Vorzeitiges Versagen von LED Leuchtmitteln

  • Vor knapp 2 Jahren hatte ich den Fimmel, die Glühlampen im Haus durch LED Beleuchtung ersetzen zu wollen. Toll fand ich auch, daß die Dinge an statt von 1000h nun 50.000 Stunden halten sollen. Leider stellt sich die Situation bei mir völlig anders dar, nach ein paar Monaten sind die Dinger bei mir tot, der billige Chinadirektimport von Ebay genau wie der von Osram veredelte Chinaimport für 10 Euro das Stück. Letzte Woche sind mir von letzteren wieder zwei 8W Dinger eingegangen. 50.000h sind 11 Jahre bei 12 h / Tag. Was bei mir schon eine Worst Case Abschätzung ist selbst an grauen Wintertagen am Wochenende.


    Gibts eine LED Lampen Lüge? Oder hab ich einfach nur Pech?


    Ich habe die meisten verreckten LED Lampen wieder mit Glühlampen ersetzt.


    Soviel kostet Strom auch wieder nicht.....

  • Ich habe 2009 angefangen, die Glühlampen im Haus nach und zu ersetzen. Der Grund war, dass ich keine quecksilberhaltigen Energiesparlampen um Haus haben wollen. Damals waren die LED-Lampen noch funzelig und hielten nicht sehr lange.

    Ich habe von Anfang an Chinaware eingesetzt. Es gab ja anfangs nichts anderes. Ich hatte zum Glück einen ebay-Händler, der alles war in den ersten 6 Monaten gestorben ist, anstandslos ersetzt hat.


    Da mich Osram und Co. mit ihrem lange praktizierten Wucher ziemlich verärgert haben (39 Euro für ein funzelige LED-Leuchmittel), bin ich bei der Chinaware geblieben.


    Ich habe schon seit gut einem Jahr kein defektes LED Leuchtmittel mehr tauschen müssen. Und ich habe bestimmt 50 bis 60 Stück im Einsatz, in den unterschiedlichsten Bauformen. Selbst im Außenbereichen halten die Dinger inzwischen durch - trotz der Temperaturschwankungen.

  • kPanic hat recht. Bei uns ist es nur in einen Raum, wo die teile ständig kaputt gehen. Die Röhren halten das aus. Also entweder Schalter auswechseln oder andere Leuchtmittel. Und Pfui, Glühbirnen nimmt man nun wirklich nur noch, wenn die Heizung nicht ausreicht.

    :kill::prost:

  • Bei mir ist es so das schon mehrere LEDs kaputt gegangen sind, ob Osram oder billig.....

    Teilweise wurden sie mit der Zeit dunkler, teilweise flimmern, teilweise gehen sie kurz im Betrieb aus und an (mehrere Lampen an einem Schalter - nur eine Birne)


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    Sehe gerade ein Osram Angebot 99 Cent für 806 Lumen....... E27

  • Bei mir sind nur die überteuerten LED-Lampen von Osram nach kürzester Zeit durchgebrannt, die China- und Ikea Lampen leuchten bei mir teilweise schon seit 2011. Konventionelles Glühobst ist da irgendwie auch sinnlos. Ich habe zwar noch einen Vorrat "New Old Stock" mit 40 Watt und mehr, für Abstellkammer usw. auch vollkommen o.k., aber Neukauf lohnt sich nicht bei 1,49 € für Glühobst und 2,99 € für LEDs für die gleiche Fassung. Wer sich gerne über kaputt gehende Leuchtmittel ärgert, sollte sowieso auf Halogen umsteigen. Die sind schneller kaputt als Teelichter.

  • Ich habe hier in meiner Mietwohnung ca 2011 auch LED-Birnen eingesetzt. Das billigste, was es via ebay vom Chinamann gab. Die gehen auch alle noch. Zu der Zeit war es sogar so, dass diese billigen Birnen ein wesentlich schöneres Licht hatten als die meisten teuren, meistens gab es damals nur ein zu kaltes Licht bei LEDs. Ich erinnere mich, dass auf Grund dessen einige Bekannte diese Birnen beim selben Händler nachgekauft hatten. Das Haus in dem ich gerade wohne ist Bj 1994 und die Lichtschalter sind diese Merten Standartschalter mit den aberundeten Ecken, die "jeder" hat.

    Ich habe gerade ein Haus gebaut und bin momentan am umziehen. Dort habe ich LED Lampen mit 3000K montiert. In meinem Arbeitszimmer/Büro/Spielzimmer habe ich eine Lampe mit 2 LED-Röhren montiert, ebenfalls mit 3000K. Es sieht soweit alles ganz gut aus, aber die Lichtfarbe ist meiner Meinung nach nicht so schön, wie bei einer alten, herkömmlichen Birne. Man hat sich nach Jahren noch nicht dran gewöhnt. Dennoch sollte man natürlich zumindest diesbezüglich mit der Zeit gehen.

  • spannend ist ja eher WAS kaputt geht - die LEDs selber oder die Ansteuerelektronik.


    Werden LEDs mit 100% des Maximalstoms betrieben, werden sich nicht superalt, verringert man aber aber den Strom (um vielleicht 10-20% - natürlich auch mit Verringerung der Helligkeit) vervielfacht sich die Lebesdauer beträchtlich.


    Stirbt aber die Ansteuerung (keine Ahnung, wie die üblicherweise aussieht), hört sich das nach geplantem Selbstmord aus...


    Rainer


    P.S: bei mir werkelt seit 20 Jahre Niedervolt-Halogen in den Wohnräumen (hoher Stromverbrauch, aber wundervolles Licht, da pro Raum > 5 Lichtquellen und indirektes Licht) ohne Austausch der Leuchtmittel (!) und in Fluren usw. Leuchtstoffröhren, die häufig kaputt gehen oder Billigsparlampen, die einfach nicht kaputt gehen wollen, schon lange ist der Umstieg auf LED geplant, aber so lange es noch leuchtet...

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  • Die Theorie mit den Schaltern ist spannend. Ich wohne zur Miete in einer siffigen runtergeritteten Altbauwohnung aus den 60ern. Die Elektrik ist nie erneuert worden und auch noch klassisch genullte 2Draht Technik. Sollte Arcing bei den Schaltern nicht die Glülampen auch stressen?

  • Noch eine Geschichte zu den LEDs.


    Die ersten Leuchtmittel, die ich eingesetzt habe, hatten nur 3 Watt. Das waren die ersten Chinateile mit 14 LEDs oder so. Ziemlich funzelig.

    Die hatten aber den spannenden Effekt, dass sie auch bei ausgeschaltetem Lichtschalter einfach weitergelimmt haben. Und zwar immer noch so hell, dass man im Flur kein Nachtlicht mehr brauchte. Das fand ich zu Anfangs etwas gespenstisch, habe mich dann aber schnell dran gewöhnt.


    Das war keine Restladung, die LEDs glimmten dauerhaft. Vermutlich kapazitive Einkopplung.

    Mein Elektriker hatte jedenfalls keine Erklärung dafür, aber der hatte damals auch noch keine Erfahrung mit LEDs.

    Bei den neueren LED Leuchtmitteln mit 8 und mehr Watt tritt das Phänoment nicht mehr auf.

  • Bei uns im Betrieb halten die China-Biligteile knappe 12 Monate.

    Viele Grüsse
    Roman
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    ...auch das Zukünftige wird ein Morgen haben, das es zum Gestrigen werden lässt...


    Viele Grüsse aus der Schweiz
    https://webnose64.ch

  • Ich habe mit den meiner Meinung nach recht günstigen Philips LEDs gute Erfahrungen gemacht. Halten bei uns schon mindestens 5 Jahre, haben ein sehr angenehmes Licht und da wir alles umgestellt haben glaube ich unsere Energieeinsparung (Rückzahlung, yes!) auf die Lampen zurückführen zu können.. in unserer alten wie auch der neuen Wohnung ist die Elektrik jedoch relativ neu (frühe 2000er).

  • Es wundert mich ja schon etwas das hier scheinbar schon soviele von euch die LED Leuchtmittel einsetzen. Mein Chef hatte letztes Jahr mal die Idee die Leuchtstofflampen in der Werkstatt durch LED-Röhren zu ersetzen. Das war dann aber so ein merkwürdiges, ich würde sagen bläuliches Licht,, das ich beim Reparieren Schwierigkeiten mit dem Sehen hatte...

    Jetzt werkeln da wieder die guten alten Leuchtstoffröhren und alles ist prima. Aus diesem Grund habe ich im privaten Bereich bisher auch noch keine LED's im Einsatz. Nur so Halogen-Energiesparlampen...

  • Mein Chef hatte letztes Jahr mal die Idee die Leuchtstofflampen in der Werkstatt durch LED-Röhren zu ersetzen. Das war dann aber so ein merkwürdiges, ich würde sagen bläuliches Licht,, das ich beim Reparieren Schwierigkeiten mit dem Sehen hatte...

    Man muss beim Kauf schon auf die richtige Lichtfarbe achten.

  • Ja, aber mit der Lichtfarbe ist das gar nicht so einfach. Wie gesagt, ich habe im Neubau jetzt 3000K, das ist ein warmes Licht. Aber mit richtigen Glühbirnen ist das noch anders. Also die kriegen das irgendwie nicht hin, dass die Lichtfarbe von LED der Lichtfarbe von richtigen Glühbirnen entspricht. Man sieht den Unterschied immer. Aber wie gesagt, wahrscheinlich nur ne Gewöhnungssache. Die "Behaglichkeit" ist bei normalen Glühbirnen eine andere.

    Bei einer Lampe im Treppenhaus hatte ich mich im Baumarkt vergriffen. Die hatte 4000K. Als ich abends im weißen Treppenhaus mit Edelstahlgeländer das Licht eingeschaltet hatte, hatte es diesen "Krankenhaus-Charme". Das ging gar nicht. Die Lampe wurde natürlich ersetzt.

    In der Werkstatt wo ich arbeite sind auch normale Leuchtstoffröhren. Da hat man sich auch noch nicht getraut auf LED um zu steigen.

  • Kommt immer drauf an, womit in der Werkstatt gearbeitet wird.

    Gefährlich ist das bei Maschinen, an denen irgendwas rotiert.

    Beliebtestes Beispiel ist sicher die Drehbank, bei der es dann so aussieht, als stünde sie still, obwohl sie mit hoher Drehzal läuft.

  • Das wäre mir neu, aber so gut kenne ich mich da auch nicht aus. Ich arbeite bei Daimler, da läuft alles nach strengen Richtlinien. Es würde mich nicht wundern, wenn da nur ein bestimmter Typ Leuchtstoffröhre von einem bestimmten Fabrikat verwendet werden dürfte. Das läuft da sogar so streng ab, dass man kein mitgebrachtes Gerät am Stromnetz betreiben darf (im Arbeitsvertrag festgehalten), ohne dass es einer Prüfung unterzogen wird, welche dann mit einer Daimler-Prüfplakette auf dem Gerät quittiert wird..

  • Also etwas ausführlicher:

    Bei Leuchtstofflampen kann der Stroboskopeffekt auftreten, wenn man da nicht ordentlich vorsorgt.

    Er entsteht dadurch, daß das abgegebene Licht in der Frequenz des fließenden Stroms pulsiert.

    Bei Betrieb mit konventionellem Vorschaltgerät also mit der Frequenz des Stromnetzes (50 Hz).

    Früher wurde Abhilfe geschaffen, indem man an gefährdeten Arbeitsplätzen dafür gesorgt hat, daß mehrere Lampen gleichzeitig in Betrieb sind, die Phasenversetzt leuchten. Man kann jetzt auf die Idee kommen, das so zu lösen, daß man einfach an die drei Phasen des Drehstromnetzes drei Lampen anschließt. Das hat aber den Haken, daß es je nach Drehzahl der Maschine immer noch einen Stroboskop-Effekt geben kann.

    Stattdessen kann man mit Kondensatoren abweichende Pahsenverschiebungen erreichen, wodurch der Effekt dann aufgehoben werden kann.

    Inzwischen ist das aber Schnee von gestern. Mit den heute üblichen elektronischen Vorschaltgeräten werden die Lampen mit Frequenzen im zweistelligen kHz Bereich betrieben.

    Vor allem bei noch nicht warmen Röhren kann man die Wellenlänge dieser Frequenz direkt an der Röhre an verschiedenen Helligkeiten erkennen.

  • Gefährlich ist das bei Maschinen, an denen irgendwas rotiert.

    Falls ich in der Werkstatt mal den Eindruck bekommen sollte, das die defekten Fernseher rotieren, dann ist das Licht der Leuchtstoffröhren vermutlich in dem Moment das kleinste Problem... :shock:

  • Also gerade die Philips LED-Lampen sind bzgl. der Farbtemperatur nicht von Glühbirnen zu unterscheiden. Ich habe jetzt bei mir im Labor (aka ManCave :D ) auch eine Leuchtstoffröhre durch ein LED-äquivalent ersetzt, kein Vergleich zu vorher. Sofort an, angenehmes warmweisses Licht...

  • Für die passende Lichtfarbe kann man bei zweiflammigen Leuchtstofflampen auch verschiedene Lichtfarben kombinieren.

    Ganz gut finde ich die Kombination aus Tageslicht- und Warmtonröhre.

    Die Tageslichtröhre sorgt für anständige Helligkeit und die Warmtonröhre korrigiert die Lichtfarbe.

    Mit dem richtigen EVG sind die Röhren dann auch sofort nach dem Einschalten an.