Z80 Laptop: Echte HW oder RPi

  • Echte HW oder RPi 24

    1. Echte HW (20) 83%
    2. RPi (4) 17%

    Moin!
    ich habe vor mir ein Z80 laptop zu bauen, das gehäuse aus blech ist schon fertig. ich kenne jemanden der eine "laser CNC frässe" hat, so hatte ich nur den material preis.
    soll ich nun echte HW (einplatinen computer) oder ein Raspberry Pi in das gehäuse einbauen? wenn echte HW kennt jemand ein Z80 epr mit Vga anschluss?



    grüsse jan

  • Also wenn es echt sein soll, dann keinen Raspi :thumbup:
    Einplatinensysteme gibt es immer wieder oder zusammenstellen.


    Das macht doch mehr Spaß :thumbsup:
    Kommt auch drauf an, was das Teil denn können soll am Ende?


    Also bei einem Z80 System das einigermaßen 'funktionell' sein soll, muss ein CP/M laufen und am besten auch ein Floppy irgendwie dran.


    :mrgreen: ich hatte ne ähnliche Idee aber habs erstmal auf Eis gelegt - aktuell anderes an der Backe ;-)


    Grüße,
    Marcus

  • Mit einem Z80 sbc inkl. VGA denke ich übernimmt man sich doch deutlich! Ich würde mal mit einem seriellen Z80 SBC und einem Laptop als Terminal anfangen.
    Oder AVR CP/M...


    Peter

  • Ich empfehle den "AX81". Den gab es mal als Bausatz, simuliert (nicht emuliert!) einen ZX81 mit 16 Mb, hat aber SD-Kartenslot und sowohl VGA, als auch Composite als Ausgang. Der Bausatz kostet auch nicht mehr als Raspberry Pi, ist sehr einfach zu löten (kein SMD), man lernt was beim Zusammenbau und hat anschließend einen "modernen" ZX81, auf dem alle bekannte Software läuft.

  • Echte Z80-Hardware wäre sicherlich nett, aber wie schon gesagt eine ziemliche Herausforderung. Die "alten" Designs haben kein VGA, und auch die klassischen Massenspeicher sind eine echte Herausforderung.


    Für den Anfang würde ich momentan tatsächlich diese FPGA-Lösung empfehlen. Damit kann man für kleines Geld einen Z80 nachbauen, der auf VGA ausgibt und eine SD-Karte als Massenspeicher nutzt. Es gibt dort auch die passende CP/M-Version, und wenn man will, kann man durch simples Umprogrammieren einen 6502-Basic-Computer draus machen.


    Habe ich erst vor kurzem zusammengebaut - war relativ einfach und macht Spaß.


    Bei der seriellen Variante wäre der schon mal hier besprochene CP/M Rechner auf Basis des ESP8266 interessant. Für minimales Geld und fast ohne jede Zusatzbeschaltung, aber mit mehr als einem Dutzend integrierter virtueller Floppylaufwerke! :thumbup:

  • Das hat nur den Haken, daß der Raspi garkein VGA-Out hat.
    Es gibt aber ein paar Microcontroller-basierte Terminal-Projekte mit VGA out.


    Und warum muss es per se VGA Out sein? Das ist vermutlich eher als Mindestanforderung zu verstehen, um einen TFT anschließen zu können. HDMI oder DVI ist wohl mindestens genauso gut, wenn nicht besser.


  • Und warum muss es per se VGA Out sein? Das ist vermutlich eher als Mindestanforderung zu verstehen, um einen TFT anschließen zu können. HDMI oder DVI ist wohl mindestens genauso gut, wenn nicht besser.


    richtig, das war/ist die mindestanforderung weil ich einfach ein alten pc moni auseinanderbauen muss.

  • Hallo,


    wenn es wirklich ein Z80 Laptop werden soll, käme für mich auch nur ein echter Z80 oder ein FPGA-Nachbau in Frage. Wenn man mit RasPi anfängt, kann man auch gleich beim PC bleiben, nichts anderes ist der ja.


    Ein ganz simples FPGA-Projekt für einen Z80-CP/M Rechner mit VGA oder Video und SD-Karte findet man hier:


    http://searle.hostei.com/grant/Multicomp/index.html


    Modular und verständlich, hab ich auch schon aufgebaut. Eine darauf basierende Version inkl. Platine findet man hier:


    https://www.retrobrewcomputers…lticomp:cycloneii-c:start


    Die hab ich auch aufgebaut.


    Wenn es wirklich ein echter Z80 sein soll, würde ich für den Anfang auch eine simple CP/M-kompatible Schaltung mit SD-Karte oder CF-Karte aufbauen:


    http://searle.hostei.com/grant/cpm/index.html


    und für die Videoausgabe einen Adapter an die serielle Schnittstelle hängen:


    http://searle.hostei.com/grant/MonitorKeyboard/index.html


    Gruß, Rene

  • Das RC2014 ist ja schon sehr schnuckelig. Allerdings auch ein wenig teuer, wenn man nicht nur den Basissatz haben will.
    Und dann gibt es da Sachen, wo man in den goldenen Homecomputerzeiten die Haare gerauft hätte : Raspberry Pi Zero Serial Terminal
    ein Z80 mit 8Mhz und darauf eine Steckkarte mit einem ARM mit 1GHz - und benutzt wird der nicht etwa als CoProzessor, sondern nur als Terminalemulator inkl. Grafikkarte. So what ? Sachen gibts ... :)

  • Eine ganze Armee von ATMegas als Pheripherie für den Z80, über Bus-Expander seriell an den Adressbus angebunden.
    Sogar die RS-232 Schnittstelle wird über einen ATMega realisiert.
    Ich weiß nicht recht, was das soll.
    Dafür gibt's doch auch was von Ratiopharm Zilog.
    Mein Geschmack wär's nicht.

  • hi,
    ich könnte nartürlich auch den Z180 nehmen "vorteile" gegenüber dem Z80:


    Taktgenerator. Nur ein Quarz und zwei Kondensatoren sind erforderlich.
    Speicherverwaltung (Memory Management Unit, MMU) für 1 MByte Arbeitsspeicher.
    Zwei DMA-Controller mit Speicher<->Speicher und Speicher<->IO - Transfers. Die DMA-Controller unterstützen den vollen 1 MByte-Adressraum.
    Programmierbarer Wait-State-Generator, getrennt für Speicher und IO-Zugriffe
    Programmierbarer DRAM-Refresh-Controller
    Zwei asynchrone, serielle Vollduplex-Schnittstellen (UART) mit programmierbarem Baudraten-Generator für Übertragungsraten von 300 bis 38400 Baud und
    Unterstützung von Modem-Steuerleitungen
    Eine getaktete, serielle Hochgeschwindigkeits-Schnittstelle zum Aufbau von Multiprozessor-Systemen
    Zwei 16-Bit programmierbare Zeitgeber (Timer)
    Zwei externe universelle Interrupt-Eingänge



    gibt es eine anleitung/schaltplan/doku für einen einplatinenrechner für den Z180???




    danke und grüsse jan


  • Viel Aufwand für wenig. "Damals" hat man für die serielle Kommunikation eine Z80 SIO benutzt, die Tastatur wurde meist in Kombination mit TTL Bausteinen von der Z80 selbst "abgescannt".
    Das "Terminal" würde ich mit dem ATMega weiterhin nutzen, das ist auch recht anspruchvoll mit VT52 oder VT100 Emulation - als Zusatzaufgabe für den "armen" Z80 nicht gut.
    Und einen Massenspeicher ansprechen ist vielleicht auch einfacher mit so einem ATMega.


    Gruß Peter

    "Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind."


    ... und schaut auch mal bei meinem Blog vorbei ...

  • Im Prinzip eine gute Wahl, um einen modularen, sehr flexiblen Computer aufzubauen. Und da ich seit ein paar Monaten alle wichtigen Platinen nochmal neu aufgelegt und gefertigt habe auch durchaus realistisch.
    Ob es allerdings für einen Laptop geeignet ist, möchte ich etwas bezweifeln. Aufgrund der Modularität benötigt das Gesamtgerät vergleichsweise viel Platz. Die "normale" Grafikkarte erzeugt eine FBAS-Videosignal, kein VGA. Für den NKC brauchst Du eine BUS-Platine, auf die CPU-Modul, Speichermodul, Grafikkarte, Tastaturinterface und evtl. Soundkarte, Bankswitching und Floppycontroller kommen.
    Ein tolles System aber überleg Dir, ob es für Dich paßt. Was möglich ist: Die Module aussuchen und für diese ein Layout als Einplatinenrechner entwickeln.
    Um Dir ein Bild über den Aufwand zu machen, lies mal hier:


    http://www.robotrontechnik.de/html/forum/thwb/showtopic.php?threadid=14374&time=1500902203&s=9d690218f53cfab3a3f4483b836e88e9


    Gruß, Rene

  • Das sehe ich ähnlich. Nichts gegen den NKC, ich spiele selber mit dem Gedanken, den noch mal aufzusetzen. Aber einerseits ist der tatsächlich für einen Laptop eher ungeeignet, und er ist doch auch extrem Retro. Du hast teilweise Probleme, die alten Bausteine zu bekommen (soweit ich weiß ist Rene im Wesentlichen bei den Originaldesigns geblieben), und Du steckst eine Menge Arbeit in Systeme und Komponenten, die Du doch moderner und einfacher haben kannst. Wenn ich den Minimal-Z80-CP/M-Computer von Grant Searle mit dem NKC in vergleichbarer Ausstattung vergleiche bist Du mit modernen Mitteln wesentlich einfacher und kompakter.


    Da würde ich vermutlich eher zum RC2014 greifen - der erscheint mir kompakter, und ist auf jeden Fall moderner. Wie der Kostenvergleich ausgeht kann ich nicht sagen, weil ich die tatsächlichen Kosten des NKC nicht kenne.
    Aber auch beim RC2014 ist die Ein-/Ausgabe der große Schwachpunkt: die Raspi-Option finde ich jedenfalls auch ziemlich "unverhältnismäßig".