• Hallo !


    Ich habe ja heute einen IBM PS/1-Rechner (nicht PS/2) bekommen (Modell 2121) und habe den gerade kurz getestet ... Ganz interessante Kiste ...

    - 386 SX 16, 2 MB RAM, 40 MB Festplatte

    - Der Rechner ist ziemlich verdreckt, stammt wohl aus dem landwirtschaftlichen Umfeld - darauf deuten einige Ordnernamen hin

    - Es führen zwei Kabel vom Monitor zum Rechner, der Rechner wird über den Schalter am Monitor eingeschaltet, das Netzteil des Rechnes ist wohl im Monitor

    - Die mitgelieferte IBM-Tastatur wird leider nicht erkannt, eine andere PS/2-Tastatur wird glücklicherweise akzeptiert ...

    - Der Rechner lässt sich starten, gibt die "Fehlercodes" 161 & 163 aus -die stehen bei IBM PS/2-Rechnern wohl für fehlerhaftes Datum & Uhrzeit

    - Die leere Batterie ist eine Standard CR-2032 - Knopfzelle (für einen Rechner von 1992 nicht schlecht)

    - Hier http://www.walshcomptech.com/selectpccbbs/ habe ich eine passende Konfigurationsdisk gefunden - davon konnte ich nach Umstellung der Bootreihenfolge auch Booten (das Disk-Laufwerk funktioniert also) und die Werte anpassen - die Fehlercodes erscheinen allerdings nach wie vor :-( - aber Datum und Uhrzeit passen jetzt ...

    - Wenn man die Fehlercodes ignoriert, bekommt man nach relativ kurzer Startphase ein farbiges, grafisches, mousbedienbares Startmenü :


    Unter "Informationen" findest man "digitale" Handbücher für das "Works" und den Rechner an sich :



    Unter "Works" findet man Microsoft Works 2.0 ...


    Unter "Eigene Software" wird der Inhalt/die Ordner der Festplatte grafisch in Form von "Karteikarten" dargestellt :



    Duch anklicken der "Karteireiter" wechselt man in die jeweiligen Ordner ... Ich hab noch nicht raus, wie das funktioniert/welches Programm das macht, aber auch ein Ordner, den ich auf DOS-Ebene angelegt habe, wurde dort angezeigt, das funktioniert also automatisch ... (eigentlich nicht schlecht, das Konzept)


    Unter "IBM DOS" kann man in ein Menü des DOS wechseln :



    Das IBM-DOS ist scheinbar in einem ROM integriert ... Auf der Festplatte ist ziemliches Chaos, Installationsdateien direkt im Hauptverzeichniss, ein "halbes" Windows-Verzeichniss .. alles konfus ...


    Das System war wohl als "günstigere" (im Vergleich zum IBM PS/2) Variante für den Heimgebrauch vorgesehen, war aber wohl nicht sonderlich erfolgreich ... Ich hatte bisher jedenfalls vorher noch nie davon gehört ..


    MfG


    Cartouce

  • Da die Tastatur ja nicht erkannt wurde (und wirklich Sau-Dreckig war), hab ich mir die vorhin mal vorgenommen ... Die zwei Schrauben auf der Rückseite raus, der Rest ist leider geclipst, lies sich aber auch lösen - aber dann :



    Jede Menge kleiner, langer Federn, die auf einer kleinen Kunststoffplatte stecken - alles lose ...

    Aber die die Tasten für die Reinigung eh raus müssen, kann man die "Federteile" in die Löcher im Gehäusedeckel einlegen und dann den "Boden" wieder montieren ...

    Mal sehen, ob das klappt ... Momentan liegen die Kunststoffteile im Reinigungsbad ... die haben´s echt nötig ...



    MFG


    Cartouce

  • Die ist im ROM.

    Die Tastatur ist eine Model M2.

    Das ist der kostenreduzierte kleine Bruder der Model M. Hat die gleiche Knickfedermechanik, ist aber ein ganzes Stück kompakter, leichter und mit mehr Plastik als Metall.

    Trotzdem eine wunderbare Tastatur, eine Reparatur lohnt sich auf jeden Fall.

  • Vor allem nach Entfernen der Elkos die Platine gut schrubben. Das Zeug leitet!

    Echt? Dielektrikum sollte das doch nicht?

    Das Dielektrikum ist in dem Fall die Oxydschicht auf der Folie; die Soße (das Elektrolyt) ist der zweite Pol. Und das sollte leiten ...

  • Nochmal eine Frage zu der Oberfläche im ROM, wenn es die doch bereits als Emulator gibt

    https://barotto.github.io/IBMulator/

    Mir hat mal jemand was von dem Programm ROMDUMP erzählt, das angeblich bei PS/1 dabei sei....'

    Ich habe den Emulator mal installiert und einen PS/1 2121 inkl. ROM und Installation der Platte :)
    Leider "hakt" es mal wieder an der Tastaturunterstuetzung.
    Nutzt man eine deutsche Tastatur, dann kann man nicht mal einen : eingeben.

    Erst wenn man in Windows per Software auf eine US Tastatur umstellt ist alles am US-Platz.

    Die Keymap-Datei gibt es bis jetzt nur in US und IT und soll an DOSBOX angelaehnt sein....


    Ansonsten ganz nett - wenn man mal drauf kommt, dass man Buttons auf der Floppy hat zum einlegen/auswerfen....das habe ich aus der Anleitung nicht rauslesen koennen.


    Schade ist auch, dass der Emulator alle Daten in /Benutzer/AppData/lokal legt und es keine Option gibt es im lokalen Pfad beim Emulator zu belassen.

  • So, es hat etwas gedauert, aber heute hat ein Bekannter, der mit nem Lötkolben deutlich besser umgehen kann als ich, die beiden Elkos durch die vorgeschlagenen Kerkos ersetzt ... Hat funktioniert - Vielen Dank an alle für die Hinweise und Tips dazu ! :)

    Jetzt muss das alles nur noch gereinigt werden ... Und dann muss ich mal sehen, ob ich das Software/Ordnerchaos auf der Platte etwas bereinigt bekomme ...


    MFG


    Cartouce