Computer-Klassiker in der MAME-Emulation

  • Ich hab' einige von Euch ja schon genervt mit meiner Bitte, doch Disk- und ROM-Images von Euren Schätzchen auszulesen und zur Verfügung zu stellen.
    Ich habe das auch bei meinen eigenen Sammelobjekten gemacht, und den Programmierern des MAME-Emulators zur Verfügung gestellt. Einige Treiber (so heißen die emulierten Maschinen im MAME-Jargon), die - wenn man so will - "besonders schön" geworden sind, stelle ich hier nach und nach vor. Herzlichen Dank an alle, die mit dazu beitragen, unsere Maschinen auch auf diese Weise der Nachwelt zu erhalten.


    Der Kontron PSIΨ98, den ich von marno84 geerbt habe, ist gerade "in der Mache". fritzeflink hatte die Diskettenimages und Dokumentation, und so kann die emulierte Maschine CP/M und KOS booten und auch über den Centronics-Anschluss in ein Textfile auf dem Hostsystem drucken.


    Jetzt wäre es super, die ROM-Dumps vom verwandten PSIΨ80 zu bekommen - auf der KDT5-Platine (Mainboard) sitzen drei Systemroms, ein Zeichengenerator-ROM, und auch die Tastatur dürfte wieder ein eigenes ROM besitzen.

  • Wenn wer zu mir in den Harz kommt - habe hier mehrere PSI80 rumstehen ... kann also gerne wer auslesen :)
    (Der Psi98 stammt auch von hier ...)


    Es sind sicherlich auch noch andere interessante Geräte da an die sich wer hier versuchen kann ...
    mir selber fehlt, leider, die Zeit.

  • Hallo Joe IBM, klasse, vielen Dank ... nalkem ist leider zu weit weg von mir ...


    Next stop: Siemens PC-D bzw. PC-X ... ich selber hatte nur einen PC-D und nie einen PC-X in live gesehen - ich bekam dann Backups und sogar Disketten zum Archivieren zugesandt, so dass jetzt sowohl Sinix 1.0 als auch 1.2 verfügbar sind. In der Emulation konnte ich zwei Festplatten-Backups meiner PC-Ds zurückspielen, und kann jetzt auf eine "Festplatte" mit hauptsächlich GEM-Software zurückgreifen, auf der anderen läuft ein speziell angepasstes Windows 2.11.
    Auf dem PC-X läuft Sinix ... die Version 1.0 auf alle Fälle, die 1.2 macht gerade Probleme. Ich kenne mich leider mit Sinix so gut wie gar nicht aus, wer da Ahnung hat ...

  • Ist das sinix explizit für eine bestimmte Hardware Plattform?


    ich frage nur, weil ich auch noch sinix 1 für meine SIEMENS 9780 und sinix ? für meine SIEMENS MX-2 als Orginaldisks habe.
    Das ist bei mir auch noch ein Projekt zur Archivierung - besonders, da beide System mittlerweile die Grätsche gemacht haben...


    btw: gibt es keine Probleme beim Verschicken der Disks wegen irgendwelcher fetten Magnete in den Sortieranlagen der Post...?


    Rainer

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  • Beim Versand von Disketten hatte ich bislang keine Probleme. Soweit ich weiß sind die Sinix-Versionen systemspezifisch - zumindest die MX-2 hat eine andere CPU (32000).


    NCR DMV/Olivetti M20/ITT 3030/DEC Rainbow 100/Siemens PC-D/OlyPeople/MFA 8085/TA Alphatronic

  • Ich stelle mir das spannend vor, alte Systeme zu emulieren, aber verdammt schwierig, wenn man keinen Schaltplan hat. Wäre ein Brother SK-64 ein Kandidat? Das ist ein 6502-basiertes Textsystem. Die Bildschirmausgabe wird von einem HD46505SP erledigt, der anscheinend auch im Pet verbaut worden ist. Außerdem steckt ein Zilog Z8 ROMLESS (Z8681 PS) drin, der ist vermutlich für das Diskettenlaufwerk zuständig. Die fünf EPROMs müßte ich auslesen können, aber dann gibt es noch einen eingelöteten PLA N82S100N. Ich habe wenig Lust, das Teil auszulöten, könnte es dann sowieso nicht auslesen und habe auch keine Vorstellung, wofür es zuständig sein könnte. In dem Bereich der Platine ist anscheinend der Taktgenerator. Vielleicht wird mit Hilfe des PLA das Taktsignal auf verschiedene andere Frequenzen runtergeteilt?


    Gruß,
    Markus

  • Der Brother SK-64 ist auf alle Fälle interessant! Ich finde aber wirklich keine Informationen dazu ... könntest Du das System mal im Ganzen fotografieren? Ist die gesamte Software im ROM integriert, oder braucht das System eine Boot-/Programmdiskette? Dann wäre es wichtig, Images von diesen Disketten zu ziehen.
    Aber auch wenn die Software im ROM ist, wäre es gut, ein Diskettenimage zu bekommen, z.B. indem Du eine Datendiskette im Laufwerk formatierst und einen beliebigen Text abspeicherst, dann davon ein Image ziehst.


    Danke für das Angebot!


    Gruß, Robert


    NCR DMV/Olivetti M20/ITT 3030/DEC Rainbow 100/Siemens PC-D/OlyPeople/MFA 8085/TA Alphatronic

  • Das System scheint eher selten zu sein. Vor einer Weile fand ich im Netz noch eine Anzeige von Brother, ich glaube es war in einer Ausgabe des Spiegel aus den 80ern. Auf http://desuarchive.org/co/thread/85887108/#85890704 findet man ein Bild, das leider aufgrund von Serverproblemen derzeit nicht in brauchbarer Auflösung angezeigt werden kann. Das dortige System hat eine schwarze Frontplatte, mein Exemplar ist anders, eine graue Blechkiste mit ebenso graublechiger Vorderseite.


    Auch bei diesem Rechner gilt leider, daß ich noch keinen Inbetriebnahmeversuch gemacht habe und mir die Tastatur fehlt, so daß ich auch keine Diskette mit einem Text erstellen kann. Falls es einen Mame-Entwickler gibt, der sich tiefer damit beschäftigen will, reiche ich ihn daher gerne weiter. In einer Emulation würde sich wenigstens das Tastaturproblem erledigen.


    Gruß,
    Markus

  • Hier kommt mal ein Bild mit Deckel:


    Zwar habe ich die kleine Kiste schon mindestens zehn Jahre rumstehen, aber jetzt erst reingeschaut und jetzt erst bemerkt, daß die Sicherung im Netzteil fehlt. Das wäre das kleinste Problem, ich gehe nachher sowieso einkaufen.

  • Nett :) Heißen die Tasten "Power", "Stop" und "Type"?


    Wenn Du mir die ROM-Dumps schickst, schaue ich mal, ob ich dafür Aufmerksamkeit erregen kann ... jedenfalls gibt es 6502-Spezialisten im Entwicklerteam.


    NCR DMV/Olivetti M20/ITT 3030/DEC Rainbow 100/Siemens PC-D/OlyPeople/MFA 8085/TA Alphatronic

  • masi, ich habe die Dumps vom Olytext 20 und dem Brother SK-64 mal eingestell. Mal sehen, wie das Echo ausfällt :)
    Dir jedenfalls herzlichen Dank!


    NCR DMV/Olivetti M20/ITT 3030/DEC Rainbow 100/Siemens PC-D/OlyPeople/MFA 8085/TA Alphatronic

  • Ich mußte feststellen, daß der einzige Monitor mit Coax-Eingang, den ich habe, wohl nicht mehr tut (noch eine Baustelle, stöhn!). Also ein paar Euro in einen CVBS->HDMI-Adapter investiert. Leider bekomme ich damit weder vom SK-64 noch vom Olytext 20 ein Signal. Ein Alphatronic PC hingegen liefert ein gutes Bild. Ob die beiden ersteren noch funktionieren, kann ich also noch immer nicht sagen, und muß mir überlegen, ob ich einen Reparaturversuch am alten Monitor unternehme oder mit dem Oszilloskop schaue, ob die Video-Ausgänge der beiden Rechner überhaupt was liefern.


    Gruß,
    Markus

  • Jetzt wäre es super, die ROM-Dumps vom verwandten PSIΨ80 zu bekommen - auf der KDT5-Platine (Mainboard) sitzen drei Systemroms, ein Zeichengenerator-ROM, und auch die Tastatur dürfte wieder ein eigenes ROM besitzen.

    Hier die Roms aus meiner PSI 80. In die Tastatur habe ich noch nicht reingeschaut, sind also die 3 System-Roms und ein CharGen-Rom.

  • So, mal wieder ein neues System ... die NCR DMV (Decision Mate V) ... damit hat meine Sammelleidenschaft angefangen, weil bei uns im Haus ein NCR-Mitarbeiter gewohnt hat. NCR hat mal in Augsburg richtig Computer gebaut, genau wie Siemens ...


    Bis auf das Festplattenmodul sind so ziemlich alle Komponenten emuliert. Besonders gelungen finde ich, dass - wie im ersten Bild zu sehen - die virtuellen Module genau wie in einer echten DMV "eingeschoben" werden können - also in Slot 1 die Speichererweiterungen auf 128K, 256K und 512K, in Slot 7 und 7a die alternativen CPUs 8088 und 68008, und in den anderen Slots Maus, RTC, serielle und parallele Schnittstellen.


    In der Emulation laufen dann auch die Betriebssysteme CP/M (hier mit dem typischen "Ladder"-Spiel präsentiert), CP/M-86 (hier: Wordstar), MS-DOS (Farb-Grafikdemo), CP/M-68K und USCD-Pascal.

  • Quote

    Interessant. Gibts das zusätzlich zu dem DIR-Listing Software? z.B. ein Screen Editor oder ein Basic Interpreter?


    Irgendwie war ich überzeugt, nur die Bootdiskette für die DMV zu haben ... drum war ich in Deinem Thread auch leise.


    Ich habe aber tatsächlich einen Diskettensatz archiviert ... ich habe aber auf den ersten Blick nichts gesehen, was nach Basic oder Editor aussieht.

    Files


    NCR DMV/Olivetti M20/ITT 3030/DEC Rainbow 100/Siemens PC-D/OlyPeople/MFA 8085/TA Alphatronic

  • In die Tastatur habe ich noch nicht reingeschaut

    Jetzt schon. Da sitzt auch noch ein ROM, leider kein Eprom und nicht pinkompatibel zum 2716. Zumindest liefert mein Eprommer in der 2716 Stellung nur Müll. Das macht er auch, wenn ich bei 2716 die Jumper falsch stecke. Hier mal Bilder von der Tastaturplatine und von den eingelesenen ROMs.


    Gruß, Jochen

  • Moin


    beim auslesen kann ich euch helfen.
    Ich hab mir einen IC-Tester Adapter fuer meinen GODIL gebaut. Damit kann ich im FPGA jedes Pinout nachbauen.
    Bei Bedarf Bescheid sagen.


    Viel Erfolg


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    Edited once, last by funkenzupfer ().

  • IC Tester Adapter - was leistet dieser ?


    Das sieht doch so aus - wie ein STECKBRETT um diverse PINs per kurzem Draht (Buchse und Stift) Signale umzulegen. An der linken Seite sind einige Schraubklemmen ( sind das div. Spannungsversorgungen ??? ) und noch davor offenbar eine Klinkenbuchse - oder?


    Wie funktioniert das GANZES Ding, vom Prinzip - und in welcher Geräteumgebung arbeitet man damit?

    Wäre das für mich um die Sonder EPROMS wie TMS - 3 Spannungentypen - auszulesen?

    Ist noch die Frage - wie ich die DATEN über den EUMEL als File zu ergattern kann?


    Viele Grüße

    Helwie44

  • Moin Helwie44,


    der IC-Tester Adapter wird auf ein GODIL gesteckt. (hier oder in-circuit emulator für 6502, 65C02, Z80, 6809)

    Im GODIL soll mal eine Test-Firmware/-Hardware laufen, die IC testen kann, PROMs lesen, EEPROMs schreiben usw.

    Alle 40 Pins sind im FPGA frei verschaltbar, so laesst sich eigentlich alles testen. Man muss es nur implementieren. Und da ist leider noch nichts passiert.


    Die Stiftreihen aussen dienen hauptsaechlich der Spannungsversorgung der Bausteine.

    Ueber den Rundstecker oder USB (noch nicht bestueckt) erfolgt die Spannungsversorgung des Testers incl. GODIL.

    Die Schraubklemmen sollten fuer weitere Spannungen dienen, allerdings macht das der Pegelwandler auf dem GODIL nicht mit. (Denkfehler!)


    Noch Fragen?

    Wenn du dich mit FPGA Entwicklung, C-Programmierung etc auskennst und mit den Tester was machen willst, gerne.


    Gruesse

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