Zukunft von classic computing ?

  • Einerseits hast du recht: Heute muss man sich nicht mehr mit Computer im Detail aussetzen müssen. Das führt allerdings dazu, dass viele dumme Sachen passieren passieren wie "Wieso muss ich ein Backup machen, ich hat doch alles auf der SSD?" oder man glaubt man wäre PC-Profi, weil man weiß wo er eingeschaltet wird "Wenn der Computer angeht, kann das Netzteil ja nicht kaputt sein" (es war das Netzteil).

    Aber genau dafür gibt es doch dann Experten, an die man sich dann wenden kann. Von daher sehe ich das unkritisch.


    Und da triffst du genau mein Fachgebiet:

    ISA (jaja die letzten), (echte) RS232, LPT machen die Computer vor 20+ Jahren aus.

    Windows 98 SE / 2000 / XP laufen nunmal nicht auf modernen Computern und daher auch nicht/eingeschränkt deren Software/Spiele.

    Bei 98 / SE bin ich absolut bei Dir, bei Windows 2000 kann ich es tatsächlich nicht sagen, da ich aus dem Zeitraum keine Software habe, die speziell für Windows 2000 entwickelt wurde. Bei Windows XP bin ich zwiegespalten, da ich alle Spiele in meinem Fundus, welche explizit für XP entwickelt wurden auch unter Windows 10 zum Laufen bekommen habe.

  • In 30 Jahren spielen die Mitt-Fünfziger mit Windows 12 und ChatGPT und befinden sich dann damit voll auf der Retro-Welle der 2050er Jahre.

    Das was C64 & Co ausmacht wird dann nur noch eine sehr kleine Gruppe von Historikern und Antiquitätenhändler interessieren...

    Denkt doch mZl an die Briefmarkensammler ... inzwischen fast ausgestorben.

    Und die Radiobastler und die Amateurfunker und die Modelleisenbahner - wurde ja alles schon genannt.


    Wir sollten uns und unsere aktuellen Retro-Themen nicht so wichtig nehmen.

    • i-Telex 7822222 dege d

    • technikum29 in Kelkheim bei Frankfurt

    • Marburger Stammtisch

    Douglas Adams: "Everything, that is invented and exists at the time of your birth, is natural. Everything that is invented until you´re 35 is interesting, exciting and you can possibly make a career in it. Everything that is invented after you´re 35 is against the law of nature. Apply this list to movies, rock music, word processors and mobile phones to work out how old you are."

  • Aber genau dafür gibt es doch dann Experten, an die man sich dann wenden kann. Von daher sehe ich das unkritisch.


    Bei 98 / SE bin ich absolut bei Dir, bei Windows 2000 kann ich es tatsächlich nicht sagen, da ich aus dem Zeitraum keine Software habe, die speziell für Windows 2000 entwickelt wurde. Bei Windows XP bin ich zwiegespalten, da ich alle Spiele in meinem Fundus, welche explizit für XP entwickelt wurden auch unter Windows 10 zum Laufen bekommen habe.

    Leider wird sich erst an den Fachmann gewandt, wenn wie in den beiden Beispielen, die SSD schon defekt ist oder schon selbstständig herumgebastelt worden ist. Auch die Anzahl der "Ich habe mir einen PC zusammengebaut und er läuft nicht" nimmt stetig zu. Da wird dann ohne Anleitung ein Unsinn zusammengebaut und Material/Arbeitszeit vergeudet, damit könnte man 3 Rechner vom Fachmann zusammenbauen lassen. Typische Beispiele: Durchhängene Grafikkarten, M.2-SSDs ohne Abstandshalter auf das Mainboard gebogen geschraubt und altes Netzteil wieder verwendet.

    Gerne wird sich dann auch über die hohen Kosten beschwert, warum eine Datenrettung 300€ kostet.


    2000/XP sind eigentlich sehr kompatibel zueinander, dass stimmt schon.


    Probleme mit XP-Spielen unter WIndows 10, denen ich bisher begegnet bin:

    • Verkehrsgigant hat FPS-Bug (nicht behebbar, da keine FPS-Bremse)
    • Industriegigant kommt nicht ins Netzwerk (HD-Version läuft)
    • Fussball Manager 2004 läuft nichtmal unter XP auf Intel HD-Grafik (aktuelles Kundenproblem, muss ich noch schauen ob es an SP3 oder Grafik liegt)
    • GTA 3 speichert nicht (unbehebbar)
    • Starcraft läuft nur mit Crack (StarCraft II ist kostenlos, also wofür der Aufwand?)


    Ich kann dir aber auch sagen, dass erste Geräte unter WIndows 11 nicht mit dem WIndows 10 Treiber laufen... Hast du da einen professionellen Photoscanner für 2000€ bei, hat der Kunde da plötzlich 1 Thinclient extra stehen :)

    ::solder::Ich "darf" beruflich basteln...

  • Selbst wenn die meisten früher, mit einem C64 nur gespielt haben, so musste man sich dennoch mit dem System tiefgreifender auseinander setzen, als es heute der Fall ist, wodurch der persönliche Bezug meiner Ansicht nach enger war, als es heute der Fall ist.

    Ist LOAD"*",8,1 wirklich schwieriger als ein Smartphone einrichten oder diese verkackte Windows 10/11 Einrichtung mit oder ohne Microsoft ID?

    Find ich nicht.


    Ein C64 war damals schon etwas Besonderes, selbst unter Berücksichtigung der Tatsache, dass das System zur damaligen Zeit der meistverkaufte Home-Computer war.

    Heimcomputer waren allgemein etwas besonderes und etwas neues. Und waren tatsächlich nicht so weit verbreitet wie heute Computer und Smartphones- aber macht das wirklich den Unterschied?

    Dann müsste es ja sogar nach Deiner Logik in 20 Jahren viel mehr Nutzer geben, die Retro Gefühle für ihre alten Teilchen haben, weil es allgemein viel mehr Nutzer heutzutage gibt?


    Für mich haben z.B. PCs, welche nach der Jahrtausendwende auf den Markt kamen keinerlei Reiz, obwohl diese ja teils auch schon über 20 Jahre alt sind. Aber mal ehrlich, was kann ich mit diesen Systemen machen, was ich mit einem heutigen PC nicht machen kann? Genau nichts, also wozu dann ein System aus der Zeit aufbauen und sich hinstellen, wenn nicht mal ein Emulator notwendig ist?

    Das selbe hab ich vor zehn Jahren auch von 286ern und PII Systemen mit VooDOo-Karten gedacht.

    Und heute finden sich selbst für diese Rechner einige Retro-Anhänger


    Das was C64 & Co ausmacht wird dann nur noch eine sehr kleine Gruppe von Historikern und Antiquitätenhändler interessieren...


    Denkt doch mal an die Briefmarkensammler ... inzwischen fast ausgestorben.

    Retro Auto Sammler hingegen nicht.

    All diese Vergeliche sind nicht 100%ig passend.


    Briefmarken hatten auch ihren Reiz, weil man so in die ganze Welt blicken konnte und Briefe DAS Kommunikationsmedium der damaligen Zeit waren.

    Diese Basis ist völlig weggebrochen, was dem Briefmarkensammeln meiner Meinung nach den Reiz genommen hat.


    Ja vielleicht wird es in 20-30 Jahren wieder weniger Retro-Computer Fans geben, weil vielen der persönliche Bezug zu den heutigen Rechnern fehlen wird und unsere heutigen Retro Rechner zu antiquiert vorkommen mögen und auch keine direkten Erinnerungen daran existieren. D.h. die z.B. C64 Retro Szene wird kleiner werden.

    Aber es wird immer ein paar Spinner geben, die sich für alte Computer und richtig alte Computer interessieren (ich finde z.B. meine PDP-8en spanneder als mein C64!) und wie das classic computing aussehen wird oder was dann die Retro-Computer Szene ausmachen wird, WISSEN wir nicht!

    Und hängt auch sehr davon ab was in der kommenden Zeit alles passieren wird.

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    Suche Rechentechnik aus Deutschland, bzw. Computer Deutscher Hersteller - z.B.

    ANKER, AKKORD, CTM (CTM 70, CTM 9000, CTM 9032), DIEHL/ DDS, DIETZ, FEILER, ISE,
    HOHNER GDC, KIENZLE, KRANTZ, NIXDORF, OLYMPIA, PCS/CADMUS, RUF, SALOTA, S.E.I.,
    SIEMAG, SIEMENS, TAYLORIX, TRIUMPH ADLER - TA, WAGNER, WALTHER, WANDERER,...

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  • Selbst wenn die meisten früher, mit einem C64 nur gespielt haben, so musste man sich dennoch mit dem System tiefgreifender auseinander setzen, als es heute der Fall ist, wodurch der persönliche Bezug meiner Ansicht nach enger war, als es heute der Fall ist.

    Ist LOAD"*",8,1 wirklich schwieriger als ein Smartphone einrichten oder diese verkackte Windows 10/11 Einrichtung mit oder ohne Microsoft ID?

    Find ich nicht.

    Nicht alles was hinkt ist auch ein Vergleich ;) Daher würde ich passendere Beispiele bevorzugen unter der Annahme, man kauft sich einen Rechner und muss diesen nur noch anschließen und starten. Zumal das Einrichten eines Smartphones nun wirklich keine Raketenwissenschaft darstellt :)


    Es benötigt zum einen den persönlichen Bezug und zum anderen braucht es auch das gewisse Etwas um das Interesse an alten Computersystemen zu wecken. Mein Sohn sitzt zwar täglich am PC und hat auch schon auf einer NES gespielt. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass er deswegen meine Sammlung an Konsolen und Spielen nicht weiter führen wird. Für die heute heranwachsende Generation sind Computer einfach Mittel zum Zweck, nicht mehr und nicht weniger, so wie ein Fernseher zum Filme schauen oder ein Smartphone zum Telefonieren.

  • Ich wollte damit nur sagen, dass es bei den Heimcomputern auch die meisten Leute keinen Bezug zu dem Maschinen hatten und diese haben auch heute keinen Bezug zu ihren jetzigen Computern und Smartphones.

    Und die hatten früher so wie heute auch keine Ahnung von der Funktionsweise der Computer.

    Aber Disketten Kopieren konnten sie!


    1:1 vergelichen lässt sich das nicht. Weder Heimcomputer der 80er mit Smartphones von heute. Oder Briefmarken Sammeln mit Computer Sammeln.


    Ich habe schon seit über 25 Jahren ein Fable für alte Computer und auch miterlebt wie die für mich / uns langweiligen PCs nach und nach wieder spanned für heutige Retro-Computer Leute werden. Hätte ich damals auch nicht gedacht.

    Also warum soll sich das auf ein Mal komplett ändern?


    Das Retro-Computer Hobby war vor 20 Jahren anders, ales es heute ist und es wird auch in 20 Jahren anders sein.

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    Edited once, last by horniger ().

  • Alte Technik stößt durchaus noch auf viel Interesse. So ziehen die Dampfzugfahrten im Harz und anderswo viele Touristen an und auch Windmühlen, Dampfschiffe und alte Flugzeuge werden bestaunt und bewundert. Bei meinem letzten der wiederholten Besuche im Deutschen Museum in München habe ich mir speziell die alten Werkzeugmaschinen angesehen. Es ist schon beeindruckend welche Genauigkeiten mit so "einfachen" Maschinen erzielbar sind. Auch alte Computern werden viel Aufmerksamkeit bekommen, wenn diese Besuchern leicht zugänglich sind und Fachpersonal deren Funktionsweise den Besuchern verständlich nahebringen. Das "technikum29" ist ein lobenswertes Beispiel dafür, ist aber auf Privatinitiative angewiesen. Eine größere Unterstützung durch öffentliche Stellen könnte die Bekanntheit in der "breiten Öffentlichkeit" verbessern und größere Besucherströme ermöglichen.


    Bedauerlich finde ich, dass das Arbeiten mit Einzelbauteilen wie Transistoren, Dioden, NTCs, Hallsensoren o.ä. und das Wissen um deren phasikalischen Grundlagen in der Ausbildung immer mehr in den Hintergrund tritt. Das ist Grundlagenwissen, das so verloren geht. Das Wissen um die Physik hinter diesen Bauteilen ist das Fundament, auf dem auch die modernen Bauteile basieren. Vernachlässigt man das Fundament, gerät die Stabilität des "Überbaus" leicht in Gefahr. Auch fehlen ohne bteites Grundlagenwissen die Fachleute, die später die neuen Bauteile und Technologien entwickeln können.

  • Naja die Bauteile findest du immer noch einzeln in jedem Gerät. Die ersten 3 in jedem Netzteil, Hallsensoren z.B. beim Zuklappen des Laptops

    ::solder::Ich "darf" beruflich basteln...

  • Naja die Bauteile findest du immer noch einzeln in jedem Gerät. Die ersten 3 in jedem Netzteil, Hallsensoren z.B. beim Zuklappen des Laptops

    In der Lehre werden diese Bauteile aber ziemlich vernachlässigt. Schon wie ein Transistor aufgebaut ist und funktioniert, ist vielen Studenten auch am Ende des Studiums noch fremd. Wie man Temperaturen über die Dioden-Schwellspannung (Band-Gap-Referenz) messen kann, übersteigt die Vorstellung der Meisten (wird aber in den meisten CPUs so gemacht). Hall-Bausteine ermöglichen auf einfachste Weise eine analoge Mulitplikation, was sehr verschiedene Anwendungsmöglichkeiten erschließt. So kann einfach eine Wirkleistungsmessung realisiert werden (die Hallspannung ist das Produkt aus dem Strom durch das Element und dem Magnetfeld dem das Element ausgesetzt wird). Der Strom durch das Hallelement wird von der Spannung erzeugt und der Strom durch den Verbraucher wird durch eine Spule geleitet und erzeugt das Magnetfeld.


    Dieses Wissen wird nur wenigen Studenten vermittelt. Hinzu kommt, dass Hall-Plättchen ohne Elektronik praktisch nicht mehr erhältlich sind (gab es vor etlichen Jahren von Siemens). So kann man den Hall-Effekt kaum noch vorführen.


    Übrigens kann man mit einem Hallplättchen einen simplen Amplitudenmodulator (mit unterdrücktem Träger) aufbauen. Der Steuerstrom durch das Plättchen ist die Trägerfrequenz und die Modulation wird über eine Spule auf das Plättchen gegeben. Der Innenwiderstand des Plättchens hat etwa die Größe des Wellenwiderstandes einer Antenne. Will man auch den Träger dabei haben, kann man die Trägerspannung auf einen der Anschlüsse für die Hallspannung geben oder dem Magnetfeld einen Gleichanteil zufügen. Das ist Physik zum Anfassen - eine einfache Lösung ohne weitere Elektronik nur aus dem physikalischen Verständnis des Bauelements.

  • Das ist einfach das Problem, wenn du dich schon immer für Elektronik interessiert hast und mehr Verständnis vom Aufbau und Variationen eines Transistors hat, wie der Berufsschullehrer. Wir hatten in der Berufsschule im Endeffekt, dass ein NPN Transistor ein Verstärker ist und ganz durchgeschaltet ein Schalter ist. Kein PNP, keine der vielen MosFET-Typen. Kein Vergleich von Emitter-Schaltung/Kollektorschaltung usw.


    Deswegen habe ich mich auch gegen ein Studium entschieden: du wirst mit Theorie zugeballert, die du als praktischer Bastler nicht brauchst. Da kaufe ich mir lieber ein Stapel Bücher.


    Ist die Frage, ob man einen Hallsensor als Multiplikator wirklich noch braucht, ich kenne die sonst nur noch aus der DC-Stromzange. So ein paar Grundschaltungen für die verschiedenen Transistor-Grundtypen und z.B. die Tatsache, dass MosFETs kein Strom, aber teilweise recht hohe Spannungen am Gate brauchen, hätte ich schon nice gefunden. Meine Klassenkameraden nicht :tüdeldü:

    ::solder::Ich "darf" beruflich basteln...

  • Das Retro-Computer Hobby war vor 20 anders, ales es heute ist und es wird auch in 20 Jahren anders sein.


    Das stimmt in einem Punkt allerdings nicht: es wird auch da dann v.a. um alte Computer gehen. :)

    Die Menschen und die Preise haben sich geändert. Ich weiß noch ,dass ich eine Amiga 500 für 2,50€ auf dem Flohmarkt bekommen habe. Viele Sachen gab es umsonst. Das hat dann auch dazu geführt das es bei mir teilweise Messie-Ausnahmen angenommen hatte. Einfach Computer abholen und irgendwo hinstellen. Ich habe immer noch teilweise Rechner hier, die ich schon seit 15/20 Jahre hier liegen habe und noch nie eingeschaltet habe.

    Schaut doch mal in meinem Blog vorbei.

  • Alte Technik stößt durchaus noch auf viel Interesse. So ziehen die Dampfzugfahrten im Harz und anderswo viele Touristen an und auch Windmühlen, Dampfschiffe und alte Flugzeuge werden bestaunt und bewundert.

    Klar! Wenn ich die Wahl hätte, würde ich mich auch für die abstrakte Technik entscheiden und mir Rechner in einem Museum anschauen, anstatt bei Sonnenschein eine Fahrt mit der Schmalspurbahn durch den Harz oder mit dem Dampfradschiff auf dem Vierwaldstättersee zu genießen ;)


    Bedauerlich finde ich, dass das Arbeiten mit Einzelbauteilen wie Transistoren, Dioden, NTCs, Hallsensoren o.ä. und das Wissen um deren phasikalischen Grundlagen in der Ausbildung immer mehr in den Hintergrund tritt. Das ist Grundlagenwissen, das so verloren geht.

    Grundlagenwissen für Etwas das heute in der Breite keine Anwendung mehr findet? Bei uns stand auf dem Lehrplan tatsächlich noch das Zusammenlöten von Bauteilen, sowie das Programmieren eines EPROM, aber wirklich angewandt habe ich dieses Wissen beruflich gesehen nie. Und so dürfte es den meisten Anderen aus meiner Ausbildungszeit ebenfalls ergangen sein.


    Genauso gut könnten wir uns darüber empören, dass für Kfz-Mechatroniker das Einstellen des Vergasers nicht mehr auf dem Lehrplan steht.

  • Die Menschen und die Preise haben sich geändert. Ich weiß noch ,dass ich eine Amiga 500 für 2,50€ auf dem Flohmarkt bekommen habe. Viele Sachen gab es umsonst. Das hat dann auch dazu geführt das es bei mir teilweise Messie-Ausnahmen angenommen hatte. Einfach Computer abholen und irgendwo hinstellen. Ich habe immer noch teilweise Rechner hier, die ich schon seit 15/20 Jahre hier liegen habe und noch nie eingeschaltet habe.

    Das ist so, wie wenn du jetzt Vista-Computer sammeln würdest: Will noch keiner haben und will keiner mehr haben. Geben schnelle XP-Computer ab und werden in 5-10 Jahren wohl auch bei ca. 100€ liegen. Ist ja nicht so, als ob ich darauf wetten würde und 60x Lenovo M57e gehörtet hätte, weil die 4€/Stück inkl. Lieferung auf 2 Europaletten kosteten. :wacko:

    ::solder::Ich "darf" beruflich basteln...

  • Die Menschen und die Preise haben sich geändert. Ich weiß noch ,dass ich eine Amiga 500 für 2,50€ auf dem Flohmarkt bekommen habe. Viele Sachen gab es umsonst. Das hat dann auch dazu geführt das es bei mir teilweise Messie-Ausnahmen angenommen hatte. Einfach Computer abholen und irgendwo hinstellen. Ich habe immer noch teilweise Rechner hier, die ich schon seit 15/20 Jahre hier liegen habe und noch nie eingeschaltet habe.

    Das Problem das ich aber heute sehe ist das es die wirklichen Schnäppchen nicht mehr gibt da die meisten Rechner in Recycling gehen. Vor allem bei größeren Kisten merke ich das immer mehr. Wieso soll ein "Refurbischer" einen Rechner für 10 oder 20 Euro bei Ebay verhökern wenn er allein für die darin enthaltenen Metalle 200 Euro bekommt. Ist mir leider so oft untergekommen der Satz "nein günstiger geht nicht, da bekomme ich bei der Scheideanstalt mehr dafür" (Ich hatte 7 E10k (eine wurde mir ja geklaut) die erste habe ich noch für ein paar tausend Euro gekauft, die letzten 2 habe ich geschenkt bekommen ).... Klar 08/15 PC's gibts ab und zu mal für n Apfel und n Ei aber so grosse Klopper hab ich schon sehr selten für "Günstig" gesehen.

    Viva forever

  • Das Retro-Computer Hobby war vor 20 anders, ales es heute ist und es wird auch in 20 Jahren anders sein.


    Das stimmt in einem Punkt allerdings nicht: es wird auch da dann v.a. um alte Computer gehen. :)

    Die Menschen und die Preise haben sich geändert. Ich weiß noch ,dass ich eine Amiga 500 für 2,50€ auf dem Flohmarkt bekommen habe. Viele Sachen gab es umsonst. Das hat dann auch dazu geführt das es bei mir teilweise Messie-Ausnahmen angenommen hatte. Einfach Computer abholen und irgendwo hinstellen. Ich habe immer noch teilweise Rechner hier, die ich schon seit 15/20 Jahre hier liegen habe und noch nie eingeschaltet habe.

    Aber das ist trotzdem immer noch besser als das die Geräte auf dem Schrott gelandet wären meiner Meinung nach...

    Keine Angst vor grossen Eisen !!!

  • Die Menschen und die Preise haben sich geändert. Ich weiß noch ,dass ich eine Amiga 500 für 2,50€ auf dem Flohmarkt bekommen habe. Viele Sachen gab es umsonst. Das hat dann auch dazu geführt das es bei mir teilweise Messie-Ausnahmen angenommen hatte. Einfach Computer abholen und irgendwo hinstellen. Ich habe immer noch teilweise Rechner hier, die ich schon seit 15/20 Jahre hier liegen habe und noch nie eingeschaltet habe.

    Das Problem das ich aber heute sehe ist das es die wirklichen Schnäppchen nicht mehr gibt da die meisten Rechner in Recycling gehen. Vor allem bei größeren Kisten merke ich das immer mehr. Wieso soll ein "Refurbischer" einen Rechner für 10 oder 20 Euro bei Ebay verhökern wenn er allein für die darin enthaltenen Metalle 200 Euro bekommt. Ist mir leider so oft untergekommen der Satz "nein günstiger geht nicht, da bekomme ich bei der Scheideanstalt mehr dafür" (Ich hatte 7 E10k (eine wurde mir ja geklaut) die erste habe ich noch für ein paar tausend Euro gekauft, die letzten 2 habe ich geschenkt bekommen ).... Klar 08/15 PC's gibts ab und zu mal für n Apfel und n Ei aber so grosse Klopper hab ich schon sehr selten für "Günstig" gesehen.

    Das stimmt schon, die Recycler sind da nicht mehr eine gute Quelle;

    man muss direkt dorthin gehen wo die Geräte am Laufen sind bevor die in die Rec. Richtung gehen...

    Keine Angst vor grossen Eisen !!!

  • Ich kenne mich nicht bei Großrechnern aus, höre aber auch oft dieses Argument bei normalen Computern, wenn dem KA-VK der Preis nicht passt und er glaubt das Ding wäre aus purem Gold.

    Der Schrottwert liegt hier bei 10-20€, der Recycler will von mir also 25€ Netto für die Computer und 15€ Netto für die Laptops als "Take it all".


    Wenn so ein Großrechner voll mit Motorrola-CPUs ist, sind die dann nicht mehr wert, als der Schrottwert? Ich versuche das ihm immer klarzumachen, dass er die 486DX2/4 und 200/233 MMX nicht in die Eimer werfen soll.

    ::solder::Ich "darf" beruflich basteln...

  • Ich kenne mich nicht bei Großrechnern aus, höre aber auch oft dieses Argument bei normalen Computern, wenn dem KA-VK der Preis nicht passt und er glaubt das Ding wäre aus purem Gold.

    Der Schrottwert liegt hier bei 10-20€, der Recycler will von mir also 25€ Netto für die Computer und 15€ Netto für die Laptops als "Take it all".


    Wenn so ein Großrechner voll mit Motorrola-CPUs ist, sind die dann nicht mehr wert, als der Schrottwert? Ich versuche das ihm immer klarzumachen, dass er die 486DX2/4 und 200/233 MMX nicht in die Eimer werfen soll.

    Es gibt durchaus Recycler die auch Komponenten testen und gebraucht über Ebay verkaufen, aber das ist längst nicht der Standard;

    das Problem dabei sind dann die Kosten für das passende Personal und die Stellung einer Räumlichkeit und Equipment für die Arbeiten nebst Lager, Versandlogistik etc...

    Keine Angst vor grossen Eisen !!!

  • Refurbish dauert ewig. Aktuell: 2 Tage für 3 Thinkpad 770 in Teilen (2 von 3 DCDC-Boards defekt), das lohnt nur, wenn du das alleine machst und keine hohen Kosten hast.

    Ja da gibt es 2-3, auch auf ebay, die regelmäßig attraktive Soundblaster, CPUs und Laufwerke haben, also alles einfach zu testen. Proprietäre Bauteile tun die sich aber auch nicht an.

    Um ein Atari / Amiga / Notebookteile in allen Variationen und jeden Anschluss/Funktion zu testen brauchst du unglaublich viel Material und mal gerne 2m Tisch für 2-3 Geräte. Deswegen mache ich das Chargenweise, für EInzelgeräte lohnt sich das nicht.


    Zum Thema wie es laufen kann: https://t3n.de/news/sensations…ource=pocket-newtab-de-de


    Natürlich kann die ganze Retro-PC-Blase platzen und die Preise pendeln sich wieder bei 10% ein.

    ::solder::Ich "darf" beruflich basteln...

    Edited once, last by PC-Rath_de ().

  • Gerade bei professionellem Equipment wird es schon immer schwieriger was zu ergattern.

    Am ehesten bei kleineren Firmen, wo die EDV-ler das mehr oder weniger privat anbieten, oder für die Kaffeekasse.

    Der Großteil geht direkt zum Ensorger, das sehe ich ja auch bei uns im Betrieb.

    Reseller lassen sich halt oft gut bezahlen und zielen eher auf den Verkauf von Ersatzteilen für Produktivsysteme, denn auf Hobbyisten.


    Ich habe auch nur deshalb noch so viele 486er, weil die vor 20 Jahren auf ebay keiner haben wollte.

    Für PPro Systeme fanden sich damals auch nur wenige Interessenten.

    Ich habe da glaub ich für kein System mehr als 50 € gezahlt.


    Statt Vista Laptops stelle ich mir lieber gerade dual Xeons wie Z600, Z800 oder Celsius R860 hin.

    Die haben dank potenter CPUs und reichlich Speicher auch jetzt noch Nutzwert und sind zukünftige Klassiker.


    Bei PCs lässt sich auf Altsystemen zumindest noch alte Software installieren und betreiben.

    Bei Tablets, Handys und anderen Androiden wird das mit den online Softwarerepositories schon schwieriger bis gar unmöglich.

    Da bleibt oft nur die Nachnutzung als MP3 Player oder e-book Reader, wenn nichtmal mehr duröhre funktioniert.

    In wie weit das mit aktuellen Apples funktioniert weiss ich auch nicht?

    Mein i-Pod Touch der ersten Generation dient aktuell nur noch zur Küchenbeschallung.

  • So, hier ist mal was, was durchaus Potential hat - mal irgendwann - Classic Computing zu werden.


    (ist von vor Kurzem ...)


    EDIT:

    Auf Wunsch des Autors 4 Bilder gelöscht ; Prospekt Aldi 34/2023 ; Inhalt: vorkonfigurierte schicke Gamer PCs mit RTX3070 und Intel i5-7-9

    -- 1982 gab es keinen Raspberry Pi , aber Pi und Raspberries

  • Bei Tablets, Handys und anderen Androiden wird das mit den online Softwarerepositories schon schwieriger bis gar unmöglich.

    Da bleibt oft nur die Nachnutzung als MP3 Player oder e-book Reader, wenn nichtmal mehr duröhre funktioniert.

    In wie weit das mit aktuellen Apples funktioniert weiss ich auch nicht?

    Mein i-Pod Touch der ersten Generation dient aktuell nur noch zur Küchenbeschallung.

    Mein iPad von anno 2014 dient gerade mal noch als Wecker, für mehr ist das Ding nicht mehr zu gebrauchen . Moderne Websites aufrufen oder gar Social Network-Seiten? Schwierig bis unmöglich. Letzte Updateunterstützung ist vor Jahren schon ausgelaufen ...

  • Mein iPad von anno 2014 dient gerade mal noch als Wecker, für mehr ist das Ding nicht mehr zu gebrauchen . Moderne Websites aufrufen oder gar Social Network-Seiten? Schwierig bis unmöglich. Letzte Updateunterstützung ist vor Jahren schon ausgelaufen ...

    Also mein iPad Air 2 ist auch von 2014. Ich nutze es zwar nicht mehr für meine Onlineaktivitäten. Dafür aber für etliche Bereiche Daheim. Selbst wenn man ein Gerät noch älterer Bauart hat, gibt es sinnvolle Einsatzgebiete, die über das sinnfreie Surfen oder Abgrasen der Social Media Plattformen hinaus geht.

  • Mein iPad (1) von 2010 arbeitet 24/7 als Display für die Heimautomation. Ist im Schlüsselbrett eingebaut und hat jetzt Display-Fehler. Weswegen ich mir noch ein iPad 1 besorgt habe als Austausch. Reicht vollkommen aus. Diverse Android Tablets, die ich beruflich testen musste, haben nach einem Bruchteil der Zeit aufgegeben.