Intel MDS / Intel Intellec Thread

  • Hat das Teil schon jemand entdeckt?


    Wenn ich nur Platz hätte :(


    Intel Computer Dinosaurier

    Ein MDS-II (aka Intellec Series II) . Tolles Teil, so wie es aussieht hat der sogar den DD-Diskettencontroller für ein externes DD-Laufwerk verbaut (Anschluss auf der Rückseite). Auf den Bildern ist die IO-Platine im Diagnosemodus (s. Bildschirmanzeige und Schiebeschalter auf der Rückseite). D.h. die Bilder sagen nicht aus ob das Gerät von der Diskette bootet.

    Hoffe das Gerät landet hier bei einem Mitforisten. Das eingebaute Laufwerk verarbeitet nur SD-Disketten. Mit Isis-II auf SD Disketten könnte ich aushelfen.


    Ich habe den blauen Dinosaurier, das Intel MDS 221, ersteigert.

    Am übernächsten Montag werde ich ihn abholen.


    Ich rätsele, ob das MDS 221, das laut Spezifikation eine Single Density Floppy besitzt,

    von einer Single Density Diskette booten würde.

    Der Besitzer weiß nicht, ob es bootet und ob es von Single-Density oder Double Density Diskette booten würde.

    Auf den Bildern zur Auktion sehe ich eine Intel Diskette mit rotem Label. Rote Label hat Intel für Double Density Disketten verwendet.


    Auf der Rückseite des MDS 221 ist ein 37-poliger Stecker zu sehen.

    Der könnte eventuell den Anschluss einer externen Disk Station ermöglichen.

    Da ist allerdings nur ein 37-poliger Stecker in J9. J8 ist nicht bestückt.


    Nach einigen Stöbern bin ich auf folgendes Dokument gestoßen:


    INSTALLATION INSTRUCTIONS

    DOUBLE DENSITY UPGRADE KIT

    MODEL 503

    Manual Order Number: 121505-002 Rev. B


    Dort wird beschrieben, wie ein MDS-220/221 mit einer Double Density Option aufgerüstet wird.

    Die interne Single Density Diskette wird dabei vom IOC getrennt und mit dem Double Density Controller verbunden.

    Das zweite Kabel des Double Density Controllers wird zur Rückwand, zu J9 geführt.

    Die Interne Diskette wird zu Double Density Drive :F0:.

    Die externen on J8 angeschlossenen Drives werden :F2: und :F3:.

  • Da hast du einen schönen Fang gemacht. Günstig war's auch! Ich habe gelesen die 221 deutet auf die 220V Version des 220 hin. Angeblich würde der ein CP/M in Originalversion wie von Kildal ausgeliefert booten können. Da lassen sich dich hoffentlich Images finden?

    Wirst dann ja untersuchen, inwieweit der modifiziert wurde. Als Entwicklersystem ist das ja eher zu erwarten als bei Bürogeräten. Wär schon wenn du davon berichtest.

    Lieben Gruß,

    Volker

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  • Am besten ein Mod verschiebt das in einen eigenen Thread, Bin schon sehr gespannt auf Deinen Bericht.

    Mit Disketten (Images) kann ich ggf helfen.


    Diese Seite kann ich waermstens empfehlen :

    https://www.intel-vintage.info/inteldevelopmenttools.htm, Abschnitt iMDS-II


    Dann ist in der Tat zu erwarten, daß das interne LW auf den DD-Controller umverlegt wurde.

    Das heißt aber auch, daß du bei Bedarf das das interne Laufwerk wieder auf den Single Density Controller zurueckhaengen könntest.

  • Es wäre ganz nett, wenn das in einen eigenen Thread verschoben werden kann.


    Wenn das nicht möglich ist, werde ich einen eigenen Thread zu dem Gerät aufmachen, sobald ich es abgeholt habe.

    • Official Post

    Hmm, kann ich machen… welche Nummern sollen wohin?

    Erfahrung ist Wissen, das wir erwerben, kurz nachdem wir es gebraucht hätten.


    Mein Netz: Acorn | Atari | Milan | Amiga | Apple IIGS | Macintosh | SUN Sparc | NeXT |SGI | IBM RS/6000 | DEC Vaxstation| Raspberry Pi | PCs mit OS/2, BeOS, Linux, AROS, Windows, BSD | Stand-alone: Apple //c | Sinclair QL | Amstrad | PDAs

  • Hallo NIXDAS!

    Herzlichen Glückwunsch!. Hättest Du was gesagt, hätte ich nicht mitgeboten und ein anderer wäre Zweithöchstbietender geworden.

    Denn ein "Unbedingt-haben-wollen" lag bei mit nicht vor und er war ja auch recht günstig.


    Axel

    Ja, manchmal hilft es, miteinander zu sprechen.

    Der Preisaufschlag, der damit zustande kam, ist jetzt nicht so tragisch.

    In Zeiten steigender Spritpreise, wäre natürlich jede Einsparmöglichkeit willkommen.

    Für die einfach Strecke zum Verkäufer sind ca. 230 km einzuplanen.

    Ich werde das mit Kurz-Kurz-Urlaub verbinden. Hinfahrt am Sonntag, Übernachtung in der Region, Abholung und Rückfahrt am Montag.

  • Soweit ich gelesen hatte hat die MDS 221 intern immer nur einen SD-Controller.

    Ich vermute, daß ein "DOUBLE DENSITY UPGRADE KIT MODEL 503" installiert wurde.

    Damit wäre auch das eingebaute Laufwerk ein Double Density Laufwerk.

    Wenn mit dem Gerät ein I2ICE betrieben wurde, wäre man mit einer Single Density Diskette vermutlich nicht weit gekommen.

    Auf das Upgrade Kit MODEL 503 deuten die Stecker an der Rückseite, J8 ist nicht bestückt, weil das Kabel zum integrierten Laufwerk geführt wird.

    J9 ist bestückt und dort kann eine externe Disk Station mit zwei Double Density Laufwerken angeschlossen werden.

    Mehr werde ich am übernächsten Montag wissen.

  • Nur am Rande: Auf dem MDS laufen am DD Controller keine SD Disketten. Um das zu testen muss man wohl das Boot Laufwerk am SD- Controller haben.

    Ich habe zusammen mit anderen Intel Disketten eine Intellec Series-II Confidence Test Diskette, Single Density, bekommen.

    Für einen ersten Test des blauen Dinosauriers und für den Fall, daß das eingebaute Disketten-Laufwerk ein Double Density Laufwerk ist,

    wäre es interessant eine Double Density Version des Confidence Test zu haben.

    Weiß jemand, ob die Confidence-Test Disketten bootfähig sind?

    Etwas anderes macht eigentlich keinen Sinn.


  • Hallo NIXDAS

    So im Detail kenne ich mich mit dieser 2. Serie nicht aus. Habe bevor ich geboten hatte mal auf die Schnelle gegoogled. Ich habe auch nicht

    alles verstanden bzw. mir gemerkt was dazu geschrieben stand. Es gab mehrere Reihen mit verschiedenen Ausbaustufen. Die MDS 220 ist die

    Kleinste. die Version 221, die hier angeboten wurde, ist die 220 Volt Version der MDS 220. Soweit ich mich jetzt noch erinnere stand dort, daß

    man DD-Laufwerke anschließen konnte, aber nur als externes Laufwerk mit eigenen Controller.

    Kann gut sein, daß da noch weitere Möglichkeiten gab.

    Gruß

    Axel

  • Für einen ersten Test des blauen Dinosauriers und für den Fall, daß das eingebaute Disketten-Laufwerk ein Double Density Laufwerk ist,

    wäre es interessant eine Double Density Version des Confidence Test zu haben.

    Weiß jemand, ob die Confidence-Test Disketten bootfähig sind?

    Bei deinen Disketten aus dem anderen Diskettenthread ist doch mindestens eine DD ISIS-II Diskette dabei und bei dem Rechner ist auf einem Foto ja auch mindestens eine DD Diskette dabei. Ich schau aber mal nach ob ich einen "Confidence-Test" habe und ob der direkt bootet


    Zu Controllerthema am MDS-II:

    -Der interne SD-Controller befindet sich auf der IO-Platine (Die IO-Platine ist fest im Gerät verbaut , darauf befinden sich das Terminal und die Standardausgänge sowie ein einfacher SD-FM Controller)

    -Beim Minimalausbau ist das interne Laufwerk am internen Controller angeschlossen. Das Laufwerk am internen Controller ist dann Laufwerk :F0:

    -:F0: ist das Bootlaufwerk

    -Der DD-Controller sind 2 Platinen die unterhalb des Monitors in die Slots gesteckt wurden.

    -Der DD-Controller kann 4 Laufwerke verwalten (MMFM).

    -Wenn der DD-Controller gesteckt ist, wird das Laufwerk am internen SD-FM Controller zu :F4: und die Laufwerke am DD- Controller zu :F0: ,:F1:, :F2:, :F3: . Damit wird das erste DD-Laufwerk zum Bootlaufwerk

    -Von dem DD-Controller wird (normalerweise) ein Kabelbaum mit 2 Steckern an die Rückseite gelegt.

    -Pro Stecker kann eine externe Disketteneinheit mit ja 2 Laufwerken angeschlossen werden. An einem Stecker :F0: und :F1:, am anderen :F2: und :F3:

    -Im Vollausbau hat das System dann 5 Laufwerke (4 externe DD, ein internes SD)



    Auf das Upgrade Kit MODEL 503 deuten die Stecker an der Rückseite, J8 ist nicht bestückt, weil das Kabel zum integrierten Laufwerk geführt wird.

    J9 ist bestückt und dort kann eine externe Disk Station mit zwei Double Density Laufwerken angeschlossen werden.

    Mehr werde ich am übernächsten Montag wissen

    Bei NIXDAS neuem System liegt dann höchstwahrscheinlich folgende alternative Konfiguration vor:

    -DD-Controller gesteckt

    -Einer der Stecker des DD-Kabelbaums an die Rückseite geführt

    -internes Laufwerk hängt nicht am internen Controller sondern am zweiten Stecker des DD-Kabelbaums (evtl. gab es ja auch einen alternativen Kabelbaum)

    -Somit ist -vermutlich- das interne Laufwerk DD :F0: , Das Laufwerk :F1: entfällt dabei

    -Ein extern angeschlossene Laufwerke würde somit zu :F2: und :F3:

    -Um das interne Laufwerk zu einem SD-Laufwerk zu machen müsste man dann nur den Controller aus den Steckplätzen ziehen und das int. LW wieder an den Controller auf der IO-Karte hängen.


    Aber alles Spekulation bis der Dino bei Dir NIXDAS ist.

  • Am Sonntag sind meine Frau und ich gemütlich durch das Sauerland, das Siegerland und durch den Westerwald bis nach Weilburg gefahren.

    Auf den Höhen des Sauerlands, des Siegerlands und des Westerwalds lag noch Rest-Schnee, mehr als ich erwartet hatte.

    Auf das Kaiserwetter bei Tage folgte einen kalte Nacht auf dem Womo-Stellplatz in Weilburg. Es gab wieder keinen Strom, wie schon bei der letzten Übernachtung dort.

    Am Montag haben wir dann ausgiebig in Weilburg gefrühstückt und uns dann die Stadt ein wenig angesehen.

    Viel Zeit blieb allerdings nicht. Weilheim ist definitiv einen Besuch wert. Bitte mehr Zeit mitbringen.

    Gegen Mittag haben wir den Dinosaurier im 18 km entfernten Runkel abgeholt und uns nett mit dem Vorbesitzer unterhalten.

    Die Burg in Runkel war nicht zu besichtigen, Winterpause. Die auf der anderen Seite der Lahn liegende Burg Schadeck haben wir links liegen lassen

    und sind über gute Landstraßen Richtung Heimat gefahren.

    Der blaue Dinosaurier steht jetzt im Hausflur. Ohne fremde Hilfe werde ich die 40 Kilo niemals in dem Hobbykeller wuchten können.

    Leider bringe ich die Front-Abdeckung nicht los. Die Schrauben lassen sich drehen, aber an der rechten Seite klemmt die Abdeckung fest.

    Bei Versuch diese abzuziehen ertönt ein Geräusch als wenn Gummi auf Gummi reibt. Ich möchte nichts kaputt machen.


    Durch die seitlichen Schlitze hinter der Frontabdeckung ist zu sehen, daß alle Slots des Cardcages belegt sind.


    Ich habe den Gehäusedeckel entfernt.

    Das integrierte Floppy Laufwerk ist nicht mit dem IOC verbunden. Die dafür vorgesehene Stiftleiste auf dem IOC bleibt frei.

    Vom integrierten Disk-Laufwerk führt ein Kabel zum Cardcage und dort vermutlich zu einem Double Density Floppy Disk Controller.

    Was mich irritiert ist, daß das integrierte Laufwerk durch einen handgeschriebenes Label mit F4 bezeichnet ist.

    F4 wäre eine Single Density Diskette. Vielleicht ist das eine alte Markierung.


  • Die Schrauben lassen sich drehen, aber an der rechten Seite klemmt die Abdeckung fest.

    Bei Versuch diese abzuziehen ertönt ein Geräusch als wenn Gummi auf Gummi reibt. Ich möchte nichts kaputt machen.

    Da ist in der Tat ein Gummi drin. Die Schraube hat kein Gewinde sondern hat einen Gummiring, der durch einen Verriegelungsmechanismus zusammengedrückt wird und sich in ein Loch im Gehäuse "festklemmt". Der Gummiring ist vermutl. schon etwas ausgehärtet und dreht dadurch leer durch, so dass der Mechanismus nicht entriegeln kann. Bei dem Veriegelungsmechanismus ist auch ein Kunstoffteil beteiligt, so dass deine Vorsicht durchaus berechtigt ist. Was du versuchen kannst ist leicht an der Abdeckung zu ziehen oder seitlich an die Abdeckung zu drücken um das Gummi am durchrutschen zu hindern und versuchen die "Schraube" zu entriegeln (90° oder 180° Drehung nach links).

  • Der Klemm-Mechanismus dreht durch. Das konnte ich von hinten sehen.

    Blockieren konnte ich ihn leider auch unter großer Kraftanstrengung nicht.

    Durch sanften Druck von hinten und gleichzeitiges Ziehen an der Frontabdeckung habe ich diese nun entfernen können.


    Die unteren beiden Slots sind durch einen Double Density Controller belegt, vermute ich.

    Von diesem Controller führt ein Kabel zum integrierten Floppy Laufwerk und ein weiteres Kabel zur 37-poligen Buchse J9 auf der Rückwand.

    Darüber ist eine weitere Karte eingeschoben. Zwei Kabel führen zu einer 50-poligen Buchse J12 auf der Rückwand.

    Eine Position darüber ist eine weitere Karte eingeschoben.

    Ein Karten Slot bleibt frei.

    An der obersten Position wird die Prozessor Karte eingeschoben. Auf dem angehängten Bild habe ich die Karte entfernt.

    Das MDS-221 hätte an dieser Stelle eigentlich ein IPB mit 8080 Prozessor und 32K RAM.

    Bei diesem Gerät ist an dieser Stelle ein IPC mit 8085 Prozessor und 64K RAM eingebaut.

    Das MDS221 ist zu einem gewissen Zeitpunkt aufgerüstet worden.

    Die aktuelle Hardware-Ausstattung kommt eher einem MDS 231 nahe.



  • Den Floppy Controller werde ich zunächst einmal im Gehäuse lassen, bis ich weiß ob die zusätzliche Platine im Gerät verschraubt ist oder nicht.


    Bei der Übergabe des MDS hat mir der Vorbesitzer ein 37-poliges Kabel in die Hand gedrückt, das auf den Bildern der Auktion nicht zu sehen war.


    Das Kabel dient zum Anschluss einer externen Diskettenstation 720 mit 2 Floppies, die liegend angeordnet oben auf dem Gehäuse des MDS Platz finden.




  • Das Board oberhalb des Double Density Floppy Controllers ist ein Winchester Disk Controller 215.

    Von diesem Controller führen zwei Kabel zu der 50-poligen Buchse J12 auf der Rückwand.


    In der Firma hatten wir ein MDS-235, auch in dinosaurierblau.

    Das Gerät war mit einer externen Wechsel-Platte ausgestattet.

    Auf einer 14 Zoll Cardridge konnten einige wenige Megabytes gespeichert werden.

    Das Gerät hatte die Größe einer kleinen Top-Loader Waschmaschine.

    Es war über einen dicken Kabelschlauch mit dem Basis-Gerät verbunden.


    Ich wüsste gern welchen Weg dieses Gerät gegangen ist, nachdem es nicht mehr gebraucht wurde und

    wo die 14 Zoll Cardridge mit all meinen Programmen geblieben ist.


  • Die IOC-Local Diagnostic (DIAGNOSTIC-LINE-LOCAL-Schalter in Position DIAGNOSTIK) läuft fehlerfrei.

    Der DISK-Test kann nicht ausgeführt werden, weil die Floppy nicht am IOC angeschlossen ist.


    Der IPC hat aber ein Problem (DIAGNOSTIC-LINE-LOCAL-Schalter in Position LINE).

    Es scheint ein Problem mit der Kommunikation mit dem IOC zu geben.


    Außerdem gibt es ein Problem mit den unteren 32K des DRAM.



  • Ich habe die Spannungen an J16 am IOC gemessen.


    Connector J16 (IOC) gemessen

    -------------------------------------------------------------

    PIN 01 = + 24 Volt : + 23,89 Volt

    PIN 02 = + 24 Volt Return :

    PIN 03 = + 5 Volt : + 5,04 Volt

    PIN 04 = KEY :

    PIN 05 = SIGNAL GND :

    PIN 06 = SIGNAL GND :

    PIN 07 = + 12 Volt : + 12,24 Volt

    PIN 08 = - 10 Volt : - 10,13 Volt

    PIN 09 = - 12 Volt : - 12,19 Volt

    PIN 10 = Chassis GND :

    PIN 11 = + 15 Volt : + 15,39 Volt

    PIN 12 = + 15 Volt Return :


    Inzwischen sind 8 x 4116 DRAMs angekommen.


    Zuvor hatte ich mir 8 x MB8118, 5 Volt only DRAMs besorgt.

    Bei Vergleich der Datenblätter habe ich aber noch rechtzeitig bemerkt, daß die Anordnung der Spannungsversorgungspins

    beim 4116 und MB8118 nicht kompatibel ist. Wo beim MB8118 der 5 Volt Versorgungspin ist, ist beim 4116 der 12 Volt Versorgungspin.

    Wer hat sich das ausgedacht?

    Gibt es dafür einen vernünftigen Grund?


    Ein DRAM Tester, der auch 4116 testen kann ist im Zulauf aus Großbrittannien.

    • Official Post

    Gibt es dafür einen vernünftigen Grund?

    Historisch gewachsen.

    Die 4116 hatten 4 Versorgungsspannungen an den 4 "Eck"-Pins. Ob die Reihenfolge absichtlich so gewaehlt wurde, weiss ich nicht.

    Bei den 4164, die nur 5V brauchten, wurde 5V quer zu 0V festgelegt, aehnlich zu den 74er. Warum auch immer.

    Aber eben 180 Grad verdreht (zu den 74ern).


    Deshalb hat sich in den 80ern, als man noch von hand layoutet hat, jedes 3-4 Design mit 4164 DRAMs beim einschalten in Rauch aufgeloest, weil der engagierte Layouter 5V und 0V vertauscht hatte, passend zu den 74er, die daneben liegen.

  • Heute ist der DRAM-Tester aus Großbritannien eingetroffen.


    Ergebnis #1:

    Keines der acht in Polen ersteigerten DRAMS ITT 4116-4NS funktioniert.

    Ergebnis #2:

    Eines von 32 upD416C-2 auf dem IPC installierten DRAMs ist defekt.

    Das ist eines von zwei DRAMs, auf die ich nach den Symptomen getippt hätte.

    Die anderen 31 DRAMs sind OK.


    Ich habe versuchsweise, eines der DRAMs von der oberen 32K DRAM-Bank auf die Position des

    defekten DRAMs umzusetzen. Leider funktioniert dann überhaupt nichts mehr. Es erscheint nur der Cursor.


    Die Jagd nach einem funktionsfähigen 16Kx1 DRAM geht weiter.


    Zu den Bildern des DRAM Testers:

    4 x blau = OK

    4 x rot = FAIL




  • Ergebnis #1:

    Keines der acht in Polen ersteigerten DRAMS ITT 4116-4NS funktioniert.

    Mach doch im Tester bitte mal einen 100nF Kondensator zwischen Pin 9 und 16 des 4116.


    Die Jagd nach einem funktionsfähigen 16Kx1 DRAM geht weiter.

    Du kannst ein paar getestete von mir bekommen.

    Ggf würde ich Dir auch meine Reserve CPU Karte (IPC-Karte) zum Quertesten zur Verfügung stellen.

  • Den Test mit dem 100 NF Kondensator habe ich durchgeführt.

    Ich habe den Kondensator an die Beinchen eines der ITT-4116-4NS gelötet.

    Es ändert sich etwas. Die 4-farbigen LEDs des DRAM-Testers blinzeln während des Tests anders als zuvor.

    Der Baustein wird nach wie vor als fehlerhaft erkannt.


    Das Angebot, mir ein paar 4116 und sogar eine Reserve CPU-Karte zum Testen zur Verfügung zu stellen, ist sehr nett.

    Sollte ich nicht weiter kommen, wäre das eine willkommene Option.

    Jetzt habe ich aber zunächst ein einzelnes DRAM upD4116-3 in Deutschland gekauft mit 3-Tage Versandoption.

    Das sollte in der kommenden Woche ankommen.


    Dass die Tests des IOC nach RESET Fehler zeigen, hat vermutlich etwas mit dem defekten DRAM zu tun.

    Manchmal werden die Tests auch ohne Fehler beendet.