Mein neuestes Etwas

  • Die Netzfrequenz gibt bei einem solchen Motor die Drehzahl vor. Auf der Motorwelle befindet sich eine Riemenscheibe mit einem Durchmesser von 15,25 mm. An dem Mitnehmer der Floppy befindet sich eine Riemenscheibe mit einem Durchmesser von 76,8 mm. Diese beiden sind mit einem Riemen verbunden. Das stellt ein Getriebe dar. Bei 60Hz sollte sich die Floppy mit 360rpm drehen.


    Betreibe ich den Motor nun mit 50 Hz, dreht sich die Floppy nur noch mir 50/60*360 rpm = 300 rpm. Das funktioniert leider nicht. Daher muss die "Getriebeübersetzung" geändert werden. Nach meiner Berechnung muss das Rad dann einen Durchmesser von 60/50*15,25 mm = 18,2 mm haben.


    jdreesen Kannst du mal die große Riemenscheibe messen. Möglicherweise ist da ja auch eine andere drauf. Ich möchte mir dazu ein Gehäuse bauen, welches so ohne weiteres nicht vom Original zu unterscheiden ist. Daher möchte ich auch die Plexiglasscheibe neu erstellen.


    Gruß

    Dietmar

    IMSAI 8080, MFA, Formula-1, BCS-Converter, KOOP 85.1, MAI Basic Four (Terminal), ZETA V2

  • Darauf muß man erstmal kommen, daß die Motordrehzahl von der Netzfrequenz abhängig sein kann, mein ich.

    Damit das wirklich gut funktioniert, wirst Du da möglicherweise auch einen neuen Riemen brauchen.

  • jdreesen Kannst du mal die große Riemenscheibe messen. Möglicherweise ist da ja auch eine andere drauf. Ich möchte mir dazu ein Gehäuse bauen, welches so ohne weiteres nicht vom Original zu unterscheiden ist. Daher möchte ich auch die Plexiglasscheibe neu erstellen.


    Gruß

    Dietmar

    Also, nochmals nachgemessen :


    ich komme auf 19.5mm fur die Kleine, und 77.6mm fur den Grossen.

    Kleine Scheibe ist etwas muhsam zu messen, da noch immer eingebaut. Die Scheiben sind ubrigens ganz leicht concaf, damit der Riemen auf die Scheibe bleibt. Vll sind da Unterschiede zu suchen ?


    Neue Riemen braucht es selten, und wenn, kann man neue 3D-drucken. Habe ich schon mit Erfolg gemacht.

    Ich bin sehr intressiert wie du die Plexiglasscheibe machst bitte etwas Dokumentation machen.


    Hast Du schon eine RAL-Farbe im gedanken ? ist ziemlich schwierig das genau hin zu kriegen, habe ich gemerkt.....



    Jos

  • Darauf muß man erstmal kommen, daß die Motordrehzahl von der Netzfrequenz abhängig sein kann, mein ich.

    Damit das wirklich gut funktioniert, wirst Du da möglicherweise auch einen neuen Riemen brauchen.


    Für konstante Drehzahl ist ein Synchronmotor eingebaut, dessen Drehzahl von der Anzahl der Polpaare und der Netzfrequenz abhängig ist.



    https://de.wikipedia.org/wiki/Synchronmotor

  • Leider noch auf 60Hz. Jetzt muss ich erst zwei Wellenadapter drehen, damit die Geschwindigkeit stimmt.

    Kannst Du das mal genauer ausführen ?

    (oder hab' ich den Witz mit 60Hz vs. 50Hz Netzspannungswechselfrequenz nicht gerafft?)

    Da die Amerikaner eine Netzfrequenz von 60hz anstatt 50hz wie bei uns haben, stimmt die Drehzahl von dem Floppymotor nicht mehr.

    Mit einem Stepdowntrafo kann man zwar die Netzspannung von 230v auf 110v runterregeln, aber trotzdem hat man dann 110v mit 50hz anstatt 60hz. Bei Rechnern macht das meines Wissens nach nichts. Aber da wo ein Motor drinne ist, spielt das eine Rolle wegen der Drehzahl. Da hilft man sich dann mechanisch.

    Auf einigen Antriebsmotoren sieht man auch Skalen, die man mit einer Lampe anblitzen kann und dementsprechend den speed regulieren kann. Ähnlich wie früher beim Plattenspieler, wo bei versch. Modellen eine lampe neben dem Drehteller war und auf dem drehteller Striche. Mit einem Regler konnte man dann die Drehzahl auf exakt 45 bzw 33 1/3 einstellen.


    Die Laufwerke sind sehr schön ! Glückwunsch !


    Gruss Jan

    Es gibt 10 Arten von Menschen. Die einen verstehen das Binärsystem, die anderen nicht.

  • Ich hätte immer gedacht, daß Floppymotoren einfach mit Gleichstrom betrieben werden und eigentlich auch generell alles was an Motoren so im "Computerbereich" benutzt wird (Steppermotoren in Druckern, Datasette, ControllerRuckeln). Aber evtl. ist das auch einfach nur ab ca. 1980 so, aber m.E. bei allem was ich bisher gesehen habe.


    Das Konstruktionsprinzip ist aber irgendwie recht sinnig - und wenn man das dann noch ein wenig versetzt anordnet, wahrscheinlich auch für extrem effiziente und gleichlaufende Antriebe gut.

  • Nein, später war das auch noch so. Ich habe zB mehrere Atari 1050 Laufwerke inst.gesetzt. Da haste auf dem Motor auch Skalen für 50 und 60hz.


    Gruss Jan

    Es gibt 10 Arten von Menschen. Die einen verstehen das Binärsystem, die anderen nicht.

  • @Jan Ich denke da verwechselst du was. Alle Floppylaufwerke kleiner als 8" werden m.W., wie ThoralfAsmussen schrieb, mit Gleichstrom betrieben. Hier muss das Drehfeld erst elektronisch erzeugt werden. Hier gibt es sicher Laufwerke deren Umdrehungszahl mittels einer Stroboskopelampe kontrolliert und dann eingestellt werden kann. Die Stroboskoplampe blitzt/flackert dann im Takt der Netzfrequenz. Daher würden diese dualen Skalen zur Kalibrierung Sinn machen. Nicht jedoch für den Antrieb.

    Die Wechselstrommotoren kenne ich nur an 8" Laufwerken. Diese werden dann ja direkt mit der Netzspannung betrieben, also ohne jedwedes Netzteil.


    Gruß

    Dietmar

    IMSAI 8080, MFA, Formula-1, BCS-Converter, KOOP 85.1, MAI Basic Four (Terminal), ZETA V2

  • Da muss ich zumindest beim Atari 1050 Laufwerk nochmal nachschauen. Der Motor läuft zwar mit 12 Volt, hat aber Skalen mit 50 und 60 Hz. Die Spannungsversorgung, die vom externen Netzteil reinkommt sind 9V Wechselspannung.., Isch gugge.. 😊



    Gruß Jan

    Es gibt 10 Arten von Menschen. Die einen verstehen das Binärsystem, die anderen nicht.

  • Da muss ich zumindest beim Atari 1050 Laufwerk nochmal nachschauen. Der Motor läuft zwar mit 12 Volt, hat aber Skalen mit 50 und 60 Hz. Die Spannungsversorgung, die vom externen Netzteil reinkommt sind 9V Wechselspannung.., Isch gugge.. 😊



    Gruß Jan

    Die 50/60 Skalen beziehen sich auf die Stroboskoplampe, die zum Kalibrieren benutzt wird. In den USA blinkt die mit 60 Hertz...


    Stefan