(MS)-DOS für XTs

  • Hallo!


    es gibt ja eine schier undurchsichtige Masse an DOS - Versionen und Varianten (MS-DOS, PC-DOS, Caldera-DOS, Novell-DOS, FreeDos, PTS-DOS, .....).


    Was empfiehlt ihr denn für einen XT mit 640kb? Als Randbedingung möchte ich 100MB ZIP Disks verwenden, was DOS3.3 wohl ausschließt.


    Spricht was gegen ordinäres MS DOS 6.2, oder hat jemand eine andere Empfehlung?


    PS: Ich glaube zu wissen, daß es so eine Diskussion schon gab, aber die Suchfunktion funktioniert bei mir immer noch nicht richtig....


    Gruß

    Stephan

  • Geschmackssache :)


    Die neueren DOS-Versionen bringen halt viel mit was auf dem XT keinen Nutzen hat, beispielsweise das gesamte Speichermanagement.

    Natürlich hat es auch Vorteile, z.B. Bootmenüs, Onlinehilfe, QBasic/Edit...


    Trotzdem habe ich auf den XTs zumeist MS-/PC-DOS 3.2 oder 3.3 installiert. Ist einfach kleiner, braucht weniger Platz auf der Festplatte, weniger RAM und führt zu weniger Problemen bei nicht komplett 100% kompatiblen Rechnern. (Stichwort Tastaturtreiber)

  • Bei uns lief früher auf dem PC-20 II MS-DOS 2.11, daher halte ich das heute noch für das passende System.

    Für die ZIP-Disks würde das natürlich auf mehrere Partitionen hinauslaufen, in sofern nicht optimal.

    Interessanter Weise haben wir MS-DOS 2.11 noch weiterbenutzt, als der PC-20 durch einen 386er ersetzt wurde.

    Der hatte damals mit einer ST-4144R eine unfassbar große Platte drin - ca. 120 MB formatierte Kapazität.

    Der Clou war, daß die Platte unter MS-DOS 2.11 in einer Partition mit voller Kapazität verwendet wurde.

    Dazu war VFEATURE von Golden Bow Systems installiert.

    Auch der Ontrack Disk-Manager kann das.


    Compaq MS-DOS 3.31 würde passen, die max. 32 MB Partitionsgröße ist dabei erledigt, und es geht trotzdem noch als ein für den XT als angemessenes System durch.

    MS-DOS 4.01 hatte einen schlechten Ruf, es wurde behauptet daß es instabil/fehlerbehaftet sei. Inwieweit da was dran ist kann ich nicht sagen.

    MS-DOS 5.0 wäre vielleicht ein passender Kompromiss, mit bereits größerem Leistungsumfang. Wäre mir aber eigentlich dafür auch noch zu neu.

    MS-DOS 6.2(2) halte ich für unpassend. Es belegt mehr Speicher, und ohne UMBs ist da auch nichts mit hochladen.

  • Geschmackssache :)

    Ich stimme da kpanic zu.


    Allerdings ist die Frage ob es eine originale OEM Version gab/gibt.

    Für angenehmes Arbeiten sollte es aber mindestens MSDOS 3.2 sein. (Festplattenmanagement)

    Ich habe immer DRDOS bevorzugt, aktuell aber zwecks Kompatibilität in meinen Diskettenkonvertierrechnern MSDOS 6.2 eingesetzt.

    Die Installationsroutine von DRDOS 6 ist bisher unübertroffen - für den XT aber zu sicher überqualifiziert wobei da ja auch Personal Netware dabei ist was ja auch einen gewissen Rreiz hat wenn man mehrere PC-XTs miteinander vernetzen möchte.



    Ich hatte beim PC4i NCRDOS (MSDOS) 2.1 dabei, original sicherlich interessant, allerdings nicht wirklich komfortabel zu nutzen.


    funkenzupfer wird das sicher bestätigen.

  • Was Toast_r sagt 😉


    Zugegeben, ich hab auf einem XT-Klon mit Klappgehäuse mit 40MB-Platte aus purem Jukkus MS-DOS 4.01 laufen. Und es stimmt: Es ist wirklich kein Wunder, dass es ziemlich bald durch 5.0 abgelöst wurde. Verglichen mit 5.0 braucht es Unmengen an RAM und ist nicht gerade ein Ausbund an Geschwindigkeit.


    5.0 hingegen ist mein absoluter Favorit auf 2- und 386ern.

  • Ich bin kein Fan des Microsoft DOS. Auf meinem XT läuft DR DOS 6. Von den 640 KB hab ich ca. 570 KB frei. Ein DR DOS 5 sollte aber genauso gut sein. Oder vielleicht sogar ein DR DOS 3.31 oder 3.41:


    https://en.wikipedia.org/wiki/DR-DOS


    FAT 16B Support und eine Hilfe auf Kommandozeilenbasis. :-)


    Ich würde Dir aber dennoch ganz stark davon abraten ZIP-Disketten mit einer einzigen 100 MB Partitionen zu nutzen. Der "DIR"-Befehl dauert dann ewig. Der 8088er ist echt zu schwach auf der der Brust. Mach lieber 3 x32 MB Partitionen. Damit ist's echt angenehmer.

  • Das geht mit dem Palm Zip Treiber:


    http://leute.server.de/peichl/palmzip.htm


    Der Treiber frisst sehr wenig RAM und mit "ZIPMAN.COM" (Bestandteil des Treibers) kannst Du die Zip Diskette in 3 x 32 MB Partitionen unterteilen. Liesmich-Dateien sind auch dabei, die die Handhabung genau beschreiben. Ich hatte mir den Treiber vor zwei Jahren zugelegt und bin echt glücklich, dass ich die 8,0 € damals investiert hatte. Klaus Peichl antwortet auch recht schnell und hilft auch, wenn's mal Probleme gibt.

  • Das geht mit dem Palm Zip Treiber:


    http://leute.server.de/peichl/palmzip.htm


    Der Treiber frisst sehr wenig RAM und mit "ZIPMAN.COM" (Bestandteil des Treibers) kannst Du die Zip Diskette in 3 x 32 MB Partitionen unterteilen. Liesmich-Dateien sind auch dabei, die die Handhabung genau beschreiben. Ich hatte mir den Treiber vor zwei Jahren zugelegt und bin echt glücklich, dass ich die 8,0 € damals investiert hatte. Klaus Peichl antwortet auch recht schnell und hilft auch, wenn's mal Probleme gibt.

    Hab ich auch in Benutzung...

  • MS DOS 6.2 ist für einen XT wirklich etwas zu neu. Ich habs natürlich installiert ;-)

    Führt aber je nach Programm auch schonmal zu einem spontanen Absturz. Ich weiß, dass ich auf meinem ersten XT vor Jahren irgendwann MS DOS 5.0 hatte, von Commodore lag 3.2 bei. MIt 5.0 hat man aber schon viel Spass und das passt meiner Meinung nach am Besten


    Frohes neues Jahr übrigens :D

  • Digital Research Dos 6 und dann via DEC 700 Terminalserver ( hab noch 2 übrig(RJ45 ohne Flash))vernetzen...

    kleinschreibung ist der versuch die einheitsnormierung doch noch durchzusetzen, und so allen weiteren pisastudien paroli bieten zu können ,und den anschluß im internationalen nicht ganz aus der hand geben zu müssen...:fp:

  • Ich nehme DOS 5. Und natürlich den Palmzip-Treiber.

  • Der ist aber unbrauchbar, wenn es um eine andere DOS Version geht, als die gerade läuft

    Compaq DOS 3.31:


    (Zitat): "Als Beispiel für eine aufwändige Installation soll das legendäre Compaq DOS 3.31 aus dem Jahre 1988 angeführt werden. Die auf einer eigenen Diskette mitgelieferte Software FASTART übernahm bei Compaq diesen Job. FASTART wurde übrigens noch Jahre weiterentwickelt und auch für die nachfolgenden Compaq-DOS Versionen 4.0 und 5.0 angepasst, obwohl das Standard-DOS von Microsoft zu diesem Zeitpunkt über ein eigenes DOS Installationsprogramm vefügte (s.u.). Die Installation von Compaq-DOS 3.31 nahm ungefähr 15 Minuten in Anspruch."


    Hast du denn FASTART?

  • Das hat aber nicht wirklich was mit SYS zu tun.

    FASTART ist ein Installationsprogramm, mit dem das komplette DOS auf die Festplatte installiert wird.

    SYS.COM überträgt von dem Datenträger, von dem das System gebootet wurde, Bootsektor und die Systemdateien IO.SYS, MSDOS.SYS und, je nach Version, evtl. noch COMMAND.COM.

    (Bei MS-DOS 6.2(2) wird auch noch der überflüssige Drivespace-Krempel mitkopiert.)

  • Es fehlt lediglich der Bootsektor.

    Ein Installationsprogramm wie dieses FASTART ist nur für unbedarfte Anwender erforderlich.

    Stephan, nimm Dir mal die ganzen bei Winworldpc vorhandenen Versioen von dem Compaq MS-DOS vor.

    Der Bootsektor ist da irgendwo dabei gewesen.

    Ich habe das schonmal zusammenbekommen und komplett installiert.

    Wenn Du das nicht findest, kann ich da heute abend mal nachsehen, jetzt muß ich aber erstmal weg.