6000 Tag für einen Tag, die Todeszahl steigen auch wieder

    Sag das mal meinem Arbeitgeber. Wir fahren immer noch fröhlich von Baustelle zu Baustelle, ziehen Leitungen und nehmen Anlagen in Betrieb (Auch in NRW). Das ist sicherlich nicht systemrelevant. Ich warte ja nur auf den ersten, der sich was einfängt - dann ist zumindest mal 14 Tage Ruhe für Alle angesagt...

  • Der Wodarg ist ein Scharlatan, denn er bringt zwar richtige Fakten und interpretiert für sich gesehen auch richtig, er lässt aber entscheidende Fakten wie z.B. Kapazität der Krankenhäuser für die schweren Fälle komplett außen vor. Das ist hochgefärlich, wir sehen gerade in Italien, Frankreich, Spanien und in New-York, was das bedeutet, bald sicher auch in UK. Da gibts aber noch einen ehem. Mainzer Uni-Prof Namens Bhakdi, der behauptet den selben Unsinn, lässt sich aber immerhin wenigstens bisher nicht von Rechtspoulisten wie dem Youtube-Kanal "Wissensmanufaktur" einspannen.

  • Schade- ich hätte mich über eine fundierte Gegenposition gefreut, sozusagen als Rütteltest für die aktuelle Daten- und Maßnahmenlage. Aber das war wohl nix.

    Da brauchst du nur die Statements von Karl Lauterbach anzuschauen.

  • Auch die bisher vergriffenen Sachen sind wieder zu haben.

    War eben einkaufen. Im DM und auch im Aldi gab es wieder jede menge Toilettenpapier.... Nudeln und Konserven sind wieder voll aufgefüllt.


    Denke das die Hamsterkäufer jetzt genug haben. Und durch die Haushaltsübliche Abgabe, ich nicht mehr alles direkt vergriffen.


    --

    Elaay (aka WStyle) - Commodore 4 Ever !


    there are 10 types of people in this world, those who understand binary and those who dont

  • Insgesamt die Umwelt profitiert davon,...

    und du hast auch noch nie was davon gehört, dass gerade eben der Internetverkehr und damit der Stromverbrauch extrem angestiegen sind?

    zur Zeit verballern wir wesentlich mehr CO2 in Serverzentren etc. als der Strassenverkehr im ganzen Monat!

  • und du hast auch noch nie was davon gehört, dass gerade eben der Internetverkehr und damit der Stromverbrauch extrem angestiegen sind?

    zur Zeit verballern wir wesentlich mehr CO2 in Serverzentren etc. als der Strassenverkehr im ganzen Monat!

    Gibt es einen Beleg für diese These, daß seit den Ausgangsbeschränkungen nun mehr Energie verbraucht wird?


    Ich glaube nicht! Der Stromverbrauch sinkt aktuell, da ist noch nicht mal das Minus im Nettoenergieverbrauch durch weniger Autos, Flieger, Bahnverkehr eingerechnet.


    Selbst wenn der Internettraffic durch gesteigerten Pornokonsum im Netz Homeoffice steigt, steigt dann der Stromverbrauch eines Rechenzentrums wirklich linear dazu? Ich glaube nicht.


    https://www.stimme.de/deutschl…uch-sinken;art270,4337373

  • Wenn die Bildchen zu heiß werden, kann der Server schonmal ins Schwitzen kommen...


    Natürlich braucht "das Netz" und "die Infrastruktur" nicht (wesentlich) mehr Strom, wenn es tatsächlich benutzt wird.

    Die Rechenzentren sowieso nicht, da arbeiten ja dieselben Leute dran, die sonst vom Büro aus damit arbeiten.

  • und du hast auch noch nie was davon gehört, dass gerade eben der Internetverkehr und damit der Stromverbrauch extrem angestiegen sind?

    zur Zeit verballern wir wesentlich mehr CO2 in Serverzentren etc. als der Strassenverkehr im ganzen Monat!

    Gibt es einen Beleg für diese These, daß seit den Ausgangsbeschränkungen nun mehr Energie verbraucht wird?

    Also dafür braucht ich keinen Beweis, weil das für einfach logisch ist.

    Dass der Internetverkehr deutlich angestiegen ist, ist auch naheliegend, weil jetzt die Kids alle zuhause sitzen und Netflix streamen.

    Und es hat ja vermutlich gute Gründe, dass man Netflix gebeten hat, während der Krise die Bandbreite (Streamingqualität) herunterzufahren.

    Und dass Rechenzentren und Bandbreite Energie verbraucht, ist auch naheliegend.


    Also welche Belege brauchst du?


    Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Rechenzentren keine Stromsparmechanismen haben und unbenutze Kapazitäten dynamisch abschalten. Das ist doch bares Geld.

  • Daß der Energieverbrauch der Rechenzentren steigt, wenn die Internetnutzung zunimmt, steht meiner Meinung nach außer Zweifel.

    Aber der Beleg, daß das mehr ist (in welchem Zeitraum?) als der Straßenverkehr in einem Monat, ist damit noch nicht gegeben.

  • Wenn die Bildchen zu heiß werden, kann der Server schonmal ins Schwitzen kommen...


    Natürlich braucht "das Netz" und "die Infrastruktur" nicht (wesentlich) mehr Strom, wenn es tatsächlich benutzt wird.

    Die Rechenzentren sowieso nicht, da arbeiten ja dieselben Leute dran, die sonst vom Büro aus damit arbeiten.

    Server, Firewalls und Switche haben auch keinen Stromsparmodus wie es Deskop-PCs oder Notebooks haben, die gehen nicht in den Ruhezustand wenn sie nicht gebraucht werden. So ein bischen Prozessor-Sleep, das wars, aber bei der wenigen Energie, die CPUs heute zu früher brauchen, macht das am Gesamtobjekt "Server" (Laufwerke, Chipsatz, RAM, ....) im Verhältnis zu Früher nur noch wenig aus. DIe werden auch nicht ausgeschaltet, nur weil eine Webseite gerade mal nicht abgerufen wird. DIe laufen immer, schlimmstensfalls sind die in Warteschleife (kommt jetzt endlich aaner den ich servieren darf...).

  • Daß der Energieverbrauch der Rechenzentren steigt, wenn die Internetnutzung zunimmt, steht meiner Meinung nach außer Zweifel.

    Aber der Beleg, daß das mehr ist (in welchem Zeitraum?) als der Starßenverkehr in einem Monat, ist damit noch nicht gegeben.

    Nein, vermutlich nicht. Der von Stephan verlinkte Artikel belegt ja, dass der Energieverbrauch ingesamt runtergegangen ist.

    Ich sehe das auch an dem Windpark hier vor unserer Haustür. Seit Wochen stehen die Windräder still. Das gab es früher nicht über einen so langen Zeitraum.

  • und du hast auch noch nie was davon gehört, dass gerade eben der Internetverkehr und damit der Stromverbrauch extrem angestiegen sind?

    zur Zeit verballern wir wesentlich mehr CO2 in Serverzentren etc. als der Strassenverkehr im ganzen Monat!

    Gibt es einen Beleg für diese These, daß seit den Ausgangsbeschränkungen nun mehr Energie verbraucht wird?

    Also dafür braucht ich keinen Beweis, weil das für einfach logisch ist.

    So logisch ist das gar nicht.


    Die Leute, die jetzt zuhause sitzen und im Home-Office mit irgendeiner Software im Rechenzentrum (SAP z.B.) arbeiten, haben exakt dasselbe mit exakt denselben Servern vorher im Büro gemacht. Solange sie nicht vergessen haben, ihren Rechner im Büro abzuschalten, brauchen sie exakt gleichviel Strom.


    "Das Internet" braucht (fast) exakt gleichviel Strom, egal ob die Router oder Switches jetzt viel oder wenig Päckchen schieben. Der Stromverbrauch unterscheidet sich nicht nennenswert.


    Es mag sein, daß manche Firmen z.B. ihre MS Teams oder Skype-Server aufgerüstet haben, um genug Remote-Kapazität zu haben (in meiner Firma ist das z.B. nicht passiert, da muß sowieso immer genug Kapazität da sein, daß jeder potentiell remote arbeiten kann.


    Von der Telekom z.B. weiß ich, dass da gar nichts betreffs Kapazitätserweiterung gemacht wurde. Das Risiko in so einer Notsituation ist viel zu hoch, daß bei einem Ausbau kurzfristige Ausfälle da sind - Das faßt keiner an, wenn's nicht absolut sein muß. Und mit den mickrigen Bandbreiten, die ein einzelner Teilnehmer in den meisten Fällen bei uns maximal ins Netzt schieben kann, muß das auch nicht sein.


    Hier kann man sehen, wie die Auslastung der DE-CIX-Zugangspunkte gestiegen ist: Schlaffe 10%, die an sich im generellen Anstieg desr Bandbreite fast untergehen. Mehr Strom brauchen sie deshalb aber nicht...

  • "Das Internet" braucht (fast) exakt gleichviel Strom, egal ob die Router oder Switches jetzt viel oder wenig Päckchen schieben. Der Stromverbrauch unterscheidet sich nicht nennenswert.

    Du meinst also wirklich, den Betreibern von Rechenzentren und Knotenpunkten ist einer ihrere Hauptkostenfaktoren egal und die wären nicht in der Lage den Energiebedarf der tatsächlichen benötigen Rechenleitung anzupassen (Datenverkehr ist auch Rechenleistung) ? Also so ein Rechenzentrum läuft dann immer auf 100% egal was los ist ?


    Ich kenne mich nicht wirklich mit Rechenzentren aus, aber so dumm werden die nicht sein. Jeder Büro-PC passt seinen Stromverbrauch der gerade benötigten Rechenleistung an.


    Ausserdem rede ich nicht von Terminalservern sondern von Video-Streaming. Netflix und Amazon. Wie gesagt hat Netflix bereits die Streaming-Qualität verringert um das Netz zu schonen.


    https://t3n.de/news/wegen-corona-krise-netflix-1264139/

  • Und noch eine Prognose:


    Quote

    Vertrauliche Regierungsstudie beschreibt Corona-Szenarien für Deutschland

    Mehrere Wissenschaftler haben nach SPIEGEL-Informationen für das Innenministerium untersucht, wie sich die Epidemie ausbreiten könnte. In einem Worst-Case-Szenario beschreiben sie, was passiert, wenn der Staat gegen Corona zu wenig unternimmt.

    https://www.spiegel.de/politik…32-434d-b4de-2f63bce0315d


    Auch da geht man von mindestens 2 Monaten aus, plus wiederkehrende weitere Shutdowns.


    Und das hier über die Zustände in Straßburg macht auch keine Freude. Klick

  • passt seinen Stromverbrauch der gerade benötigten Rechenleistung an.

    Ja, aber IDLE heißt nicht 0% Stromverbrauch. Sicher auch nicht 10% oder 20%.


    Die Frage ist nur, heißt IDLE 70% Stromverbrauch oder 95%.... Und die kann hier offenbar niemand beantworten.


    Bei einem Auto oder Flugzeug, was nicht bewegt wird, ist der Energieverbrauch exakt 0% des Volleistungs-Verbrauchs.

  • Die Frage ist nur, heißt IDLE 70% Stromverbrauch oder 95%.... Und die kann hier offenbar niemand beantworten.

    Das einzige was ein bischen idle kann, ist die CPU. Nicht die SSDs, nicht der Chipsatz, nicht das RAM. Und Serverplatten hält man auch nicht an.

  • passt seinen Stromverbrauch der gerade benötigten Rechenleistung an.

    Ja, aber IDLE heißt nicht 0% Stromverbrauch. Sicher auch nicht 10% oder 20%.

    Die Frage ist nur, heißt IDLE 70% Stromverbrauch oder 95%.... Und die kann hier offenbar niemand beantworten.

    Bei einem Auto oder Flugzeug, was nicht bewegt wird, ist der Energieverbrauch exakt 0% des Volleistungs-Verbrauchs.

    Ich denke, dass die ganze Server komplett abschalten, je nach Last.


    Aber du hast vermutlich recht, dass der Mehrverbrauch der Rechenzentren nicht die verminderten Stromverbrauch der Industrie aufwiegt.

  • Also dafür braucht ich keinen Beweis, weil das für einfach logisch ist.

    Ach, das wäre schön, wenn das so wäre. Das hieße ja, die Systeme im Rechenzentrum würden vom Stromverbrauch deutlich heruntergehen, wenn sie nichts zu tun haben. Das hätten wir gern- meist ist das leider nicht so.


    Server laufen 24x7 und verbrauchen nur ein paar Prozent mehr Strom, wenn die CPU Kerne unter Last sind. Im Normalfall ist der Prozessor unterbeschäftigt, während der Rest des Boards und der Platten/SSDs munter Strom frisst. Das ist ja gerade der Grund (oder zumindest einer), weshalb Virtualisierung so der Hit ist. Da laste ich die Hardware eher aus und habe mehr Leistung je KWh.


    Lastprobleme bei Netzkomponenten und Firewalls / VPN Gateways rühren dann auch meist von RAM Speichermangel her, weil State Tables usw. irgendwann voll sind. Und von der schlechten I/O Performance der verwendeten Standard-Prozessoren, weshalb bei vielen Herstellern da auch ASICs oder FPGAs im Einsatz sind. Manchmal ist das auch ein kaufmännisches Problem, weil Lizenzen die Anzahl konkurrierender User limitieren. Selten liegt das an einem Prozessor, der die Last nicht mehr wuppt und das Maximum an Strom verbraucht.


    Auf eine richtige Statistik der erhöhten Leistungsaufnahme während des Shutdowns bin ich aber gespannt.


    Gruß- Georg B.

    Erfahrung ist Wissen, das wir erwerben, kurz nachdem wir es gebraucht hätten.


    Mein Netz: Acorn | Atari | Milan | Amiga | Apple IIGS | Macintosh | SUN Sparc | NeXT |SGI | IBM RS/6000 | DEC Vaxstation| Raspberry Pi | PCs mit OS/2, BeOS, Linux, AROS, Windows, BSD | Stand-alone: Apple //c | Sinclair QL | Amstrad | PDAs

  • Ich denke, dass die ganze Server komplett abschalten, je nach Last.

    Das habe ich bisher noch nirgends gesehen. Leider!

    Erfahrung ist Wissen, das wir erwerben, kurz nachdem wir es gebraucht hätten.


    Mein Netz: Acorn | Atari | Milan | Amiga | Apple IIGS | Macintosh | SUN Sparc | NeXT |SGI | IBM RS/6000 | DEC Vaxstation| Raspberry Pi | PCs mit OS/2, BeOS, Linux, AROS, Windows, BSD | Stand-alone: Apple //c | Sinclair QL | Amstrad | PDAs

  • Ich denke, dass die ganze Server komplett abschalten, je nach Last.

    Das gibts zwar, VMWare VSphere und auch Citrix XenServer über einen Provisioning-Server können das, und auch dynamisch VMs hoch/runter fahren, bei Docker-Containern geht das auch, aber in der Praxis wird das eher nicht gemacht. Denn jedes Runter- und wieder Hochfahren ist bei einem Server ein gewisses Risiko, insbesondere wenn die Kisten älter werden. Das Problem sind meistens mechanische Teile, Platten, Lüfter, die eine gewisse Betriebstemperatur für die Schmierstoffe gewohnt sind. Geht das aus, kühlt das ab, die Schmierstoffe verharzen, die Dinger klemmen beim Wiederanfahren. Bei Storage-Systemen (SAN) geht man davon aus, dass nach einem Ausschalten über mehrere Stunden etwa 10% der verbauten Platten ausfallen können. Und wenn man Pech hat, verliert man dadurch in einem Array die Redundanz, weil von mehreren Raid-5-Verbänden eine Platte ausgefalllen ist und dann nicht genug Spare-Platten zur Verfügung stehen, oder in einem Raid-5 fallen gleich 2 Platten aus, dann ist das Ding futsch, man darf den RAID-Verbund neu einrichten und das Backup einspielen. Ich habe schon ein paar Serverraumumzüge mitgemacht, üblicherweise packt man da die SAN-Systeme mit Isoliermatten ein, damit die Platten nicht so schnell auskühlen und man macht das nachts, wenn die Straßen leer sind.

  • Also dafür braucht ich keinen Beweis, weil das für einfach logisch ist.

    Ach, das wäre schön, wenn das so wäre. Das hieße ja, die Systeme im Rechenzentrum würden vom Stromverbrauch deutlich heruntergehen, wenn sie nichts zu tun haben. Das hätten wir gern- meist ist das leider nicht so.

    Ich habe gefunden, dass alleine Google 5,7 Terawattstunden pro Jahr verbrät. Und dann habe die keine Technik, um den Stromverbrauch zu senken bzw. anzupassen? Das heisst, in Wirklichkeit bräuchten die vielleicht nur 70-80% davon und der Rest wird verbraten, um Lastspitzen abzufangen.


    Sorry, das glaube ich nicht. Das wäre betriebswirtschaftlicher Wahnsinn.


    Wir reden hier nicht von Rechenzentren, wo tausende Server (virtuell oder reell) tausend verschiedene Dinge tun. Sondern da wird im Prinzip eine Anwendung auf tausende von Servern verteilt.