3R Computers TC100 AVATAR

  • Der Avatar meldet jetzt konstant

    Winchester Disk Error, Status = 94 bei jedem Boot-Versuch.


    Die Select LED geht bei jedem Boot-Versuch kurz an

    und anschliessend wird wieder Status 94 gemeldet.


    Laut OMTI 5000 Series Manual bedeutet Status 94 wahrscheinlich:

    -------------------------------------------------------------------------------------------

    14 and 94 No Record found. The controller was able to read at

    least one ID Field and determined that it was on the right

    track, but could not find the specified ID Field because it

    could not find the ID Field Address Mark (A1, FE), it detected

    an ID Field ECC error, or the specified ID does not exist or it

    could not read any ID fields.

    -------------------------------------------------------------------------------------------


    Ich lasse die Aktivitäten jetzt erst einmal bis Anfang Oktober ruhen.


    • Official Post

    Bin gerade durch Zufall ueber ein TC-1 ROM bei archive.org gestolpert.

    Vielleicht hilft's.


    https://archive.org/details/3-…rs-tc-1-rom-v-2.01-8-9-83

  • Ich habe mir gestern den OMTI-20L SASI Controller angesehen.

    Das EPROM, ein Mitsubishi M25L2764K, hatte ich vor einiger Zeit ausgelesen.

    Der EPROM-Inhalt macht keinen Sinn.

    Wahrscheinlich ist das EPROM defekt.


    Besitzt jemand einen OMTI-20L SASI-Controller und kann mir den EPROM-Inhalt zur Verfügung stellen?


    Ich hänge das BIOS, das ich ausgelesen habe zum Vergleich an.


    Hier ein Auszug aus dem disassemblierten Inhalt:


    ORG 0000H

    M0000 NOP

    M0001 JR NC,M0043

    M0002 EQU $-1

    M0003 JR NZ,M0051

    M0004 EQU $-1

    M0005 LD A,C

    M0006 LD (BC),A

    M0007 LD SP,M2040

    M0008 EQU $-2

    M000A CALL M0360

    M000C EQU $-1

    LD C,L

    LD E,A

    INC B

    M0010 CALL Z,M008A

    CALL Z,M037B

    CALL M01AF

    M0019 JP M000A

    EI

    HALT

    M001E LD A,(MA001)

  • Der EPROM-Inhalt macht keinen Sinn.

    Wie sieht es denn aus, wenn du es als 8086 disassemblierst?

    Ich weiss nicht genau, wer in dem Rechner der Chef ist.

    ;------------------------------------
    ;----- ENABLE NMI INTERRUPTS
    (aus: IBM BIOS Source Listing)

  • Das Herz des OMTI-20L-SASI-Controllers ist ein 8085-Prozessor mit eigenem BIOS-EPROM.


    Die Datenleitungen sind 1:1 vom 8085 zum EPROM verdrahtet.

    A7 - A0 werden über einen 74LS373 demultiplext und sind auch 1:1 verdrahtet.

    Das gleiche gilt für die direkt zum EPROM geführten A12 - A8.

    Es gibt also keine Verwürfelung von Adressen und Daten.

    Die Daten des EPROM sollten somit direkt interpretierbar sein.


    Ich habe die Binärdaten durch einen Z80-Disassembler geschickt.

    Einen 8085 Disassembler hatte ich gerade nicht zur Hand.


    Ich fürchte, die Daten machen keinen Sinn.


  • Das Herz des OMTI-20L-SASI-Controllers ist ein 8085-Prozessor mit eigenem BIOS-EPROM.

    Ok, das war mir nicht klar.


    Z80-Mnemonics kann ich besser lesen als Intels.

    Nur bei den Z80 JR-Befehlen und DJNZ musst du dann aufpassen. 2 davon sind die 8085 SIM und RIM Befehle.


    Ich hab das Binaerfile mal eben durch meinen Lieblingsdisassembler laufen lassen.

    Sieht aber auch mit 8085 Befehlen am Anfang nicht besser aus.

  • Ich habe gestern die Rodime-200 Festplatte zum Einlesen bekommen.

    Leider war das nicht erfolgreich da der Stepper keine Reaktion auf die Befehle des MFMemu zeigte. :(


    Nach einiger Zeit hatte sich die Geräuschkulisse des Spindelmotors normalisiert.

    Im laufenden Betrieb habe ich manuell den Stepper verstellt und bei dem Start nach Wiedereinschalten wurde der Stepper auf Track 0 zurück positioniert.

    Die Grundfunktion ist also gegeben.


    Heute habe ich von der HD noch einige Bilder gemacht um eventuell optisch Bauteildefekte zu erkennen - aber nichts zu sehen.

    Das Platinenlayout entspricht nicht gänzlich der Version auf Bitsavers.




  • Kannst du mal ein Foto des Typenschilds der Rodime posten?


    Sieht nach einer Ro203 aus, oder?

  • Da der Stepper nichts macht wollte ich noch den Typ des Microcontrollers feststellen.


    Also ... aus der Ruheposition ab in den Keller und den MC ausgebaut. Kaum in der Hand haltend - Kopflampe eingeschaltet - staune ich nicht schlecht. Ein PIN ist nicht im Sockel sondern hat sich daneben zusammengefaltet.

    Ob das der Fehler ist und behoben werden kann weiß ich nicht - aber es gibt Hoffnung.

    Ein besseres datasheet habe ich nicht gefunden.


    Schaut selber:

  • Es handelt sich um eine 10 MB Festplatte RO200.


    RO200 ist die Serienbezeichnung, der genaue Typ ergibt sich aus dem Anfang der Seriennummer.

    Wenn mich mein Gedächtnis nicht im Stich lässt, müsste es daher eine RO202 sein


    RO201: 1 Platte, 2 Köpfe, 5MB

    RO202: 2 Platten, 4 Köpfe, 10 MB

    RO203: 3 Platten, 6 Köpfe, 15MB

    RO204: 4 Platten, 8 Köpfe, 20MB


    RO100 war die Vorgängerserie mit weniger Spuren, diese Spuren dann breiter, mit 3,6,9,12MB Netto bei MFM


  • Soweit ich mich erinnere hatten die ab Ro204 einen anderen Stepper ohne das süße Fenster, mit dem man der Platte beim Arbeiten zuschauen kann.


    Leider hab ich keine Ro202, nur 203 und 204 inklusive Ersatzteilen. Ich schau am Dienstag mal, was da auf dem Prozessor steht.

  • Ob die das Daumenrad hatten oder nicht, ist eher eine Frage des Modelljahres. Zu Beginn hatten alle das Daumenrad (auch die RO204, welche hier gerade vor mir liegt) und später wurde das wohl weggelassen. Eigentlich haben wir von Rodime nur RO204 verbaut und keine kleineren. Später waren es dann eher MAXTOR mit deutlich höherer Kapazität. Die ersten Rodime Laufwerke (vermutlich RO102) haben wir sogar persönlich in England abgeholt :)


  • Auf archive.org gibt es eine Manual in höherer Auflösung bei dem die Bauteilwerte gegenüber der Version auf Bitsavers auch zu erkennen sind - werde ich zwecks besserer Lesbarkeit noch etwas überarbeiten.



    rodime-200_schaltung.pdf

    rodime-200_sw.pdf

  • Auch der 2. Versuch mit korrekt eingesetztem Mikrocontroller brachte kein positives Ergebnis - die HD wird nun ins Lager gelegt.

    Vielleicht findet sich ja mal ein gleiches aber funktionstüchtige Modell zum Teiletausch.

  • Die Hauptplatine der zweiten RO202 hat die gleiche Assembly Revisions-Nummer, ASY-5023-18.

    Der Microcontroller hat die gleiche Programmierinformation, 6052-09.


    Mit dem Microcontroller oder der Platine könnte man einen weiteren Versuch starten.


    Die zweite Festplatte ist auf dem Weg zu Fritzeflink.


    Der Spannungsversorgungsstecker fehlte. Ich habe einen neuen aufgelötet.

    Das Widerstandsarray zur Terminierung fehlt. Das kann man von der ersten Platine abnehmen.

    Der Kodierschalter sollte kontrolliert werden.


    Ich habe die Widerstandswerte auf der 5 Volt- und auf der 12 Volt-Spannungsversorgung gemessen, 200 - 700 Ohm.

    Es ist kein Kurzschluss vorhanden.

    Unter Spannung gesetzt habe ich die geöffnete Platte nicht.


  • Heute kam Hermes recht früh.


    Ich habe dann die Hauptplatinen, Processor und Motorplatinen wechselweise in jeder Kombination getestet.


    Leider ist das Ergebnis weiterhin negativ.




    Anbei ein paar Bilder:

  • Für Puristen natürlich ein Frevel, aber: Die Rodime hat doch ein ST-506-compliant MFM Interface. Kannst Du nicht (zumindest testweise) einfach eine normale Seagate MFM HDD in den Rechner einbauen? Oder hast Du auf der Rodime Daten/Programme, die Du unbedingt sichern möchtest?

  • Die Rodim #1 von Nixdas war verbaut, leider funktioniert der Omti 20L SASI Controller nicht.

    Jetzt hatten wir die Hoffnung das die ursprüngliche Festplatte noch funktioniert und die Daten mit dem MFM-ReaderEmulator gelesen werden und weiter analysiert werden können.können.

  • Bewegt sich der Stepper Motor, wenn das Main-Board der zweiten Festplatte eingebaut ist?


    Wenn sich der Stepper Motor nicht bewegt, könnte die darunter liegende Platine fehlerhaft sein.

    Auf dieser Platine befindet sich die Leistungs-Ansteuerung für den Stepper Motor.

  • Schade, die Hoffnung schwindet, auf der Festplatte weitere Programme speziell für den Avatar TC1, TC100 und TC110 zu finden.

    Leider befinden sich auf der CP/M-Boot-Diskette, die ich zu dem Avatar TC-110 habe nur die Systemdateien.

    Ergänzt wurden diese von Fritzeflink durch nützliche CP/M Utility-Programme.


    Interessieren würden mich die folgenden Avatar-spezifischen Utilities:

    Das Convert-Utility mit dessen Hilfe der Avatar Daten zwischen verschiedenen Disketten-Formaten verschiedener Hersteller kopieren können soll.

    Das Diskops Utility, mit dem man Disketten verwalten kann.

    Die Festplatten Utilities wie WFORMAT, WDIR, WDUMP, WLOAD, mit denen man über das SASI-Interface evtl. eine SCSI-Platte oder einen SCSI-Emulator nutzbar machen könnte.


    Und natürlich würde mich eine MS-DOS Boot-Diskette brennend interessieren.