Olympia RAE 4/30-0 wie reparieren ohne Schaltplan

  • Hallo,

    Bin zufällig an eine völlig verwahrloste Rechenmaschine gekommen.

    Interessante Technik, vor allem der Ringkernspeicher für die M-Taste. Ansonsten funktioniert alles auf Transistorbasis.

    Die Restaurierung ist soweit fertig, alle Tasten lassen sich wieder drücken (..und kommen auch wieder raus) und 'n gefühltes Kilo Dreck ist raus aus der Maschine.

    So, aber jetzt hat der Rechner nur noch ein kleines Problem mit der Reaktion auf die Tasten. An den Tasten selber liegt's definitiv nicht, die konnte ich auch nachvollziehbar durchmessen. Aber wie nur soll ich da den Fehler suchen ohne einen Schaltplan. Mehr als Kontakte wackeln und Leitungen nachverfolgen ist da nicht. Sobalds auf die Platinen geht hakts dann aus. Auch die Netzteilspannungen kann ich ja nur eingeschränkt prüfen, ich kenne ja die Sollwerte nicht.::cry::

    Die Internetsuche hat mich noch nicht weitergebracht. Vielleicht hat ja einer von euch einen Tip für mich ..sei es technisch oder vielleicht einen Kontakt zu einem Rechnersammler der Ahnung von so einem Olympia-Teil hat.

  • Hallo,

    ich habe auch zwei der seltenen Maschinen: Eine RAE 4/15-2 mit total verklemmter Tastatur (Kugelsperre?) und eine RAE 4/30-1 die bis auf die Multiplikation funktioniert. Infos sind leider selten. Hier mal was ich dazu habe:

  • Habe auch eine Olympia RAE4/15, bei der nur 8 Stellen der Anzeige leuchten. Mit den Tasten kann man die Speicherlämpchen setzen und löschen und bei Rechenoperationen laufen dann lauter gleiche Zahlen durch die Anzeige oder es flimmern schnell alle möglichen Zahlen. Entfernt man allerdings die Baugruppe mit dem Kernspeicher, dann leuchten alle Nixies mit einer 0. Weiter bin ich aber ohne Informationen bzw. einen Schaltplan auch noch nicht gekommen. Wenn wir zwei baugleiche Maschinen hätten, dann könnten wir eventuell Baugruppe für Baugruppe tauschen und kämen damit vielleicht einen Schritt weiter... :grübel:

    Sammle Computer und Taschenrechner bis ca. 1990, CPUs, Speicher, Speichermedien aller Art und suche u. a. EPROM C1701&C1702, i487SX-CPU, IBM-Monitor 5151, IBM-XT-Tastatur Model F, Texas Instruments Notebook TravelMate 3000, Citizen W1D 3,5"-Disklaufwerk, MiniSD- und eMMC-Karten, Magnetblasenspeicher, Bänder (3/4"/1"/AIT/Mammoth/Travan/VXA) und Medien (2" LT-1, Apple Twiggy-Disk 5,25", Bernoulli Box II, HiFD, Jaz, Quest, SQ100-400)

  • Ich habe mich heute im Forum angemeldet, deshalb kommt mein Kommentar erst jetzt. Kennengelernt habe ich das Forum über Otto K., der hier auch Mitglied ist. Doch nun zu mir. Nach meinem Studium habe ich 1974 bei den Olympia Werken in Braunschweig angefangen und an der Entwicklung von Geräten mit dem CP3-F Mikrocomputer mitgearbeitet und auch bei der Entwicklung eines neuen RAM-Speicherbausteins mitgewirkt (der aber dann nicht mehr in Serie gefertigt wurde). Danach habe ich in der Fernsehentwicklung bei Blaupunkt Hard- und Software mit den Prozessoren F8 und später auch 6502. 6809 und 8051 entwickelt.


    In meinem Keller befindet sich in einer verstaubten Ecke auch eine RAE 4/15 , für die ich auch noch eine "Funmktionsbescheibung II" mit Schaltbildern habe. Inzwischen werden da sicher die Elkos ausgetrocknet sein und bis zur Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit müssten wohl etliche Fehlersuch- und Reparaturschritte nötig sein. Ich weiß nicht, wie hier im Forum der Kontakt zwischen einzelnen Mitgliedern hergestellt werden kann, aber bei Bedarf kann ich mit einigen Informationen hoffentlich hilfreich sein.


    Bei Blaupunkt haben wir für Bildschirmtextanwendungen auch mit dem Apple II gearbeitet und hatten von Apple sogar die Erlaubnis, diesen nachzubauen, damit er in unsere Monitore passte. Auch da habe ich noch einige Baugruppen - nicht im Keller, sondern auf dem Dachboden unseres Hauses. Wegwerfen mag ich solche alten Schätzchen nämlich nicht, aber der Platz, diese richtig zur Geltung zu bringen, fehlt auch.

  • Ich weiß nicht, wie hier im Forum der Kontakt zwischen einzelnen Mitgliedern hergestellt werden kann, aber bei Bedarf kann ich mit einigen Informationen hoffentlich hilfreich sein.

    Hallo Gnatz


    freut mich, dass Du in unser Forum gefunden hast!


    Ich selbst habe mit Rechenmaschinen nichts zu tun, sondern befasse mich mehr mit alten Disketten und deren Konvertierung.


    Um auf Deine Frage zurückzukommen, Du kannst einzelne Mitglieder (bis zu 10 gleichzeitig) mittels einer persönlichen Nachricht (siehe "Konversation" ... Sprechblasen ganz oben rechts, gleich neben der Lupe) erreichen. Ansonst kannst Du ja in diesem Thread weitere Beiträge einstellen, wenn es zum Thema passt, oder einen neuen Thread (neues Thema) anlegen.


    Schönen Tag!


    PAW

  • Ich habe von der RAE4/15 zwei umfangreiche ZIP-Dateien mit Unterlagen. Eine 4 MB große Funktionsbeschreibung der einzelnen Schaltungsgruppen und eine 1,5 MB große mit Anhängen dazu (eine Art Blockschaltbild der einzelnen Baugruppen). Da die Firma Olympia Werke schon lange nicht mehr existiert kann ich leider nicht herausfinden, ob die Schaltungen noch irgendeinen Kopierschutz haben oder ob man diese frei veröffentlichen kann, da der Rechteinhaber (falls dieser überhaupt je einen Rechtsanspruch erhoben hat) nicht mehr existiert und diese alten Technologien beim Verkauf der Namensrechte nach meinen Informationen ebenso wie die damals aktuellen Produktentwicklungen nicht mit verkauft wurden. So bin ich derzeit unschlüssig, ob und wie ich die Unterlagen Interessierten in diesem Forum zukommen lassen kann / darf.


    Wenn sich da jemand auskennt, wäre ich für Hinweise dankbar. Die Unterlagen wären sicherlich hilfreich, wenn jemand solch ein altes "Schätzchen" wieder zum Laufen bringen will.

  • Hallo Gnatz,

    ich bekomme demnächst eine teildefekte RAE 4/15 und könnte die Unterlagen extrem gut gebrauchen.

    Ich sehe auch in der Veröffentlichung keinerlei Probleme - würde dies auch gerne auf meiner Webseite zur Verfügung stellen.

    Etwaige Patente zur Technologie sind schon seit Jahrzehnten ausgelaufen.

    Kannst du mir die Daten zukommen lassen?


    Grüße,

    Wolfgang

  • Hallo Gnatz,


    habe eine teildefekte RAE4/15 und könnte die Unterlagen auch sehr gut gebrauchen. :tüdeldü:


    Viele Grüße

    Michael

    Sammle Computer und Taschenrechner bis ca. 1990, CPUs, Speicher, Speichermedien aller Art und suche u. a. EPROM C1701&C1702, i487SX-CPU, IBM-Monitor 5151, IBM-XT-Tastatur Model F, Texas Instruments Notebook TravelMate 3000, Citizen W1D 3,5"-Disklaufwerk, MiniSD- und eMMC-Karten, Magnetblasenspeicher, Bänder (3/4"/1"/AIT/Mammoth/Travan/VXA) und Medien (2" LT-1, Apple Twiggy-Disk 5,25", Bernoulli Box II, HiFD, Jaz, Quest, SQ100-400)

  • Ich würde die Dateien gern zur Verfügung stellen, aber bitte nur für Reparaturzwecke zum Erhalt der alten Rechner und nicht zum Verkauf. Dazu benötige ich aber eine Mail-Adresse, an die ich die Unterlagen schicken kann. Von Schutzrechten stand in den Unterlagen zwar nichts und den möglichen Rechteinhaber gibt es ja auch schon lange nicht mehr. Aber dennoch sollte man mit solchen Dokumenten sorgsam umgehen und sie nicht beliebig streuen.