Mein Weg zum Mac ...

  • Danke spunkt für dieses kleine Zeitfenster.

    Ich liebe diese Geschichten, die das Leben schreibt:)

    Danke für das Feedback! 1993, das war auch für mich ein Flashback, ist ja immerhin schon 25 Jahre her. Nächstes Jahr feiere ich Jubiläum mit der Firma. Auf der einen Seite finde ich es cool, dass ich noch alle meine Rechnungen zu meinen alten Rechnern in meinen alten FIBU-Ordnern habe. Auf der anderen Seite aber auch erschreckend, dass das alles schon fast 25 Jahre zurückliegt.

  • Sehr interessante Geschichte spunkt . Wie sie das Leben eben so schreibt. Dazu gehören auch die Computer.


    Es ist aber auch interessant wie sehr (noch immer) der Mac polarisiert. Einige sind beigeistert vom Mac für andere ist er Teufelszeugs. Ich würde echt gerne wissen woran das liegt. Liegt's nur am System (OS) oder spielt für viele auch das Drumherum eine Rolle?

  • Liegt's nur am System (OS) oder spielt für viele auch das Drumherum eine Rolle?

    Ja, so ganz deutlich wird das wohl nie werden und doch, die ganzen persönlichen Geschichten hier im Thread helfen für den einen oder anderen 'Aha-Moment'.

    Tatsächlich finden sich im Netzt auch Versuche dieses Thema über den finanziell unterschiedlichen Konsumer-Markt zu belichten.


    Für mich war der Aufbruch in den späten 80'igern zum Heimcomputer auch geprägt von finanzieller Machbarkeit (der ewige Bettelstudent).

    Und so zog, nicht aus Zufall, eben das Dos Microsoft-IBM Kompatibles Arbeitsgerät in das lernwillige Dasein ein. Und nicht nur bei mir, sondern auch in den entsprechenden Firmen, die auch auf das Geld schauten, gerade im Bezug auf Netzwerke. Na ja, das war vor 25 Jahren wo Maus und grafischer Desktop noch in den Kinderschuhen steckten.

    Mac ist einfach benutzerfreundlicher für den Endverbraucher und deshalb weniger zu konfigurieren.


    Privat kannte ich schon Leute mit 'nem Mac. Und belächelte deren Unfähigkeit der modularen Aufrüstung und die Unmöglichkeit der Transparenz, um das Betriebssystem in der Maschinensprache zu manipulieren.

    Tatsächlich kamen dann auch Reaktionen wie...'kannst du dir doch gar nicht leisten' oder 'das Teil soll nur funktionieren, wer will denn daran schrauben?'

    Und so trennten sich unsere Wege Dos/Windows 1.03 & Mac, für eine lange Zeit, unwiderruflich. Es gab für mich keinen Weg zum Mac:)

    Deshalb bin ich hier auch eigentlich OT.

    Bis auf das neue Knubbelsche, der verändert alles (mein Luxus-Schlitten)

    ███▓▒░░♫☺Faszination der Heimcomputer☺♫░░▒▓███

  • Das finkproject.org geht auch in die Richtung.


    Aber man kann ja auch erstmal gucken, was das MacOS so dabei hat, das sollte auch einges sein, was sich da unter dem ganzen schön BlingBling verbirgt. Und wahrscheinlich kann man ja sogar Sachen aus dem FreeBSD direkt benutzen, würde mich zumindest wundern, wenn das nicht auch ziemlich direkt ginge, da kenne ich aber keine direkt WWWsite dazu.



    Ansonsten: Der MAC und die User ist schon wirklich eine spannende Story. ( Das PDF oben ist übrigens ganz großartig zusammengestellt und gibt einen schönen Überblick ! ) Ich glaube ja der Hauptgrund für die gewaltigen Diskussionen ist in letzter Konsequenz einfach der Preis weshalb sich die Menschheit einfach teilt in solche, die sich einen Mac leisten können und solche die nicht.

    Das ist zwischenzeitlich immer mal bißchen abgemildert worden mit Geräten ala LC, LCII oder Performas, ebenso wie Mac Mini - aber darum geht es dort ja nicht, sondern eben darum, ordentliches Gerät teuer hinstellen zu können. Allerdings haben sie genau das in letzter Zeit irgendwie nicht mehr im "Angebot". Seit ca. 3 Jahren würde man wohl eher zu einer großen HP Z xxx greifen oder noch was schickeres, wenn man "richtig" rechnen will, und für den Homebereich wird der iMac auch schon wieder leicht "altbacken". Was halt immer noch schön funktioniert ist die Oberfläche und das Handling - und das funktioniert nur schön, wenn jemand da ist, der strikte Vorgaben macht, damit eine gewisse Einheitlichkeit erreicht wird, soll heißen, daß es sowas woanders durchaus auch geben könnte. Im sonstigen Umfeld könnte KDE so ein Projekt sein, was sowas schaffen könnte - die Idee ist ja recht schlicht: Usability durch Begrenzung der Möglichkeiten zu erreichen und das ist anscheinend nicht einfach..

  • Ich bin ebenfalls begeistert von Apple. Ich hab mir vor ein paar Jahren einen Mac Mini gekauft und bin nach wie vor hellauf begeistert davon. Mit dem Mac hatte ich nie irgendwelche Probleme, es läuft alles flüssig, ich hatte nie irgendwelche Viren oder dergleichen, es gibt keinen Stress mit irgendwelchen Deinstallationen etc. Eigentlich wäre es der perfekte Rechner... ABER.. da ich mich viel mit Elektronik befasse, verschiedene Programmer und Software Tools habe, brauche ich einen PC, da diese auf dem Mac einfach nicht laufen bzw. es gibt keine Mac-Versionen. Deswegen hab ich mir dann letzten Endes wieder einen PC zusammengebaut.


    Wenn jemand keine (aktuellen) Spiele macht, und seinen Rechner für Office-Anwendungen, Bildbearbeitung, Musik und Videoschnitt nutzt, ist der Mac das perfekte Gerät !


    Du kannst doch per Bootcamp auch Windows auf dem Mac installieren. Ggf. reicht auch "wine" und wenn Du einen neueren Mini hast, kannst Du auch eine externe GPU befeuern.

    Ja, das ist mir bewusst. Ich habe vergessen zu erwähnen, dass ich Geräte habe, die eine COM-Schnittstelle oder Parallel-Schnittstelle benötigen. Mit Adaptern hatte das nicht funktioniert. Zeitweise hatte ich dann parallel zum macmini late 2012 i7 einen älteren business Laptop mit diesen Schnittstellen auf dem Tisch. Aber irgendwann wurde mir das zu lästig, die Daten mittels USB-Stick immer wieder hin und her zu schieben. Für mich ist es einfach die bessere Lösung, wie es jetzt ist. Den mac mini haben wir am TV im Wohnzimmer, als Mediacenter, zum surfen etc.

    Quasi als "feinen" Rechner in der guten Stube mit eleganter Funktastatur auf dem Couchtisch, im Abseits vom Arbeitszimmer, wo um den Computer rum Lötstationen etc "rumfliegen".. :-)



    Gerade letzte Woche saß ich bei einem Bierchen mit 3 Freunden zusammen. 2 davon und ich sind damals quasi zeitgleich auf den Mac umgestiegen und der dritte davon hat es jetzt vor. Dem zu Folge wurden wir mit Fragen gelöchert.

    Witzig war die Stelle, als wir unsere ALT-GR + Q Geschichten erzählten. Die Umstellung der Tastatur für mich war damals das lästigste. An "MAC-Aussenstehende": ALT-GR + Q schließt alle Fenster DIREKT und ohne Nachfrage. Für gewöhnlich passiert das dann einem MAC-Neueinsteiger nach der Verfassung eines wichtigen, umfangreichen Dokuments oder irgend einer anderen wichtigen Arbeit, was IMMER sehr ärgerlich ist ! Heute lacht man darüber...

    :-))

    Es gibt 10 Arten von Menschen. Die einen verstehen das Binärsystem, die anderen nicht.

  • Was für kleine Programme?

    Zu Beginn waren es die GNU-Tools rund um die Compiler Collection, einige "Komprimierer" (bzip2, 7zip, rar), Ghostscript, wget, mkisofs usw, die ich mir z.T. selbst aus den Quellen mit der GCC übersetzt habe, die von Apple bezogen werden kann. Ist ja auch nix dabei, geht von selbst.

    Seit 2012 habe ich - glaube ich jetzt mal - viele Programme auch unter Lion am Start. Sicher bin ich nicht. Ich vermute es fehlt immer noch was aber ich komme nicht mehr drauf, d.h. es kann nicht so wichtig gewesen sein.


    Die Transition von einem Windows bzw. GNU/Linux Hauptrechner (T60) zu Mac OS X auf dem MBP8.2 war halt nicht unerhebliche Hürde. In den ersten 16 Wochen hätte ich das MBP fast jeden Tag hinausgeworfen. Es passierte in dieser Zeit nicht selten, dass ich das Display mehrfach wütend zugehauen habe, nur um es wenige Minuten später wieder aufzuklappen und nochmal zu probieren, was immer es auch war, k.A.


    Was mich nach wie vor stört sind u.a. die versteckten .DS_Store (Index-/Meta-)Dateien. Das lässt sich einfach nicht komplett abstellen. Ich hasse es, wenn das OS meint in meine Verzeichnisse noch irgendein Schnullipups ablegen zu müssen! Kein Linux, Windows oder UNIX mach das, abgesehen in temporären Lokalisierungen außerhalb des aktuellen Arbeitsverzeichnisses. Dafür würde ich die Entwickler glatt mit faulen Eiern bewerfen wollen, nur helfen würde es mir nix. Wenn die Teile fehlen rödelt der ewig bis der Verzeichnisinhalt im "Finder" angezeigt wird. Dann lieber die Konsole, die legt nix an und es geht ratzefatze.


    Was mir an Apple gefällt ist die Hardware und ein kleiner Teil des OS auch: Design, Ausstattung, Verarbeitung und der OS-Kern (Mach), ggf. auch einige GUI-Gimmicks. Es ist nicht Solaris oder GNU/Linux oder Windows und doch irgendwas dazwischen und eigenes. Ist schon seltsam. :-\


    Eigentlich ist das MBP8,2 mein zweiter Mac. Der erste und sehr kurze Versuch war mit einem iBook G4 1GHz. Das habe ich mir extra für Metrowerks CodeWarrior gekauft. Da hatte ich allerdings noch nicht die Ausdauer die "Transition" durchzustehen und bin wieder mit MCW auf mein FSC Lifebook mit Windows 2k und SuSE 7.2 zurückgeschwenkt. Das iBook habe ich an den Händler zurückgeschickt. Erst in Q1/ 2012 habe ich mir das MBP8.2 zugelegt, extra für PhaseOne COP6 und MP1. Es läuft heute noch unter Lion, über fünf Jahre später. Eine Partition ist inzwischen auch mit dem 12'er bespielt. Bereuen tue ich einzig, dass ich nicht noch einige Monate gewartet habe, dann hätte ich mit dem Nachfolgemodell auch USB 3.0 gehabt. Das war echt schlechtes Timing. Ob ich mir je einen neuen Mac zulegen werde, k.A. Ich lasse es rankommen.


    Da schaffen MacPorts und Homebrew abhilfe.

    Danke, kenne ich inzwischen auch. ;-)

  • Vermutlich war es bei mir anfangs auch so, daß ich beim Wechsel Linux -> Mac OS X einige Male genervt war, bis ich alles zusammen hatte, was ich gewohnt war, ich habe den anfänglichen Aufwand nur längst vergessen, weil ich durch die erhöhte Produktivität um ein Vielfaches entschädigt worden bin. Was ich unter Linux Zeit vertan habe allein mit dem Bearbeiten von xconfig-Dateien oder Netzwerkgeschichten, darüber will ich lieber nicht mehr nachdenken. Ich bin zwar auch Linux treu geblieben, aber nicht als Hauptsystem für die tägliche Arbeit.


    Die .DS_Store-Verzeichnisse sind ärgerlich, ja. Aber irgendwo müssen die Verzeichniseinstellungen, Icon-Positionen und dergleichen ja untergebracht werden, und das am besten nicht irgendwo zentral im System, sondern im Verzeichnis selbst. Wenn man das Verzeichnis löscht, sind diese Metadaten automatisch weg. Wenn man das Verzeichnis auf ein anderes System kopiert, hat man die Metadaten mit dabei. Eine ähnliche Geschichte sind die laufwerksbezogenen Papierkörbe.

  • Das gehört aber beim Mac auch schon immer dazu: Die Firma entscheidet was gut für den Nutzer ist und der kann das dann akzeptieren oder wechseln.


    Man muß aber auch sagen, daß meist die Dinge wirklich gut funktionieren. Wenn jemand den Notebookdeckel zuknallt, weil er was nicht kapiert, liegt das in den allermeisten Fällen daran, daß er eine, in dem Moment, falsche Erwartung hat. Sowas kann aber kein OS der Welt korrigieren, nur der "User" selbst, im einfachsten Fall indem er mal in die Anleitung guckt. ;) Und versteckte Dateien sind nunmal versteckt, so daß man sie nicht sieht und sich nicht ärgern muß. Und das ist immer noch besser und konsistenter mit anderen Umgebungen, als spezielle Ordner mit ResourceForks.


    PS: Es gibt auch unter Unix/Linux Sachen, die solche Ordner schreiben. Und ja: Schön ist das nicht.

  • Ich schildere gerne mal den Weg meiner besseren Hälfte zum Mac.


    Meine Frau arbeitet handwerklich (Landschaftsgärtnerin) und hatte eigentlich mit Computer & Co. nie was am Hut.

    Graue Rechner, sehen sch....e aus, braucht man nicht!


    Klar, heute hat jeder einen Computer. Aber damals, 1994, lebte meine damalige Freundin auch noch gut und gerne ohne so ein Teil in der Wohnung. Der Wendepunkt war die Vorstellung des iMac und die damit verbundenen Werbespots im TV! Steve Jobs' Marketing hat perfekt funktioniert. Die Werbung war ansprechend, meine heutige Frau begeistert und sie konnte sich erstmals vorstellen, einen Computer in das sorgsam ausgewählte Wohnensemble zu integrieren.


    Ich habe ihr daher den ersten iMac Bondi Blue gekauft und sie hat ihn genutzt und geliebt. Eines Tages rief sie mich ganz aufgeregt an und erzählte mir, dass auf ihrem Bildschirm gerade eine Bombe aufgetaucht sei. Das haben wir dann gemeinsam durchgestanden und der Rechner lief nach einem Neustart wieder.


    Meine Frau ist nicht technikaffin. Sie hat auch nie im Büro gearbeitet!


    Warum ich das schreibe: Heute schreibt meine Frau ihre Rechnungen auf dem MacBook Air und macht auch alle anderen notwendigen Arbeiten am Macbook. Sie nutzt das Gerät, findet es einfach in der Bedienung und darum geht es. Aufklappen. Benutzen. Zuklappen.


    Und das hat Apple schon immer ausgezeichnet. Die Usability!

  • Die Usability hat in den letzten Jahren sehr stark gelitten. Stimme dem zu 100% zu:

    https://www.youtube.com/watch?v=MKJjLwMUPJI

  • Was für kleine Programme?

    Zu Beginn waren es die GNU-Tools rund um die Compiler Collection, einige "Komprimierer" (bzip2, 7zip, rar), Ghostscript, wget, mkisofs usw, die ich mir z.T. selbst aus den Quellen mit der GCC übersetzt habe, die von Apple bezogen werden kann. Ist ja auch nix dabei, geht von selbst.

    Seit 2012 habe ich - glaube ich jetzt mal - viele Programme auch unter Lion am Start. Sicher bin ich nicht. Ich vermute es fehlt immer noch was aber ich komme nicht mehr drauf, d.h. es kann nicht so wichtig gewesen sein.

    Ahhh, eben hatte ich Programme gebraucht die immer noch fehlen: dos2unix, recode. Ich muss da die GCC nochma' über die passenden Quellen 'drüberjagen.